einblicke

Alles zur Korsett-Therapie für Jugendliche und Erwachsene bei Skoliose, Morbus Scheuermann, Kyphose ...
k.nahr
Orthopädietechniker
Orthopädietechniker
Beiträge: 73
Registriert: Mi, 04.06.2003 - 19:14
Wohnort: berlin

einblicke

Beitrag von k.nahr »

zur aktuallen diskussion über unterschiedliche ot's. ich habe hier einige bilder zum vergleich, vielleicht erklärt das einigen ja wieso unterschiedlich viel plastik dennoch ähnlich gut funktioniert?
wenn ihr fragen dazu habt, nur los.

bis dann
k.nahr

p.:s.:
frau s.m. gellar hab ich nicht um erlaubnis gefragt. :( :eek:

[Editiert von BZebra: Teil des Postings abgespalten und verschoben. Originaltext hier]
Dateianhänge
einblick in ein sanomed korsi
einblick in ein sanomed korsi
Sanomed.jpg (23.33 KiB) 15386 mal betrachtet
einblick in ein rahmouni
einblick in ein rahmouni
Rahmouni.jpg (28.44 KiB) 15386 mal betrachtet
so hätte es der wahre meister gerne
so hätte es der wahre meister gerne
Cheneau Skizze.jpg (16.86 KiB) 15386 mal betrachtet
so sieht ein brustkorb mit skoli im schnitt auf scheitelhöhe aus
so sieht ein brustkorb mit skoli im schnitt auf scheitelhöhe aus
Thorax 2.jpg (26.89 KiB) 15386 mal betrachtet
k.nahr
Orthopädietechniker
Orthopädietechniker
Beiträge: 73
Registriert: Mi, 04.06.2003 - 19:14
Wohnort: berlin

Beitrag von k.nahr »

konnte nicht alles anhängen, hier gehts weiter.
Dateianhänge
und eins von mir zum schluß
und eins von mir zum schluß
nahr_300.jpg (29.78 KiB) 15383 mal betrachtet
ein rsc von ortholutions
ein rsc von ortholutions
rsc_101.jpg (27.61 KiB) 15383 mal betrachtet
Benutzeravatar
BZebra
Profi
Profi
Beiträge: 4915
Registriert: Mo, 20.05.2002 - 15:06

Re: einblicke

Beitrag von BZebra »

k.nahr hat geschrieben:wieso unterschiedlich viel plastik dennoch ähnlich gut funktioniert?
Was genau ist ähnlich gut? Sind zu den Bildern vielleicht auch Gradzahlen bekannt?
k.nahr
Orthopädietechniker
Orthopädietechniker
Beiträge: 73
Registriert: Mi, 04.06.2003 - 19:14
Wohnort: berlin

Beitrag von k.nahr »

hallo bzebra,
klar sind gradzahlen bekannt, der vergleich sollte aber mehr allgemein die formunterschiede deutlich machen.
für dich zur info,
das rahmouni hat weniger als 10° korrektur erreicht, war allerdings auch eine schwere skoliose.
das sanomed hat ebenfalls nur weniger als 10° korrektur ermöglicht.
das rsc hat 0° verbesserung erreicht und lumbal einen bogen von knapp 30° erzeugt.!!!
mein korsett im vergleich wurde gerade erst ausgeliefert.
ähnliche verläufe lassen bei entspr. compliance usw. eine korrektur von 30-50% erwarten.
das rahmouni im vergleich hatte die schwierigste aufgabe, da der cobbwert am größten 75° .
das nahrkorsett soll ca 60° korrigieren.
das sanomed und das rsc ungefähr die selbe aufgabe mit mitte 30°.

info o.k.?

bis dann
k.nahr
Benutzeravatar
BZebra
Profi
Profi
Beiträge: 4915
Registriert: Mo, 20.05.2002 - 15:06

Beitrag von BZebra »

Danke!
k.nahr hat geschrieben:wieso unterschiedlich viel plastik dennoch ähnlich gut funktioniert?
"ähnlich gut", das ist eine interessante Beschreibung für diese Sammlung von 10° weniger bis 30° mehr! ;)
Zuletzt geändert von BZebra am Mo, 15.08.2005 - 00:16, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15225
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

Hallo BZebra,

bitte Deine Bemerkung mal im Klartext, auch für Nicht-Korsett-Träger.
Ich verstehe das nicht so ganz. :nein:

Gruss
Klaus
Benutzeravatar
BZebra
Profi
Profi
Beiträge: 4915
Registriert: Mo, 20.05.2002 - 15:06

Beitrag von BZebra »

Klaus hat geschrieben:bitte Deine Bemerkung mal im Klartext, auch für Nicht-Korsett-Träger.
Ich verstehe das nicht so ganz. :nein:
Was K.Nahr hier mit "ähnlich gut" bezeichnet hat, sind Unterschiede die von einer durch das Korsett bewirkten Korrektur von 10° bis hin zu einer verursachten Verschlechterung von 30° reichen (die stark differierenden Ausgangswerte mal ganz außen vor gelassen).

Ich persönlich würde sie jetzt vielleicht eher als "Tag und Nacht" bezeichnen - gut mal nachgefragt zu haben. ;)
Zuletzt geändert von BZebra am Di, 16.08.2005 - 07:40, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15225
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

Hallo BZebra,

sowas habe ich mir schon gedacht.

Man könnte dieses "ähnlich gut" auch als ironische Bemerkung oder als relativen Begriff verstehen, da es sicherlich noch andere Korsette gibt, die möglicherweise sogar Verbesserungen an einer Stelle und Verschlechterung an anderer Stelle verursachen.

Du hast ja nun Klaus Nahr zu einer Aussage bezüglich Korrektur-Werte bewegt.
Kann man da überhaupt Vergleiche anstellen, wenn die Ausgangslage immer unterschiedlich ist?
Man müsste schon einen geklonten Skoliose-Menschen haben(Sorry, aber ich muss es so ausdrücken), wenn man die Wirkung von verschiedenen Korsetten testen will.

