Kyphose-OP 45° in der Kinderklinik St. Augustin?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
silvana
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Kyphose-OP 45° in der Kinderklinik St. Augustin?

Beitrag von silvana »

hallo, ich bin neu hier und muß feststellen, daß es sehr informationsreich ist. vielleicht bekomme ich ein paar infos über eine kyphosenoperation. mein sohn ist 15 und in 2006 wurde ihm ein rückenmarktumor entfernt. zum glück gutartig, aber immer wiederkommend. nachdem wurde sein rücken immer schlimmer. jetzt soll er im sommer operiert werden. Er ist schon arm dran, denn der tumor war zu spät erkannt worden und dadurch hat er eine 80%ige gehbehinderung. neigung zum spitzfuß. danke
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Hallo Silvana,

an sich sind 45° bei eine Kyphose auch bei einem 15-jährigen noch nicht unbedingt ein Grund, gleich zu operieren, hier wäre eigentlich erst einmal eine Korsett-Therapie angesagt.

Da bei Euch aber durch den Tumor eine Sondersituation vorliegt kann sollte man hier sicherlich schon den Ärzten vertrauen!

Habt Ihr schon einmal eine Zweitmeinung eingeholt?

Woher kommt Ihr denn? Wenn Du in Dein Profil Deinen Wohnort eintragen würdest könnte man Dir vielleicht noch weitere Experten in Deinem Umfeld nennen!

Viele Grüße

Thomas
silvana
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Beitrag von silvana »

hi Thomas, ich wollte es hier ins forum setzten, aber ich habe mich vertan, sorry. lg silvana
silvana
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Beitrag von silvana »

hi, weiß noch jemand einen rat, oder hat jemand eine kyphoseop. machen lassen. wie war der erfolg? wie lebt man im nachhinein damit? unser sohn ist erst 15 jahre und wird im sommer in der kinderklinik st. augustin operiert. sind hier denn so wenige, die davon betroffen sind? lg silvana
Zuletzt geändert von silvana am So, 27.01.2008 - 12:45, insgesamt 1-mal geändert.
silvana
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Kyphose-OP 45° in der Kinderklinik St. Augustin?

Beitrag von silvana »

HI, gibt es hier jemanden im forum, der eine kyphoseop hat machen lassen. mein sohn ist 15 jahre und soll im märz in der kinderklinik st. augustin operiert werden. lg silvana
Tina5
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Nur wenige betroffene?

Beitrag von Tina5 »

Hallo Silvana,

wir wünschen Deinem Sohn Alles Gute!
Silvana hat geschrieben:Unser sohn ist erst 15 jahre und wird im märz in der kinderklinik st. augustin operiert. Sind hier denn so wenige, die davon betroffen sind?
Hier sind schon einige, die selbst von zu starken Kyphosenwinkeln betroffen sind! Ich kenne jedoch keinen mit nachwachsenden Tumoren, ein User hat dieses Problem mit einer Skoliose.

Nach meiner persönliche Meinung (nur so aus dem Gefühl) solltet Ihr die OP wie vorgeschlagen machen lassen. Es geht sonst vielleicht wegen den wachsenden Tumorgeschichten bald gar nicht mehr. Eine zweite Klinikmeinung, wie von Thomas vorgeschlagen, ist aber immer ratsam. Ich würde soetwas nur in einer Klinik machen lassen, wo es sehr oft gemacht wird.

VG Tina
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Toni
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Re: WER HATTE SCHON MAL EINE KYPHOSEOP 45°

Beitrag von Toni »

silvana hat geschrieben:HI, gibt es hier jemanden im forum, der eine kyphoseop hat machen lassen. mein sohn ist 15 jahre und soll im märz in der kinderklinik st. augustin operiert werden. lg silvana
Hallo Silvana,
Warum denn OP?
Bei 45° Kyphosewinkel und 15 Jahren ist mit 2 Jahren im Korsett die WS auch optimal gerade.
Die OP-Indikation liegt bei Kyphosen ab 70° aufwärts. Eine lebensgefährliche und dauerhaft versteifende OP wegen 45° einzugehen halte ich persönlich für unverantwortlich!
Hat Dein Sohn schon mal eine Schroth- Reha gemacht und ein wirklich gutes Korsett angepasst bekommen?
Ich habe es mit 48- 50 Jahren geschaft eine "fixierte" 68° Kyphose auf einen in meinem Alter als Normalwert eingestufte 40 - 45° Kyphose zu reduzieren.
Warum soll dann Dein Sohn operiert werden???
Gruß Toni
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Toni
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Beitrag von Toni »

Ichhab gerade noch gelesen, daß es um einen nachwachsenden Tumor geht!
Das ist was anderes.
Es ist sehr problematisch in einem operativ versteiften Bereich nachoperieren zu müssen! Das müssen sehr erfahrene Spezialisten klären.

