Kann eine BOB - Orthese helfen?
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Christian1976
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- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Lordose von 45 Grad
Brustkyphose von 58 Grad
Begleitskoliose von 10 Grad - Therapie: Physiotherapie nach Schroth
Reklinationskorsett nach Maß - Wohnort: Oberpfalz
Kann eine BOB - Orthese helfen?
Hallo,
letztes Jahr im Juni gab es mir bei schweren häuslichen Arbeiten einen starken Stich im Rücken. Die Schmerzen betrafen den Lendenwirbelbereich und zogen sich bis in die untere Hälfte des linken Unterschenkels. Als die Schmerzen sich nicht besserten, suchte ich nach ca. einer Woche einen Arzt auf. Dieser schickte mich sofort zu einem Orthopäden. Nach einer durchgeführten MRT Untersuchung wurde ein zweifacher BSV auf Höhe S1/L5 und L5/L4 diagnostiziert. Mit meinen 30 Jahren kam ich mir eigentlich etwas zu jung für Bandscheibenprobleme vor. Mir wurden zahlreiche Physiotherapien, Massagen und andere Therapiemaßnahmen verordnet. Außerdem bekam ich eine Rückenschule, Injektionen und wurde medikamentös behandelt.
Seit dieser Zeit, ist kein Tag mehr vergangen an dem ich nicht mittlere bis schwere Schmerzen hatte.
Diese Woche bin ich zu einem anderen Orthopäden in Bayreuth gegangen. Dieser stellte nun seinerseits eine komplett andere Diagnose:
- Anstatt zweier BSV`s habe ich nun „nur“ noch zwei Potrusionen
- Mein linkes Bein ist einen cm kürzer
- Mein Becken ist genau um diesen cm schief
- Des Weiteren diagnostizierte er eine fixierte Skoliose
Leider wurde auch diesmal nur eine Röntgenaufnahme meiner Lendenwirbelsäule durchgeführt.
Heute wurde eine Blutprobe gemacht und nächste Woche soll ich zu einem Neurologen. Dieser soll wohl die Nerven in der Wirbelsäule untersuchen.
Wie jetzt die weitere Behandlung aussehen soll, hat mir der Arzt leider nicht gesagt. Ehrlich gesagt, bin ich doch sehr beunruhigt.
Da mich mein erster Arzt in dieser Hinsicht nicht unterstützt hat, habe ich mir aus eigener Tasche eine Lumbo Loc von Bauerfeind besorgt. Diese Bandage linderte zwar die Schmerzen, allerdings war sie ansonsten kaum tragbar. Der vordere obere Rand stülpte sich regelmäßig um, sie warf Falten und zwickte regelmäßig die Haut ein. Außerdem verrutschte sie regelmäßig.
In einem anderen Forum habe ich gelesen, dass das Tragen einer BOB- Orthese neben der Krankengymnastik gegen die ständigen Schmerzen helfen soll. Was haltet Ihr davon?
Mir ist die Wahl der Therapie ehrlich gesagt fast egal, Hauptsache ich werde wieder Schmerzfrei.
Würde mich freuen wenn mir jemand weiterhelfen könnte.
Viele Grüße
Christian
letztes Jahr im Juni gab es mir bei schweren häuslichen Arbeiten einen starken Stich im Rücken. Die Schmerzen betrafen den Lendenwirbelbereich und zogen sich bis in die untere Hälfte des linken Unterschenkels. Als die Schmerzen sich nicht besserten, suchte ich nach ca. einer Woche einen Arzt auf. Dieser schickte mich sofort zu einem Orthopäden. Nach einer durchgeführten MRT Untersuchung wurde ein zweifacher BSV auf Höhe S1/L5 und L5/L4 diagnostiziert. Mit meinen 30 Jahren kam ich mir eigentlich etwas zu jung für Bandscheibenprobleme vor. Mir wurden zahlreiche Physiotherapien, Massagen und andere Therapiemaßnahmen verordnet. Außerdem bekam ich eine Rückenschule, Injektionen und wurde medikamentös behandelt.
Seit dieser Zeit, ist kein Tag mehr vergangen an dem ich nicht mittlere bis schwere Schmerzen hatte.