Ich gehe mal davon aus, dass sich jetzt auch mit anderen eine Diskussion entwickeln kann, inwieweit nämlich eine halbwegs objektive Beurteilung überhaupt möglich ist. In einem anderen Post hat Dr. Steffan zu Recht auf die Akzeptanz hingewiesen, denn ohne die läuft auf Dauer nichts. Dazu hat ja Klaus Nahr verschiedene Formen eingestellt.

Gruss
Klaus
k.nahr
Orthopädietechniker
Orthopädietechniker
Beiträge: 73
Registriert: Mi, 04.06.2003 - 19:14
Wohnort: berlin

Beitrag von k.nahr »

@ bzebra,
ich habe darauf hingewiesen, dass es sich hier mehr um einen formenvergleich handelt als um einen wirkungswettstreit.
ich könnte dir diverse draufsichten von rahmouni , sanomed oder rsc zeigen, die korsette sehen genau so wie im vergleich und nie anders aus. will damit sagen, egal welche intension verfolgt wird die form ist immer die selbe, die ergebnisse nicht.
von rahmouni´s ergebnissen muß ich hier ja nichts mehr schreiben, über die sanomed und rsc die ich pers. sehe kann ich feststellen, das ca 1 drittel gute korrekturwerte hat - was bedeutet das sie ähnlich gut korrigieren können. über die jeweilige häugigkeit dieser guten resultate habe ich mich nicht geäußert. mehr nicht.
du hast nach cobbzahlen gefragt und die habe ich genannt. ich kann aber, um es nochmal unmissverständlich klar zu machen neue bilder aussuchen ( mit gleichen ausgangswerten und gleichen erfolgten korrekturen) , die würden sich aber tatsächlich nicht von den obigen unterscheiden.
die mühe hab ich mir daher gespart.

bis dann
k.nahr
Benutzeravatar
BZebra
Profi
Profi
Beiträge: 4915
Registriert: Mo, 20.05.2002 - 15:06

Beitrag von BZebra »

k.nahr hat geschrieben:ich kann aber, um es nochmal unmissverständlich klar zu machen neue bilder aussuchen ( mit gleichen ausgangswerten und gleichen erfolgten korrekturen) , die würden sich aber tatsächlich nicht von den obigen unterscheiden.
Ist nicht notwendig, das abgebildete Rahmouni-Korsett ist (mit doppelter Pelottendicke) auch repräsentativ für die meisten meiner eigenen Exemplare.

Das was abgebildet ist, sind also Korsette unterschiedlicher Hersteller mit unterschiedlicher Bauweise ABER mit durchschnittlich sehr unterschiedlichen Korrekturerfolgen (also nicht alle ähnlich gut funktionierend ;))!

---

Eine andere Frage: Gibt es aus Deiner Erfahrung heraus qualitative Unterschiede zwischen den von Ortholutions vor Ort hergestellten Korsetten und den Fernversorgungen? Sind unter den von Ortholutions auf der Webseite präsentierten Ergebnisse überhaupt Fernversorgungen dabei (falls du das weißt)?

---
Klaus hat geschrieben:Kann man da überhaupt Vergleiche anstellen, wenn die Ausgangslage immer unterschiedlich ist?
Man müsste schon einen geklonten Skoliose-Menschen haben (Sorry, aber ich muss es so ausdrücken), wenn man die Wirkung von verschiedenen Korsetten testen will.
In Medizin und Naturwissenschaft verwendet man keine "Klone" sondern einfach Durchschnittswerte:
Dateianhänge
Korrekturwerte der jugendlichen Rahmouni-Patienten unseres Forums mit idiopathischer Skoliose. Durchschnittlicher Ausgangswinkel:  59° (50° - 67°)
Korrekturwerte der jugendlichen Rahmouni-Patienten unseres Forums mit idiopathischer Skoliose. Durchschnittlicher Ausgangswinkel: 59° (50° - 67°)
rahmouni_korr_ab_50_grad.gif (23.48 KiB) 15084 mal betrachtet
Zuletzt geändert von BZebra am Di, 16.08.2005 - 07:48, insgesamt 6-mal geändert.
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15225
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

Hallo BZebra,

die Tabelle finde ich sehr interessant.

Nun gibt es bei gleicher Ausgangslage 60 Grad Simone/Fine unterschiedliche Korrekturwerte mit der Bemerkung bei Fine: "nicht tragbar".

Bedeutet das, das Korsett wird nicht akzeptiert oder was eher anzunehmen ist
die Korrektur reicht nicht aus?
Wenn ja, warum?

Gruss
Klaus
Benutzeravatar
Dalia
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 10332
Registriert: So, 10.08.2003 - 12:48
Geschlecht: weiblich
Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
Wohnort: NRW

Beitrag von Dalia »

k.nahr hat geschrieben:konnte nicht alles anhängen, hier gehts weiter.
Hallo, ich habe eine Löschaktion durchgeführt, da zwei Bilder doppelt waren. Kann es sein, dass jetzt das Bild beim RSC-Korsett fehlt? Wenn ja, Herr Nahr, laden Sie es bitte nochmal hoch und ich werde das Bild wieder an die ursprüngliche Stelle setzen. Entschuldigen Sie bitte! :flehan:
Benutzeravatar
BZebra
Profi
Profi
Beiträge: 4915
Registriert: Mo, 20.05.2002 - 15:06

Beitrag von BZebra »

Klaus hat geschrieben:Nun gibt es bei gleicher Ausgangslage 60 Grad Simone / Fine unterschiedliche Korrekturwerte mit der Bemerkung bei Fine: "nicht tragbar".

Bedeutet das, das Korsett wird nicht akzeptiert oder was eher anzunehmen ist die Korrektur reicht nicht aus?
Wenn ja, warum?
Keine Compliance Probleme, rein körperlich!

