Psychischer Leidensdruck
Psychischer Leidensdruck
Hallo Ihr lieben,
ich bin so unendlich glücklich, Euch gefunden zu haben.
Ich bin 27 Jahre alt und leider unter einem sehr stark ausgeprägten Rundrücken/Kyphose. Diesen habe ich, solang ich denken kann. Leider war kein Orthopäde (ich habe seit meinem sechsten Lebensjahr eine Odysee durch) bislang in der Lage, mir zu helfen (lediglich Massagen, Krankengymnastik und Fango-Packungen).
Ich kann Euch keine Gradzahlen nennen, da ich bis jetzt noch nie vermessen wurde, sondern immer alle lediglich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben. Daher ist mir außer normaler Gymnastik nicht mehr viel zu tun geblieben.
Natürlich habe ich mir nun, da ich Euch gefunden habe, sofort um einen Termin bei Dr. Hoffmann bemüht. Auch wenn es für mich bedeutet durch ganz Deutschland reisen zu müssen.
Neben den üblichen sehr starken Rückenschmerzen leide ich psychisch sehr unter meinem Aussehen. Aufgrund der üblen Kommentare meiner Mitmenschen und der labidaren Aussagen der Ärzte: Man könne nichts mehr machen, hab ich das Problem nun seit Jahren mehr und mehr verdrängt. Bin deswegen in Depressionen abgerutscht und traue mich kaum noch auf die Straße.
Aufgrund Eurer Beiträge habe ich etwas Mut gefasst und bin bereit, mich neu mit dem Problem zu konfrontieren.
Mein größter Traum wäre ein gerader Rücken. Hierfür würde ich alles geben.
Liebe Grüße
Cera
ich bin so unendlich glücklich, Euch gefunden zu haben.
Ich bin 27 Jahre alt und leider unter einem sehr stark ausgeprägten Rundrücken/Kyphose. Diesen habe ich, solang ich denken kann. Leider war kein Orthopäde (ich habe seit meinem sechsten Lebensjahr eine Odysee durch) bislang in der Lage, mir zu helfen (lediglich Massagen, Krankengymnastik und Fango-Packungen).
Ich kann Euch keine Gradzahlen nennen, da ich bis jetzt noch nie vermessen wurde, sondern immer alle lediglich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben. Daher ist mir außer normaler Gymnastik nicht mehr viel zu tun geblieben.
Natürlich habe ich mir nun, da ich Euch gefunden habe, sofort um einen Termin bei Dr. Hoffmann bemüht. Auch wenn es für mich bedeutet durch ganz Deutschland reisen zu müssen.
Neben den üblichen sehr starken Rückenschmerzen leide ich psychisch sehr unter meinem Aussehen. Aufgrund der üblen Kommentare meiner Mitmenschen und der labidaren Aussagen der Ärzte: Man könne nichts mehr machen, hab ich das Problem nun seit Jahren mehr und mehr verdrängt. Bin deswegen in Depressionen abgerutscht und traue mich kaum noch auf die Straße.
Aufgrund Eurer Beiträge habe ich etwas Mut gefasst und bin bereit, mich neu mit dem Problem zu konfrontieren.
Mein größter Traum wäre ein gerader Rücken. Hierfür würde ich alles geben.
Liebe Grüße
Cera
- Schnecke007
- Moderator/in

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- Registriert: Mi, 21.02.2007 - 22:41
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- Diagnose: Skoliose 4-bogig rechts
- Therapie: ambulantes Schroth
- Wohnort: Landkreis KA
Hallo Cera!
Ich weiß ja nicht, wie schlimm Dein Rücken wirklich aussieht, aber ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es mir psychisch sehr viel besser ging, nachdem ich mit KG nach Schroth angefangen hab. Durch die KG konnte ich mich endlich mal richtig aufrichten (ich wusste vorher gar nicht, wie das geht), und das hat mir Druck in der Gegend vom Brustbein weggenommen, so dass ich mich richtig befreit fühl(t)e. Und das, obwohl ich noch nie von jemandem auf meinen Rücken angesprochen wurde, weil man da so gut wie nichts von einer Verkrümmung jeglicher Art sieht. Ein bewusster psychischer Druck war bei mir also nicht da.
Ich will Dir hiermit Mut machen - wenn Du bei Dr.Hoffmann warst, wirst Du sicher ordentliche Schroth-KG bekommen, und das hilft Deiner Psyche bestimmt in doppelter Weise sehr: Du wirst spüren, wie der von mir beschriebene Druck nachlässt, und Du wirst Dich viel besser fühlen, weil Du gerader bist.
Viele Grüße,
Schnecke
Ich weiß ja nicht, wie schlimm Dein Rücken wirklich aussieht, aber ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es mir psychisch sehr viel besser ging, nachdem ich mit KG nach Schroth angefangen hab. Durch die KG konnte ich mich endlich mal richtig aufrichten (ich wusste vorher gar nicht, wie das geht), und das hat mir Druck in der Gegend vom Brustbein weggenommen, so dass ich mich richtig befreit fühl(t)e. Und das, obwohl ich noch nie von jemandem auf meinen Rücken angesprochen wurde, weil man da so gut wie nichts von einer Verkrümmung jeglicher Art sieht. Ein bewusster psychischer Druck war bei mir also nicht da.
