Triggerpunkt Therapie nach Dr. Bauermeister

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Klaus
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Triggerpunkt Therapie nach Dr. Bauermeister

Beitrag von Klaus »

Hallo zusammen,

ich möchte auf die Triggerpunkt Therapie nach Dr. Bauermeister hinweisen
http://www.igtm.info/

UPDATE 14.2.07
wird aktuell auf www.triggosan.eu umgeleitet.
Offensichtlich ist da einiges im Umbruch


Meine Erfahrungen dazu sind sehr positiv, weil meine geringen Dauerschmerzen, ausgelöst durch Myogelosen (Hartspann) in der Rückenmuskulatur, sich dadurch zur Zeit bis zu einer Woche auf fast Null reduzieren. Allein mit Schroth und Fitness bekomme ich das nicht hin.
Aus meinen avatare ist meine besondere Situation ersichtlich (tiefsitzende Kyphose mit teilweiser Spangenbildung), die die Muskulatur immer wieder neu strapaziert. Die Wirbelsäule ist ja sozusagen im BWS/LWS Übergang um 180 Grad "geklappt".

Die Behandlung wird entweder mit dem sogenannten Triggosan Schlüssel vorgenommen (spezieller Stab) oder mit einem speziellen Stoßwellengerät, was in der Anwendung weniger schmerzhaft ist.

In der Muskulatur findet man oft schmerzhafte Punkte, die man entweder selbst spürt oder die Fernwirkungen an anderen Stellen ausüben. Ein starker Druck mit dem Stab auf diese Stellen über eine bestimmte Zeitdauer löst diesen Hartspann und Schmerzfreiheit entsteht.

Bei einer "normalen" Muskel-Situation ist offensichtlich mit wenigen Behandlung diese Störung beseitigt.
Bei Skoliose/Kyphose, die u.U. Myogelosen ständig aufrecht erhalten, kann man versuchen, diesen Teufelskreis zu unterbrechen, um dann mit Schroth, Fitness und auch Korsett(?)effektiver zu sein.

Meine jahrzehnte alten Myogelosen haben sich jedenfalls erst bei dieser Therapie "bewegt", in dem sie sich in mehrere kleine Teile zerspalten haben. Gleichzeitig eine Schmerzfreiheit, die wesentlich länger andauert, als alle anderen Therapien, wie Massage, manuelle Therapie, Wärmeanwendungen, Schlingentisch, Magnetfeldtherapie und sogar Schroth!
Es ist aber keine Alternative zu Schroth, sondern eine begleitende Maßnahme, die möglicherweise regelmässig erfolgen muss, wenn ein Korsett eigentlich den Erfolg absichern sollte, dieses aber aus diversen Gründen nicht getragen werden kann.

Die beschriebene Selbstbehandlung auf der oben angegebenen Homepage lässt sich im Rückenbereich allein nur schwer bewältigen, dazu braucht man einen Partner, der entsprechend kräftig ist und nicht davor zurückschreckt, dem anderen kurzzeitig damit Schmerzen zuzufügen. :)

Ich werde weiter testen.

Therapeuten gibt es eher im süddeutschen und westdeutschen Raum.
Für Hannover habe ich die teure Hotline von igtm.info bemühen müssen, weil man sonst wirklich nicht weiterkommt.
Die Adresse meiner Therapeutin steht in der Sammlung Hannover.
Es gibt im Norddeutschen Raum angeblich nur noch Therapeuten in Bad Salzuflen, Bremen und Hamburg.

Gruss
Klaus
Zuletzt geändert von Klaus am Mi, 14.02.2007 - 13:44, insgesamt 1-mal geändert.
Sunflower
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Beitrag von Sunflower »

Hallo,

wir haben ja in einem anderen Thread bereits schon mal über die Triggerpunkt-Therapie geschrieben.
Habe aber jetzt erst Deinen Avatar so richtig wahrgenommen und festgestellt, dass meine Kyphose an der exakt selben Stelle sitzt.
Habe allerdings nur ein "Skoliöschen" wie sie in Sobi genannt wurde mit 24 °, habe aber trotzdem immer wieder mal starke Schmerzen im LWS-Bereich, besonders nach längerem Sitzen...
Was ich eigentlich sagen wollte: ich werde meine PT auf diesen Triggosan-Schlüssel mal ansprechen bzw. unsere Triggerpunkt-Therapie wohl weiter forcieren...
Danke für den ausführlichen Bericht dazu und falls es weiteres darüber zu berichten gibt bin ich natürlich ganz Ohr!