Diese Woche bin ich zu einem anderen Orthopäden in Bayreuth gegangen. Dieser stellte nun seinerseits eine komplett andere Diagnose:
- Anstatt zweier BSV`s habe ich nun „nur“ noch zwei Potrusionen
- Mein linkes Bein ist einen cm kürzer
- Mein Becken ist genau um diesen cm schief
- Des Weiteren diagnostizierte er eine fixierte Skoliose
Leider wurde auch diesmal nur eine Röntgenaufnahme meiner Lendenwirbelsäule durchgeführt.
Heute wurde eine Blutprobe gemacht und nächste Woche soll ich zu einem Neurologen. Dieser soll wohl die Nerven in der Wirbelsäule untersuchen.
Wie jetzt die weitere Behandlung aussehen soll, hat mir der Arzt leider nicht gesagt. Ehrlich gesagt, bin ich doch sehr beunruhigt.
Da mich mein erster Arzt in dieser Hinsicht nicht unterstützt hat, habe ich mir aus eigener Tasche eine Lumbo Loc von Bauerfeind besorgt. Diese Bandage linderte zwar die Schmerzen, allerdings war sie ansonsten kaum tragbar. Der vordere obere Rand stülpte sich regelmäßig um, sie warf Falten und zwickte regelmäßig die Haut ein. Außerdem verrutschte sie regelmäßig.
In einem anderen Forum habe ich gelesen, dass das Tragen einer BOB- Orthese neben der Krankengymnastik gegen die ständigen Schmerzen helfen soll. Was haltet Ihr davon?
Mir ist die Wahl der Therapie ehrlich gesagt fast egal, Hauptsache ich werde wieder Schmerzfrei.
Würde mich freuen wenn mir jemand weiterhelfen könnte.
Viele Grüße
Christian
- Thomas
- Tech-Admin

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- Registriert: So, 19.02.2006 - 10:23
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- Diagnose: Kyphose anfangs 59 Grad, inzwischen nur noch 49 Grad, Neuroforamen-Stenose (Einengung der Nervenwurzeln) in der HWS.
- Therapie: Rahmouni-Korsett seit Februar 2006, zeitweise mit Halsteil, Schroth-Reha Juni / Juli 2010
- Wohnort: Nähe Stuttgart
Hallo Christian,
Ich würde lieber mal zu einem fähigen Orthopäden (wie z.B. Dr. Hoffmann in Leonberg) gehen und ihn um Rat fragen. Der wird Dir einerseits sagen, ob für Dich eine Reha in Frage kommen könnte, wo Du auch Schrothen lernen könntest, und er würde Dir auch sagen, ob ein gutes Korsett (z.B. von Rahmouni in Stuttgart) Dir helfen könnte.
Ich habe inzwischen ein solches Korsett gegen meine Kyphose und Hyperlordose, und mir hilft es, wenn auch die Eingewöhnungszeit nicht ganz einfach ist.
Gruß
Thomas
PS: Du brauchst einen Beitrag nur einmal reinstellen, auch wenn er in zwei Kategorien paßt, da die meisten Forums-Leser hier eh alle neuen Beiträge mitverfolgen. Schau leiber, daß Du im Titel die wichtigen Themen ansprichst. Es kann gut sein, daß die Admins Deinen anderen Beitrag rauslöschen, da es sonst auch mit den Antworten unübersichtlich wird.
meinst du mit BOB eine Boston Overlap Brace (siehe Anhang)? Den einzigen, den ich kenn, der so ein Teil schon getragen hat, ist Toni, und der hat das Teil dort eher als Plastik-Schrott den als echtes Hilfsmittel bezeichnet.In einem anderen Forum habe ich gelesen, dass das Tragen einer BOB- Orthese neben der Krankengymnastik gegen die ständigen Schmerzen helfen soll. Was haltet Ihr davon?
Ich würde lieber mal zu einem fähigen Orthopäden (wie z.B. Dr. Hoffmann in Leonberg) gehen und ihn um Rat fragen. Der wird Dir einerseits sagen, ob für Dich eine Reha in Frage kommen könnte, wo Du auch Schrothen lernen könntest, und er würde Dir auch sagen, ob ein gutes Korsett (z.B. von Rahmouni in Stuttgart) Dir helfen könnte.