Ich will Dir hiermit Mut machen - wenn Du bei Dr.Hoffmann warst, wirst Du sicher ordentliche Schroth-KG bekommen, und das hilft Deiner Psyche bestimmt in doppelter Weise sehr: Du wirst spüren, wie der von mir beschriebene Druck nachlässt, und Du wirst Dich viel besser fühlen, weil Du gerader bist.
Viele Grüße,
Schnecke
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15237
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
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- Wohnort: Hannover
Hallo cera,
willkommen im Forum.
So wie Dir, ist es den meisten hier ergangen, bevor endlich eine kompetente Diagnose mit dem entsprechenden Behandlungsweg den entscheidenden Durchbruch gebracht hat.
Die meisten Orthopäden in Deutschland sind bezüglich Skoliose/Kyphose inkompetent!
Und wenn @schnecke von Schroth KG spricht, dann ist in erster Linie eine Schroth REHA gemeint, bei der Du viele "Leidensgenossen" kennen lernst und Deine Kyphose zumindest während dieser 4 Wochen eine ganz normale Geschichte ist.
Erst vor 6 Jahren habe ich erfahren, dass es Winkel gibt, um die Situation genau zu beschreiben. Vor 3 Jahren hatte ich meine erste REHA und das mit 60 Jahren.
Nimm es als Glück wahr, dass Du heute per Internet und entsprechenden Forum mit 27 sicherlich noch eine Menge machen kannst.
Du hast sicherlich schon so einiges hier im Forum gelesen. Für einen Besuch bei Dr. Hoffmann ist es immer zu empfehlen, sich weiterhin so viel wie möglich zu informieren. Er ist zwar ein kompetenter und freundlicher Spezialist, aber da er als normaler niedergelassener Orthopäde seine Beratungszeiten nicht beliebig ausdehnen kann, ist man gut vorbereitet immer besser dran. Es gibt am Anfang einfach zu viele Fragen, die geklärt werden müssen.
Gerade bei Kyphose kann man sehr schön verdeutlichen, dass mit der Aufrichtung Deines Rückens sicherlich auch Deine Psyche aufgerichtet wird.
Gruss
Klaus
willkommen im Forum.
So wie Dir, ist es den meisten hier ergangen, bevor endlich eine kompetente Diagnose mit dem entsprechenden Behandlungsweg den entscheidenden Durchbruch gebracht hat.
Die meisten Orthopäden in Deutschland sind bezüglich Skoliose/Kyphose inkompetent!
Und wenn @schnecke von Schroth KG spricht, dann ist in erster Linie eine Schroth REHA gemeint, bei der Du viele "Leidensgenossen" kennen lernst und Deine Kyphose zumindest während dieser 4 Wochen eine ganz normale Geschichte ist.
Erst vor 6 Jahren habe ich erfahren, dass es Winkel gibt, um die Situation genau zu beschreiben. Vor 3 Jahren hatte ich meine erste REHA und das mit 60 Jahren.
Nimm es als Glück wahr, dass Du heute per Internet und entsprechenden Forum mit 27 sicherlich noch eine Menge machen kannst.
Du hast sicherlich schon so einiges hier im Forum gelesen. Für einen Besuch bei Dr. Hoffmann ist es immer zu empfehlen, sich weiterhin so viel wie möglich zu informieren. Er ist zwar ein kompetenter und freundlicher Spezialist, aber da er als normaler niedergelassener Orthopäde seine Beratungszeiten nicht beliebig ausdehnen kann, ist man gut vorbereitet immer besser dran. Es gibt am Anfang einfach zu viele Fragen, die geklärt werden müssen.
Gerade bei Kyphose kann man sehr schön verdeutlichen, dass mit der Aufrichtung Deines Rückens sicherlich auch Deine Psyche aufgerichtet wird.
Gruss
Klaus
Liebe Schnecke, lieber Klaus,
danke für Eure Antworten.
Hab die ganze Nacht mal wieder nicht geschlafen, bin immer mit Albträumen aufgewacht. Der Teufelskreis zwischen Verspannungen und Psyche lässt mich nicht los.
Habt Ihr denn einen Tipp für mich, was ich tun kann bis zu dem Termin bei Dr. Hoffmann..also auch ohne Schroth-Kenntnisse?
Ich trau mir nicht, Bilder ins Netzt zu stellen und diese bewerten zu lassen, aus Angst vor den Reaktionen.
Gibt es Eurer Meinung nach denn die Chance, dass die Wirbelsäule jemals richtig gerade wird und man ein unbeschwertes Leben führen kann? Mein Brustkorb ist leider schon sehr deformiert und nach vorn geschoben.
@Schnecke: eine Krümmung, die man nicht sieht und auf die Du noch angesprochen wurdest? Du Glückliche! Das kann man leider von mir nicht behaupten.
