Korsett gegen OP tauschen??? Hilfe
Korsett gegen OP tauschen??? Hilfe
Hallo,
ich habe nun seit knapp 8 Monaten mein Korsett. Mein Kyphosewinkel beträgt 79 Grad.
Dr. Hoffmann hat mir gesagt dass das klar in der Op Indikation ist.
Das kam für mich garnicht in Frage und so habe ich mich nach kurzer Überlelegung ffür ein Korsett entschlossen. Das es nicht gerade super toll sein wird war mir schon klar aber dachte das zieh ich schon durch.
Leider liegen Theorie und Praxis weit auseinander.
Ich komme kaum dazu es zu tragen da es beruflichlich kaum geht und ich auch zu Hause am Haus sehr viel Arbeit habe, was mir ein tragen nicht ermöglicht. Abends hätte ich dann noch ein paar Stunden aber dann denke ich meistens das es beim spielen mit den Kindern stört oder ich lieber auf dem Sofa bequem liege zum entspannen.
Also bleibt die Nacht zum tragen. Da allerdings werde ich nach spätestens 4 Stunden mit starken Schmerzen im LWS Bereich wach und ziehe es dann aus um den Rest der Nacht schlafen zu können.
Sollte ich mich evt. doch operieren lassen in meiner Situation???
Was würde sich ändern??? Müsste ich nach der Op trozdem noch ein Korsett tragen und wie lange würde ich beruflich ausfallen. Habe einen Handwerklichen Beruf der vollen Körperlichen Einsatz erfordert.
Wird man nach so einer Op wieder voll belastbar wie vorher.
Wie mache ich es richtig???
Meine Frau ist schon sauer weil das teure Teil nur in der Ecke liegt.
Würd mich über den ein oder anderen Tipp echt freun.
ich habe nun seit knapp 8 Monaten mein Korsett. Mein Kyphosewinkel beträgt 79 Grad.
Dr. Hoffmann hat mir gesagt dass das klar in der Op Indikation ist.
Das kam für mich garnicht in Frage und so habe ich mich nach kurzer Überlelegung ffür ein Korsett entschlossen. Das es nicht gerade super toll sein wird war mir schon klar aber dachte das zieh ich schon durch.
Leider liegen Theorie und Praxis weit auseinander.
Ich komme kaum dazu es zu tragen da es beruflichlich kaum geht und ich auch zu Hause am Haus sehr viel Arbeit habe, was mir ein tragen nicht ermöglicht. Abends hätte ich dann noch ein paar Stunden aber dann denke ich meistens das es beim spielen mit den Kindern stört oder ich lieber auf dem Sofa bequem liege zum entspannen.
Also bleibt die Nacht zum tragen. Da allerdings werde ich nach spätestens 4 Stunden mit starken Schmerzen im LWS Bereich wach und ziehe es dann aus um den Rest der Nacht schlafen zu können.
Sollte ich mich evt. doch operieren lassen in meiner Situation???
Was würde sich ändern??? Müsste ich nach der Op trozdem noch ein Korsett tragen und wie lange würde ich beruflich ausfallen. Habe einen Handwerklichen Beruf der vollen Körperlichen Einsatz erfordert.
Wird man nach so einer Op wieder voll belastbar wie vorher.
Wie mache ich es richtig???
Meine Frau ist schon sauer weil das teure Teil nur in der Ecke liegt.
Würd mich über den ein oder anderen Tipp echt freun.
Zunächst mal, was wäre denn der Grund für die Kyphose-Operation? Welche Vorteile versprichst du dir davon?
So wie das alles klingt - handwerklicher Beruf, viel am Haus machen und dann noch mit den Kindern spielen wobei ein Körsett stört - klingt das nicht so, als ob du körperlich eingeschränkt bist.
So wie das alles klingt - handwerklicher Beruf, viel am Haus machen und dann noch mit den Kindern spielen wobei ein Körsett stört - klingt das nicht so, als ob du körperlich eingeschränkt bist.