Dr. Liljenqvist/Uniklinik Münster hat sich sehr intensiv mit Tumoren an WS befasst. Jedenfalls sind 45°Kyphose allein noch lange kein Grund für eine OP!
Gruß Toni
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Ein Kyphosewinkel von 45° liegt ja eigentlich noch im oberen Normalbereich. Wo ist denn die Kyphose? Handelt es sich vielleicht um eine LWS-Kyphose?

Wenn es sich um eine Kyphose an der Stelle handelt, wo sie auch normalerweise sein sollte (BWS), dann würde ich eher zu einem Korsett tendieren, schon allein deshalb, weil - so wie ich es verstanden habe - der Tumor nachwachsend ist und nicht ganz entfernt werden konnte, es also zu regelmäßigen Operationen kommen wird. Da ist es meiner Einschätzung nach besser der Zugang ist frei und wird nicht durch Implantate und Narbengewebe versperrt.
silvana
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Beitrag von silvana »

hi toni, woher kennst du dich so gut aus? dr. deimling, kinderklinik st. augustin ist auch ein sehr erfahrener ws spezialist. der termin steht schon fest.
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

silvana hat geschrieben:hi toni, woher kennst du dich so gut aus? dr. deimling, kinderklinik st. augustin ist auch ein sehr erfahrener ws spezialist. der termin steht schon fest.
Haben wir schon von gehört. Ob er allerdings erfahren ist, können wir nicht ausmachen, da der Name zuerst in Zusammenhang von Werbemaßnahmen der Asklepios Katharina Schroth Klinik gefallen ist (es sind beides Asklepios Kliniken).

Aus der Veröffentlichung der Schroth Klinik klang heraus, dass eine Zusammenarbeit von oben her angeordnet wurde. In zuvor bestehenden OP-Klinik Empfehlungslisten war bis zu diesem Zeitpunkt diese Klinik nie genannt worden. Es scheint den Sobernheimern also ziemlich plötzlich eingefallen zu sein, dass diese andere Asklepios Klinik eine Empfehlung Wert ist.
silvana
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Beitrag von silvana »

hallo bzebra, die kyphose liegt im Lwsbereich und soll in der kinderklinik st. augustin operiert werden. mein sohn hat einen langen leidensweg hintersich und dr deimling, der ihn operiert, meint ein korsett bringe nicht viel. es sollen titanplatten im unteren Lwswirbelbereich eingesetzt werden.wir haben so viel ärzte konsultiert und denken, daß wird für meinen sohn das beste sein. ich finde es ganz toll, wie viele menschen hier sich mental dafür einsetzen. lg silvana
silvana
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Beitrag von silvana »

hi bzebra, was meinst du damit? hast du schon was von dr. deimling gehört? ich kann in der regel keinem arzt mehr vertrauen, weil ich schon soviel schlimmes erlebt habe(vielmehr mein sohn) im bezug auf ORTHOPÄDE DR. BORSAY, der meinen sohn fast zwei jahre behandelt hat auf ganz normale wachstumsstörrungen und es hinterher ein riesiger rückenmarktumor war. mein sohn war sehr sportlich ist aber heute 80% gehbehindert und kann keinen sport mehr ausüben und nur weil dieser orthopäde bei den kassenpatienten kein frühzeitiges MRT gemacht hat. mein sohn ist nicht mehr der, der er mal war. lg silvana
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Toni
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Beitrag von Toni »

Mir ist hier im Forum weder ein positiver noch negativer Bericht über St. Augustin bekannt geworden, außer daß die ASKLEPIOS Katharina-Schroth-Klinik für die ASKLEPIOS St. Augustin-Klinik Werbung machen "musste".