Die Korrektur von nur 40% war zwar schon sehr knapp um eine OP zu verhindern, aber selbste diese Korrektur war für Fine noch zu viel um das Korsett die notwendigen Zeiten tragen zu können bzw. es weit genug zu schließen. Es gab Problem mit der Haut (offene Hautstellen und Pilzinfektionen) und so weit ich mich erinnere das Muster der Krümmung (sehr kurzbogig, erfordert hohen Korrekturdruck). Also nichts was in der Verantwortung von Fine lag. Fine hat gewollt!

Ob es mit einem anderen Korsett noch auf konservativem Wege geklappt hätte, sei einfach dahingestellt. Dazu kann sich ja jeder selbst ein Bild machen. Es ist wohl anzunehmen, daß ein für Fine tragbares Korsett mit noch weniger Korrektur die Progredienz auch nicht gestoppt hätte und seinen Zweck genauso verfehlt hätte. In den zwei Jahren vor der Rahmouni-Korsettversorgung hatte Fine bereits ein zu wenig korrigierendes Korsett, in dem sie sich schon von paar-und-zwanzig Grad auf die 60 Grad verschlechtert hatte.

Die Kompliance war in allen Fällen gegeben (zumindest zu einem gewissen Zeitpunkt), so daß man sagen kann, ob das Korsett tragbar war oder nicht. Außer Fine konnten alle ihr Korsett ganztags wie vorgeschrieben tragen.

Tulear's Tochter hat sich später gegen die Korsett-Therapie und für eine Operation entschieden, wobei die Form und Größe des Korsetts wohl nicht der ausschlaggebende Faktor war. Sie selbst hat zumindest hier im Forum zum Thema Kleidung und wie man das Korsett damit kaschieren kann einen sehr positiven Beitrag verfasst und sie musste später, nach der OP, noch ein sehr kurzes lumbales Korsett tragen, welchem sie zu diesem Zeitpunkt dann auch ablehnend gegenüber stand.

Ich fand die letzte Spalte wichtig, weil es von vielen Seiten immer heißt "was nützt einem ein hochkorrigierendes Korsett, wenn es nicht tragbar ist". Fines Korsett war zwar eher am unteren Ende der Korrekturskala, aber mit dieser Korrektur nicht tragbar. Die übrigen waren alle tragbar.

Ich denke die Statistik ist so, wie sie ist, ungeschönt. Habe niemanden der in dieser Liste hier http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?t=957 im Bereich von 50 - 67° steht rausgelassen und ich wüßte jetzt auch niemanden der hier noch fehlen würde. Ziel der Zusammenstellung war eine Jugendlichen-Gruppe mit einem durchschnittlichen Ausgangswinkel von ca. 60 Grad nach COBB.

Fazit:

Der durchschnittliche 13-jährige Rahmouni-Patient unseres Forums mit idiopathischer Skoliose und ca. 60° Ausgangskrümmung hat eine Primärkorrektur von etwa 60% und kann das Korsett mit 86%iger Wahrscheinlichkeit auch tragen.


n = 7
Zuletzt geändert von BZebra am Di, 16.08.2005 - 08:19, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15225
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

Hallo BZebra,

interessantes Fazit bei einem Rahmouni-Korsett.

@Alle
Würde mich mal interessieren, ob es bei Korsetts anderer OT's auch solche Statistiken gibt, die man hier einstellen könnte. Klaus Nahr hat das ja schon ganz grob angefangen.

Immerhin zeigen die Durchschnittswerte auch, dass es durchaus grössere Abweichungen in den Korrekturen gibt und selbst bei gleicher Winkelausgangslage hat man u. U. noch unterschiedliche Skoliose-Formen, die nicht gleich ansprechen.

Mein Fazit:
Andere Korsette werden die gleichen Schwankungen haben, insbesondere wenn es sehr unterschiedliche Anwender gibt. Daraus schliesse ich, dass bei einem das Korsett X besser wirkt als Y, bei einem anderen Z besser als Y usw. usw.

Oder bin ich da auf dem Holzweg?

Gruss
Klaus
Benutzeravatar
BZebra
Profi
Profi
Beiträge: 4915
Registriert: Mo, 20.05.2002 - 15:06

Beitrag von BZebra »

Klaus hat geschrieben:@Alle
Würde mich mal interessieren, ob es bei Korsetts anderer OT's auch solche Statistiken gibt, die man hier einstellen könnte. Klaus Nahr hat das ja schon ganz grob angefangen.
Tja, glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast. ;)

Das Problem ist die Quelle der Daten. Wie ist es überprüfbar, ob die Patienten, die in eine Statistik eingeflossen sind, nicht einseitig vorsortiert und die ungünstigen Resultate rausgelassen wurden? Für so etwas benötigt man entweder unabhängige Informationsquellen (wie in diesem Falle die Patienten dieses Forums, die die Informationen selbst bereitgestellt haben, ohne daß der OT darauf einen Einfluß hatte) oder aber wissenschaftliche Studien bei denen (hoffentlich) weniger Manipulationsmöglichkeiten besteht (?). :rolleyes:
k.nahr hat geschrieben:mein korsett im vergleich wurde gerade erst ausgeliefert.
ähnliche verläufe lassen bei entspr. compliance usw. eine korrektur von 30-50% erwarten. [...]
das nahrkorsett soll ca 60° korrigieren.
Und an dieser Stelle ist noch ein Problem: Klaus Nahr's Primärkorrekturergebnisse sind abhängig von der Compliance auf die er nicht unbedingt einen Einfluß hat. Ein OT kann nur in gewissem Maße dafür verantwortlich gemacht werden, wenn seine Patienten sich zwar ein Korsett anfertigen lassen, es aber dann gar nicht oder kaum tragen.