Ich bin körperlich garnicht eingeschränkt. Kann alles machen allerdings plagen mich ständig starke Schmerzen im unteren Rückenbereich und der linken Hüfte. Stehe stark im Hohlkreuz. Erstens erhoffe ich mir eine Schmerzfreiheit insoweit möglich und zweitens natürlich eine vernüftige Optik des Gesamterscheinungs Bildes meines Rückens. Ein Rundrücken ist ja alles andere als schön und durch meine insgesamte Haltung verschleissen laut Aussage Doc Hoffmann meine Bandscheiben extrem schnell.
- Thomas
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- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Kyphose anfangs 59 Grad, inzwischen nur noch 49 Grad, Neuroforamen-Stenose (Einengung der Nervenwurzeln) in der HWS.
- Therapie: Rahmouni-Korsett seit Februar 2006, zeitweise mit Halsteil, Schroth-Reha Juni / Juli 2010
- Wohnort: Nähe Stuttgart
Hallo MÄX,
Korsett-Tragen ist im wesentlichen eine Kopf-Sache! Wenn Du jedesmal mit Dir selbst ins diskutieren kommst, ob Du nun für die nächsten Stunden Dein Korsett anziehst oder nicht, dann wirst Du nie auf gute Tragezeiten kommen, weil Du den innerlichen Kampf gegen den inneren Schweinehund immer wieder verlieren wirst. Und dann kannst Du meiner Meinung nach Dein Korsett-Experiment auch abbrechen, da es so sicher nicht zum gewünschten Erfolg führt.
Wenn Du Dich aber einmal wirklich innerlich entschließt, die Korsett-Behandlung auch wirklich durchzuziehen, dann darf es keine Ausreden und 'Ich kann es da oder dort nicht anziehen' mehr geben. Wenn Du zu Deinem Korsett stehst, dann gibt es (fast) keine Gelegenheiten, zu denen Du es nicht anziehen kannst! Das ist sicherlich kein bequemer Weg, aber ein gangbarer.
Du bist 31 und kannst selbst entscheiden, welchen Weg Du einschreiten willst!
Eine Operation würde ich auf keinen Fall in Erwägung ziehen. Es gibt zwar einzelne rühmliche Ausnahmen, aber ingesamt ist eine Operation, um eine Kyphose zu begradigen, sehr risikoreich, und Du weisst nicht, ob Du Dir dadurch nicht erst recht Schmerzen einhandelst, von denen Du heute ja noch Gott sei Dank ziemlich verschont bist. Eine Operation käme für mich allerhöchstens in Frage, wenn alle anderen Möglichkeiten versagt hätten und ich meine Schmerzen nicht mehr anders in den Griff bekommen würde!
Viele Grüße
Thomas
Korsett-Tragen ist im wesentlichen eine Kopf-Sache! Wenn Du jedesmal mit Dir selbst ins diskutieren kommst, ob Du nun für die nächsten Stunden Dein Korsett anziehst oder nicht, dann wirst Du nie auf gute Tragezeiten kommen, weil Du den innerlichen Kampf gegen den inneren Schweinehund immer wieder verlieren wirst. Und dann kannst Du meiner Meinung nach Dein Korsett-Experiment auch abbrechen, da es so sicher nicht zum gewünschten Erfolg führt.
Wenn Du Dich aber einmal wirklich innerlich entschließt, die Korsett-Behandlung auch wirklich durchzuziehen, dann darf es keine Ausreden und 'Ich kann es da oder dort nicht anziehen' mehr geben. Wenn Du zu Deinem Korsett stehst, dann gibt es (fast) keine Gelegenheiten, zu denen Du es nicht anziehen kannst! Das ist sicherlich kein bequemer Weg, aber ein gangbarer.
Du bist 31 und kannst selbst entscheiden, welchen Weg Du einschreiten willst!
Eine Operation würde ich auf keinen Fall in Erwägung ziehen. Es gibt zwar einzelne rühmliche Ausnahmen, aber ingesamt ist eine Operation, um eine Kyphose zu begradigen, sehr risikoreich, und Du weisst nicht, ob Du Dir dadurch nicht erst recht Schmerzen einhandelst, von denen Du heute ja noch Gott sei Dank ziemlich verschont bist. Eine Operation käme für mich allerhöchstens in Frage, wenn alle anderen Möglichkeiten versagt hätten und ich meine Schmerzen nicht mehr anders in den Griff bekommen würde!