Grüße,
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

sunflower hat geschrieben:Habe aber jetzt erst Deinen Avatar so richtig wahrgenommen und festgestellt, dass meine Kyphose an der exakt selben Stelle sitzt.
Das ist ja interessant, ich suche schon seit einiger Zeit nach ähnlichen Fällen!
Das ist eine tiefsitzende Kyphose, die von den Therapeuten auch Sitzkyphose genannt wird. Daran schliesst sich bei mir nach unten eine kurze Hyperlordose (Hohlkreuz) an und nach oben eine Hypokyphose(Flachrücken).
Ist das bei Dir auch so?
Wieviel Grad hat denn Deine Kyphose?

Es sorgt immer für Verwirrung, wenn man bei einer Kyphose einen Flachrücken hat. :)
Habe allerdings nur ein "Skoliöschen" wie sie in Sobi genannt wurde mit 24 °
Also 24 Grad finde ich als Sekundär Skoliose schon recht viel, bei mir sind es 15 Grad und bis 20 Grad sind wohl übliche begleitende Skoliosen.
habe aber trotzdem immer wieder mal starke Schmerzen im LWS-Bereich, besonders nach längerem Sitzen...
Das kenne ich auch, allerdings sind meine Beschwerden gering, aber auch langfristiger. Das hatte ich Jahrzehnte lang nicht!

Daraus resultiert auch, dass es eindeutig die Muskulatur ist, die Schmerzen auslöst. Immerhin ist ja die WS an der Stelle um 180 Grad "geklappt" und das führt zwangsläufig zu einer ständigen Überlastung.

Hier gibt es weitere Informationen:
www.triggerpunkt-therapie.ch
und wenn man wissen will, was sich in der Rubrik "Für Ärzte" verbirgt (die Seite wird überarbeitet :) )dann klickt man
http://www.triggerpunkt-therapie.ch/ind ... ink=4&dl=8

Da werde ich mit meiner Therapeutin über die verschiedenen Dehntechniken sprechen müssen, die sehr wichtig sind.
Ausserdem bin ich dabei, über die Extension für zuhause nachzudenken, die für diese Situation anders sein muss, als die übliche über die Beinhochlagerung oder den Schlingentisch.

Insgesamt ist aber die Triggerpunkt Therapie wirklich wenig verbreitet und allein die gezielte Produkthersteller Suche über googel führt oft zu Firmen, die es wegen Insolvenz nicht mehr gibt.
ich werde meine PT auf diesen Triggosan-Schlüssel mal ansprechen
Der kostet bei Frau Bauermeister in Hamburg 66€ und der Stab 129€ !
Ich habe mir mal Unterlagen schicken lassen, aus denen sich interessante Anwendungen mit dem Stab ergeben. Das ist eine Stange, mit der man auch selbst, in Sitz und Liegeposition, in den LWS Bereich kommt.
Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass man sich selbst auch entsprechendes und angepasstes basteln kann.

Übrigens gibt es aktuell über amazon das alte eigentlich längst vergriffene Buch von Dr. Bauermeister mit dem Triggosan Light Schlüssel zum fast doppelten alten Preis :)

http://www.amazon.de/Das-R%C3%BCckenfit ... F8&s=books

Aber damit ist der Schlüssel, wenn auch Light, nur halb so teuer, wie die Normalausführung.

Gruss
Klaus
Sunflower
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Beitrag von Sunflower »

Hallo nochmal,

ich habe festgestellt, dass ich mich schlecht ausgedrückt habe bzw. die Begriffe wieder mal durcheinander gemixt habe.

Also, meine Kyphose beträgt 24 °, die Skoliose dementsprechend so zwischen 9° und 12° (Genaues weiss man nicht, da mein superschlauer OT mich damals mit völlig unbrauchbaren Röbis nach Sobi losgeschickt hat :boese:

Die Skoliose war drum mehr eine Ferndiagnose... also tatsächlich "nur" eine Miniskoliose, aber das spielt ja keine Rolle, die Schmerzen sind ja trotzdem da, die Gradzahl spielt da wohl eher eine untergeordnete Rolle!

Ich habe auch ein Hohlkreuz, aber nicht im "Sobi-Sinne", will sagen, es war wohl nicht gravierend genug um in eine Hohlkreuztherapiegruppe eingeteilt zu werden.

Flachrücken habe ich keinen.

Auch meine PT ist der Ansicht, dass mein Hauptproblem einfach die Muskulatur ist, und sie ist die meiste Zeit tatsächlich auch damit beschäftigt, mich "aufzudehnen", weil meine Muskulatur einfach "dichtmacht" wie ich das mal ganz unprofessionell nennen möchte.
Solange ich in Bewegung bleibe ist meist alles mehr oder weniger ok, die Probleme beginnen bei mir wie gesagt bei längerem Sitzen oder Stehen, da spüre ich richtig, wie die Muskeln beginnen sich zu verkürzen...