Rahmouni's Primärkorrekturergebnisse sind dagegen Meßergebnisse die unter mehr oder wenigen standardisierten Bedingungen angefertigt werden, ohne daß hier die Persönlichkeit des Patienten eine Rolle spielt.
Bei Rahmouni ist Funktionsweise (Korrekturwirkung) von Tragbarkeit und Compliance klar zu trennen, und in der Statistik oben war sogar die Tragbarkeit von der Compliance noch trennbar, was natürlich ideal ist für eine unverfälschte Statistik, weil man nicht gezwungen ist, die Patienten vorher nach der Compliance vorzusortieren, weil diese dann keine repräsentativen Korrekturergebnisse liefern.

Das Konzept der Korsett-Versorgung ist bei Rahmouni und Nahr auch sehr unterschiedlich. Grob gesagt: Das eine basiert auf Eigenverantwortung, Selbständigkeit und persönlicher Entscheidungsfreiheit, das andere geht mehr in Richtung Bevormundung des Patienten durch den OT.

Rahmouni fertigt seinen Patienten Korsette an, die von Anfang an das maximal mögliche an Korrektur rausholen und Dir die Chance auf alles eröffnen, was für Dich mit den Voraussetzungen, die Du mitbringst, noch möglich ist. Es liegt dann bei Dir, Dich an dieses Korsett zu gewöhnen: Wie Du das machst, in welchem Tempo ... der Patient ist es selbst, der das entschiedet, weil man das Korsett z.B. weiter offen lassen kann oder weiter zuziehen kann; entsprechend variiert dann auch der Korrekturdruck und die Zeit die es braucht, bis man sich komplett an das Korsett gewöhnt hat.

Wenn der Patient dabei scheitert, dann wird der Korrekturdruck reduziert (sei es vorrübergehend oder ganz), ABER - und das ist das, was ich als Patient an Rahmouni sehr schätze und was seine Verläßlichkeit ausmacht - nicht soweit, daß Du damit keine Chance mehr hast, Dein notwendiges Minimalziel (Progredienzvermeidung) zu erreichen.
Du als Patient weißt dann: "Was ich hier in Form des Korsetts vorgegeben bekomme, ist das, was ich schaffen muss, um mein Ziel zu erreichen. Wenn ich es nicht schaffe, dann geht's schief."

Klaus Nahr's Korsette erreichen ihre maximale Korrektur dagegen erst nach Wochen und Monaten und (so wie ich es vertanden habe) unter ständigen Veränderungen am Korsett durch ihn als OT.
Als Patient hast Du dadurch dann zum einen weniger die Möglichkeit darauf selbst Einfluß zu nehmen und die ganze Sache zu beschleunigen, in dem Du z.B. durch zuziehen des Korsetts einfach den Korrekturdruck erhöhst, zum anderen sind Deine Erfolge und Deine Chancen auch abhängig von Deiner Kommunikation mit dem OT, sprich glaubt der OT, daß Du mehr der empfindlichere Typ bist, geht er es unter Umständen nicht so drastisch an und Du bekommst ein weniger gut korrigierendes Korsett, aus der Hoffnung des OT's heraus, daß Du es dann eher tragen wirst. Damit hast Du selbst nicht mehr den Überblick und die Entscheidung darüber, was Du mit welchem persönlichen Einsatz erreichen kannst und willst. Und dieses Prinzip basiert immer auf der persönlichen Einschätzung des OT's über den Patienten, von der es ausgeschlossen ist, daß sie jemals so gut sein kann wie die des Patienten über sich selbst.

Diese Bevormundung durch den OT ist eigentlich bei all den mittelmäßigen und schlechten OT's der Fall und genau daraus (abgesehen von mangelnden technischen Erfahrungen) resultieren dann Korsett-Versorgungen, die die Skoliose nicht am Fortschreiten hindern und letztendlich in der Operation enden, weil der OT glaubt seinem Patienten nicht mehr an Korrektur zumuten zu können, weil der Patient das Korsett dann nicht mehr tragen würde.
Der typische Patient eines solchen OT's ist dann meist auch vollkommen unselbständig, uninformiert und macht einfach nur scheuklappenmäßig was ihm gesagt wird. Hätte der Patient dagegen gewußt, daß ihn diese relativ bequeme Schmalspurtherapie auf direkten Wege auf den OP-Tisch bringt, hätte er liebend gerne mehr persönlichen Einsatz bei seiner Korsett-Therapie gezeigt und anstelle ein unbequemeres, besser korrigierendes Korsett in Kauf genommen.

Das sind eben die zwei Konzepte die es gibt. Und meiner Auffassung nach, ist das Konzept von Rahmouni, das Konzept, was den Patienten weiter bringt als das andere, weil der Mensch an seinen Herausforderungen wächst. Je mehr von ihm gefordert wird, umso mehr leistet er auch. Und das ist meines Erachtens auch der Grund warum Rahmouni-Patienten eine überdurchschnittliche Comnpliance zeigen.

In Sobernheim trifft man als Rahmouni-Korsett-Träger sowohl auf andere Rahmouni-Patienten als auch auf die Patienten anderer OT's.
Während die meisten Rahmouni-Patienten gerne, so oft und so weit geschlossen wie möglich ihre Korsette tragen, und sobald die Pelotten platt sind und diese dann nicht mehr die gewohnte Wirkung zeigen, sich einen Termin geben lassen um neue zu bekommen (symptomatisch für Rahmouni-Patienten), tragen die Nicht-Rahmouni-Korsett-Träger (wenn sie es denn überhaupt tun) ihre Korsette, die teils auch noch kaum oder gar nicht korrigieren, in der Regel nur weil irgendjemand es ihnen gesagt hat, machen sich keinerlei Gedanken wie das denn überhauot mit dem Korsett was sie da haben funktionieren soll und sind kein bißchen informiert.

