Ich bin kurz davor aufzugeben

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Andrew
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Ich bin kurz davor aufzugeben

Beitrag von Andrew »

Hallo zusammen

Habt ihr durch eure Rückenkrankheit auch z.T. starke Depressionen? Es ist schon komisch, ich leide seit fast 20 Jahren an chronischen Rückenschmerzen (bin heute 26 Jahre alt) und seit ca. 10 plagen mich starke Depressionen mit Suizidgedanken. Ich habe langsam das Gefühl, dass diese schlechte Stimmung von meinem krummen Rücken und den andauernden Schmerzen kommt.

Wie einige schon wissen, betreibe ich seit ca. 2 Monaten Kieser Training. Am Anfang war ich sehr überzeugt vom Training, aber seit kurzem fühle ich mich sehr schlecht. Habe das Gefühl, dass mein Rücken total steiff und alles total verspannt ist. Ich kann mich kaum noch auf das Studium konzentrieren, denn diese Schmerzen begleiten mich den ganzen Tag. In gut 10 Tagen schreibe ich die ersten Prüfungen für das letzte Semester, ich bringe aber nichts mehr zustande. Wahrscheinlich werde ich die Prüfungen sowieso verhauen.

Gruss

Andrew
Mit einer Schroth Therapie könnte man mir vielleicht helfen. Dann müsste ich wohl mein Studium abbrechen ;( !

Ich bin heute total depressiv, würde am liebsten einfach nicht mehr da sein. Ich weiss, dass klingt alles ziemlich blöd, aber diese Rückenproblematik hat mich über die Jahre krank gemacht.
Sandy
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Beitrag von Sandy »

Hallo Andrew,

das hört sich ja gar nicht gut an, was du schreibst :nein: !
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass so mancher durch seine Skoliose/ Kyphose und die damit evtl. verbundenen Beschwerden depressiv wird. Ich hatte als Jugendliche auch manchmal so Phasen, als die Skoliose trotz Korsett und KG immer schlechter wurde und ich dem machtlos zusehen mußte. Heute habe ich schon oft Schmerzen, aber zum Glück nicht durchgängig und ich kann noch gut damit leben und arbeiten. Trotzdem frage ich mich manchmal: Wie wird es in 10, 20, 30 Jahren sein, wenn ich jetzt schon so eine krumme und manchmal schmerzende WS habe (mit 26 Jahren). Du denkst mit Sicherheit viel darüber nach, wie es weitergeht, wenn die Schmerzen nicht besser werden und ob es überhaupt irgendwie weitergeht. Das ist verständlich. Auch wenn es dir in deiner jetzigen Phase bestimmt schwer fällt, solltest du jetzt die Initiative ergreifen und alles was möglich ist für deinen Rücken und deine physische und psychische Gesundheit tun. Zuerst musst du dir einen vernünftigen Arzt suchen, der dich ernst nimmt mit deinen Schmerzen. Hast du schon mal überlegt, nach Leonberg zu Dr. Hoffmann zu fahren. Soweit ich weiß wäre es für dich ein Stück zu fahren, aber deine Gesundheit wäre dir das sicherlich wert. Es kann nur aufwärts gehen. Und auch das mit der Schroth-Therapie solltest du nicht aus dem Auge verlieren. Wie kommst du überhaupt auf Studium abbrechen??? Selbst eine Reha von 3 oder 4 Wochen wirst du bestimmt mal irgendwann einschieben können. Ich dachte auch erst: Nein, ich kann es mir während des Studiums nichts erlauben, so lange zu fehlen usw. Das ist völliger Quatsch, es geht immer irgendwie (zumindest einfacher, als wenn du später im Beruf bist). Du kannst deine Bücher ja auch mitnehmen. Du bist jetzt so weit, dass du sagst, du wärest am liebsten gar nicht mehr da und deine Prüfungen wirst du aufgrund der Schmerzen sowieso verhauen. Was hast du noch zu verlieren? Zur Not gönnst du dir eine Pause vom Studium. Mit Depressionen studiert es sich eh nicht so gut. Bei einer Reha hättest du auch die Chance mit Psychologen über deine Probleme zu reden. Bestimmt ist es auch möglich an deinem Heimatort einen Psychologen aufzusuchen. Ohne einen guten Orthopäden und Psychologen kommst du sonst gar nicht mehr aus dem Teufelskreis „Schmerz-Depression“ heraus. Durch eine negative Lebenseinstellung werden die Schmerzen gleich viel schlimmer empfunden, dadurch wirst du noch depressiver usw.
Ich könnte dir auch progressive Muskelentspannung gegen die Schmerzen und zum entspannen empfehlen. Da gibt´s normal auch Kurse von der Krankenkasse. Informiere dich am besten gleich heute und werde aktiv auch was die Arztsuche angeht. Du darfst keine Zeit mehr verlieren.