@Klaus: Herzlichen Dank für Deinen positiven Zuspruch. Sicherlich ist eine Reha bei mir dringend nötig. Allerdings ist das Gefühl, mit 27 Jahren rehabilitiert werden zu müssen einfach schlimm. Ich hab Angst vor späterer Berufsunfähigkeit (die Pflegeversicherungen haben mich alle abgelehnt aufgrund meines Rückens). Vorm Alleinsein aufgrund meines Aussehens und vor weiteren körperlichen Folgen.
Liebe Grüße
Cera
danke für Eure Antworten.
Hab die ganze Nacht mal wieder nicht geschlafen, bin immer mit Albträumen aufgewacht. Der Teufelskreis zwischen Verspannungen und Psyche lässt mich nicht los.
Habt Ihr denn einen Tipp für mich, was ich tun kann bis zu dem Termin bei Dr. Hoffmann..also auch ohne Schroth-Kenntnisse?
Ich trau mir nicht, Bilder ins Netzt zu stellen und diese bewerten zu lassen, aus Angst vor den Reaktionen.
Gibt es Eurer Meinung nach denn die Chance, dass die Wirbelsäule jemals richtig gerade wird und man ein unbeschwertes Leben führen kann? Mein Brustkorb ist leider schon sehr deformiert und nach vorn geschoben.
@Schnecke: eine Krümmung, die man nicht sieht und auf die Du noch angesprochen wurdest? Du Glückliche! Das kann man leider von mir nicht behaupten.
@Klaus: Herzlichen Dank für Deinen positiven Zuspruch. Sicherlich ist eine Reha bei mir dringend nötig. Allerdings ist das Gefühl, mit 27 Jahren rehabilitiert werden zu müssen einfach schlimm. Ich hab Angst vor späterer Berufsunfähigkeit (die Pflegeversicherungen haben mich alle abgelehnt aufgrund meines Rückens). Vorm Alleinsein aufgrund meines Aussehens und vor weiteren körperlichen Folgen.
Liebe Grüße
Cera
-
AlterMicha
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- Registriert: Sa, 17.11.2007 - 15:45
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Ich habe viel Verständnis
Liebe Cera,
vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich habe in der Vergangenheit sehr intensiv die Beiträge hier gelesen. Du mußt wissen, dass ich eine hochgradige Kyphoskoliose habe, über deren Ausmaß Du Dich wahrscheinlich sehr wundern würdest. Über Deinen Beitrag war ich sehr besorgt, zeigt er mir doch irgendwie, dass Dein Rücken Dir mit den "äußerlichen Erscheinungen" psychische Probleme bereitet. Das kann ich sehr, sehr gut verstehen. Du bist im Gegensatz zu mir (46 Jahre) noch ein Teenager fast. Ich kann Dir aus meiner Erfahrung nur sagen, dass man seinen Rücken annehmen muß und bei aller "äußerer Verbiegung" auch zu ihm stehen muß. Ich ernte manchmal Blicke, von denen ich manchmal denken könnte, die halten mich für einen Außerirdischen. Aber lass Dir Mut zusprechend mitteilen, dass jeder Mensch sich auch einmal über eine Skoliose/Kyphose informieren muß. Und das geschieht an erster Stelle über einen Blickkontakt. Die Neugier liegt nun einmal im Menschen "begraben". Gibt es dann Zeitgenossen, die blöde Bemerkungen äußern, habe ich damit auch kaum ein Problem. Mit Ruhe und Gelassenheit darf ich mir sagen, dass ich auf deren Niveau nicht mitreden und -denken möchte. Vielleicht helfen Dir meine Zeilen! Sei Du besonders herzlich und alle anderen Leser gegrüßt !!!
vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich habe in der Vergangenheit sehr intensiv die Beiträge hier gelesen. Du mußt wissen, dass ich eine hochgradige Kyphoskoliose habe, über deren Ausmaß Du Dich wahrscheinlich sehr wundern würdest. Über Deinen Beitrag war ich sehr besorgt, zeigt er mir doch irgendwie, dass Dein Rücken Dir mit den "äußerlichen Erscheinungen" psychische Probleme bereitet. Das kann ich sehr, sehr gut verstehen. Du bist im Gegensatz zu mir (46 Jahre) noch ein Teenager fast. Ich kann Dir aus meiner Erfahrung nur sagen, dass man seinen Rücken annehmen muß und bei aller "äußerer Verbiegung" auch zu ihm stehen muß. Ich ernte manchmal Blicke, von denen ich manchmal denken könnte, die halten mich für einen Außerirdischen. Aber lass Dir Mut zusprechend mitteilen, dass jeder Mensch sich auch einmal über eine Skoliose/Kyphose informieren muß. Und das geschieht an erster Stelle über einen Blickkontakt. Die Neugier liegt nun einmal im Menschen "begraben". Gibt es dann Zeitgenossen, die blöde Bemerkungen äußern, habe ich damit auch kaum ein Problem. Mit Ruhe und Gelassenheit darf ich mir sagen, dass ich auf deren Niveau nicht mitreden und -denken möchte. Vielleicht helfen Dir meine Zeilen! Sei Du besonders herzlich und alle anderen Leser gegrüßt !!!