Ich habe inzwischen ein solches Korsett gegen meine Kyphose und Hyperlordose, und mir hilft es, wenn auch die Eingewöhnungszeit nicht ganz einfach ist.
Gruß
Thomas
PS: Du brauchst einen Beitrag nur einmal reinstellen, auch wenn er in zwei Kategorien paßt, da die meisten Forums-Leser hier eh alle neuen Beiträge mitverfolgen. Schau leiber, daß Du im Titel die wichtigen Themen ansprichst. Es kann gut sein, daß die Admins Deinen anderen Beitrag rauslöschen, da es sonst auch mit den Antworten unübersichtlich wird.
- Dateianhänge
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- Boston Overlap Brace, hier allerdings mit Reklinations-Hörnchen
- bob__mit_reklination.jpg (11.73 KiB) 9394 mal betrachtet
Zuletzt geändert von Thomas am Sa, 04.03.2006 - 14:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Christian1976
- aktives Mitglied

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Brustkyphose von 58 Grad
Begleitskoliose von 10 Grad - Therapie: Physiotherapie nach Schroth
Reklinationskorsett nach Maß - Wohnort: Oberpfalz
Hallo Thomas,
ja, dieses Teil meinte ich, allerdings eben nur den unteren, da es bei mir vorwiegend um die Lendenwirbelsäule geht.
Da Leonberg doch ziemlich weit entfernt ist, hab ich gestern versucht, zunächst einmal per E- Mail mit Dr. Hoffmann Kontakt aufzunehmen. Leider ist aber scheinbar die auf seiner Website angegebene Adresse nicht mehr aktuell.
Also noch mal Danke für Deine Antwort
viele Grüße
Christian
PS: Für mich ist das momentan alles noch ziemlich neu und ich bin ziemlich hin- und hergerissen.
Wie ist das wenn mir tatsächlich so eine Orthese verordnet wird?
Werd ich meine Schmerzen endlich los? usw.
ja, dieses Teil meinte ich, allerdings eben nur den unteren, da es bei mir vorwiegend um die Lendenwirbelsäule geht.
Da Leonberg doch ziemlich weit entfernt ist, hab ich gestern versucht, zunächst einmal per E- Mail mit Dr. Hoffmann Kontakt aufzunehmen. Leider ist aber scheinbar die auf seiner Website angegebene Adresse nicht mehr aktuell.
Also noch mal Danke für Deine Antwort
viele Grüße
Christian
PS: Für mich ist das momentan alles noch ziemlich neu und ich bin ziemlich hin- und hergerissen.
Wie ist das wenn mir tatsächlich so eine Orthese verordnet wird?
Werd ich meine Schmerzen endlich los? usw.
- Toni
- Profi

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- Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
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- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Hallo Christian
Ich halte die B.O.B. (Boston-overlap-brace) für ein Symbol des relativ niederen handwerklichen Standarts der Orthopädietechnik in den englisch-sprachigen Ländern und deren Tendenz alles und Jeden zu einem standartisierten industriell gefertigten "Massenprodukt" machen zu wollen.
http://www.bostonbrace.com/overlap.htm
Die B.O.B. ist vieleicht ganz nett, um sie mal ein paar Wochen zur Sicherheit und Stabilisierung nach einer Bandscheiben- oder Gleitwirbel-OP zu tragen. Es kommt auch sehr darauf an, ob Deine Maße zu einem dieser Standart-Module passen. Dann ist es eine Frage des Zuschnitts und der Bearbeitung der oberen und unteren Ränder.
Das B.O.B. selber ist eine ganz primitives Stück Plastik mit lächerlich geringer Beckenkorb-Profilierung und ungefährer Form eines durchschnittlichen menschlichen Rumpfes.
In meiner B.O.B. war eine klare und wirklich entlordoisierende Beckenfassung so gut wie nicht vorhanden. Das B.O.B. war NICHT in der Lage die Schrothschen Beckenkorrekturen 1 und 2 herzustellen. Die Orthese hat sehr schmerzhaft auf die Beckenkämme gedrückt, wenn man sie fest geschnallt hat. Hat man sie locker gelassen, bot sie so gut wie keinen Halt und war eher nur noch lästig. Das lag daran, daß so gut wie keine Taillierung da war und kein Platz für Beckenknochen.