Hoffentlich schaffst du es!

Fühl dich ganz feste gedrückt :trost: und bis bald,
Sandy
Lilie
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Beitrag von Lilie »

Hallo Andrew!

Ich bin auch Studentin und habe eine Kyphose von 69°.

Was du schreibst hört sich nicht gut an únd ich würde dir raten einen Arzt aufzusuchen der als Zusatzbezeichnung Psychotherapie hat.
Er kennt sich mit dem Krankheitsbild der Depression aus und wird dir weiterhelfen können.

Eine andere Idee wäre das Studentenwerk. Woher kommst du?
Bei uns in München gibt es vom Studentenwerk aus eine psychosoziale/psychotherapeutische Beratungsstelle, die einen sehr guten Ruf genießt.
Dass du wegen einer Schrottherapie dein Studium abbrechen mußt ist Schmarrn!
Falls du an eine Reha gedacht hast, sie dauert "nur" vier Wochen und du kannst es sogar in den nächsten SS-Ferien machen. Außerdem kannst du dich auch für ein Sermester beurlauben lassen. Deine Semesterzahl bleibt dann einfach stehen. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie schwer es fällt und am Anfang denkt man, es geht nicht und sieht nur schwarz. Aber es geht, glaube mir. Es findet sich immer wein Weg. Manchmal sieht man ihn einfach nur nicht.

Ich würde dir sehr ans Herz legen dich gut um dich zu kümmern!
Der Scheuermann ist das eine, die Depression das andere, aber es bedingt sich natürlich und ich denke, dass es sehr wichtig ist, dass du in gute orthopädische Hände findest (z.B. Dr. Hoffmann), dich aber auch nicht scheust psychologische Hilfe inAnspruch zu nehmen, wenn du das Gefühl hast so geht es nicht mehr weiter.

Lieber Gruß,

Lilie
Zuletzt geändert von Lilie am Mi, 14.09.2005 - 15:58, insgesamt 1-mal geändert.
Andrew
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Re

Beitrag von Andrew »

Hallo zusammen

Vielen Dank für Eure 2 liebenswerten und aufmunternden Beiträge. Wenn eine Reha nur 4 Wochen dauert, könnte man das wohl in Erwägung ziehen. Ich hoffe nur, dass ich diese bald beginnen kann, denn ein halbes Jahr möchte ich nicht unbedingt warten.

Als erstes muss ich eine Ganzkörperröntgenauffnahme machen und dann?

Ich denke, dass die Depressionen aus einer inneren Unzufriedenheit kommen. Ich mag mich selber überhaupt nicht und mein krummer Rücken verstärkt das ganze noch erheblich. Fühle mich immer sehr unsicher.

In psychotherapeutischer Behandlung war ich schon oft und Medis habe ich ebenfalls zahlreiche ausprobiert. Hat etwas genützt, aber die Schmerzen blieben halt.

Hier noch ein Pic von mir, ist 3 Jahre alt. Ich steh zwar ziemlich gerade, dennoch ist die Wirbelsäule krumm genug, dass starke Schmerzen enstehen.