Alles Gute für Euch/Dich Michael
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15237
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
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Grundsätzlich sollte man sich immer nach oben strecken, als würde der Kopf an einem Haken hängen, der langsam nach oben gezogen wird.cera hat geschrieben:Habt Ihr denn einen Tipp für mich, was ich tun kann bis zu dem Termin bei Dr. Hoffmann..also auch ohne Schroth-Kenntnisse?
Das ist das sogenannte Räkeln, was bei der Schroth KG eine grosse Rolle spielt. Dabei sollte das Gesäß nicht nach hinten gestreckt werden, sondern nach vorn.
Was ist denn bei der bisherigen KG gemacht worden? Gibt es da nicht Übungen, die Du zuhause machen kannst? Natürlich unter dem oben angesprochenen Aspekt, dass Du dabei aus Deinem Rundrücken herauskommen musst.
Die Schroth REHA hat ja auch zum Ziel, das Du ein neues individuell richtiges Körpergefühl entwickelst, dazu braucht man schon die 4 Wochen!
Welche Reaktionen meinst Du?Ich trau mir nicht, Bilder ins Netzt zu stellen und diese bewerten zu lassen, aus Angst vor den Reaktionen.
Hier wirst Du Einschätzungen bekommen, von denen Dich wahrscheinlich einige trösten, wenn es wirklich so schlimm sein sollte.
Aber der größte Teil wird sich ganz konkret mit den Möglichkeiten beschäftigen, die Du hast. Völlig unabhängig vom Grad der Verkrümmung.
Oder hast Du Angst vor der eigenen Situation?
Das hilft Dir aber auf keinen Fall weiter, weil es genügend Optionen der Behandlung gibt. Und manchmal ist es so, dass man sich selber viel zu negativ einschätzt.
Die Bilder, von denen Du sprichst, sind möglicherweise Fotografien, die aber nur bedingt für eine Einschätzung tauglich sind.
Zwischen der Optik und der Wirbelkörpersituation eines Röntgenbildes kann ein erheblicher Unterschied bestehen!
Und Einschätzungen hier im Forum sind keine Diagnosen!!!
Also zu den Fotos besser noch ein Röntgenbild, dann kann man was grundsätzliches zu Deiner Situation sagen!
.Gibt es Eurer Meinung nach denn die Chance, dass die Wirbelsäule jemals richtig gerade wird und man ein unbeschwertes Leben führen kann? Mein Brustkorb ist leider schon sehr deformiert und nach vorn geschoben
Also "richtig gerade" im Erwachsenen Alter ist sicherlich kaum möglich. Da jeder Rücken anders ist und auch die Winkel eine grosse Rolle spielen, läßt sich jetzt dazu eigentlich gar nichts konkretes sagen. Eine Verbesserung der Situation ist aber immer drin.
Du hast eine falsche Vorstellung von einer REHA dieser Art.Allerdings ist das Gefühl, mit 27 Jahren rehabilitiert werden zu müssen einfach schlimm.
Die beginnt schon mit ca. 8 Jahren bei Kindern!
Und in Bad Sobernheim gehörst Du bei der REHA wahrscheinlich schon zum alten Eisen.
Gruss
Klaus
- Clementine
- aktives Mitglied

- Beiträge: 179
- Registriert: Mo, 01.01.2007 - 19:55
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Thorakale (hochsitzende) Kyphose, nach vorne gebeugte Schultern.
- Therapie: 3 Jahre konsequentes Tragen eines Milwaukee Korsett's, ergänzt mit 2 Outtriggern (Gualerzi, Italy), mit erfolgreichem Ergebnis.
Schwimmen, Bali-Impander Training, KG. - Wohnort: In der Nähe von München.
Hallo Cera!
Da wir uns vorhin im Chat das erste Mal getroffen haben und ich genaugenommen von dir nichts wußte, möchte ich auch noch einmal hier Stellung nehmen.
In diesem Forum bist du nicht die einzige Erwachsene mit solchen massiven Problemen.
Es gibt auch für dich garantiert noch Hilfe, um deine Situation zu verbessern.
Wer HIER Hilfe sucht, bekommt auch welche.
Wir sind hier alle in irgend einer Weise krumm oder machen uns gegenseitig Mut und tauschen Erfahrungen aus, die uns weiterhelfen auch
die Therapie erfolgreich zu beenden.
Sich hier auszutauschen kann auch schon die Psyche entlasten.
Da du mir Mut gemacht hast durchzuhalten, möchte ich diesen Ratschlag auch an dich zurückgeben.
Liebe Grüße
Clementine
Da wir uns vorhin im Chat das erste Mal getroffen haben und ich genaugenommen von dir nichts wußte, möchte ich auch noch einmal hier Stellung nehmen.
In diesem Forum bist du nicht die einzige Erwachsene mit solchen massiven Problemen.
Es gibt auch für dich garantiert noch Hilfe, um deine Situation zu verbessern.
Wer HIER Hilfe sucht, bekommt auch welche.
Wir sind hier alle in irgend einer Weise krumm oder machen uns gegenseitig Mut und tauschen Erfahrungen aus, die uns weiterhelfen auch
die Therapie erfolgreich zu beenden.