Werde also mal schauen bzw. mit meiner PT bequatschen, ob mir eine forcierte Triggertherapie helfen kann meine Muskulatur zu lockern...

Grüsse!
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Beitrag von Klaus »

Also, meine Kyphose beträgt 24 °
Das ist an der Stelle wirklich nicht viel, deswegen wohl auch kein Flachrücken und die Hyperlordose ist dementsprechend auch nicht ausgeprägt. kann ich mir gut vorstellen.

Aber sag mal, wie bist Du denn in Sobi eingestuft worden?
Haben die denn Deine Sitzkyphose als solche erkannt?

Gruss
Klaus
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Beitrag von Sunflower »

Hi,

was genau meinst Du denn mit "eingestuft worden"? Meinst Du die Art der Therapiegruppe oder welche Zusatztherapien ich gemacht habe?

Das mit der "Sitzkyphose" hab ich von Dir zum ersten Mal gehört. Ich wusste zwar schon vorher dass meine Kyphose wohl an einer "besonderen" Stelle sitzt, eben extrem tief und dadurch wohl auch sehr schmerzhaft werden kann, aber der Begriff war mir neu.

Gruss,
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Beitrag von Klaus »

sunflower hat geschrieben:Das mit der "Sitzkyphose" hab ich von Dir zum ersten Mal gehört
Das ist jetzt schon das zweite mal, dass man in Bad Sobernheim den Begriff Sitzkyphose offensichtlich nicht kennt bzw. nicht entsprechend einsetzt.
Erstaunlich!
was genau meinst Du denn mit "eingestuft worden"?
Also in Bad Salzungen gibt es am Anfang eine Einstufung, in der genau festgelegt wird, in welche Gruppe man kommt, wie die Unterlagerungen aussehen (das kann sich im Laufe der Zeit noch variieren) und vor allem, ob man Rund- oder Flachrücken hat.
Mit meiner Sitzkyphose war ich in der symetrischen Gruppe, bekam aber wegen des Flachrückens meine speziellen Anweisungen bei den Übungen.
Dazu natürlich auch besondere Aufmerksamkeit bei der sehr kurzen LWS Hyperlordose.

Gruss
Klaus
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Beitrag von Sunflower »

Hallo,

ja, die Einteilung bzw. Anfangsuntersuchung durch die Therapeuten läuft in Sobi wohl genauso ab, dort werden in die Rückenskizze die sich im Übungsheft befindet, die Unterlagerungen eingezeichnet und auch Armhaltungen und Atemrichtungen ergänzt.

Aber mit "symmetrisch" kann ich nicht viel anfangen...
Wir wurden nach 3bogig bzw. 4bogig mit Hüfte oder ohne Hüfte eingeteilt, also ich gehörte zu den 3BH's - da gab es wegen mir allerdings rege Diskussionen unter den Therapeuten, ich hätte wohl auch zu den 4BH's eingeteilt werden können (was Du wahrscheinlich mit symmetrisch meinst) das war in der freien Übungszeit, wenn mich wieder ein anderer Therapeut zu Gesicht bekam, durchaus ein Thema... ich gehöre also zu den Schultergegenzuglern... Habe mich allerdings, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, aus diesen Diskussionen dann teilweise ausgeklinkt, weil ich da dann echt nicht mehr mitkam :confused:

Ich wurde zu keiner Zusatztherapie (Hohlkreuz usw.) eingeteilt, das wurde nicht für nötig gefunden.
Während meines Aufenthaltes sind immer wieder Korrekturen in meinem Heft vorgenommen worden (natürlich auch bei meinen Übungen), also ich hatte durchaus eine "Sonderstellung", ob auf meine tiefliegende Kyphose speziell geachtet wurde, könnte ich nicht sagen, ich weiss nur, dass ich wirklich öfters für Konfusion gesorgt habe...

Muss aber abschliessend sagen, ich habe mich in Sobi durchaus kompetent behandelt gefühlt, dass man sich mit mir des öfteren mehr auseinandergesetzt hat, hat mir eher das Gefühl gegeben, dass meine Probleme auch wirklich -endlich mal- ernst genommen werden und dort wirklich auch alle bemüht waren, mich optimal zu betreuen!

Viele Grüße!
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Beitrag von Klaus »

sunflower hat geschrieben:Muss aber abschliessend sagen, ich habe mich in Sobi durchaus kompetent behandelt gefühlt,....
sunflower hat geschrieben:Aber mit "symmetrisch" kann ich nicht viel anfangen... Habe mich allerdings, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, aus diesen Diskussionen dann teilweise ausgeklinkt, weil ich da dann echt nicht mehr mitkam
Sorry, aber das klingt für mich nicht gut.

