Übermäßige Kyphose bald normal?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Rainer
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Übermäßige Kyphose bald normal?

Beitrag von Rainer »

Hallo,

Bild

wahrscheinlich haben viele von Euch dieses Bild schon einmal gesehen...
Der ursprüngliche Sinn des Bildes war die Warnung vor Haltungsschäden, bei Schreibtischtätigkeiten am Computer. Mich interessiert in diesem Zusammenhang, ob sich Menschen mit einem Rundrücken (unnatürlich stark ausgeprägte Kyphose) durch ein solches Bild verletzt fühlen könnten. Würdet Ihr aus Rücksicht auf die Sensibilität von Kyphosepatienten ein solches Bild ablehnen oder überwiegt für Euch die sehr eindruckvolle Darstellung der Gesundheitsgefahren von Schreibtisch- und Computerarbeit?

Gruß Rainer
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Hallo Rainer,

ich habe mal dein Bild durch einen externen Link ersetzt, da ich mal davon ausgehe, dass du selbst nicht der Künstler bist (Copyright).

Könnten sich Menschen mit Hyperkyphose davon verletzt fühlen?

Ich glaube das kommt ganz auf die individuellen Erlebnisse darauf an. Es gibt viele, denen zu unrecht vorgeworfen wird, sie seien an ihrer schlechten Haltung selbst Schuld und könnten sich doch einfach gerade hin stellen.

Das hat aber eigentlich nichts mit dem Thema des Bildes zu tun, hier geht es ja um Ökonomie am Arbeitsplatz, insofern denke ich sollte es schon in Ordnung sein, wenn es in diesem Kontext gebracht wird und nicht als Unterstellung gegenüber Kyphotikern, sie seien selbst daran Schuld.
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SchwarzeSchnecke
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Re: Übermäßige Kyphose bald normal?

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Hallo,
Mich interessiert in diesem Zusammenhang, ob sich Menschen mit einem Rundrücken (unnatürlich stark ausgeprägte Kyphose) durch ein solches Bild verletzt fühlen könnten. Würdet Ihr aus Rücksicht auf die Sensibilität von Kyphosepatienten ein solches Bild ablehnen oder überwiegt für Euch die sehr eindruckvolle Darstellung der Gesundheitsgefahren von Schreibtisch- und Computerarbeit?
Ich fühle mich durch ein solches Bild nicht angegriffen, sondern finde es genial gemacht. :-)

Zu der von Dir in der Betreffzeile geäußerten Frage:

Seit ich auf dieses Forum gestoßen bin, fallen mir an immer Leuten Hyperkyphose und/ oder -lordose auf, und insbesondere letztere scheint viele nicht zu stören (falls sie denn überhaupt bemerkt wird). Ich denke daher, daß nicht jede Hyperkyphose oder -lordose zwingend behandlungsbedürftig ist.
Mich würde allerdings durchaus interessieren, ob Hyperkyphose heute verbreiteter ist als z.B. vor 50, 100 oder noch mehr Jahren. Schließlich gab und gibt es neben Schreibtischarbeit noch genügend andere Tätigkeiten, bei denen man dazu neigt, den Rücken krumm zu machen – von denen sicher einige heutzutage seltener ausgeübt werden als früher (z.B. Gartenarbeit).

VG, Anne
Maestro
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Beitrag von Maestro »

Ich fand das Bild so intresant das Ich es schon vor ner Weile als Signatur verwendet hab mit Wink auf die "Evulution".
Ob durch die Tätigkeiten in unser Heutigen "Modernen" Zeit die Hyperkyphosen und Hyperlordosen % zu nehmen oder nicht ist eine intresante Frage die es zu beleuchten gilt.
Zumindest ist Mir seit Ich hier bin in diesem Forum bewuster geworden das viele Leute zu viel Lordose und Kyphose haben die von viel zu vielen Orthopäden nicht "gewürdigt" werden als Ursache für Probleme.
Der Blick ist schon geschärft und man sieht öfters im TV oder Schwimmbad Leute wo man denkt oh hat wieder einer sicherlich gut das doppelte nach Cobb ^^
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Anne hat geschrieben:Seit ich auf dieses Forum gestoßen bin, fallen mir an immer Leuten Hyperkyphose und/ oder -lordose auf, und insbesondere letztere scheint viele nicht zu stören (falls sie denn überhaupt bemerkt wird). Ich denke daher, daß nicht jede Hyperkyphose oder -lordose zwingend behandlungsbedürftig ist.
Maestro hat geschrieben:Zumindest ist Mir seit Ich hier bin in diesem Forum bewuster geworden das viele Leute zu viel Lordose und Kyphose haben die von viel zu vielen Orthopäden nicht "gewürdigt" werden als Ursache für Probleme.
Maestro bringt es auf den Punkt, die Hyperkyphose wird viel zu oft einfach ignoriert oder übersehen, weil diese Erscheinungsform, wie Anne es ausdrückt, offenbar oft ohne irgendwelche Beschwerden auftritt.
Treten dann doch Beschwerden auf, ist der Focus zunächst mal leider auf andere Dinge ausgerichtet.