Sich hier auszutauschen kann auch schon die Psyche entlasten.
Da du mir Mut gemacht hast durchzuhalten, möchte ich diesen Ratschlag auch an dich zurückgeben.
Liebe Grüße
Clementine
Clementines Milwaukee Brace Album:
https://fotos.web.de/ui/external/vLzuZA-hSwmPtR2M3C1WsQ03903
Bitte das Passwort per "Privater Mail" anfordern.
Mein Lieblingszitat:
Nur wer aufgibt, der hat verloren .....
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mohnblume.muenchen
- treues Mitglied

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- Registriert: Do, 02.03.2006 - 18:02
- Wohnort: München
Hallo alterMicha,Ich kann Dir aus meiner Erfahrung nur sagen, dass man seinen Rücken annehmen muß und bei aller "äußerer Verbiegung" auch zu ihm stehen muß.
das ist ja toll, wenn man seinen Rücken so annehmen kann, wie er ist, aber es gibt einfach Leute, die das nicht schaffen! Und zwar nicht, weil sie es nicht wollen, sondern weil es einfach nicht geht!!! Jeder Mensch ist anders gestrickt und ich kann nur sagen, dass ich extreme Probleme mit meinem Rücken bzgl. Optik habe, von denen selbst meine Psychotherapeutin gesagt hat, dass ich wahrscheinlich jahrelang werde Therapie machen können (habe bereits 2 J. hinter mir), ohne dass sich was ändert.
Ich nehme mir jeden Tag vor, dass ich mich so lieben will, wie ich bin, das klappt auch, solange ich meinen Rücken ignoriere. Aber mich im Spiegel anschauen und sagen, eigentlich ist ja auch mein Rücken schön, das kann ich nicht. Vielleicht gibt es da Unterschiede zw. Männern und Frauen oder alt und jung oder was weiß ich.
Aber es ist nicht so, dass man IN JEDEM FALL lernen kann, sich und seinen Körper zu akzeptieren. Das möchte ich nur mal festhalten.
...und wenn wir keine Luft mehr kriegen, wenn die Wellen uns besiegen, weiß ich doch: wir hab´n die Perlen uns verdient. ("Perlentaucher" / Rosenstolz)
-
AlterMicha
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- Registriert: Sa, 17.11.2007 - 15:45
- Wohnort: Berlin
Seinen Rücken annehmen ???
Hallo Mohnblume.Muenchen,
lieben Dank für Deinen Beitrag und Deine Meinung und Problemsicht. Vielleicht dachtest Du beim Lesen meines Beitrages, dass ich so ein klassischer "Berufsoptimist" bin, aber so ist es dann auch nicht. Du spricht davon, dass es vielleicht einen Unterschied geben mag, seinen Körper so anzunehmen, wie er ist, wenn man auf das Lebensalter schauen täte. Auch da mag es Ursächlichkeiten geben. Aber glaube mir bitte, ich verstehe jeden Menschen mit Wirbelsäulenveränderungen, die sein Äußeres verändern, dass er damit auch viele, viele Probleme hat. Und ob wir uns in dieser Hinsicht unterscheiden, nur weil es halt Frau und Mann gibt - das kann ich nicht beurteilen. Viele Zeitgenossen zeichnen indirekt ein Bild von Schönheit und makellosem Körper. Aber sage mir bitte, wo beginnt Schönheit und Makellosigkeit. Wenn ich mich im Spiegel anschaue, sehe ich einen verkrümmten Körper. Na klar, werde ich nicht Eva Padberg den Rang ablaufen, aber will ich mich in dieser Hinsicht überhaupt mit ihr vergleichen - ich denke ganz klar: Nein. Ich will Dir einfach für Deine Meinung viel Verständnis zeigen und Dir gleichzeitig mitteilen, dass es irgendwie mit viel Geduld und Kraft gelingen kann (könnte), sich mit DEM einen (eigenen) Körper auch anzufreunden. Ich würde mich mal über Deine weitere Meinung freuen und danke Dir vielleicht auch schon dafür. Du bist wahrscheinlich nicht so ein Megaoldie wie ich, aber ich kann Dir versichern, dass ich im Jugendalter extreme Probleme hatte, meinen "schönen anderen" Rücken zu akzeptieren.