Du hast eine Skoliose von 9-12 Grad (sehr wenig) und eine tiefe Kyphose von 24 Grad, was in dieser Region eine ganze Menge ist.
Deshalb verstehe ich beim besten Willen nicht, warum Du nicht in der symmetrischen Gruppe für Kyphose Patienten warst!
ob auf meine tiefliegende Kyphose speziell geachtet wurde, könnte ich nicht sagen, ich weiss nur, dass ich wirklich öfters für Konfusion gesorgt habe...
Wenn Du nun schon in der normalen Skoliose Gruppe warst, hätte man doch ganz speziell auf diese Kyphose eingehen müssen!? Das hättest Du auch mit Sicherheit bemerkt.

Ich reite auch deswegen auf dieser Sache herum :) , weil es hier ja immer wieder Diskussionen über die beiden Kliniken gibt.
Und da wird ja immer auf die besondere Kompetenz von Sobi hingewiesen, ohne BaSa in der Praxis zu kennen.
Und ich habe es erlebt, wie speziell auf meine Sitzkyphose in BaSa eingegangen wurde und Du hast offensichtlich nur das Gefühl einer kompetenten Behandlung gehabt. Das finde ich schon seltsam.

Gruss
Klaus
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Beitrag von Klaus »

UPDATE

Die erwähnte Seite www.igtm.info wird nun umgeleitet auf
www.triggosan.eu

und ist eine reine Vermarktungsseite geworden.

Gruss
Klaus
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Beitrag von jollydolly »

Hallo
Ich habe auch Erfahrungen mit der Triggerpunkt Therapie gesammelt – sowohl mit dem Triggosan-Schlüssel als auch mit dem Trigger-Stoßwellengerät.
Mein Krankengymnast hatte sich schon vor einigen Jahren diesen Triggosan Schlüssel zugelegt und mich damit "behandelt"! Allerdings fand ich es damals nicht so das "AHA- Erlebnis".
Die Behandlung war äußerst schmerzhaft durch den heftigen Druck, den er ausübte und ich hatte hinterher an den behandelten Stellen extreme "Bläulinge" die auch noch ein paar Tage weh taten......sollte sich da wirklich was aufgelöst haben(?)......so habe ich es nicht wahrgenommen bzw. nicht als positiv abgespeichert. Vielleicht hat er die Technik auch (noch) nicht richtig beherrscht? Es war für ihn auch relativ neu.
Wie auch immer - wenn ich es richtig verstanden habe, ist aber gerade der FESTE Druck auf die entsprechenden Punkte entscheidend, damit sich die Myogelosen auflösen....deshalb ja auch der Triggosan-Schlüssel als Hilfsmittel.

Im Herbst 2004 war ich dann wieder mal (oder immer noch…..wie man’s nimmt) auf der Suche nach Hilfe gegen meine Schmerzen…und zwar gezielt nach einer Adresse, wo verschiedene Behandlungsmethoden miteinander kombiniert werden. Es gibt ja immer ENTWEDER – ODER!
Und was nützen z.B. eingerenkte Wirbel, wenn sie sich durch die jahrelang verhärtete und verkürzte Muskulatur sofort wieder verschieben??????? Wichtig ist eben auch die zeitgleiche Behandlung der Muskulatur……
OK….jedenfalls stieß ich bei meiner Suche auf das Centrum Für Individuelles Schmerzmanagement (CISM) in Frankfurt Oberrad ( www.cism-frankfurt.de )
(Auf deren Webseite ist nachzulesen welch exotisch klingende Behandlungen sie durchführen, z.B. Sacro-Occipital-Technik, Manuelle Organ Therapie, Flexion-Distraktions Technik, Craniopathie Technik usw.)
Für mich war der entscheidende Punkt die Trigger-Stosswellen-Therapie. Sie wurde immer mit einer oder auch mehreren der anderen Behandlungen kombiniert – je nachdem, was gerade angesagt war. Die Stoßwellenbehandlung war nicht so unangenehm wie ich vorher befürchtet hatte……..und wesentlich wirkungsvoller, als die Behandlung mit dem Triggosan-Schlüssel. Insgesamt war ich 12 oder 13 mal dort und es war das erste Mal, dass ich überhaupt nach einer Behandlung Besserung verspürt habe, die ca 1 Jahr anhielt.

Ich würde sofort wieder hingehen, wenn da nicht ein Haken wäre: DER PREIS von rund 150 Euro je Behandlung!!!!! :rolleyes:
Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen überhaupt nicht dafür, nur die Privatversicherten haben die Kosten (meistens) erstattet bekommen.