Deswegen sollte nach meiner Meinung jede Hyperkyphose als nicht normal gesehen werden und bei Beschwerdefreiheit zumindest vorbeugend etwas getan werden.

Die Hyperkyphose ist eine Fehlstellung, die man für sich persönlich als normal akzeptieren kann und auch sollte, wenn man gleichzeitig alle Register der möglichen Behandlung gezogen hat.
Insofern treffen mich solche bildlichen Darstellungen überhaupt nicht.
Sie sind eher Mahner.

Gruss
Klaus
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Rainer
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Langfristig mehr Wirbelsäulenabnormalitäten?

Beitrag von Rainer »

Hallo,

wir hatten hier auch schon Beträge von psychisch labileren Mitgliedern, die bisher das Bild offensichtlich noch nicht kommntiert haben und vielleicht doch eher verletzt sein könnten. Aber bin schon vorsichtig optimistisch, was die Verwendungsmöglichkeit in meinem Umfeld angeht.

Anne hat wahrscheinlich ohne es zu ahnen ein ethisch heißes Thema angeschnitten:
SchwarzeSchnecke hat geschrieben:Zu der von Dir in der Betreffzeile geäußerten Frage ......Mich würde allerdings durchaus interessieren, ob Hyperkyphose heute verbreiteter ist als z.B. vor 50, 100 oder noch mehr Jahren.
Neben allen Ursachen und Therapieansätzen, die übrigens hier sehr gut beschrieben sind, gibt es immer mehr Hinweise auf eine hohe Dominanz von zunehmend erblichen Ursachen. Das Bild ist in dem Foliensatz übrigens auch 'drin.

In der heutigen Zeit können immer mehr Frauen mit Wirbelsäulenerkrankungen ohne Probleme Kinder bekommen, weil z.B. ein Korsett oder eine OP dies ermöglicht. Das setzt die Effekte des Darwinismus mehr und mehr außer Kraft und führt langfristig in der Tat zu einem höheren Anteil von Wirbelsäulenerkrankungen in der Gesamtbevölkerung. Dieser Aspekt gilt jedoch fast überall in der Medizin und ist u.a. Grund dafür, daß wir ständig steigende Ausgaben für unseren gesundheitlichen Erhalt haben. Die Befürworter von Genmanipulationen wollen diese Probleme ja ursächlich lösen, statt immer mehr Menschen mit bekannten Gendefekten im Schneeballsystem in die Welt zu setzen. Dieses Thema ist ethisch äußerst schierig und jeder muß für sich entscheiden wo er da individuell steht. Die Faktenlage hingegen ist recht eindeutig.

Gruß Rainer
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

anne hat geschrieben:.....ob Hyperkyphose heute verbreiteter ist als z.B. vor 50, 100 oder noch mehr Jahren.
Rainer hat geschrieben:Dieses Thema ist ethisch äußerst schierig und jeder muß für sich entscheiden wo er da individuell steht.
Als Praktiker interessiert mich mehr, wie man die Sensibilität für die Fehlstellung Hyperkyphose erhöht.
Es werden dann mit Sicherheit mehr Hyperkyphose User hier auftauchen.
Allein in den beiden letzten Jahren hat sich der Anteil hier im Forum stark erhöht.
Und mit dem Bewusstsein, dass es viel mehr Leute gibt, als man glaubt, wird zusammen mit der eigenen Kompetenz das psychische Problem nicht mehr so die grosse Rolle spielen.