Es präsentieren sich einem da Mentalitätsunterschiede wie Tag und Nacht, und aus unserer Sicht der Rahmouni-Korsett-Träger, ist das immer ein sehr bemitleidenswertes Bild. Man bedauert diese Patienten für ihr geradezu besiegeltes Schicksal und man bekommt wirklich den Eindruck als Rahmouni-User elitär zu sein. ;)

Das ist der Unterschied. Es ist nicht allein Rahmouni's technisches Geschick im Korsettbau, es ist zu einem sehr großen Teil auch die Philosophie die dahinter steckt. Das einem hier die Realität präsentiert wird und nicht das eigenständige Denken und die Selbstverantwortung genommen wird, sondern genau diese Dinge von einem als Patienten gefordert werden!

---
Klaus hat geschrieben:Mein Fazit:
Andere Korsette werden die gleichen Schwankungen haben, insbesondere wenn es sehr unterschiedliche Anwender gibt. Daraus schliesse ich, dass bei einem das Korsett X besser wirkt als Y, bei einem anderen Z besser als Y usw. usw.
Die Schwankungen hängen zum einen von den körperlichen Voraussetzungen und der Korrigierbarkeit der Skoliose ab (Krümmungsmuster, Flexibilität der Wirbelsäule, Fettpölsterchen ...), zum anderen natürlich sicherlich auch mit den jeweiligen Fähigkeiten des OT's ein bestimmtes Krümmungsmuster korrigieren zu können, wobei es Krümmungsmuster gibt, die allgemein relativ einfach zu korrigieren sind und andere die allgemein sehr schwer zu korrigieren sind.

Ein OT ist umso besser, je mehr verschiedene Krümmungsmuster er korrigieren kann, je stärker er diese korrigieren kann und umso größer die Krümmungen sind, die er noch in Griff bekommt. Das schlägt sich dann in der Wahrscheinlichkeit nieder, bei einem bestimmten OT als Skoliotiker unbestimmter Art ein gut korrigierendes Korsett zu erhalten.

Und um auf die Statistik zurück zu kommen:
Bei 60 Grad Ausgangskrümmung trennt sich unter den OT's die Spreu vom Weizen! Für bestimmt 90% aller OT's sind alleine schon die 60 Grad absolut utopisch und überhaupt nicht in Verbundung zu bringen mit Korsett-Therapie!
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15225
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

Hallo zusammen,

prima, das BZebra diese ausführliche Einschätzung eingestellt hat!
Das erleichtert hoffentlich die sachliche und konstruktive Diskussion.

Es soll kein Wettstreit darüber werden, wer der bessere OT ist !!

Der Titel "Einblicke" passt sicherlich noch gut, auch wenn dieser Thread schon sehr lang geworden ist und zur Diskussion mit allen nicht direkt anregt.
Vielleicht "Einblicke-Diskussion zu unterschiedlichen OT's" oder so ähnlich?

Zur besseren Übersicht stelle ich mal folgende Zitate von BZebra zusammen:

1. Ein OT kann nur in gewissem Maße dafür verantwortlich gemacht werden, wenn seine Patienten sich zwar ein Korsett anfertigen lassen, es aber dann gar nicht oder kaum tragen.

2. Ein OT ist umso besser, je mehr verschiedene Krümmungsmuster er korrigieren kann, je stärker er diese korrigieren kann und umso größer die Krümmungen sind, die er noch in Griff bekommt. Das schlägt sich dann in der Wahrscheinlichkeit nieder, bei einem bestimmten OT als Skoliotiker unbestimmter Art ein gut korrigierendes Korsett zu erhalten.

3. Das Konzept der Korsett-Versorgung ist bei Rahmouni und Nahr auch sehr unterschiedlich. Grob gesagt: Das eine basiert auf Eigenverantwortung, Selbständigkeit und persönlicher Entscheidungsfreiheit, das andere geht mehr in Richtung Bevormundung des Patienten durch den OT.

Mit Bevormundung ist wohl das Korsett gemeint und nicht die Art des Umganges des Korsettbauers insbesondere den Kids gegenüber. :)

4. Rahmouni fertigt seinen Patienten Korsette an, die von Anfang an das maximal mögliche an Korrektur rausholen und Dir die Chance auf alles eröffnen, was für Dich mit den Voraussetzungen, die Du mitbringst, noch möglich ist. Es liegt dann bei Dir, Dich an dieses Korsett zu gewöhnen: Wie Du das machst, in welchem Tempo ... der Patient ist es selbst, der das entschiedet, weil man das Korsett z.B. weiter offen lassen kann oder weiter zuziehen kann; entsprechend variiert dann auch der Korrekturdruck und die Zeit die es braucht, bis man sich komplett an das Korsett gewöhnt hat.

5. Klaus Nahr's Korsette erreichen ihre maximale Korrektur dagegen erst nach Wochen und Monaten und (so wie ich es verstanden habe) unter ständigen Veränderungen am Korsett durch ihn als OT.


Dazu müsste sich Klaus Nahr mal äußern, oder die User! Das ist nach meiner Meinung mit entscheidend für eine vergleichende Betrachtung.

Zwei Punkte, über die man nun streiten kann

Deine Erfolge und Deine Chancen sind auch abhängig von Deiner Kommunikation mit dem OT, sprich glaubt der OT, daß Du mehr der empfindlichere Typ bist, geht er es unter Umständen nicht so drastisch an und Du bekommst ein weniger gut korrigierendes Korsett, aus der Hoffnung des OT's heraus, daß Du es dann eher tragen wirst.

Vorrausetzung bei Rahmouni ist nach Punkt 3 die Eigenverantwortung. Die ist ja sicherlich bei Kids weniger ausgeprägt, als bei Erwachsenen. Beide Gruppen werden aber in die Versuchung kommen, das Korsett weiter aufzuziehen.

Wenn der Patient dabei scheitert, dann wird der Korrekturdruck reduziert (sei es vorrübergehend oder ganz), ABER - und das ist das, was ich als Patient an Rahmouni sehr schätze und was seine Verläßlichkeit ausmacht - nicht soweit, daß Du damit keine Chance mehr hast, Dein notwendiges Minimalziel (Progredienzvermeidung) zu erreichen.