Liebe Grüsse

Andrew
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froggie71
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Beitrag von froggie71 »

Hallo Andrew,

habe soeben deinen Beitrag gelesen und dabei glatt eine Gänsehaut bekommen!
Mensch, du bist doch noch jung und hast alles vor dir!
Ich kann mich den Postings meiner Vorgängerinnen nur anschließen und dir empfehlen dich wirklich so schnell wie möglich in Behandlung zu begeben! Denn: was nützt dir ein unter Schmerzen bestandenes/ abgeschlossenes Studium, wenn du hinterher deine Erfahrungen/ Kenntnisse nicht anwenden kannst, weil du körperlich (oder auch psychologisch) am Ende bist?! Also doch lieber zur Not mal das Studium ein paar Wochen für eine Reha und ärztliche Betreuung „unterbrechen“ und danach mit viel mehr Kraft und Selbstvertrauen weiter machen! Bei so einer Reha lernt man sicher viele „Gleichgesinnte“ kennen, ich könnte mir vorstellen, dass das auch deinem Selbstwertgefühl gut tut. Glaube mir, heute kannst du noch viel verändern; in ein paar Jahren bestimmt auch noch; nur je länger du wartest desto schwieriger wird es!
Und zum Thema "ich kann mich selber nicht mehr leiden", sollte es sich auf deine Optik beziehen bzw. auf deinen Rücken, was sind schon diese Äußerlichkeiten? Kleine Fehler kann man doch mit Ausstrahlung und besonderen Fähigkeiten super kompensieren. Schau mal nach meinem Motto, das ist nicht nur so dahergesagt. Wenn es mir so richtig mieß geht, dann stelle ich mich vor einen Spiegel und grinse mein Spiegelbild über das ganze Gesicht an! Das wirkt wirklich (ich habe sogar bei der Arbeit einen Spiegel auf meinem Schreibtisch stehen, natürlich nur zum Lächeln nicht zum schminken :D ).
Also, packs an! Es liegt in deiner Hand. Ich würde als erstes einen Termin bei einem fähigen Orthopäden vereinbaren (am besten wie bereits empfohlen Dr. Hoffmann). Die Röntgenbilder kannst du dann gleich in seiner Praxis machen lassen. Er kann dir sicherlich sehr gut weiterhelfen! Mir hat er übrigens auch alles ganz prima erklärt: warum was wie ist, und wie was zusammenwirkt usw....
Kopf hoch, du bist doch noch so jung!!
Lieber Gruß und alles, alles Gute!
froggie :jump:
Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt.
Nanc79
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Beitrag von Nanc79 »

Hi Andrew,

ich glaube nicht dass es unbedingt vom Rücken kommt. Vor meiner OP war ich auch oft schlecht drauf, es war aber nicht so schlimm wie bei Dir (meine Depris). Aber auch jetzt gehts mir noch teilweise so. Das kommt aber nicht vom Rücken. Auf jeden Fall hab ich manchmal einen "Schaden" :) Du achtest ja auch auf dein Äußeres, (wie ich) glaube vielleicht hat es ja damit was zutun. Man will immer besser sein als die anderen... Und einem fällt immer was ein was nicht so toll ist. Mache übrigens auch Kieser Training.
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Hall Andrew,

was Du gegen Skoliose und damit verbundenen Schmerzen tun kannst, das kannst Du hier ja lesen, hast Du ja auch schon (Physiotherapie, Nacht-Korsett).

Wenn Du aber von Depressionen sprichst, dann solltest Du Dich diesbezüglich schon an die Profis wenden und was Deinen Stress angeht, an einen Psycholgen.

Lilie hat es oben schon geschrieben. Die Studentenwerke haben extra eine psychologische Betreuung für so etwas, Prüfungsstress ist deren Spezialgebiet (zwangsläufig).

Depressionen haben auch oft organisceh Ursachen (Störungen von Stoffwechselprozessen im Gehirn) und müssen Medikamentös behandelt werden! Hohl Dir deswegen auf alle Fälle professionelle Hilfe und Rat, denn eine evt. notwenidige Medikation kann Dir logischerweise kein Selbsthilfeforum und auch keine Skoliose-Behandlung ersetzen.

Gruß,
BZebra
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Charp
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Beitrag von Charp »

Hallo,

ich kenne dieses Depressionsproblem. Ich bin sowieso etwas depressiv und Rückenschmerzen lösen bei mir sofort eine totale Panik aus und das Gefühl, dass ich überhaupt nicht mehr will. Ich kriege dann auch jedes Mal Angst vor dem, was vielleicht noch auf mich zukommt und alles schnürt sich zu.