Viele Grüße
Thomas
Na eigentlich hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Man denkt immer wieder gleich zieh ich es an aber dann mach ich das noch schnell vorher und das und dies und jenes, denn es ist einfach leichter.
Es fällt mir sehr sehr schwer dazu zu stehen.
Gibt es Seiten im Netz wo es gute Infos über die Op gibt???
Es fällt mir sehr sehr schwer dazu zu stehen.
Gibt es Seiten im Netz wo es gute Infos über die Op gibt???
Es kann halt sein, dass du deinen Beruf danach überhaupt nicht mehr ausüben kannst und dir einen neuen suchen musst, Umschulung brauchst usw. Es ist halt nicht das selbe, wie wenn sich ein "Drehstuhlpilot" solch einem Eingriff unterzieht.
Siehe Linkseite links.php#OperationMÄX hat geschrieben:Gibt es Seiten im Netz wo es gute Infos über die Op gibt???
Danke werde dort mal in Ruhe stöbern.
Habe schon gesucht im Internet ob es Gruppen von Leuten gibt in meinem Umkreis die sich evt. regelmässig zum Erfahrungsaustausch treffen.
Leider bisher ohne Erfolg. Wenn ich sehe wie viele hier im Forum ein Korsett tragen muß es sowas doch geben.
Bis ich Anfang des Jahres mit meinem Korsett konvontriert wurde, bin ich mich sicher zuvor noch nie jemandem in einem Korsett gesehen zu haben.
Bis heute nicht und aus eigener Erfahrung weiß ich das es im Sommer unterm T-Shirt auf jeden Fall zu erkennen ist.
Habe schon gesucht im Internet ob es Gruppen von Leuten gibt in meinem Umkreis die sich evt. regelmässig zum Erfahrungsaustausch treffen.
Leider bisher ohne Erfolg. Wenn ich sehe wie viele hier im Forum ein Korsett tragen muß es sowas doch geben.
Bis ich Anfang des Jahres mit meinem Korsett konvontriert wurde, bin ich mich sicher zuvor noch nie jemandem in einem Korsett gesehen zu haben.
Bis heute nicht und aus eigener Erfahrung weiß ich das es im Sommer unterm T-Shirt auf jeden Fall zu erkennen ist.
- Thomas
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Du musst die Relation betrachten: In Deutschland gibt es 80 Millionen Einwohner, in diesem Forum schreiben gerade mal 2000 Leute. Das gibt eine Chance von 1 zu 40.000.MÄX hat geschrieben:Habe schon gesucht im Internet ob es Gruppen von Leuten gibt in meinem Umkreis die sich evt. regelmässig zum Erfahrungsaustausch treffen.
Leider bisher ohne Erfolg. Wenn ich sehe wie viele hier im Forum ein Korsett tragen muß es sowas doch geben.
Du erkennst das nur, weil Du inzwischen drauf achtest. Und beim Vorbeilaufen auf der Strasse schaust Du in der Regel gar nicht so genau hin, als dass Du ein Korsett unter der Kleidung erkennen kannst. Du meinst nur, dass es bei Dir jeder sofort erkennt. Ist aber nicht so. Ich trage im Sommer auch meistens T-Shirts (auch im Büro) und mich spricht praktisch nie jemand drauf an. Und wenn ich Hemd und Jacke anhab, erkennt es eh keiner.MÄX hat geschrieben:Bis ich Anfang des Jahres mit meinem Korsett konvontriert wurde, bin ich mich sicher zuvor noch nie jemandem in einem Korsett gesehen zu haben.
Bis heute nicht und aus eigener Erfahrung weiß ich das es im Sommer unterm T-Shirt auf jeden Fall zu erkennen ist.
Viele Grüße
Thomas
- Thomas
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Was mir noch eingefallen ist:
Haben wir hier (in Stuttgart) auch schon gemacht. Und bei dem Treffen waren dann auch einige mit Korsett-Erfahrung dabei, und die (und natürlich auch die ohne Korsett-Erfahrung) treffen sich immer noch regelmäßig (und reden dabei nicht nur über Korsetts
).