Ichhalte deshalb die Boston-Orthesen insgesamt für den zweitgrößten amerikanischen Blödsinn nach Beginn des Irakkrieges und rate Dir von einer B.O.B. dringend ab!
Erst mal muss klar sein, was Du genau für eine Diagnose hast und ob eine LSO (Lumbo-sacral-Orthese) die für DEINE LWS genau notwendige Korrektur und Bandscheibenentlastung herstellen (erzwingen!) kann.
Dazu ist eine Bestimmung Deines derzeitigen LWS-Lordosewinkels nach COBB und die Schober-Ott-Werte erforderlich. Eine Analyse Deines Beckenkippwinkels im Stand und Sitz und es sollte untersucht werden, ob bei Dir nicht eine massive Beinrückseitenverkürzung vorliegt.
Wenn das der Fall ist und Du legst eine wirklich stark korrigierende und kräftig entlordosierende Lumbalorthese an, dann entsteht eine enorme und sehr unangenehme Spannung in den Beinen und auch in der BWS oberhalb der Orthese. Auch arbeiten einige dieser Orthesen eher über einen sehr hohen und damit sehr unangenehmen Abdominaldruck ( Quetschen im Bauchraum die Eingeweide zusammen!) statt das Becken zu packen und zurückzukimmen bei moderatem Bauchdruck, so wie das z.B. Rahmouni in seinen Orthesen grundsätzlich macht. Manche Orthesen drücken derart stark auf den Bauch, daß einem das Essen hochkommt, aber das Becken kann "Hullahup" tanzen und hängt immer noch die meiste Zeit in der Hyperlordose-Winkelstellung.
Stell zuerst mal fest was Deine genaue Diagnose ist: M.Baastrup? BSV? Spondylolistesis (Wirbelgleiten)? Ein Problem des ISG (Kreuzbein-Gelenks) und dann wende Dich NUR einen einen wirklich erfahrenen Orthopäden der auch mit einem den wenigen sehr guten Orthopädietechniker zusammenarbeitet. Besteh auf einem Korsett, das in maximaler Korrekturstellung nach Gipsabdruck angefertigt wird gib Dich auf gar keinen Fall mit diesem amerikanischen Industrieplastikmüll zufrieden.
Ich hab damals in meiner B.O.B. nur gelitten und bin darin nie über 2-3 Stunden Tragezeit hinausgekommen. Und trotzdem hatte ich offene Druckstellen! Ich war damals 5 mal bei dem OT und er hhat immer wieder einige Stellen mit der Heißluftpistole erwärmt und gebogen, verbesser hat sich an den "Gelumpe" nichts.
Gruß Toni
Ich halte die B.O.B. (Boston-overlap-brace) für ein Symbol des relativ niederen handwerklichen Standarts der Orthopädietechnik in den englisch-sprachigen Ländern und deren Tendenz alles und Jeden zu einem standartisierten industriell gefertigten "Massenprodukt" machen zu wollen.
http://www.bostonbrace.com/overlap.htm
Die B.O.B. ist vieleicht ganz nett, um sie mal ein paar Wochen zur Sicherheit und Stabilisierung nach einer Bandscheiben- oder Gleitwirbel-OP zu tragen. Es kommt auch sehr darauf an, ob Deine Maße zu einem dieser Standart-Module passen. Dann ist es eine Frage des Zuschnitts und der Bearbeitung der oberen und unteren Ränder.
Das B.O.B. selber ist eine ganz primitives Stück Plastik mit lächerlich geringer Beckenkorb-Profilierung und ungefährer Form eines durchschnittlichen menschlichen Rumpfes.
In meiner B.O.B. war eine klare und wirklich entlordoisierende Beckenfassung so gut wie nicht vorhanden. Das B.O.B. war NICHT in der Lage die Schrothschen Beckenkorrekturen 1 und 2 herzustellen. Die Orthese hat sehr schmerzhaft auf die Beckenkämme gedrückt, wenn man sie fest geschnallt hat. Hat man sie locker gelassen, bot sie so gut wie keinen Halt und war eher nur noch lästig. Das lag daran, daß so gut wie keine Taillierung da war und kein Platz für Beckenknochen.