Und ganz ehrlich, erst hat sich das verschlimmert, je mehr ich mich mit meinem Rücken beschäftigt habe. Dann habe ich meine Rücken (>Skoliose) sozusagen ignoriert und gegen die Schmerzen und die Depression Medikamente genommen, bis das auch nicht mehr ging.

Schließlich hab ich meiner Hausärztin alles erzählt (die ist auch Psychotherapeutin). Und meiner Mutter gesagt, dass ich Hilfe brauche, alles zu organisieren (Reha, rumärgern mit Orthopäden, Antrag stellen). Ich bin nämlich auch Studentin, 25, grade an meiner Diplomarbeit und kann Deinen Stress nachvollziehen. Wenn man wie gelähmt ist, dann das Studium... Naja. Wie gesagt, mit Hilfe ging es dann doch, ich hab nur ewig den Mund nicht aufgekriegt. Und jetzt, wo ich alles in Angriff genommen habe, geht es mir schon besser. Manchmal krieg ich noch mal son Flash und heule los.

Ansonsten schließ ich mich den anderen an, zu Dr. Hoffmann fahren, vernünftige Untersuchung, sich Unterstützung suchen, Reha in den Semesterferien, für den Antragsscheiß und den evt. notwendigen Widerspruch kann etwas (emotionale) Unterstützung auch nicht schaden. Mich hat es vor ein paar Jahren völlig umgeworfen, dass mein Antrag zweimal abgelehnt wurde und ich habe leider sehr schnell aufgegeben.

Ich wünsch Dir viel Glück, liebe Grüße!!
Charp
Andrew
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Re

Beitrag von Andrew »

So, habe soeben einen Termin bei Dr. Hoffmann am 6. Oktober vereinbart. Nach Angaben der Dame am Telefon, wird dort eine Ganzkörperaufnahme der Wirbelsäule durchgefüht.

Ich war heute noch beim Chiropraktiker um ein paar ganz fiese Wirbelblockaden zu lösen. Der Chriropraktiker staunt jedes Mal, wie fest sich gewisse Wirbel bei mir verkeilt haben. Nach diesem Besuch hatte ich erstmal die Schnauze voll ( sorry für den unhöflichen Ausdruck). Ich beschloss umgehend Dr. Hoffmann in Stuttgart anzurufen, denn so kann es einfach nicht weitergehen. Jetzt freue ich mich sehr auf den Besuch bei Ihm am 6. Oktober.

Danke an alle, die mir in ihren Posts Unterstützung und wichtige Tips gegeben haben. Es ist echt schön zu wissen, dass einen auch Leute verstehen können.

Liebe Grüsse aus Köln

Andrew
Gruseline
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Beitrag von Gruseline »

Hallo Andrew

viele gute Tips und Ratschläge hast du ja schon bekommen.
Und der Termin bei Doc Hoffmann wird Dir helfen.
Wir kommen aus Oberhausen,meine Tochter hat Skoli, mein Mann ist ein Scheuermann .
Ich habe eine Bandscheiben Op hinter mir ,allerdings schon 15 Jahre her.
Ich bin der Meinung und habe die Erfahrung gemacht,das emotionaler Stress sehr auf den Rücken gehen kann.
Auf Dauer schlagen sich diese "innerlichen,seelischen Verkrampfungen auch körperlich nieder.
Und es wird zu einem Teufelskreis.
Ich würde Dir raten einen guten Osteophaten zu suchen.
In Köln gibt es eine Zahnärztin Frau DR.Pfeifer www.drpfeifer.de,die arbeitet mit Osteopathen zusammen.
Frag bei ihr nach der Adresse.
Osteopathie ist nicht nur gegen Schmerzen und Blockaden im körperlichen Bereich sehr wirksam,sondern mit diesen Behandlungen lösen sich auch seelische Probleme.
Es ist Arbeit am ganzen Menschen und mit ihm.
Ansonsten wäre eine gute Homöopathische Behandlung,bei jemanden der sich wirklich damit auskennt,bestimmt eine echte Hilfe für Dich.
Also das ganze Paket.
Einen guten Arzt,eine Reha ,Schroth KG,Osteoathie und Homöopathie.
Hast Du schulmedizinisch schon mal Deine Schilddrüse untersuchen lassen?Kann eine Ursache sein.
Ansonsten versuchen eine andere Einstellung zu bekommen.
Ich weiß das ist nicht leicht.Kleine Schritte
Aber tu Dir jeden Tag etwas gutes ,belohne Dich für Deine Arbeit.
Stelle Dich vor den Spiegel und sag ,ja ich mag mich und liebe mich so wie ich bin.
Hört sich vielleicht blöd an ,wirst Dir anfangs vielleicht auch so vorkommen,aber auf Dauer hilft es,sich positiv zu beeinflussen.
Durchhaltenund dranbleiben.
Und hol Dir Unterstützung.
Bist ein gutaussehender junger Mann,hast was im Kopf,von wegen Studium,bist sensibel ,hast viele Gefühle.
Das ist viel mehr ,als manch anderer hat.
Das geht nicht über Nacht ,aber es wird Dir helfen,werde selbst aktiv
Und auch hier findest Du immer Hilfe.
Und ein Rat noch,lass Dich von diesen Psychotherapeuten nicht kaputt therapieren.Bei denen gibt es selten, wirklich Gute.