Nach wie vor ist mir noch überhaupt nicht klar, warum eine 45° Kyphose an einem 15-Jährigen überhaupt operiert werden soll?
Daß der Tumor raus und weg muß, LOGO.
Aber eine Versteifungs-OP wegen einer 45° Kyphose?????????????
Warum? Was soll das?
Was wurde denn bisher versucht gegen die Kyphose?
Schroth KG?
Korsett?
Wo, auf welchen Wirbeln sitzt denn der Kyphosescheitel?
Von wo bis wo soll denn versteift werden?
Welches Implantat und OP-Methode soll verwendet werden?
Wie wird sichergestellt, daß die operierte Wirbelsäule /der versteifte und begradigte Bereich eine harmonisch-physiologische Krümmung bildet?
Was passiert mittel- bis langfristig mit den Bandscheiben über und unter dem OP-Bereich?
Welche Garantien für Schmerzfreiheit und Schmerzarmut gibt es nach der OP?
Sind von der Haltungsschwäche Bereiche betroffen, die gar nicht operativ korrigiert werden können:
Hängender Kopf?
Hyperlordose der HWS?
Vorstehender Brustkorb-Glockenthorax?
Hängende, vorgezogene Schultern?
Schwache, schlaffe Bauchdecke/Bauchmuskulatur?
Beckenkippung?
Totale Rückseitenverkürzung?
Das kann alles nicht erledigt/beseitigt werden in dem 5 bis 16 Wirbelkörper miteinander verschraubt werden.
Wurdet Ihr denn über die Gefahr einer postoperativen Schwellung des Rückenmarkkanals informiert, der z.B. an einem 19-Jährigen Skoliosepatienten vor 2 Jahren 4 Wochen nach der OP zum Tod geführt hat?


Wer behauptet, daß die OP unvermeidbar und unumgänglich ist? Und wenn ja WARUM????
Gruß Toni
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Beitrag von Toni »

Admin-Info: Dieses Posting wurde aus einem anderen Thread hier eingefügt.

Na endlich gibt es mal Daten.
45° Kyphose in einem Bereich in dem normalerweise eine ca. 30° Lordose sein sollte ist schon eine echte OP-Indikation. Ist das eine "Knick-Kyphose"

Ihr solltet Euch aber schon noch eine 2. Meinung von z.B. Prof. Halm /Neustadt oder Dr. Liljenqvist/Münster oder Dr. Niemeyer/ Tübingen einholen.
Dr. von Deimling gehört nach meinem Wissen derzeit nicht zur 1. Rige der WS-Chirurgen bei Problemfällen. Zumindest ist über ihn in der "Szene" nichts bekannt (wie gesagt auch nichts negatives). Außer den gegenseitigen "Beweihräucherungen" der beiden ASKLEPIOS-Klinik-Chefs.
Vielleicht ist im Skoliose-OP-Forum etwas mehr bekannt?

Daß Dr. von Deimling nichts von Korsetten hält ist logisch.
Erstens hat er als WS-Chirurg vermutlich noch kaum wirklich gute Korsette gesehen sondern immer nur die Patienten von gescheiterten Plastikmüll-Korsetten auf den Tisch bekommen...
Zweitens sehen solche Chirugen die erfolgreichen Korsett-User niemals, weil sie eben keinen Chirugen brauchen.
Drittes mögen WS-Chirurgen gute Korsette nicht, weil sie ihnen möglicherweise 30.000 bis 60.000 € Umsatz versauen!

Ich wüde mir auf jeden Fall noch mal eine 2. Meinung einholen. Z.B. bei Dr. Hoffmann in Leonberg. Wenn der auch eine OP in St. Augustin empfielt, dann könnt ihr sie dort auch wirklich machen lassen.

Zumindest würde ich so vorgehen, wenn es mein Sohn wäre.
Gruß Toni
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Liebe Silvana,

erst mal herzlich willkommen hier. :)

Ich habe eine kleine Bitte: Du hast vier Therads zum selben Thema eröffnet. Ich habe drei Threads von dir zu einem einzelnen zusammengefügt. Das ist für uns Leser viel einfacher, weil wir dann alles gebündelt lesen können.

Du hast jetzt zwei Threads, diesen hier und dann noch diesen:

viewtopic.php?t=9985

Dadurch sind jetzt leider manche Bemerkungen hier etwas zusammenhangslos, aber so ist es für uns Leser besser.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
silvana
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Beitrag von silvana »

hi toni,

danke für deine info, aber die kyphose,LWS bereich, ist in den letzten 6 monaten so schlimm geworden. mein sohn muß alle 3 monate ins MRT und beim letzten mal ist es dem radiologen aufgefallen, daß sich die wirbelsäule so verändert hat. 2006 ist meinem sohn von fr. dr. messing-jünger operiert worden. uni d`dorf. es ist ein astrozytom in höhe BWS 9 bis LWS1. nach st. augustin sind wir gekommen, weil dr. messing-jünger dort als chefärztin der neurochirurgie arbeitet und sehr eng mit dr deimling(orthopädie) kooperiert. lg silvana
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Beitrag von BZebra »

silvana hat geschrieben:die kyphose liegt im lws bereich
O.K., das musst du immer dazu schreiben, denn 45 Grad im BWS-Bereich wären so gut wie nichts.