Morgen werde ich übrigens das erste Mal zur Schroth-Gymnastik gehen……………dafür habe ich eine Verordung :D
Ich bin mal gespannt!!!!

jollydolly
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Beitrag von Klaus »

jollydolly hat geschrieben:Wie auch immer - wenn ich es richtig verstanden habe, ist aber gerade der FESTE Druck auf die entsprechenden Punkte entscheidend, damit sich die Myogelosen auflösen....deshalb ja auch der Triggosan-Schlüssel als Hilfsmittel.
Ja genauso ist es und die blauen Flecke gehören auch dazu, wenngleich bei meiner sehr harten Muskulatur so etwas noch nicht aufgetreten ist.
Immerhin wird in der Physiotherapie auch mit den Setzen von gezielten Verletzungen als Reiz gearbeitet.
Die Stoßwellenbehandlung war nicht so unangenehm wie ich vorher befürchtet hatte……..und wesentlich wirkungsvoller, als die Behandlung mit dem Triggosan-Schlüssel.
So ist das auch gedacht, obwohl da auch noch andere Dinge mitspielen können. Ich neige z.Bsp. oft zu der Devise "viel hilft viel" und das liegt nicht an einer "masochistischen Ader", sondern an den Erfahrungen mit meiner Muskulatur, die mit Streicheleinheiten absolut nichts anfangen kann.
Der Unterschied zwischen Triggosan Stab und Stoßwelle fiel bei mir nicht so gross aus, es ist aber so, dass die Therapeutin bei mir an die Grenzen ihrer Kraft gekommen ist. :)
Insofern war es ihr lieber, mit der Stoßwelle zu arbeiten und da hat sie mir eine finanzielle Sonderregelung eingeräumt, auch deshalb, weil ich der erste Patient bin und sie auch Erfahrungen machen muss.
Sie hat einen Patienten, der nur mit dem Stab behandelt werden möchte.

Auf der bereits erwähnten (versteckten)Seite
http://www.triggerpunkt-therapie.ch/ind ... ink=4&dl=8
ist ja viel zur speziellen Dehnung gesagt worden. Da werde ich mal meine Therapeutin ansprechen, weil das ein ganz wichtiger Faktor ist.

In Dresden wird in Kombination so etwas angeboten:

Osteopraktik Nach Dr. Bauermeister, Behandlungskonzepte zur Verbesserung Ihres Wohlbefindens im Skelett und Bewegungsapperat
Triggergrundbehandlung inkl. kleine Massage, Magnetwelle,Thermöl 41,00
Kombinationsbehandlung I (90 Min) Massage, Triggerbehandlung, heißes Sandbett, T-Pull Behandlung 76,00

Kombinationsbehandlung II (120 Min) Osteopraktik m. T-Schlüssel inkl. Osteo- Akupunktur, Distraktion
manuell u. mit T-Pull, heißes Sandbett, Thermöl, Massage 92,00

Triggosan – Pull (T-Pull) einzeln 15,00


was natürlich auch Elemente der Wellness beinhaltet.

www.cism-frankfurt.de
in dem Film wird das Stoßwellengerät immer nur kurz auf eine Stelle angesetzt, war das bei Dir auch so?
Morgen werde ich übrigens das erste Mal zur Schroth-Gymnastik gehen……………dafür habe ich eine Verordung
Ich bin mal gespannt!!!!
Das in Kombination mit Triggerpunkt Therapie wäre sicherlich sehr gut. Ich mache unmittelbar nach meiner Behandlung Fitness Training und es ist erstaunlich, wie sich das Gefühl dabei im Rücken verändert.

Aber Du denkst doch an eine Schroth REHA?

Gruss
Klaus
trainer
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Trigger Osteopraktik nach Dr. Bauermeister

Beitrag von trainer »

Hallo Leidensgenossen,
Auf der Suche nach ähnlichen Erfahrungen bin ich jetzt auf dieses Forum gestoßen.
Als ehemaliger Leistungssportler (fast 40 Jahre Handballspieler und Trainer) wurde ich von der Schulmedizin innerhalb von 4-5 Jahren austherapiert (z.B. Knieathrose, fast vollständige Versteifung im Lendenwirbelbereich, Taubheit im Bein und Fuß, Antrag auf Berufsunfähigkeit, …"Tabletten bis ans Lebensende“...). Danach bin ich auf die Suche nach Möglichkeiten der Selbsthilfe gegangen.
Nach vielen Experimenten bin ich bei der Trigger-Osteopraktik und verschiedenen Theorien und Praktiken von Dr. Packi „hängen geblieben“. Allerdings: die Trigger-Osteopraktik gem. Dr. Bauermeister ist m.E. in Bezug auf die Selbsthilfe mit dem TST-Schlüssel in den Ansätzen stecken geblieben, genauso wie Dr. Packi mit seinen guten Ansätzen.