Viele Grüße
Thomas
Was hälst Du davon, in Deiner Gegend mal ein Forumstreffen zu organisieren. Du müsstest nur mal unter 'Veranstaltungen' einen Thread aufmachen, in dem Du frägst, wer konkret Lust hätte, sich zu trreffen. Am besten mit komkretem Termin und Ort. Vielleich kommen ja einige aus Deiner Gegend! Das Potential kannst Du ja vorab mit der Kartenfunktion des Forums schon mal abschätzen!MÄX hat geschrieben:Habe schon gesucht im Internet ob es Gruppen von Leuten gibt in meinem Umkreis die sich evt. regelmässig zum Erfahrungsaustausch treffen.
Leider bisher ohne Erfolg.
Haben wir hier (in Stuttgart) auch schon gemacht. Und bei dem Treffen waren dann auch einige mit Korsett-Erfahrung dabei, und die (und natürlich auch die ohne Korsett-Erfahrung) treffen sich immer noch regelmäßig (und reden dabei nicht nur über Korsetts
Viele Grüße
Thomas
- Dalia
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- Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
- Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Hallo MÄX, eine OP wäre der einfachere und doch der schwerere Weg. Einfacher, weil du dich nicht wehren kannst, schweren, weil die Schmerzen viel heftiger als bei einer Korsetttherapie sind und du den Stab nicht zwischendurch mal rausnehmen kannst. Du musst entscheiden, was dir lieber ist.
Ich meine hier von Toni gelesen zu haben, dass Kyphosen-OPs problematischer sidn als Skoliosen-OPs.
Mit einem Korsett hättest du Chance auf Korrektur, die du dann auch für eine Weile halten kannst.
Du müsstest versuchen, das Korsett tagsüber zu tragen und es dann nachts versuchen. So habe ich es auch gemacht. (Wobei ich von Anfang an im Korsett schlief, aber ich habe auch "nur" eine Skoliose, konnte mein Korsett lockerer einstellen und musste keinem Job nachgehen.)
Die zweite Variante ist, dass du es akzeptierst, dass du das Korsett nachts ausziehst, dann dauert es eben länger, bis du dich eingewöhnt hast.
Hast du schon mal eine Schroth-Reha gemacht? Die könnte den Eingewöhnungsprozess beschleunigen.
Oder du gehst eben doch den Weg der OP.
Was hattest du bei der Korsetttherapie für ein Ziel? Wäre es für dich auch denkbar, das Korsett zeitlebens nur nachts zu tragen und dafür tagsüber gerade und korsettfrei zu sein?
Ich meine hier von Toni gelesen zu haben, dass Kyphosen-OPs problematischer sidn als Skoliosen-OPs.
Mit einem Korsett hättest du Chance auf Korrektur, die du dann auch für eine Weile halten kannst.
Du müsstest versuchen, das Korsett tagsüber zu tragen und es dann nachts versuchen. So habe ich es auch gemacht. (Wobei ich von Anfang an im Korsett schlief, aber ich habe auch "nur" eine Skoliose, konnte mein Korsett lockerer einstellen und musste keinem Job nachgehen.)
Die zweite Variante ist, dass du es akzeptierst, dass du das Korsett nachts ausziehst, dann dauert es eben länger, bis du dich eingewöhnt hast.
Hast du schon mal eine Schroth-Reha gemacht? Die könnte den Eingewöhnungsprozess beschleunigen.
Oder du gehst eben doch den Weg der OP.
Was hattest du bei der Korsetttherapie für ein Ziel? Wäre es für dich auch denkbar, das Korsett zeitlebens nur nachts zu tragen und dafür tagsüber gerade und korsettfrei zu sein?
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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-
gauklerdavid
- Vielschreiber

- Beiträge: 513
- Registriert: Di, 18.02.2003 - 09:40
Hallo Mäx!
Zu Thema op: Ich habe seit meiner Forumszeit von folgenden Leuten gelesen die sich mit Kyphosen haben operieren lassen:
Dave, Lurchi, Mario aus Berlin, ChiristianXXL, und noch zwei andere .
Also sechs Leute.
Bei dreien hat sich die Situation nach OP schmerztechnisch drastisch verschlechtert, und sie haben auch nach längerer Zeit noch keine Besserung erfahren. Nämlich bei Lurchi, Christan XXL und der Person(weiss den Namen nicht mehr) bei der sich eine starke Anschlusslordse der HWS gebildet hat. 1 Person war , kurz nach der Op zufrieden, Mario aus Berlin scheint bis jetzt auch zufrieden zu sein, Dave sieht die Sache wohl so lala.