Ichhalte deshalb die Boston-Orthesen insgesamt für den zweitgrößten amerikanischen Blödsinn nach Beginn des Irakkrieges und rate Dir von einer B.O.B. dringend ab!
Erst mal muss klar sein, was Du genau für eine Diagnose hast und ob eine LSO (Lumbo-sacral-Orthese) die für DEINE LWS genau notwendige Korrektur und Bandscheibenentlastung herstellen (erzwingen!) kann.
Dazu ist eine Bestimmung Deines derzeitigen LWS-Lordosewinkels nach COBB und die Schober-Ott-Werte erforderlich. Eine Analyse Deines Beckenkippwinkels im Stand und Sitz und es sollte untersucht werden, ob bei Dir nicht eine massive Beinrückseitenverkürzung vorliegt.
Wenn das der Fall ist und Du legst eine wirklich stark korrigierende und kräftig entlordosierende Lumbalorthese an, dann entsteht eine enorme und sehr unangenehme Spannung in den Beinen und auch in der BWS oberhalb der Orthese. Auch arbeiten einige dieser Orthesen eher über einen sehr hohen und damit sehr unangenehmen Abdominaldruck ( Quetschen im Bauchraum die Eingeweide zusammen!) statt das Becken zu packen und zurückzukimmen bei moderatem Bauchdruck, so wie das z.B. Rahmouni in seinen Orthesen grundsätzlich macht. Manche Orthesen drücken derart stark auf den Bauch, daß einem das Essen hochkommt, aber das Becken kann "Hullahup" tanzen und hängt immer noch die meiste Zeit in der Hyperlordose-Winkelstellung.
Stell zuerst mal fest was Deine genaue Diagnose ist: M.Baastrup? BSV? Spondylolistesis (Wirbelgleiten)? Ein Problem des ISG (Kreuzbein-Gelenks) und dann wende Dich NUR einen einen wirklich erfahrenen Orthopäden der auch mit einem den wenigen sehr guten Orthopädietechniker zusammenarbeitet. Besteh auf einem Korsett, das in maximaler Korrekturstellung nach Gipsabdruck angefertigt wird gib Dich auf gar keinen Fall mit diesem amerikanischen Industrieplastikmüll zufrieden.
Ich hab damals in meiner B.O.B. nur gelitten und bin darin nie über 2-3 Stunden Tragezeit hinausgekommen. Und trotzdem hatte ich offene Druckstellen! Ich war damals 5 mal bei dem OT und er hhat immer wieder einige Stellen mit der Heißluftpistole erwärmt und gebogen, verbesser hat sich an den "Gelumpe" nichts.
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
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pseudonym: leserin
Ich glaube, das liegt nicht am Korsett selbst, sondern an der mangelnden Sorgfalt bei der Fertigung.Toni hat geschrieben: Das B.O.B. selber ist eine ganz primitives Stück Plastik mit lächerlich geringer Beckenkorb-Profilierung und ungefährer Form eines durchschnittlichen menschlichen Rumpfes.
Ich denke, auch ein sog. Boston- Korsett kann man handwerklich nach Maß fertigen, so dass es wie ein gutes Cheneau- Korsett funktioniert.
Das Überlappen (overlap) der beiden "Hälften" ist sogar sehr sinnvoll, denn es gibt Stabilität. Wenn die Überlappung nur aus dünner Folie ist, behält das gute Teil nach dem Anlegen evtl. nicht seine Form sondern kann sich entsprechend der Rotation verdrehen. Das finde ich persönlich negativ.
- Toni
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- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Die Herstellerfirma BOSTON-BRACE-INGENEERING bietet das BOB als vorgefertigten Rohling ( Boston-Modul nach Maß an. Gegen Aufpreis (???) fertigen sie das "Ding" auch nach Gipsabdruck.leserin hat geschrieben:Ich glaube, das liegt nicht am Korsett selbst, sondern an der mangelnden Sorgfalt bei der Fertigung.Toni hat geschrieben: Das B.O.B. selber ist eine ganz primitives Stück Plastik mit lächerlich geringer Beckenkorb-Profilierung und ungefährer Form eines durchschnittlichen menschlichen Rumpfes.