Da wäre jetzt zu klären, ob dieses Minimalziel nicht mindestens(!) auch von Nahr erreicht wird. Und wenn es tatsächlich keine eigene Korrekturmöglichkeit am Nahr Korsett gibt, dann wäre allein dies als Vorteil von Rahmouni zu sehen, was man aber auch anwenden muss!

Und da könnte in der Tat die Diskussion beginnen, nicht wer der bessere OT ist, sondern, wo man sich selbst in seinem Verhalten (incl. Eltern) einordnet!

Dazu gehören dann auch Erfahrungen, wie die von BZebra bei der REHA, wo unterschiedliche Korsett-User aufeinander treffen. Und natürlich ganz praktische Gründe, z.Bsp. wie weit habe ich es bis zum Korsettbauer?


Verständnisfrage an BZebra:

Diese Bevormundung durch den OT ist eigentlich bei all den mittelmäßigen und schlechten OT's der Fall und genau daraus (abgesehen von mangelnden technischen Erfahrungen) resultieren dann Korsett-Versorgungen, die die Skoliose nicht am Fortschreiten hindern und letztendlich in der Operation enden, weil der OT glaubt seinem Patienten nicht mehr an Korrektur zumuten zu können, weil der Patient das Korsett dann nicht mehr tragen würde.

Mit dieser Qualifizierung ist sicherlich nicht z.Bsp. Püttmann oder Nahr gemeint? Oder drückst Du damit an dieser Stelle Deine ganz persönliche Meinung zu dieser Philosophie des Korsettbaues aus?

Gruss
Klaus
Benutzeravatar
Toni
Profi
Profi
Beiträge: 4388
Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
Geschlecht: männlich
Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup
Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen!
Wohnort: Allgäu

Beitrag von Toni »

Ich glaube daß der Begriff "Bevormundung" in Zusammenhang mit den Korsetten anderer OT´s als Rahmouni etwas unglücklich gewählt ist, um das mal sehr vorsichtig auszurücken.

Eher "Informationsrückhaltung" oder so ähnlich würde ich es nennen.

Was BZebras Beitrag auszeichnet ist die Tatsache, daß es ihr mit ihrer eigenen sehr großen Erfahrung perfekt gelungen ist, die Philosophie von Rahmouni sehr gut rüberzubringen!

Ein Korsett besteht nicht nur aus der "hardware" die dahinterstehende SOFTWARE ist meiner Meinung nach noch viel Erfolgsentscheidender!

Mit "software" ist da ausnahmsweise NICHT die Computer-Software gemeint, nach der Klaus Nahr seine nichtgegipsten computer-generierten Korsette anfertigen (bezw.die Rohlinge dreidimensional fräßen ) lässt.

Sondern das, was BZebra zutreffend als "Philosophie" tituliert hat.

Wer (und das habe ich inzwischen fast dutzendfach erlebt) nach Jahren der Verschlechterung und unzureicheden Fehlversorgung zum ersten mal nach Stuttgart in die Nordbahnhofstraße kommt, erlebt den Unterschied in fast erschreckender Weise.

Es wird eine Freudlichkeit, Offenheit ja echte Herzlichkeit und Helligkeit ausgestrahlt.
Die Vorgespräche sind intensiv und ruhig.
Man ist emotional hin und hergerissen zwischen Lachen und Tränen.
Allein schon durch die Informationsbroschüre werden die Rahmouni-Kunden perfekt vorinformiert und motiviert.

Welcher OT hat so etwas ausser dem Rahmouni-Schüler Makram Tebbi?

Dann das Gipsen.
Das ist bei Rahmouni mehr ein "Event"-Erlebnis als eine unangenehme "Behandlung" mit einem kurzfristig angelegten Gipskorsett.
Es geschieht nicht in einer schmuddeligen Werkstatt sodern in einem perfekt eingerichteten Gipsraum mit Sitzgelegenheiten für die begleitenden Angehörigen und "Hotelzimmer-Dusche" mit Badetüchern, Duftbodylotion und Duschhaube.
Man ist keine Sekunde wirklich nackt.

Der "Deliquent" erhält vorher sogar eine Art Einweisung in die Schroth-Übung "Zwischen 2 Stäben" und wie er sich bei optimal auskorrigieren und halten soll.
Für viele die allerste Begegnung mit SCHROTH, oft ohne daß sie das wissen.
Für erfahrene Schrothianer etwas völlig logisches.
Wie anders könnte man einen optimalen Gipsabdruck bekommen als in der vorkorrigierten Haltung "Zwischen 2 Stäben"???
Rahmouni drückt und fühlt vor und beim Gipsen die Korrigierbarkeit und "schätzt " dabei die notwendigen Druckkräfte. Im Kopf formt er bereits beim Gipsen die Pelottenform.
Bei mir hat er beim Gipsen sofort die 15 mm Beinlängendifferenz an meiner Beckenstellung entdeckt, (die sogar Dr. Hoffmann übersehen hatte) und mit einem Brettchen und später mit einer Unterfütterung der Einlage in meinen Schuhen ausgeglichen.

Die Erklärungen und Erleuterungen, der Zuspruch, die während des Gipsen erhaltene Zuwendung schafft eine Vertrauensbasis und schafft Hoffnung und Zuversicht.

Alle die das so erlebt haben, werden das bestätigen.

Das Zitat von Meister Amor das ich nun unten habe, hat er mir damals souverän während des Gipsens gesagt. In einer Weise die bei mir innerlich auch die allerletzten Zweifel an der Korsett-Therapie völlig ausgeräumt hat.
So erging es vielen, ALLEN die ich kenne.

Die festen "Rituale" bei Rahmouni schaffen eine enge "Kundenbindung".

Ich finde schon, daß man auch bei Rahmouni "bevormundet" wird!
Es findet eine konsequente Patientenführung statt.