lieben Dank für Deinen Beitrag und Deine Meinung und Problemsicht. Vielleicht dachtest Du beim Lesen meines Beitrages, dass ich so ein klassischer "Berufsoptimist" bin, aber so ist es dann auch nicht. Du spricht davon, dass es vielleicht einen Unterschied geben mag, seinen Körper so anzunehmen, wie er ist, wenn man auf das Lebensalter schauen täte. Auch da mag es Ursächlichkeiten geben. Aber glaube mir bitte, ich verstehe jeden Menschen mit Wirbelsäulenveränderungen, die sein Äußeres verändern, dass er damit auch viele, viele Probleme hat. Und ob wir uns in dieser Hinsicht unterscheiden, nur weil es halt Frau und Mann gibt - das kann ich nicht beurteilen. Viele Zeitgenossen zeichnen indirekt ein Bild von Schönheit und makellosem Körper. Aber sage mir bitte, wo beginnt Schönheit und Makellosigkeit. Wenn ich mich im Spiegel anschaue, sehe ich einen verkrümmten Körper. Na klar, werde ich nicht Eva Padberg den Rang ablaufen, aber will ich mich in dieser Hinsicht überhaupt mit ihr vergleichen - ich denke ganz klar: Nein. Ich will Dir einfach für Deine Meinung viel Verständnis zeigen und Dir gleichzeitig mitteilen, dass es irgendwie mit viel Geduld und Kraft gelingen kann (könnte), sich mit DEM einen (eigenen) Körper auch anzufreunden. Ich würde mich mal über Deine weitere Meinung freuen und danke Dir vielleicht auch schon dafür. Du bist wahrscheinlich nicht so ein Megaoldie wie ich, aber ich kann Dir versichern, dass ich im Jugendalter extreme Probleme hatte, meinen "schönen anderen" Rücken zu akzeptieren.
Alles Gute für Euch/Dich Michael
-
mohnblume.muenchen
- treues Mitglied

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Hallo Michael,
der krumme Rücken ANSICH, stört mich noch nicht mal am meisten, sondern das, was dadurch kommt und sich durch keine Diät etc. wegkriegen lässt, z.B. vorstehender Bauch, Hängebusen (auch zum Teil bei Männern
), nach vorne hängener Kopf, T-Shirts stehen hinten ab, etc. etc.
Bin mit 23 J. zwar kein Oldie
, aber sehe das schon von der Sicht aus, wenn man mit Korsett u. Schroth nicht mehr soviel machen kann, weil der Körper einfach nicht will (haste vielleicht gelesen, dass ich schon Korsett + Reha probiert hab, aber keinen großen Erfolg damit hab bisher).
LG, mohnbluemchen
der krumme Rücken ANSICH, stört mich noch nicht mal am meisten, sondern das, was dadurch kommt und sich durch keine Diät etc. wegkriegen lässt, z.B. vorstehender Bauch, Hängebusen (auch zum Teil bei Männern
Bin mit 23 J. zwar kein Oldie
LG, mohnbluemchen
...und wenn wir keine Luft mehr kriegen, wenn die Wellen uns besiegen, weiß ich doch: wir hab´n die Perlen uns verdient. ("Perlentaucher" / Rosenstolz)
-
AlterMicha
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Die sogenannten Nebenwirkungen des Rückens
Hallo Mohnblume.Muenchen,
danke für Deinen Beitrag. Ich verstehe Dich sehr, sehr gut. Nun kommt wieder ein ABER-Satz. Aus eigener Erfahrung will ich Dir versichern, dass die Auswirkungen meines Rückens (sagen wir einmal vorsichtig ausgedrückt) heftig sind: Trichterbrust, "süßer" Buckel" etc. Also alles, was Dich und andere Zeitgenossen bewegen könnte, auf der Strasse den Kopf zu drehen - na und ??? Na und Korsett und viele schöne Sachen mehr, kenne ich Gesammelte Werke lang. Aber ich will Dir trotzdem sagen, dass jeder Mensch ein einzelner und einzigartiger Mensch ist, der mit seinen Einschränkungen leben muß. Und betrachte deshalb bitte nicht meine Schilderung als Vergleich - es soll nur eine Beschreibung sein.
Alles Gute und Liebe für Dich
danke für Deinen Beitrag. Ich verstehe Dich sehr, sehr gut. Nun kommt wieder ein ABER-Satz. Aus eigener Erfahrung will ich Dir versichern, dass die Auswirkungen meines Rückens (sagen wir einmal vorsichtig ausgedrückt) heftig sind: Trichterbrust, "süßer" Buckel" etc. Also alles, was Dich und andere Zeitgenossen bewegen könnte, auf der Strasse den Kopf zu drehen - na und ??? Na und Korsett und viele schöne Sachen mehr, kenne ich Gesammelte Werke lang. Aber ich will Dir trotzdem sagen, dass jeder Mensch ein einzelner und einzigartiger Mensch ist, der mit seinen Einschränkungen leben muß. Und betrachte deshalb bitte nicht meine Schilderung als Vergleich - es soll nur eine Beschreibung sein.
Alles Gute und Liebe für Dich
Alles Gute für Euch/Dich Michael
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mohnblume.muenchen
- treues Mitglied

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So hat jeder so seine "Problemchen"... Bei mir dreht sich jetzt keiner auf der Straße um (bisher zum Glück noch nicht), aber im Schwimmbad etc. gucken die Leute schon manchmal schräg
Also ich bin einfach sehr unglücklich damit und hab mich auch nach 10 Jahren noch nicht "dran gewöhnt".
Also ich bin einfach sehr unglücklich damit und hab mich auch nach 10 Jahren noch nicht "dran gewöhnt".
...und wenn wir keine Luft mehr kriegen, wenn die Wellen uns besiegen, weiß ich doch: wir hab´n die Perlen uns verdient. ("Perlentaucher" / Rosenstolz)
Hallo Ihr lieben,
vielen Dank für Eure aufbauenden Worte.