Es beginnt schon mit der Entscheidung welche der 3 erhältlichen Varianten von Lordose-Winkel für den Patienten gewählt wird. Da gibt es
1. eine version mit 30° Lordose und frontal gerade,
2. version mit 15% abdominaler Konkavitäts -Abdominalpelotte und 15° moderatem Lordosewinkel (wie oben auf dem Bild dargestellt) und die
3."scharfe Variante" mit 0° Lordosewinkel und 30° Bauchpelotteneinwölbung.
Die Beckenfassung selber sieht aber bei allen 3 Versionen gleich lächerlich gering profiliert aus weil sie JEDEM und für ALLE Indikationen passen soll.
Dann braucht man aber das Boston Modul nicht! Wenn handwerklich nach Gipsabdruck gearbeitet wird, dann kann jeder OT eine heiße Platte LDPE über das Gipspositiv spannen. Die eigentliche und WAHRE Kunst ist es den Gipsabdruck optimal vorkorrigiert abzunehmen und dann den Gipsrohling so zu formen (abraspeln wo Druck entstehen und Gips auftragen wo Ausweichraum entstehen soll) daß das spätere Korsett PERFEKT sitzt und optimale Stütz- Ausweich-Atemlenkungs- Korrektur- und Bandscheibenentlastungswirkung bei sehr guter (ER)Tragbarkeit haben wird. Das ist nach meiner pers. Erfahrung mit den industriell vorgefertigeten Boston-Modulen kaum möglich.leserin hat geschrieben:Ich denke, auch ein sog. Boston- Korsett kann man handwerklich nach Maß fertigen, so dass es wie ein gutes Cheneau- Korsett funktioniert..
Ichhalte sie für allerhöchstens zur vorübergehenden Teilfixierung z.B. nach OP´s als "Stabilisator" sinnvoll. Als solche werden sie z.B. in Neustadt eingesetzt, wenn Patienten nach der OP noch zu schwach sind, eine "richtige" Gipsabdruck-Prozedur im Stehen zu überstehen. Andere Fälle erhalten auch in Neustadt einen RISSER-Gips auf dem Stoffband-Spannrahmen nach RISSER.
Das Überlappen ist für die Boston-Leute schon ein enormer "Fortschritt" gewesen! Da haben schon längst alle Cheneaus, Müster-Toulouse´s und Rahmouni´s mit der frontalen Überlappung gearbeitet, da haben die Amerikaner imer noch geglaubt, man könne ein Korsett nur hinten schließen! Insofern ist das B.O.B gegenüber dem "klassischen Boston oder dem bescheuerten CBW schon mal ein beachtlicher Fortschritt.leserin hat geschrieben:
Das Überlappen (overlap) der beiden "Hälften" ist sogar sehr sinnvoll, denn es gibt Stabilität. Wenn die Überlappung nur aus dünner Folie ist, behält das gute Teil nach dem Anlegen evtl. nicht seine Form sondern kann sich entsprechend der Rotation verdrehen. Das finde ich persönlich negativ.
Das liegt unter Anderem daran, daß die BostonBrace Comp. nicht müde wird zu betonen, daß an frontal zu schließenden Korsetten es NICHT möglich ist eine Milwaukee-Superstruktur zu befestigen!
Rahmouni hat schon vor 20 Jahren funktionale Halsringe und cervikale Extensions-Superstrukturen an frontal überlappende Orthesen anzubauen.
Ich kapier einfach nicht, warum man 3.klassigen Rohplastikmüll aus Amerika kaufen muss, wo wir in Europa und speziell in Deutschland so erstklassige Orthopädietechniker haben, die perfekte und auf den jeweiligen Patienten und seine speziellen Bedürfnisse geformte Korsette herstellen können.
NIEMALS wird ein Boston-Modul auch nur annähernd so gut passen und perfekt sitzen wie eine gute Gipsabdruck-Orthese eines Rahmouni, Püttmann, Becker (oder NAHR, auch wenn dieser eher ohne Gips am CAD-CAM-Computer formt, aber er kann das wenigstens!)