Von ähnliche Verhältnissen, was die Schmerzen angeht habe ich in einer Studie der Uni Münster gelesen. (da war es 60% gleich oder besser 40 % schlechter, nach mehreren Jahren Beobachtungszeitraum)
Verschleiss in den nicht Versteiften Segmenten gibt es nachgewiesen in nicht geringem Umfang auch nach OP.
Gib noch nicht auf! Es gibt sicher noch Möglichkeiten! Vielleicht brauchst du mehr Ruhe um dich ans korsett zu gewöhnen, bei mir hat das auch erst in den Ferien geklappt. NImm dir den Raum den du brauchst.Kannst du deine Arbeitsbelastung vorüergehend ewas reduzieren? Eine Schroth therapie ist auf jeden Fall zu empfehlen. Und tausche dich weiter aus mit Betroffenen, das hilft sich nicht so sonderbar zu fühlen. Vielleicht kannst du auch deine Angewöhnungsstrategie etwas ändern. Bei mir hat es so funktioniert: eine Stunde an , aus, entspannen, wieder eine Stunde an, dann ganz aus. Am nächsten Tag; eine Stunde und 15 MInuten an, aus, entspannen, wieder eine Stunde 15 minuten an etc... Als ich bei drei Stunden angekommen war, ging es plötzlich den ganzen Tag. Vielleicht kann Rahmoni das Korsett eine Weile auch etwas entschärfen.
David
Zu Thema op: Ich habe seit meiner Forumszeit von folgenden Leuten gelesen die sich mit Kyphosen haben operieren lassen:
Dave, Lurchi, Mario aus Berlin, ChiristianXXL, und noch zwei andere .
Also sechs Leute.
Bei dreien hat sich die Situation nach OP schmerztechnisch drastisch verschlechtert, und sie haben auch nach längerer Zeit noch keine Besserung erfahren. Nämlich bei Lurchi, Christan XXL und der Person(weiss den Namen nicht mehr) bei der sich eine starke Anschlusslordse der HWS gebildet hat. 1 Person war , kurz nach der Op zufrieden, Mario aus Berlin scheint bis jetzt auch zufrieden zu sein, Dave sieht die Sache wohl so lala.
Von ähnliche Verhältnissen, was die Schmerzen angeht habe ich in einer Studie der Uni Münster gelesen. (da war es 60% gleich oder besser 40 % schlechter, nach mehreren Jahren Beobachtungszeitraum)
Verschleiss in den nicht Versteiften Segmenten gibt es nachgewiesen in nicht geringem Umfang auch nach OP.
Gib noch nicht auf! Es gibt sicher noch Möglichkeiten! Vielleicht brauchst du mehr Ruhe um dich ans korsett zu gewöhnen, bei mir hat das auch erst in den Ferien geklappt. NImm dir den Raum den du brauchst.Kannst du deine Arbeitsbelastung vorüergehend ewas reduzieren? Eine Schroth therapie ist auf jeden Fall zu empfehlen. Und tausche dich weiter aus mit Betroffenen, das hilft sich nicht so sonderbar zu fühlen. Vielleicht kannst du auch deine Angewöhnungsstrategie etwas ändern. Bei mir hat es so funktioniert: eine Stunde an , aus, entspannen, wieder eine Stunde an, dann ganz aus. Am nächsten Tag; eine Stunde und 15 MInuten an, aus, entspannen, wieder eine Stunde 15 minuten an etc... Als ich bei drei Stunden angekommen war, ging es plötzlich den ganzen Tag. Vielleicht kann Rahmoni das Korsett eine Weile auch etwas entschärfen.
David
- Thomas
- Tech-Admin

- Beiträge: 3587
- Registriert: So, 19.02.2006 - 10:23
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Kyphose anfangs 59 Grad, inzwischen nur noch 49 Grad, Neuroforamen-Stenose (Einengung der Nervenwurzeln) in der HWS.