Ich finde, hier sollten Behandlungsmöglichkeiten, Verbesserung der Kompetenz bei Medizinern und die umfangreiche Selbsthilfe eindeutig im Vordergrund stehen.
Das ist weitaus zielstrebiger, als Vermutungen über Ursachen anzustellen, die nicht weiterbringen. Das führt nur zu Frust und destruktiven Schuldzuweisungen.

Die Früherkennung bei Kindern und die entsprechende wirklich kompetente Behandlung ist das beste, was man flächendeckend machen kann. Und Sport, Fitness und allgemein Bewegung ist ja nun mittlerweile ein ganz wichtiger Faktor geworden, den jeder ernst nehmen sollte.

Gruss
Klaus
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BZebra
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Re: Langfristig mehr Wirbelsäulenabnormalitäten?

Beitrag von BZebra »

Rainer hat geschrieben:Dieser Aspekt gilt jedoch fast überall in der Medizin und ist u.a. Grund dafür, daß wir ständig steigende Ausgaben für unseren gesundheitlichen Erhalt haben. Die Befürworter von Genmanipulationen wollen diese Probleme ja ursächlich lösen, statt immer mehr Menschen mit bekannten Gendefekten im Schneeballsystem in die Welt zu setzen. Dieses Thema ist ethisch äußerst schierig und jeder muß für sich entscheiden wo er da individuell steht. Die Faktenlage hingegen ist recht eindeutig.
Finde ich eigentlich nicht so eindeutig, denn von biologischer Sicht betrachtet ist genau dies das besondere Merkmal der menschlichen Evolution, in der sie sich gegenüber derer anderer Tiere unterschiedet.

Nimm einen kerngesunden top fitten Menschen und stelle ihn ohne Hilfsmittel einem wilden Raubtier gegenüber. No Chance!

Mensch und Technik sind Eins! Der menschliche Körper ist ohne Hilfmittel schon seit Jahrtausenden nicht mehr lebensfähig, schon allein ohne Kleidung in den meisten Gegenden, die wir seit Urzeiten bevölkern, nicht mal.

Dann sollte man auch nicht den Vorteil einer größtmöglichen genetischen Vielfalt vergessen: Sichelzellenanämie vs. Malaria z.B.!
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SchwarzeSchnecke
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Nachweis?

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Klaus hat geschrieben:Deswegen sollte nach meiner Meinung jede Hyperkyphose als nicht normal gesehen werden und bei Beschwerdefreiheit zumindest vorbeugend etwas getan werden.
:-) OK, so sehe ich es auch. Wollte mit meiner von Dir zitierten Aussage eher folgendes ausdrücken: Ich denke, daß nicht jede Wirbelsäule "geradegebogen" werden muß.
Rainer hat geschrieben:Anne hat wahrscheinlich ohne es zu ahnen ein ethisch heißes Thema angeschnitten:
:/ Denke ich eigentlich nicht, und fände eine derartige Ethikdiskussion in diesem Forum fehl am Platz.
Es gibt Krankheitsbilder, die solche Diskussionen viel eher rechtfertigen als Wirbelsäulendeformitäten. (Habe mich ausführlich mit dem Thema "Erbkrankheiten" beschäftigt, weil ich selber betroffen bin.)