Ich habe mich jahrelang mühsam aber umsonst mit so einem B.O.B."Scheißding" herumgeplagt, es ist einfach MEINE sehr konkrete Erfahrung. Ich hab den Plastikmüll immer noch im Keller stehen.
Ein B.O.B. steht zu einem Rahmouni im Verhältnis wie eine Mülltonne zu einer Skulptur von Michelangelo!
Ich werde keinen amerikanischen industriell gefertigten Kunstwein trinken und ich werde meinen Kadaver auch nicht mehr in amerikanischen Plastikmüll quetschen. Dazu ist mir mein Leben, meine bescheuerte Wirbelsäule und meine Zeit zu schade!
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
- Thomas
- Tech-Admin

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Hallo Christian,
Gruß Thomas
Versuch es lieber per Telefon oder via FAX. Beides funktioniert einwandfrei! Beim Telefon mußt Du vielleicht mehrmals probieren, aber ich bin immer durchgekommen.Da Leonberg doch ziemlich weit entfernt ist, hab ich gestern versucht, zunächst einmal per E- Mail mit Dr. Hoffmann Kontakt aufzunehmen. Leider ist aber scheinbar die auf seiner Website angegebene Adresse nicht mehr aktuell.
Gruß Thomas
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Christian1976
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Hallo,
danke für Eure Antworten.
Natürlich bin ich jetzt noch ein bißchen mehr verunsichert als vorher. Aber ich werde jetzt erst einmal meinem Orthopäden Druck machen. Entweder bekomme ich jetzt eine ordentliche Diagnose, oder ich muß halt nochmal den Orthopäden wechseln.
Ich halte Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden
Also bis bald
Christian
danke für Eure Antworten.
Natürlich bin ich jetzt noch ein bißchen mehr verunsichert als vorher. Aber ich werde jetzt erst einmal meinem Orthopäden Druck machen. Entweder bekomme ich jetzt eine ordentliche Diagnose, oder ich muß halt nochmal den Orthopäden wechseln.
Ich halte Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden
Also bis bald
Christian
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Christian1976
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Hallo,
ich war wieder mal bei meinem Arzt. Natürlich gab es auch dieses Mal wieder das Standartprogramm: Ein Rezept für Krankengymnastik und Massagen.
Nachdem ich hier im Forum die Adresse gefunden habe, hole ich mir nun einen Termin bei Frau Dr. Engels. Ich hoffe, dass sie mir helfen kann. Hat jemand Erfahrung mit ihr?
Ich bin in letzter Zeit viel am testen, welche Körperhaltung für mich am bequemsten ist. Dabei habe ich festgestellt, dass die Schmerzen nachlassen, wenn ich versuche aktiv aus dem Hohlkreuz herauszukommen. Da ich eigentlich den ganzen Tag am Schreibtisch zu tun habe, hält dieses natürlich nicht lange an. Gibt es irgendwelche Hilfsmittel, die mich dabei unterstützen können?
Würde mich freuen wieder etwas von Euch zu hören.
Also viele Grüße
Christian
ich war wieder mal bei meinem Arzt. Natürlich gab es auch dieses Mal wieder das Standartprogramm: Ein Rezept für Krankengymnastik und Massagen.
Nachdem ich hier im Forum die Adresse gefunden habe, hole ich mir nun einen Termin bei Frau Dr. Engels. Ich hoffe, dass sie mir helfen kann. Hat jemand Erfahrung mit ihr?
Ich bin in letzter Zeit viel am testen, welche Körperhaltung für mich am bequemsten ist. Dabei habe ich festgestellt, dass die Schmerzen nachlassen, wenn ich versuche aktiv aus dem Hohlkreuz herauszukommen. Da ich eigentlich den ganzen Tag am Schreibtisch zu tun habe, hält dieses natürlich nicht lange an. Gibt es irgendwelche Hilfsmittel, die mich dabei unterstützen können?
Würde mich freuen wieder etwas von Euch zu hören.
Also viele Grüße
Christian
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Christian1976
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