Eine LWS-Kyphose ist schwerer bis gar nicht konservativ korrigierbar. Da muss wahrscheinlich abgewägt werden, was mehr Schaden verursacht, die wahrscheinlich noch fortschreitende LWS-Kyphose oder die Hinderung bei späteren Tumoroperationen.

In jedem Fall sollte ein für die Tumoroperationen zuständiger Arzt bei der Operationsplanung für die Kyphose hinzugezogen werden, damit dabei keine später notwendigen Zugänge verbaut werden. Es gibt da nämlich meist mehrere Möglichkeiten, die Kyphose-OP durchzuführen. Einzelne Wirbel müssen nicht unbedingt versteift werden, manche Bereiche können überbrückt werden. Also besser nicht einfach einen Operateur machen lassen, ohne dass er sich Gedanken über spätere OPs macht.
Zuletzt geändert von BZebra am So, 27.01.2008 - 13:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von BZebra »

silvana hat geschrieben:hi bzebra, was meinst du damit? hast du schon was von dr. deimling gehört?
Über seine Leistungen wissen wir nichts. Nur eben, dass der Name in der Skoliose-OP-Szene nie gefallen war, bis die Asklepios Katharina Schroth Klinik, eine renomierte Klinik für Skoliose-Physiotherapie, eine Zusammenarbeit mit der Klinik in St. Augustin verkündet hat.

Vorher wurde von der Schroth Klinik schon eine Empfehlungsliste für empfehlenswerte OP-Kliniken herausgegeben. Dr. Deimling war auf dieser Liste nie drauf.

So, Asklepios ist eine Aktien Gesellschaft, der beide Kliniken angehören. Liegt also nahe, dass die Aktionäre hier gerne sehen möchten, dass Patienten die zur OP empfohlen werden, auch in einer Asklepios Klinik operiert werden und noch mal Geld bringen.

Die Ankündigung zur Zusammenarbeit, die vom damaligen Klinikleiter der Schroth Klinik in der Asklepios internen Zeitung veröffentlicht wurde, war schon ziemlich eindeutig.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Toni hat geschrieben:Nach wie vor ist mir noch überhaupt nicht klar, warum eine 45° Kyphose an einem 15-Jährigen überhaupt operiert werden soll? .....Wo, auf welchen Wirbeln sitzt denn der Kyphosescheitel?
im hier rein verschobenen Post:
Toni hat geschrieben:45° Kyphose in einem Bereich in dem normalerweise eine ca. 30° Lordose sein sollte ist schon eine echte OP-Indikation. Ist das eine "Knick-Kyphose"
BZebra hat geschrieben:Eine LWS-Kyphose ist schwerer bis gar nicht konservativ korrigierbar.
Wie aus meinem avatare ersichtlich habe ich eine "tiefe" Kyphose von 50 Grad, deshalb möchte ich mich mal einmischen.
Ich denke, hier sollte wirklich mal eindeutig, wie von Toni schon abgefragt, die Lage des Kyphosescheitels genannt werden. Sonst reden wir hier möglicherweise aneinander vorbei.

Eine tiefe Kyphose, es wäre zu klären, wo die im unteren Bereich endet, ist nach Aussage von Toni hier im Forum sehr gut mit einem Korsett zu korrigieren, angeblich besser als eine ""normale" BWS Kyphose.
Also muss es danach eine Grenze zur LWS geben, wo das plötzlich nicht mehr gehen soll, wie BZebra das schreibt.

Gut wäre jetzt ein Röntgenbild, damit zumindest die Lage der Wirbelkörper richtig eingeschätzt werden kann.
Aus einem älteren Post zur Korsett Versorgung weiß ich, dass man bereits bei Veränderung des Kyphosescheitel um 2 Wirbel nach oben (gegenüber meiner Situation) eine andere Korsett Konstruktion machen musste, als bei erforderlich sein müsste. (Ich trage keins!)

Gruss
Klaus
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