Ich meinte nur das, was Maestro wie folgt beschrieben hat:
Ob durch die Tätigkeiten in unser Heutigen "Modernen" Zeit die Hyperkyphosen und Hyperlordosen % zu nehmen oder nicht ist eine intresante Frage die es zu beleuchten gilt.
:arrow: Und da kann ich mir vorstellen, daß das gar nicht so einfach ist, u.a. weil es eben sehr viele Tätigkeiten und Haltungen gibt, die eine Krümmung der Wirbelsäule verstärken können – und zwar auch schon vor dem Schreibtisch-Zeitalter –, und weil früher nicht in dem Maße auf Wirbelsäulenverformungen geachtet wurde, wie es heute getan wird; zwar fielen immer mal wieder Leute auf, weil sie besonders "krumm" oder "verkrüppelt" waren, aber häufig wurde dies nicht als Krankheit betrachtet (sondern z.T. sogar mit schlechten Charaktereigenschaften in Verbindung gebracht).
Vielleicht läßt uns in Wirklichkeit nur die zunehmende Sensibilisierung für solche Erkrankungen denken, daß sie zunehmen? Wäre auch möglich.
Rainer hat geschrieben:Das setzt die Effekte des Darwinismus mehr und mehr außer Kraft und führt langfristig in der Tat zu einem höheren Anteil von Wirbelsäulenerkrankungen in der Gesamtbevölkerung.
:arrow: Das wäre erst noch nachzuweisen!!
Für mich ist eine solche Schlußfolgerung nicht selbstverständlich.
Gerade was die Partnerwahl (und die ist ja meist Voraussetzung dafür, daß es Nachwuchs gibt) angeht, läuft vieles im Unterbewußtsein ab. So ziehen z.B. auch in unserer Zeit viele Frauen solche Männer, die einen tollen Körperbau haben, anderen Männern vor – auch wenn sie dies nicht immer zugeben. Und Männer stehen i.A. eher auf "wohlgeformte" Frauen als auf solche, die deutlich "krumm" sind. Außerdem wirken Menschen, die in irgendeiner Form krank sind, oft unsicher oder sind sogar deutlich psychisch angeschlagen, und meist macht sie das für "andere Geschlecht" (egal welches) nicht gerade attraktiver. Selbst wenn eine Korrektur stattfindet – z.B. durch ein Korsett –, kann dies psychologische Auswirkungen haben (so werden z.B. Kinder und Jugendliche, die ein Korsett tragen, von anderen häufiger ausgegrenzt oder sogar gemobbt. ...
Zwar können sich die Kriterien, nach denen selektiert wird, ändern, aber es findet immer in irgendeiner Weise eine Selektion statt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Darwinismus
Dieser Aspekt gilt jedoch fast überall in der Medizin und ist u.a. Grund dafür, daß wir ständig steigende Ausgaben für unseren gesundheitlichen Erhalt haben.
:!: M.E. gibt es andere Gründe, die wesentlich stärker zu den steigenden Gesundheitsausgaben beitragen...!
BZebra hat geschrieben:Mensch und Technik sind Eins!
OK – solange das nicht heißt, daß ich mir einen Chip implantieren lassen muß. :/

VG, Anne
Tina5
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Beitrag von Tina5 »

Hallo,
SchwarzeMohnblume hat geschrieben:So ziehen z.B. auch in unserer Zeit viele Frauen solche Männer, die einen tollen Körperbau haben, anderen Männern vor – auch wenn sie dies nicht immer zugeben.
Das stimmt in der Theorie! Nur - weil ich selbst etwas füllig und krumm bin, bekomme ich keinen dieser Männer mit tollem Körperbau ab, bisher zumindest nicht! Ich bewerbe mich z.Zt. bei "Bauer sucht Frau" und habe gerade andere Probleme als die Frage, ob dann unsere Kinder auch leichter dick, krumm oder dumm werden könnten.

Liebe Grüße
Tina
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Wer lesen kann, ist klar im Vorteil...

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Tina5 hat geschrieben:
SchwarzeMohnblume hat geschrieben:So ziehen z.B. auch in unserer Zeit viele Frauen solche Männer, die einen tollen Körperbau haben, anderen Männern vor – auch wenn sie dies nicht immer zugeben.
Das stimmt in der Theorie! Nur - weil ich selbst etwas füllig und krumm bin, bekomme ich keinen dieser Männer mit tollem Körperbau ab, bisher zumindest nicht!
Ich habe ja auch nicht "alle", sondern "viele" geschrieben.
Ich bewerbe mich z.Zt. bei "Bauer sucht Frau" und habe gerade andere Probleme als die Frage, ob dann unsere Kinder auch leichter dick, krumm oder dumm werden könnten.
Mit 17?! :eek:

...Übrigens, mein Nick ist "SchwarzeSchnecke"!!

Gruß, Anne
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Rainer
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Was war mit ethischer Komponente gemeint?

Beitrag von Rainer »

Hallo,

denke ich habe bei meinem Hinweis auf die ethische Dimension der Diskussion zu sehr vorausgesetzt, dass Ihr das Bestreben kennt, nur noch möglichst genetisch gesunde Kinder in die Welt zu setzen. D.h. in der Konsequenz, dass unter mehreren künstlich befruchteten Eizellen einer Frau nur unbedenkliches Erbgut "ausgetragen" wird. Wer das nachlesen will, kann hiermal anfangen.

Am Beispiel "Skoliose" haben wir die genetische Komponente in dem Thread "Skoliose Gen" bereits diskutiert. Für Kyphosen ist der Nachweis eines Gen-Defektes als Hauptursache bisher noch nicht gelungen, aber vielleicht nur noch eine Frage der Zeit.