- Therapie: Rahmouni-Korsett seit Februar 2006, zeitweise mit Halsteil, Schroth-Reha Juni / Juli 2010
- Wohnort: Nähe Stuttgart
So wie ich Mäx verstanden habe, ist das Korsett an sich bei ihm nicht das Problem. Er hat es ja auch zeitweise schon geschafft, das Korsett auch länger am Stück zu tragen. Das Problem bei ihm ist, dass er es nicht schafft, den inneren Schweinehund zu besiegen und immer einen Grund findet, das Korsett nicht zu tragen. Und das führt dazu, dass er nicht mehr auf die nötigen Tragezeiten kommt.gauklerdavid hat geschrieben:Bei mir hat es so funktioniert: eine Stunde an , aus, entspannen, wieder eine Stunde an, dann ganz aus. Am nächsten Tag; eine Stunde und 15 MInuten an, aus, entspannen, wieder eine Stunde 15 minuten an etc... Als ich bei drei Stunden angekommen war, ging es plötzlich den ganzen Tag. Vielleicht kann Rahmoni das Korsett eine Weile auch etwas entschärfen.
Er braucht einen Motivationsschub. Vielleicht würde es wirklich etwas bringen, sich mit Leuten auszutauschen, die in einer ähnlichen Lage sind. Wenn man sich die möglichen Auswirkungen einer OP vor Augen führt bringt das vielleicht auch nen Motivationsschub!
Vielleicht bringt es Dir auch was, Mäx, wenn Du Dich für gute Tragzeiten selbst etwas belohnst! Denk Dir etwas aus! Ein wichtiger Schritt wäre es auch, wenn Du das Korsett einfach mit auf die Arbeit nimmst! Warum soll das nicht gehen?
Auf jeden Fall würde ich jetzt nicht aufgeben! Geh's noch mal an! Wie gesagt, es ist hauptsächlich eine Kopf-Sache!
Viele Grüße
Thomas
(der jetzt auch gerade im Korsett dasitzt und es sich eigentlich auch viel lieber auf dem Sofa bequem machen würde!)
Hi Mäx,
irgendwie kann ich deine Zweifel ganz gut verstehen. Ich selbst ( ca 70°-Kyphose mit Schmerzen und noch anderen nervlichen "Wehwehchen") habe auch schon öfters über OP nachgedacht.
Die Rundrückenoptik stört mich gar nicht, eher schon das Korsett - habe nämlich eins mit Halsteil, und das fällt auf.
Viel wichtiger ist für mich die Bekämpfung der Schmerzen (und bei mir auch noch ein paar ander Symptome).
Aber gerade bei der Schmerzbekämpfung hat eine OP schlechte Karten.
Neulich ist mir noch eine Studie (PDF-Dokument) von Münster auf den Monitor gekommen, in der viele OP-Patienten keine Verbesserung der Schmerzsymptome hatten.
Wenns dich genau interessiert, könntes du unter den Stichwörtern " Kyphose, therapie, schmerzen, scheuermann, münster...." mal googeln - ich habs jetzt gerade leider nicht mehr gefunden.
Aber was oben schon erwähnt wurde: Korsett tragen ist Kopfsache. Versuch auch mal auszutesten, wie lange am Tag du das Korsett tragen musst, um eine hinreichende Schmerzverbesserung zu erfahren. Wenn du das dann in deinen Altag integrieren kannst, wäre ne OP ja blödsinn.
Nur wenn du "auf dem Zahnfleisch kriechst" und trotzdem nicht mit dem Korsett klarkommst, würd ich mir ernsthafte OP-Gedanken machen.
Aber bedenke auch das OP-Risiko und die schlechten Erfolgsaussichten.
Das waren so meine Gedanken zu dem Thema.
LG Kypho 60
irgendwie kann ich deine Zweifel ganz gut verstehen. Ich selbst ( ca 70°-Kyphose mit Schmerzen und noch anderen nervlichen "Wehwehchen") habe auch schon öfters über OP nachgedacht.
Die Rundrückenoptik stört mich gar nicht, eher schon das Korsett - habe nämlich eins mit Halsteil, und das fällt auf.
Viel wichtiger ist für mich die Bekämpfung der Schmerzen (und bei mir auch noch ein paar ander Symptome).
Aber gerade bei der Schmerzbekämpfung hat eine OP schlechte Karten.
