Seit dem 16. November bin ich nun im Besitz einer grauen SPINOMED-Orthese.
http://www.medi.de/Spinomed_R__-_medi_O ... ml?id=3656
Warum ich es bekommen habe:
Link zu meiner Vorgeschichte: viewtopic.php?t=6954
Link zu meinem Korsett-Thread: viewtopic.php?t=7319
Mein Rahmouni-Korsett habe ich bisher durchschnittlich 12 Stunden pro Tag (nachts und einige Stunden tagsüber) getragen und werde es nachts auf jeden Fall weiterhin tragen. Tagsüber habe ich damit jedoch folgende Probleme:
– Ich kann mich damit nur für kurze Zeit hinsetzen;
– Wegen der Reklinationsabstützung sind Schreiben sowie Tippen am PC extrem schwierig;
– Sobald ich mich bewege, schwitze ich darin sehr viel, insbesondere im Sommer.
Da ich jedoch meine Korrektur außerhalb des Korsetts nur für kurze Zeit halten kann, ist es zu wenig, wenn ich es nur nachts trage. Aus diesem Grund hatte ich Dr. Hoffmann nach einer Ergänzung für tagsüber gefragt, welche diese Nachteile nicht hat. Er hat mir daraufhin das SPINOMED verschrieben (anstatt einer Art "Korsett light", womit ich eigentlich gerechnet hatte).
Vorbeugung der Bildung einer Hyperkyphose und -lordose bei Osteoporose und bei juvenilem M. Scheuermann.
Anpassung bei Rahmouni:
Die individuelle Anpassung ist ziemlich aufwendig.
Von Anfang an wurde das Teil von Herrn Rahmouni und seinen Helferinnen mißtrauisch beäugt (jedenfalls meinem Eindruck nach).
Zunächst wird die Leichtmetallschiene aus dem Rückenteil herausgenommen und entsprechend der Form der Wirbelsäule gebogen. Dies hat Rahmouni in meinem Fall selbst gemacht.
Danach kann das SPINOMED wie ein Rucksack angezogen und am Bauch (mittels starkem Klettverschluß) zugemacht werden. (Zum Drunterziehen eignet sich am besten ein Korsetthemd mit kurzen Ärmeln; auch eng anliegende T-Shirts und Pullover sind möglich.)
Dann müssen die Gurte in der richtigen Reihenfolge angebracht und gekürzt werden. Dies ist nicht einfach, da auf allen Gurten gleichzeitig ein Zug sein muß. Teilweise standen 3 Leute um mich herum (Rahmouni und 2 Helferinnen), mindestens jedoch 2.
Die oberen Gurte sollen die Schultern nach hinten ziehen. Der unterste Gurt soll unterhalb des Beckenkamms verlaufen, um ein Hochrutschen zu verhindern.
Als das Teil endlich richtig saß, mußte ich damit herumlaufen und mich hinsetzen. Hierbei offenbarten sich auch gleich die
– Wegen der Reibung der Leichtmetallschiene am glatten Kunststoff des Rückenteils kommt es zu einem "knarrenden" Geräusch, besonders wenn man sich zur Seite dreht.
– Trotz des unteren Gurts rutscht das Teil nach einer Weile hoch, vor allem wenn man sich hinsetzt. Dann muß der Bauchgurt geöffnet, das Teil wieder nach unten gezogen und der Bauchgurt werden. Das ist zwar nicht schwierig (außer man hat schwache Finger), aber sehr lästig.
– Im Vergleich mit einem Korsett bietet das SPINOMED nur sehr wenig Halt. Es hat keine Streckwirkung in die Länge. Starke Korrekturen sind nicht möglich.
– Das SPINOMED ist nicht dazu geeignet, darin zu schlafen.
:licht: Abhilfe:
– Das "knarrende" Geräusch habe ich wie folgt beseitigt: Ich habe die Metallschiene herausgenommen, abgemessen und aus Vlies eine Hülle zum Drüberziehen genäht. Auch mit dieser Hülle paßt die Metallschiene noch problemlos in das Rückenteil.
– Derzeit überlege ich mir eine Lösung, um das Hochrutschen zu verhindern oder zumindest einzuschränken. (Die wäre jedoch nur für Frauen geeignet.)
– Die Beweglichkeit ist kaum eingeschränkt.
– Wenn man will, kann man sich auch total reinhängen – da dies aber spätestens nach einer Weile unbequem wird, versucht man automatisch, eine geradere Haltung einzunehmen. Dadurch können die Muskeln trainiert werden (wodurch es am Anfang nach langer Tragezeit zu Muskelkater kommen kann).
– Will man sich bücken, so ist dies möglich – jedoch muß man dabei die gesamte WS bewegen, wodurch eine übermäßige Kyphose verhindert wird.
– Das SPINOMED kann durch Kleidung komplett versteckt werden und ist dann von außen nicht einmal zu erahnen.
Ein richtiges Fazit traue ich mir nach dieser kurzen Zeit noch nicht zu.
VG, Anne
[EDIT 1. Dezember 2007: Fotos eingesetzt]






anmessen lassen und bestellt. Bin schon sehr gespannt drauf, ob das eine echte Alternative ist. Ich habe beruflich leider sehr viele Anlässe, wo ich mich etwas mehr bewegen muss, als es mir meine Rahmouni´s erlauben. Immer noch trage ich nachts, zuhause, zu langen Autofahrten usw... meine "Super-Power-Panzer". 