Wir sollten aufpassen, daß wir hier nicht OFF-TOPIC werden, weil es mir in diesem Thread mehr um andere Gründe der Zunahme von Wirbelsäulen-Fehlstellungen ging...
SchwarzeSchnecke hat geschrieben:Vielleicht läßt uns in Wirklichkeit nur die zunehmende Sensibilisierung für solche Erkrankungen denken, daß sie zunehmen? Wäre auch möglich.
Anne - ich meine diese Krankheiten nehmen auch absolut und in Relation zur Gesamtbevölkerung zu:
a) Die Zunahme von Übergewicht, wirkt sich direkt negativ auf den Verlauf von Wirbelsäulenerkrankungen in dieser Bevölkerungsgruppe aus.
b) Die Schulen lassen zunehmend weniger Zeit für sportliche Betätigungen (Gymnasium in 8 statt früher 9 Jahren...).
c) Wir haben immer mehr Büroangestellte, die in Ihrer Arbeitszeit meist nicht rückenfreundlich leben (können..).
d) Die Wirbelsäulenkrankheiten, führen nicht mehr unmittelbar zu einer geringeren Lebenserwartung. D.h. die Betroffenen fallen (besonders im Alter) mehr und länger auf. Das ist eigentlich positiv, könnte aber Grund für die von Dir angesprochene "Sensibilisierung" sein.

Liebe Grüße
Rainer
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Beitrag von Klaus »

Admin-Info: Antwort von Maestro aus off-Topic Thread hineinkopiert:
Achso ja zum Thema wieder zurück kehren :)
Ist woll so das unabhängig der ausprägung das als am "Gefährlichsten" empfunden wird was am seltensten ist.
Meine kleine 15 Grad Skoliose fanden bislang 2 Ärtze ganz intresant und untersuchenswert wohingegen keiner dafon meine geschätze 50 Grad Kyphose und noch mehr Hyperlordose je angesprochen hat.
Bei der normalen KG wurde dann zwar noch der Rundrücken ran genohmen aber nicht die ausgeprägetere Lordose - hauptsache die Kyphose wahr optisch weg bei Übungen (beides gleichzeitig nie geschaft) .............
Denke es ist so von der "Wichtung" herr bei Laien unabhängig der Ausprägung das in der Regel als erstes Skoliose kommt, danach Hyperkyphose und dann als letzes Hyperlordose bei dem was als "bedrohlich" empfunden wird.
Suggestive Sache.
-------------------------------------
Maestro hat geschrieben:Denke es ist so von der "Wichtung" herr bei Laien unabhängig der Ausprägung das in der Regel als erstes Skoliose kommt, danach Hyperkyphose und dann als letzes Hyperlordose bei dem was als "bedrohlich" empfunden wird.
Das siehst Du auch am Namen dieses Forums. :)
Es ist noch nicht so lange her, dass diese Rubrik hier, übrigens ohne das Wort Kyphose, eine von vielen Rubriken war, in denen sozusagen "sonstiges" diskutiert wurde.
Das hat sich seit einiger Zeit ganz erheblich geändert und ich muss auch gar nicht mehr so oft betonen, dass Schroth selbstverständlich auch bei Hyperkyphose angewendet wird.

Und über den geringen Grad einer Skoliose (10-15 Grad) können wir heutzutage sehr schnell das tatsächliche Problem Hyperkyphose rausfiltern, sodass es immer mehr werden. :D

Gruss
Klaus
mohnblume.muenchen
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Beitrag von mohnblume.muenchen »

SchwarzeMohnblume hat folgendes geschrieben:
Dann schreib ich auch mal was ;D

Ich würde mich als "sensibel" bezeichnen, aber dieses Bild verletzt mich nicht, denn es beschreibt nicht direkt eine Krankheit, sondern einen Zustand, nämlich das unsere Gesellschaft (die stark von "Schreibtischtätern" geprägt ist) schlaff und überarbeitet ist und sich zuwenig gutes tut. Ich sage nur "Burn-out" und Workaholics!!!!!

Kyphosen werden (wenn überhaupt) über mehrere Generationen vererbt und zwar auch unter Auslassung einzelner Generationen (z.B. Großvater ja / Vater nein / Sohn ja).