Neulich ist mir noch eine Studie (PDF-Dokument) von Münster auf den Monitor gekommen, in der viele OP-Patienten keine Verbesserung der Schmerzsymptome hatten.
Wenns dich genau interessiert, könntes du unter den Stichwörtern " Kyphose, therapie, schmerzen, scheuermann, münster...." mal googeln - ich habs jetzt gerade leider nicht mehr gefunden.
Aber was oben schon erwähnt wurde: Korsett tragen ist Kopfsache. Versuch auch mal auszutesten, wie lange am Tag du das Korsett tragen musst, um eine hinreichende Schmerzverbesserung zu erfahren. Wenn du das dann in deinen Altag integrieren kannst, wäre ne OP ja blödsinn.
Nur wenn du "auf dem Zahnfleisch kriechst" und trotzdem nicht mit dem Korsett klarkommst, würd ich mir ernsthafte OP-Gedanken machen.
Aber bedenke auch das OP-Risiko und die schlechten Erfolgsaussichten.
Das waren so meine Gedanken zu dem Thema.
LG Kypho 60
Zuletzt geändert von Kypho60 am Fr, 24.08.2007 - 23:59, insgesamt 2-mal geändert.
habe gerade doch noch den Link in meiner Liste gefunden:
Thema: Mittelfristige Ergebnisse der operativen Therapie bei
Patienten mit Morbus Scheuermann
http://miami.uni-muenster.de/servlets/D ... her_md.pdf
Darin wird an erster Stelle wohl die Optik erwähnt, wenn die Patienten mit der OP zufrieden waren. Lies es dir abe mal selber durch und versuch es deine Person betreffend zu bewerten - auch im Zusammenhang mit der Meinung anderer Quellen.
Also : schönes suchen
Gruß Kypho 60
Thema: Mittelfristige Ergebnisse der operativen Therapie bei
Patienten mit Morbus Scheuermann
http://miami.uni-muenster.de/servlets/D ... her_md.pdf
Darin wird an erster Stelle wohl die Optik erwähnt, wenn die Patienten mit der OP zufrieden waren. Lies es dir abe mal selber durch und versuch es deine Person betreffend zu bewerten - auch im Zusammenhang mit der Meinung anderer Quellen.
Also : schönes suchen
Gruß Kypho 60
Vielen Dank für Eure Antworten.
Ich werde die sache noch mal so angehen als hätte ich mein Korsi gestern erst bekommen.
Werd versuchen nicht immer auf der Suche nach einem Grund es nicht tragen zu müssen zu sein.
Es ist auf jeden Fall schön zu wissen dass man nicht alleine mit seinen Problemen da steht und auf Unterstützung trifft.
Die Idee mit einem evt. Treffen in meiner Gegend ist übrigens Klasse. Werd mal versuchen das um zu setzten.
Ich werde die sache noch mal so angehen als hätte ich mein Korsi gestern erst bekommen.
Werd versuchen nicht immer auf der Suche nach einem Grund es nicht tragen zu müssen zu sein.
Es ist auf jeden Fall schön zu wissen dass man nicht alleine mit seinen Problemen da steht und auf Unterstützung trifft.
Die Idee mit einem evt. Treffen in meiner Gegend ist übrigens Klasse. Werd mal versuchen das um zu setzten.
- Sabi
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Hypermobilität
Spondyloarthritis - Therapie: aktuell Nachtkorsett von Rahmouni
manuelle Therapie
Schroth-KG
Das ist eine gute Idee. Setz dich am "Anfang" nicht zu sehr unter Druck, v.a. nicht nachts.MÄX hat geschrieben: Ich werde die sache noch mal so angehen als hätte ich mein Korsi gestern erst bekommen.
Werd versuchen nicht immer auf der Suche nach einem Grund es nicht tragen zu müssen zu sein.
Bei mir war es so, dass ich durchgeschlafen habe, wenn ich mir nicht vorgenommen hatte, das Korsett bis morgens zu tragen.
Schupps war ich morgens mit Korsett aufgewacht
Ich wünsche dir viel Erfolg!
In der Idee leben heißt,
das Unmögliche behandeln,
als wenn es möglich wäre.
Goethe
das Unmögliche behandeln,
als wenn es möglich wäre.
Goethe