Meine zwar "unwissenschaftlichen", aber durch Erfahrung belegten Auffassungen:
Richtig bei Packi ist der Ansatz, den Bewegungsumfang der Muskulatur wieder zu erweitern. Das ist in akuten Fällen bei seinen „Königsübungen“ aber mit so großen Schmerzen verbunden, dass nur Hartgesottene (z.B. Leistungssportler) die natürlichen Schmerzvermeidungsreaktionen überwinden können. Seine Fingerdrucktechnik ist für mich nur als Abrechnungsmethode nachzuvollziehen.

In 3-jähriger Kleinarbeit habe ich die Technik von Bauermeister als Selbsthilfe weiterentwickelt. Mein TST-Schlüssel liegt inzwischen weitgehend nutzlos herum. Kernproblem ist, den notwendigen Druck auf die Muskulatur zu entwickeln und lange genug zu halten. Dazu wende ich je nach Muskel verschiedene Geräte an (Bälle, Rollen etc.). Ohne Einsatz des eigenen Körpergewichts geht es dabei nicht. Alles sehr schmerzhaft , aber man bekommt mit der Zeit zu diesem Schmerz eine ganz andere Einstellung, weil es ein helfender Schmerz ist. Dabei kommt es zu ähnlichen Reaktionen im Muskel und seiner Steuerung wie beim normalen Muskeltraining. Der Effekt der „Superkompensation“ durch die regelmäßige Anwendung der Drucktechnik führt dazu, dass der Muskel schrittweise wieder aktiv wird und vor allem: die beteiligten Gelenke wieder schmerzfrei und belastbar werden. Das ist ein langer Prozess und mit einem Klinikaufenthalt bei Packi oder sechs (oder mehr) Stoßwellenbehandlungen nicht zu machen - ganz zu schweigen von den Kosten.

Für die Vermeidung der akuten Zuspitzungen im Lendenwirbel/Beckenbereich (Hexenschuß) habe ich etwa 6 Wochen gebraucht (jeden Tag oder alle zwei Tage ca. ½ Stunde), nach 2 Jahren bin ich jetzt beweglich und schmerzfrei in diesem Bereich wie vor 30 Jahren (in Bezug auf die Vorwärts-/Rückwärtsneigung). Das ist unter den heutigen Bedingungen als medizinische Therapie nicht machbar.

Ein Vergleich: die Reparatur ein Beule im Auto erfordert die gleichen Kräfte, die die Beule erzeugt haben. Jahrelanges Fehlverhalten hat die gesundheitlichen Probleme mit sich gebracht – nur jahrelanges „richtiges“ Verhalten kann sie auch wieder beseitigen.

Ich wende diese Erfahrungen erfolgreich in meiner Handballmannschaft als Trainer (und wieder Spieler) an. Ähnlich Dinge haben die amerikanischen Fittnesstrainer (Mark Verstegen) in der Fußballnationalmannschaft eingeführt. Ich plane auch eine Internetseite, wenn ich mal wieder etwas mehr Zeit habe.

Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Bisher habe ich in vielen Foren noch niemand gefunden, der sich intensiv mit den Fragen der Drucktechnik als Selbsthilfe auseinandergesetzt hat.

Grüße
Volkmar
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Weißt du zufällig, wie genau die Druckpunkt-Therapie zur Superkompensation führen soll? Das erschließt sich mir noch nicht so ganz.
Soll die verbesserte Beweglichkeit auch direkt davon kommen oder wird hier mit Beweglichkeitsübungen kombiniert?
~ ehemals Ulaschatz ~
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo volkmar,

willkommen im Forum.

Das finde ich jetzt hochinteressant, was Du schreibst.
fast vollständige Versteifung im Lendenwirbelbereich
Hat das irgendetwas mit Kyphose/Skoliose zu tun gehabt?
In 3-jähriger Kleinarbeit habe ich die Technik von Bauermeister als Selbsthilfe weiterentwickelt. Mein TST-Schlüssel liegt inzwischen weitgehend nutzlos herum. Kernproblem ist, den notwendigen Druck auf die Muskulatur zu entwickeln und lange genug zu halten.
Du hast möglicherweise nicht mit der Triggosan Stange probiert?
Auf der neuen Seite www.triggosan.eu gibt es ja auch wertvolle Hinweise, wie man im Rückenbereich damit hantiert.
Über googel habe ich versucht, mehr über den Triggosan Schlüssel herauszufinden, dabei bin ich auch auf einen älteren Kommentar gestossen, der von einer privaten Weiterentwicklung gesprochen hat. Leider hat derjenige nicht gesagt, was das konkret bedeutet.

Ich habe mir jetzt den Triggosan light über das alte Buch besorgt und versuche auch einen praktikablen Weg zu finden, in Selbstanwendung den nötigen Druck zu erreichen.
Dabei stelle ich mir vor, dass man auf eine Platte einen "Holzfinger" montiert, der beim Auflegen des Rückens Druck ausübt. Durchmesser ist durch den Triggosan Schlüssel ungefähr vorgegeben, nur die Länge wäre ein Experiment. Und die Frage wäre, reicht denn das Gewicht des aufgelegten Rückens oder muss man vielleicht ein Gewicht auf den Bauch legen?