Lg
Gruseline
Gaby
Gutes Holz wächst nicht einfach so.
Je stärker der Wind,desto stärker der Baum
Bambi
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Kopf hoch

Beitrag von Bambi »

Hallo Andrew,

ich habe soeben deine Briefe und die dazu gehörenden Antworten gelesen. Einige haben dir ja schon mitgeteilt, was du tun kannst.

Merke dir eines für dein Leben: Lerne deinen Körper zu akzeptieren, nehme ihn so wie er ist, wenn du das geschafft hast, freust du dich auch auf einen Besuch im Spiegel wieder.

Es ist eine Belastung kein Thema, aber soweit alle hier das Beurteilt haben, kannst du noch was aufhalten, nähmlich, das es so bleibt und nicht noch schlimmer wird.

Wenn ich mir deine Bilder betrachte, bist du ein wirklich netter gut aussehender junger Mann.

Lach nicht, aber ich gebe dir mal ein Tip, den wendet jemand an aus meinem Bekanntenkreis! Du gehst aus meiner Sicht nach links, dort nähe dir mal unter den Schulterblättern ein Schulterpolster, dieses hebt das ganz auf und stellt eine fast normale höhe dar. Es ist einfach nur mal eine Probe für dich, man kann manches kaschieren mit der Kleidung.

Mein Mann hat Morbus Bechterew, Morbus Scheuermann, also das volle Programm mit 35 Jahren. Wenn wir einkaufen, gehe ich immer mit und wir gehen auch bei New Yorks einkaufen. Nimm einer deiner besten freunde mit und die sollen dich mal beraten. Aber auch ein Gang zur Beratung eines exklusiven Modegeschäft ist nicht verkehrt, die suchen wirklich die Kleidung für dich also den passenden Schnitt heraus. Wenn ihr dann seht was du brauchst, verabschiedest du dich mit den freundlichen Worten, Danke für die exklusive Beratung und da es doch über dein Taschengeld hinaus geht, kommst du morgen mit deinem Vater.

Und raus, aber du hast eine Antwort. ( das haben wir in Berlin gemacht :D )

Im Studentenwerk, wie es hier schon jemand geschildert hat, gibt es ja Sozialarbeiter und gehe dort wirklich mal hin, die haben ganz andere Möglichkeiten dich zu unterstützen.

Deine Deppressionen können von der Erkrankung kommen, können aber auch tiefer zurück liegen in deiner Kindheit. Versuche es wirkich erstmal mit der Sozialarbeiterin im Studentenwerk, einfach die Flinte ins korn werfen und mir nichts, dir nichts einfach zu gehen, gibt es nicht.

Auch ich habe eine Station hinter mir und bin heute froh noch dazu zu sein, Dank den Ärzten war es damals gelungen, allerdings musste ich 2 mal reanimiert werden.
Man hatte es verstanden, warum ich es getan habe, aber die traurigen Augen meiner Verwandten haben mir gezeigt: Nur wer spricht , dem kann geholfen werden.

Lass dich mal :knuddel: und lach wieder, okay!

Liebe Grüße

dein Bambi
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