Für die meisten von Euch ist meine 52-Grad-Kyphose sicherlich mehr ein Witz als alles andere.
Ich bewunder Euch für Euren Umgang mit Eurem Rücken. Ich persönlich komme nun leider mit meiner Situation gar nicht mehr klar. Trau mich nicht mehr aus dem Haus und lass mich von niemandem ansprechen. Durch meinen noch dazu kurzen Hals, die relativ hoch sitzende Kyphose und das V-Kreuz komm ich mir vor wie der Glöckner von Notre Dame.
Ich habe BaSa beantragt und überlege gerade intensiv wegen dem Korsett. Aber ich habe große Angst vor Verschlechterung. Wie soll ich nur 10 Jahren aussehen.
Ganz liebe Grüße
cera
vielen Dank für Eure aufbauenden Worte.
Für die meisten von Euch ist meine 52-Grad-Kyphose sicherlich mehr ein Witz als alles andere.
Ich bewunder Euch für Euren Umgang mit Eurem Rücken. Ich persönlich komme nun leider mit meiner Situation gar nicht mehr klar. Trau mich nicht mehr aus dem Haus und lass mich von niemandem ansprechen. Durch meinen noch dazu kurzen Hals, die relativ hoch sitzende Kyphose und das V-Kreuz komm ich mir vor wie der Glöckner von Notre Dame.
Ich habe BaSa beantragt und überlege gerade intensiv wegen dem Korsett. Aber ich habe große Angst vor Verschlechterung. Wie soll ich nur 10 Jahren aussehen.
Ganz liebe Grüße
cera
- Thomas
- Tech-Admin

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- Registriert: So, 19.02.2006 - 10:23
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Kyphose anfangs 59 Grad, inzwischen nur noch 49 Grad, Neuroforamen-Stenose (Einengung der Nervenwurzeln) in der HWS.
- Therapie: Rahmouni-Korsett seit Februar 2006, zeitweise mit Halsteil, Schroth-Reha Juni / Juli 2010
- Wohnort: Nähe Stuttgart
Hallo cera,cera hat geschrieben:Ich habe BaSa beantragt und überlege gerade intensiv wegen dem Korsett.
das wundert mich jetzt etwas. Du warst doch schon beim gipsen. Ich dachte, die Entscheidung für das Korsett sei bei Dir schon gefallen....
Bist Du jetzt doch wieder etwas unsicher geworden?
Viele Grüße
Thomas
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15237
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
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- Wohnort: Hannover
Im anderen Post:Thomas hat geschrieben:Bist Du jetzt doch wieder etwas unsicher geworden?
Ich denke mal, dass vielleicht die Erwachsenen Korsett Diskussion irritiert hat, die ja zumindest von meiner Seite bezüglich Abschulungsüberzeugung des Dr. Hoffmann gewisse Skepsis aufkommen lässt.cera hat geschrieben:Meine Einstellung: Ich bin mir bewußt, dass Rahmouni=Panzer und Schmerzen bedeutet.
Ich würde für 18h Tragezeit über 2 Jahre mit eisernem Willen die höchste Disziplin an den Tag legen, die es gibt..für einen geraderen Rücken.
Aber die Frage ist ja doch, ob der Versuch mit einem Korsett folgenlos bleibt oder nicht. Und da ist es ja Dr. Steffan, der der Meinung ist, dass bei dauerhaften Ablegen des Korsetts die Rückenstruktur nicht nur in die alte Lage fällt, sondern auch die Gefahr besteht, dass neue Beschwerden dazukommen können.
Ich denke, dass die entsprechende aktive Muskelpflege (Schroth, Fitnesstraining usw.) das verhindern kann!
Im übrigen muss man ja sowieso diese Muskelpflege betreiben, wenn man ohne Korsett die Lage bewältigen will.
Das vielleicht zur Beruhigung an cera.
Gruss
Klaus
Hallo zusammen,
ja, Ihr habt recht, ich bin schwer verunsichert.
Ich war schon beim Gipsen, hab sogar ohne Probleme die Genehmigung der Krankenkasse eine Woche später bekommen.
Dennoch habe ich Herrn Rahmouni gebeten, den Auftrag vorerst auf Eis zu legen.
Ich denke, ich kann von mir behaupten, dass ich eine Kämpfernatur bin und sicherlich viel dafür tun würde um eine kostante, relativ hohe Korsetttragezeit zu erreichen.
Auch bin ich mir über tägliches Schroth für den Rest meines Lebens im Klaren. Ich werde es in meinen Alltag einbinden müssen. Auch wenn ich derzeit nicht weiß, was es wirklich bedeutet, da ich noch keine einzige Schroth-Stunde hatte.
Meine Verunsicherungspunkte sind schlicht folgende:
1. Dr. Hoffmann sichert mir explizit die Abschulung nach zwei Jahren mit Begradigung und dauerhaftem Erfolg zu.
2. Dr. Steffan (ich hatte kurzen Email-Kontakt mit ihm und habe Eure Beiträge über seine Fachmeinung gelesen) empfiehlt eine Korsett-Tragezeit von nicht unter 20 h am Tag. Bei einer Abschulung befürchtet er sogar eine Verschlechterung der Ausgangslage.