Immerhin spricht Bauermeister von bis zu 40 kg Druck.

Wie sehen denn Deine praktischen Erfahrungen im Detail aus?
ula hat geschrieben:Weißt du zufällig, wie genau die Druckpunkt-Therapie zur Superkompensation führen soll?
Hast Du schon auf die entsprechenden hier erwähnten Triggerpunkt-Therapie Seiten geguckt?
Nach meinen Anwendungen ist, wie schon angedeutet, auch mein Fitness Training im Rückenbereich effektiver, d.h. ich kann mich tatsächlich besser bewegen und spüre den Muskel auch besser, der ja bei meiner besonderen Situation extrem belastet wird und entsprechend stark verhärtet ist.

Gruss
Klaus
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Beitrag von trainer »

Hallo,
Weißt du zufällig, wie genau die Druckpunkt-Therapie zur Superkompensation führen soll?
Die "Superkompensation" ist ein Vergleich von mir. Meine Erfahrung ist: nach der Druckbehandlung nimmt die Muskelspannung stark ab. Die Bewegung der mit dem Muskel verbundenen Gelenke ist erleichert, die Dehnfähigkeit hat zugenommen. Dieser Zustand ist nicht von Dauer. Am nächsten Tag hat die Spannung im Muskel wieder zugenommen, erreicht aber nicht wieder den Stand vor der Behandlung. Die ständige Wiederholung der Druckbehandlung führt auf dieser Art zur fortschreitenden Lockerung des Muskels - ähnlich wie die schrittweise Steigerung der Leistungsfähigkeit durch die Wiederholung der Belastung+Belastungssteigerung beim normalen Training (=Superkompensation).
Mein allgemeiner Erklärungsversuch: der Bewegungsapparat ist ein biologisches, sich selbst regulierendes System, das ständig ein Gleichgewicht der beteiligten Kräfte herstellt. Dieses Gleichgewicht paßt sich kurzfristigen Veränderungen auch kurzfristig an, geht dann aber nach mehreren Tagen wieder in den alten Zustand zurück, um das alte Gleichgewicht wiederherzustellen.
Erst bei ständiger Wiederholung und beim beim Übergang zur Gewohnheit wird ein Gleichgewicht auf neuer Stufe hergestellt: bei verbesserter Beweglichkeit und höherer Leistungsfähigkeit.
Du hast möglicherweise nicht mit der Triggosan Stange probiert?
Nein. Bei meiner Rückenmuskulatur im Lendenwirbelbereich brauche ich mein volles Körpergewicht als Druck (105 kg), sonst erreiche ich nicht die tieferen Muskelschichten. Das ist mit der Stange und mit Muskelkraft logischerweise nicht zu machen. Vor allem ermüdet man bei der Herstellung des notwendigen Drucks schneller, als der Entspannungsprozeß im Muskel benötigt. Das ist beim TriggoSan-Schlüssel ebenfalls das Problem.
Mag sein, dass man mit einer schwächeren Muskulatur mit der Stange was erreicht. Im übrigen ist die rollende Bewegungsmöglichkeit eines Balles besser.
Aber: viele Wege führen nach Rom. Andere Erfahrungen wären interessant.
Grüße
Volkmar
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Beitrag von trainer »