Man bekommt bei jedem Termin sofort den nächsten Termin eingeräumt:
Nächste Aufpelottierung,
Mit oder Ohne Röntgenkontrolle im Korsett ( "Höllenfahrt"), die bei Rahmouni bei im Wachstum befindlichen , progredienten Skoliosen und Kyphosen sehr schnell (innerhalb von 2-3 Wochen) stattfindet, Erwachsene bekommen da gnädigerweise etwas mehr Zeit, bei denen "brennt auch nix an!"

Wenn man dann zu solchen Terminen kommt ist es wieder die Freundlichkeit des ganzen Teams und die bestechende Professionalität die fasziniert.

Man trifft dort vom Säuglingen in winzigen Korsettchen gegen kongenitale Skoliose bis zur Oma mit Osteoporose WK-Einbruch Korsett-Träger allen Alters und manchmal geht es zu wie im Voyer der UNO so international ist das "Publikum".

Es überwiegt aber eindeutig das Lachen und Schnattern "bildhübscher pubertierender Teene-Girls" die meist eine rundum fröhliche Stimmung verbreiten, obwohl auch nicht selten Tränen des Schmerzes und der Frustration fließen und manche streng aber liebevoll "ins Gebet" genommen werden, wenn die Tragezeiten unzureichend waren oder sonst in der Compliance Probleme auftraten.

Dazu muss JEDER Korsett-User ( selbst ich!) bei jedem Termin zuerst mal einen Protokoll-Fragebogen ausfüllen und pers. unterschreiben in dem er seine Tragezeiten möglichst ehrlich angeben und Probleme schildern soll.

Diese Protokolle werden ausgewertet und kommen zur Patientenakte, damit der Behandlungsverlauf später nachvollzogen werden kann.
Erscheinen Patienten NICHT zu vereinbarten Kontroll und Aufpelotierungsterminen, werden sie per Einschreiben informiert und neue Termine angeboten.

Erscheinen sie wieder nicht, informiert Rahmouni den überweisenden Arzt und die Eltern darüber. Er kann keine Verantwortung für die Behandlung mehr ünbernehmen, wenn die Patienten wegbleiben.
Ein Fall wie Linchen, die jahrelang keinen termin bei IHREM OT wahrnimmt, ihn aber dann für eine angeblich gescheiterte Korsett-Therapie ..weil unzureichendes Korsett.... verantwortlich macht, wäre bei Rahmouni sicher NICHT vorgekommen!

Es besteht übrigens keine Chance bei den Patientenfragebögen über die Tragezeiten zu schummeln. Rahmouni erkennt an sehr vielen kleinen Details an der Korsetten die sich beim Tragen mehr oder weniger schnell verändern, fast auf die Stunde genau, wie lange ein Korsett täglich am Körper war oder wie lange es in der Ecke gestanden hat.

Wer in der Patientenfragebögen lügt, belügt sich in erster Linie selbst und betrügt seine EIGENE Wirbelsäule um ihre Chance. Der oder die Betreffende wird dann von Rahmouni oder von Dr. Hoffmann UND Rahmouni zusammen so intensiv ins Gebet genommen bis Tränen der Hoffnung und Zuversicht geflossen sind und das Versprechen eines Neustarts abgerungen ist, was manchmal Stunden dauern kann!
Eltern werden dabei je nach dem einbezogen oder rausgebeten.

Die berühmt-berüchtigte "Höllenfahrt" ist Teil der Motivations-Philosophie!

Sie hat neben der Qualitätssicherung des Korsettes (perfekter Sitz der Pelotten, die durch eine Umrandung der Pelottenform mit von außen aufgeklebtem Edelstahldraht dokumentier wird.....viele OT machen sich da nicht mal die Mühe eine erbärmliche Büroklammer reinzukleben!) die Aufgabe dem Patienten zu zeigen:

1. was überhaupt im Korsett ausgehalten und durchgestanden werden kann...
2. wieviel Korrektur unter optimalen Umständen mit DIESEM Korsett erreichbar ist...
3. wenn die RöBis vorher ohne und dann IM Korsett im "Guggi" direkt nebeneinander hängen, macht es bei Vielen im Kopf "KLICK" und sie kapieren WARUM sie nun das extrem drückende "Mistding" tragen sollen und müssen.
4. Wer die Höllenfahrt überstanden hat, hat auch den schlimmsten Moment der ganzen Korsett-Therapie überstanden. Motto: "Schlimmer kommts nimmer" Da schweißt die Rahmouni-user dann zu der "elitären" Schiksalsgemeinschaft zusammen.

Deshalb auch immer die verständliche Wut und Enttäuschung der Nichtrahmouni-User und deren Mütter, wenn ein "Novize/Novizin" nach ihrer "Einkleidung" von den anderen Rahmouni-usern "willkommen" bejubelt wurde, sozusagen in einer Art "Ordensgemeinschaft" aufgenommen ist, die so von anderen OT-usern LEIDER leider nicht gebildet wird.

Selbstverständlich wird diese "Ordensgemeinschaft" von Rahmouni auch dadurch gefördert, in dem jeder eine Einladung zur nächsten Veranstaltung von SKOLIOSE AKLTIV e.V. erhält, ein engagierter Verein der weit mehr ist und leistet als nur ein "elitärer Rahmouni-Fan Club" und in dem Operierte oder Nicht-Rahmouni-User ebenso herzlich willkommen sind wie in diesem Forum!

Das Korsett selber von RAHMOUNI ist sehr aufwändig, es gibt kaum eine stelle mit ungepolstertem Rand, sämtliche metallteile sind mit feinem Leder garniert, das nicht nur eine schwarzfärbung und durchscheuern der darüber getragenen Wäsche verhindern soll.

Rahmouni-Korsette haben grundsätzlich einen oder 2 Ratschen-Verschlüsse, die das Anlegen erleichtern und zusätzlich gegen verwindung am Körper stabilisieren sollen, die Pelotten sind aus mehr oder weniger weichem speziellem Schaumstoff, neuerdings sogar hautfreundliche speziell strukturierte Silicongel-Pelotten.