- Beide Ärzte sind auf Ihrem Gebiet Koriphäen.
- Ich steh zwischen zwei Stühlen.
- Meine Gedanken kreisen stets nur um das Thema: Korsett: ja/nein?
Und ich gebe offen und ehrlich zu:
1. Ich habe Angst, dass noch der Abschulung durch aufgelockerte Muskeln und Bänder ein "Rücksacken" bzw. sogar eine Verschlechterung eintritt.
2. Folglich das Korsett mein Leben lang nicht mehr ablegen zu können. (Auch für mich wäre es lebenslang ein ganz anderer, viel größerer Schritt, da ich auch - wie Klaus - meine Lebensqualität durch ein Korsett sehr eingeschränkt sehe.
Es grüßt Euch
die grübelnde cera
ja, Ihr habt recht, ich bin schwer verunsichert.
Ich war schon beim Gipsen, hab sogar ohne Probleme die Genehmigung der Krankenkasse eine Woche später bekommen.
Dennoch habe ich Herrn Rahmouni gebeten, den Auftrag vorerst auf Eis zu legen.
Ich denke, ich kann von mir behaupten, dass ich eine Kämpfernatur bin und sicherlich viel dafür tun würde um eine kostante, relativ hohe Korsetttragezeit zu erreichen.
Auch bin ich mir über tägliches Schroth für den Rest meines Lebens im Klaren. Ich werde es in meinen Alltag einbinden müssen. Auch wenn ich derzeit nicht weiß, was es wirklich bedeutet, da ich noch keine einzige Schroth-Stunde hatte.
Meine Verunsicherungspunkte sind schlicht folgende:
1. Dr. Hoffmann sichert mir explizit die Abschulung nach zwei Jahren mit Begradigung und dauerhaftem Erfolg zu.
2. Dr. Steffan (ich hatte kurzen Email-Kontakt mit ihm und habe Eure Beiträge über seine Fachmeinung gelesen) empfiehlt eine Korsett-Tragezeit von nicht unter 20 h am Tag. Bei einer Abschulung befürchtet er sogar eine Verschlechterung der Ausgangslage.
- Beide Ärzte sind auf Ihrem Gebiet Koriphäen.
- Ich steh zwischen zwei Stühlen.
- Meine Gedanken kreisen stets nur um das Thema: Korsett: ja/nein?
Und ich gebe offen und ehrlich zu:
1. Ich habe Angst, dass noch der Abschulung durch aufgelockerte Muskeln und Bänder ein "Rücksacken" bzw. sogar eine Verschlechterung eintritt.
2. Folglich das Korsett mein Leben lang nicht mehr ablegen zu können. (Auch für mich wäre es lebenslang ein ganz anderer, viel größerer Schritt, da ich auch - wie Klaus - meine Lebensqualität durch ein Korsett sehr eingeschränkt sehe.
Es grüßt Euch
die grübelnde cera
- Klaus
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Deswegen mein Hinweis auf aktive Muskelpflege!cera hat geschrieben:1. Ich habe Angst, dass noch der Abschulung durch aufgelockerte Muskeln und Bänder ein "Rücksacken" bzw. sogar eine Verschlechterung eintritt.
Ich nenne das extra "Muskelpflege", weil man sicherlich selber rausfinden muss, mit welcher Motivation man das dauerhaft hinbekommt!
Wer regelmässig Fitness-Training macht, weiß, dass es nach einer Zeit von ca. 6-12 Monaten zu einer "Sucht" kommt.
Das liegt auch daran, dass der gesamte Körper beteiligt ist und man sich auch Wohlfühleffekte, wie z.Bsp. Sauna zusätzlich bescheren kann.
Vorraussetzung ist ein angepasstes Training und dazu braucht man Schroth Kenntnisse. Man kann also bei nachlassender Motivation zu täglichen Schroth zuhause bei einem parallel laufenden Fitness Training insgesamt nicht so die grosse Sorge haben.
Ist aber nur bei meine persönliche Einschätzung, genauso wie die Feststellung, dass das Fitness Training bei Kyphose besser zu handhaben ist, als bei Skoliose.
Diese Muskelpflege ist unabhängig von einem Korsett und sollte grundsätzlich immer gemacht werden!
Das ist natürlich eine ganz andere Geschichte.2. Folglich das Korsett mein Leben lang nicht mehr ablegen zu können. (Auch für mich wäre es lebenslang ein ganz anderer, viel größerer Schritt, da ich auch - wie Klaus - meine Lebensqualität durch ein Korsett sehr eingeschränkt sehe.
Eigentlich hattest Du doch von starken Rückenschmerzen gesprochen, die ich nicht habe.
Du kannst ja erst mal in der Schroth REHA feststellen, inwieweit Dich das von Schmerzen befreit und welche Korrekturmöglichkeiten es da gibt.
Dann lässt sich vielleicht besser einschätzen, ob ein zusätzlich Korsett für Dich Sinn macht.
Gruss
Klaus