Dabei stelle ich mir vor, dass man auf eine Platte einen "Holzfinger" montiert, der beim Auflegen des Rückens Druck ausübt. Durchmesser ist durch den Triggosan Schlüssel ungefähr vorgegeben, nur die Länge wäre ein Experiment. Und die Frage wäre, reicht denn das Gewicht des aufgelegten Rückens oder muss man vielleicht ein Gewicht auf den Bauch legen?
Der Durchmesser des "Schlüssel" ist beim Rückenmuskel viel zu klein. Er erzeugt mehr Hautschmerz als Muskelschmerz. Ein Beispiel für meine Techniken: Nimm einen Tennisball oder einen Vollgummiball (für ca. 4 € in Tierhandlungen als "Hundeball" in verschiedenen Größen erhältlich), stell dich schräg an eine Wand, setze den Ball an die schmerzende Stelle und drücke gegen die Wand. Den Punkt halten, solange man den Schmerz aushält oder bis er nachlässt. Je nach Verhärtungsgrad fängt der Muskel nach ca. 10 - 120 sec an, sich zu entspannen, der Schmerz lässt nach. Dann den Ball leicht verschieben und das Ganze wiederholen bis der gesamte schmerzende Bereich durchgearbeitet ist. Am Anfang muss man sich schon 15-20 min Zeit für einen Muskel nehmen. Wenn der Druck an der Wand nicht mehr ausreicht, stellen dich zwischen zwei Pfosten einer geöffneten Tür. Dann kam man mit den Händen zusätzlichen Druck ausüben. Damit kommt man schon ganz schön tief!
Grüße
Volkmar
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Trainer hat geschrieben:Wenn der Druck an der Wand nicht mehr ausreicht, stellen dich zwischen zwei Pfosten einer geöffneten Tür. Dann kam man mit den Händen zusätzlichen Druck ausüben. Damit kommt man schon ganz schön tief!
Also das habe ich gerade mit einem Tennisball ausprobiert, meine schmerzenden Stellen erreiche ich aber nur mit dem zusätzlichen Druck der Hände.
Ich denke, dass der Triggosan Schlüssel hier intensiver ist, zumal ja auf eine kleinere Fäche größerer Druck ausgeübt werden kann. Das Problem ist natürlich die richtige Selbstanwendung.
Und im Grunde genommen ist der Triggosan Stab bei Anwendung im Sitzen oder Liegen mit Hebelwirkung nichts anderes als die Sache mit dem Tennisball, nur eben noch kleiner und viel teurer. :)
Gibt es eigentlich was kleineres, als den Tennisball <60mm?

Habe gerade Tischtennisbälle gefunden, mit 40mm Durchmesser, halten die das in 3 Stern Qualität aus?

Also ich habe auch die meisten Beschwerden in der LWS, wie man ja auch aus meinem avatare entnehmen kann. Dort haben sich Myogelosen gebildet, die von der Grösse her eher dem Durchmesser des Triggosan Schlüssel entsprechen, ca. 13 mm.
Die Triggerpunkt Therapie geht zwar in erster Linie von Triggerpunkten aus, die nicht mit der schmerzenden Stelle gleichzusetzen sind, aber meine Therapeutin meinte, es geht auch um die direkt schmerzenden Stellen.
Was auch immer, es funktioniert ja und deshalb denke ich, dass man tatsächlich generell von Drucktechnik sprechen kann, die entsprechend den Beschwerden variiert werden muss.

Ich habe ja nun den Vergleich mit der Stoßwelle erlebt, die allerdings bei meiner Therapeutin aus Kostengründen nicht focussiert ist. Das Gerät setzt im Gegensatz zur focussierten großflächig an und das kann auch ein Problem sein, weil damit ein schmerzender Punkt bei mir nicht so eindeutig festgelegt werden kann.
Also nimmt sie zur Suche den Triggosan Schlüssel.

Ich werde das mal parallel praktizieren, eine Entspannung über den gesamten schmerzenden Bereich sollte nicht im Gegensatz zur Therapie einzelner Punkte stehen.

Gruss
Klaus
trainer
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Beitrag von trainer »

Gibt es eigentlich was kleineres, als den Tennisball <60mm?
Ich benutze dafür den kleinsten Vollgummi"hunde"ball, Durchmesser 40mm. Außerdem habe ich mir einen Holzstab gedrechselt, der am Kopfdruckpunkt etwas breiter ist als der TriggoSan-Schlüssel light.
Grüße
Volkmar
petruschka

Trigger

Beitrag von petruschka »

Hallo Volkmar
Deine Erfahrungen mit der Trigger-Selbstbehandlung sind sehr interessant und lässt hoffen. Mein Mann hat einen ähnlich schlimmen Schmerzweg, ohne dass irgend etwas helfen würde. Seit ca einem Jahr nimmt er dauerhaft Valeron zur Schmerzunterdrückung, weil es anders nicht mehr auszuhalten war. Nachdem wir über Triggerbehandlung "gestolpert" sind, hat sich mein Mann damit behandeln lassen (Stoßwellen). Der weite Weg zum Arzt und die
hohen Kosten haben uns jetzt veranlasst, den Triggerstab selbst in die Hand zu nehmen. Dazu taste ich den gesamten Rücken nach Triggerpunkten ab.
Auf jeder Seite der Wirbelsäule finde ich so ca 15 -20 Punkte, die ich dann bearbeite. Wir stehen da noch ziemlich am Anfang (4 Behandlungen) und die Frage stellt sich nach der Häufigkeit, weil die Schmerzen am nächsten Tag eigentlich stärker sind. Hast du das bei dir auch beobachten können? Sollte man nur 1mal in der Woche triggern, oder den Rücken in Bereiche aufteilen um nicht alles auf einmal zu reizen? Ich stelle mir vor, dass bei einer wöchentlichen Behandlung sich die Trigger schneller wieder bilden. Wäre schön, wenn du noch was aus deinem persönlichen Erfahrungschatz berichten könntest.
Petruschka
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