Ich glaube nicht, dass die Kyphosen zugenommen haben, zumal heute eher rücksicht darauf genommen wird (nicht schwer heben) und es so zu weniger krassen Fällen kommt als früher.

Früher war eine Kyphose sicher nichts ungewöhnliches ("Lehrlingsbuckel"), heute wird -zwar immer noch zu wenig- aber immerhin etwas mehr darauf geachtet und es gibt Korsetts, gute KG, etc.
...und wenn wir keine Luft mehr kriegen, wenn die Wellen uns besiegen, weiß ich doch: wir hab´n die Perlen uns verdient. ("Perlentaucher" / Rosenstolz)
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Zahlen???

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Rainer hat geschrieben:Anne - ich meine diese Krankheiten nehmen auch absolut und in Relation zur Gesamtbevölkerung zu:
a) Die Zunahme von Übergewicht, wirkt sich direkt negativ auf den Verlauf von Wirbelsäulenerkrankungen in dieser Bevölkerungsgruppe aus.
Ja. Die WS-Erkrankungen können dadurch schwerer verlaufen. Aber häufiger werden sie dadurch nicht unbedingt!!
b) Die Schulen lassen zunehmend weniger Zeit für sportliche Betätigungen (Gymnasium in 8 statt früher 9 Jahren...).
Ja. Dem will ich noch etwas hinzufügen:
Früher hatten die Schüler oft ein schräges Schreibpult (auf der Seite, wo man sitzt, ist es niedriger); vor dem Krieg war dies sogar der Regelfall. Das war besser für den Rücken als die flachen Tische, die heute in den meisten Schulen stehen.
c) Wir haben immer mehr Büroangestellte, die in Ihrer Arbeitszeit meist nicht rückenfreundlich leben (können..).
1. Nehmen die Büroarbeiten tatsächlich noch zu? Meines Wissens gibt es aufgrund der Dititalisierung z.B. immer weniger Sekretärinnen.
2. Daß Rückenprobleme zunehmend ernstgenommen werden, wirkt sich auch auf die Entwicklung z.B. von Bürostühlen aus ("ergonomisches Sitzen").
3. Meinen Einwand, daß es früher mehr andere Tätigkeiten gab, die den Rücken ebenfalls belasten können (z.B. Kisten schleppen), hast Du offenbar völlig ignoriert. Ich halte es sogar für gut möglich, daß es heute eben nicht mehr rückenschädliche Tätigkeiten gibt als früher.
Siehe dazu auch den Beitrag von mohnblume.muenchen:
Früher war eine Kyphose sicher nichts ungewöhnliches ("Lehrlingsbuckel")
d) Die Wirbelsäulenkrankheiten, führen nicht mehr unmittelbar zu einer geringeren Lebenserwartung. D.h. die Betroffenen fallen (besonders im Alter) mehr und länger auf.
Ich nehme an, daß eine Kyphose auch schon früher in dem meisten Fällen nicht zum Tod führte. :-)
mohnblume.muenchen hat geschrieben:Kyphosen werden (wenn überhaupt) über mehrere Generationen vererbt und zwar auch unter Auslassung einzelner Generationen (z.B. Großvater ja / Vater nein / Sohn ja).
Also bei mir ist es so, daß meine Mutter einen M. Scheuermann mit starker Kyphose hat (und ihr Vater hatte das auch), mein Vater nicht, meine Schwester auch nicht, die Eltern meines Vaters auch nicht.
Soweit ich weiß, sind Menschen mit einer Bindegewebsschwäche anfälliger für solche Probleme. Eine solche hab ich (und dadurch auch deutlicher hervortetende Blutgefäße, Striae, Spreizfüße und Hallux valgus. Solche (sehr verbreiteten) Bindegewebsschwächen können auch vererbt werden. (Aber nicht jeder, der eine hat, kriegt auch eine Kyphose (Bsp.: meine Schwester).)
Ich glaube nicht, dass die Kyphosen zugenommen haben, zumal heute eher rücksicht darauf genommen wird (nicht schwer heben) und es so zu weniger krassen Fällen kommt als früher.
Nun ja, glauben ist nicht wissen...

Mich interessieren in diesem Zusammenhang Untersuchungen, Studien, Statistiken etc.
Kann da jemand mal ein paar Links nennen?


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Beitrag von Dalia »

Ich habe die off-topic-Diskussion ausgelagert: viewtopic.php?p=80385#80385
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