Insgesamt macht ein Rahmouni-Korsett schon rein optisch den Eindruck, als würden da 3 bis 4 mal mehr Arbeitsstunden drinnstecken als ALLE "Fremdkorsette" die ich jemals im Bild oder life gesehen habe (einschl. Nahr, Püttmann, Becker, Fleißner, Ortholutions, Sanomed, Werkstatt Hessing, Kopetsch, usw......)
Man sieht ihnen an, daß sie "liebevoll gebaut" und nicht "schnell hingeschmolzen" sind.
Es ist dann ein "Hardware-Werkzeug", das die Patientin/der Patient mitbekommt zu seiner FREIEN und nicht bevormundeten Verfügung!
Rahmouni lehnt klinische Korsett-Einschulungen mit Soll- und Pflichttragezeiten und unsinnigen Zielen "wie 23 Stunden nach einer Woche" konsequent ab!
Hat das lange genug als früherer Angestellter des Olga-Hospitals erlebt. Hat er ein gutes Korsett gemacht das sehr gut korrigierte und die Patienten haben in der Anschulungswoche die 23 h nicht geschafft, war das Korsett schlecht! Hatt er soviel Druck rausgenommen, daß die 23 h erreicht wurden, war die korrektur so ungenügend, daß die Progredienz nicht gestoppt werden konnte.
Daher kann NUR ein Rahmouni-User selbst in seiner EIGENEN FREIEN ENTSCHEIDUNG die Tragzeit nach seinem eigenen Willen und seiner eigenen Compliance entscheiden wie schnell er die Tragezeit steigert und wie fest er es zuzieht!
Andere OT-User sind sicher KEINE "Weicheier"! Rahmouni User sind im Durchschnitt nicht härter oder sensibler als andere!
Aber es ist einfach Tatsache, daß ein Rahmouni-Korsett von seinem User MEHR Willenskraft, Selbstüberwindung und Schmerzbewältigung abverlangt als die meisten anderen Korsette!
Ich kenne sehr viele die die zuerst andere Korsette hatten und denen erstmal buchstäblich die Luft weggeblieben ist, als zum ersten mal das Rahmouni festgeschnallt wurde!

Einfach weil er sofort und mit an Brutalität grenzender Konsequent die SOFORTIGE höchstmögliche Primärkorrektur als zentralen Bestanteil der Rahmouni-Korsett-Therapie versteht und anstrebt. Er ist bereit Abstriche zu machen und die Pelotten abzuschleifen, wenn er merkt, es geht nicht es ist nicht auszuhalten! Aber nur wenn er spürt daß tatsächlich "gekämpft" wurde. Dazu braucht es aber gute Kommunikation mit ihm anstatt weglaufen und aufgeben.

Ichhabe schon ein paarmal mit ihm über diese "Brutalität" der extrem hohen Primärkorrektur diskutiert. Aber er hat genug gute Argumente auf "seiner" Seite: Alle diejenigen, bei denen die Progredienz leider schneller war als ein human schonender Korrekturaufbau.

Alles in Allem will ich damit zum Ausdruck bringen, daß Korsettversorgung NICHT (nur) auf erreichte Primärkorrektur-Gradzahlen reduziert werden darf, sondern daß die Stimmung, die Informationen, die Motivation, das Gefühl als Mensch und nicht nur als " 43°Cobb lumbothorakal Typ KING 2-Wirbelsäule" angenommen und behandelt zu sein noch mehr entscheidend ist als die Hardware.

Wenn man wie ich dann mehrfach die Chance hatte Rahmouni´s Aservatenkammer (oder soll ich sagen "Gruselkabinett"?) sehen zu dürfen und zu einzelnen Korsetten die oft traurig frustrierenden Geschichten von katastrophalen Fehlversorgungen und gravierenden Verschlechterungen zu hören und die dazugehörigen Röntgenbilder zu sehen, dann wird man fast zwangsläufig wütend und skeptisch gegenüber den meisten anderen OTs.

Zumal es in dem "Gruselkabinett" nur so wimmelt von Plastikmüll OHNE oder mit nur einem Rekli-Hörnchen, oder nur angedeuteten Reklihörnchen, dafür auf den Busen quetschend, mit halb abgeschnitten Becken, mit "Kyphosehohlräumen" und eingeschnitten Löchern am Becken, in die Fettverteilungsstörungen hineingewachsen sind....usw.....

Oft (leider) Korsette von renomierten und nahmhaften Kollegen und berühmten Unikliniken! Auch Korsette die von weltberühmten Skoliose-Buchautoren hochgelobt und für sehr gut befunden wurden oder als "allerneuester Typ Cheneau 2003 oder "Sytem RIGO-CHENEAU" usw.... bezeichnet wurden. Darunter tatsächlich nicht wenige, die sogar die Skoliose VERSTÄRKT statt begradigt haben!

Ist es dann verwunderlich wenn man dann als jemand der wirkliches Heil und vollständige Befreiung von jahrzehntelangen Schmerzen durch diesen hocherfahrenen und für mich genialen Korsettmacher erfahren hat, " IN DUBIO PRO AMOR"- ....im Zweifel zu RAHMOUNI- schickt?

Das sollte NIEMALS als Herabwürdigung gegenüber Püttmann und Nahr verstanden sein!

Für diese eher als Anregung dem vermutlich erfolgreichsten Orthop. Korsettmacher Europas (oder der Welt? Auf welchem Kontinent werden noch bessere Korsette gebaut? In Amerika sicher nicht! Höchstens in Afrika, wenn Rahmouni im Urlaub mal eines für ein tunesisches Kind macht!) nachzueifern, oder wenigstens nachzudenken, was die einmalige Erfolgsstory von RAHMOUNI ausgemacht hat.

Was mich enttäuscht und WÜTEND gemacht hat, war, daß ich zuerst von Linchen offensichtlich missbraucht wurde PÜTTMANN zu schädigen,
dann von J-Maria beschuldigt wurde an Anches Röbi manipuliert zu haben,
dann von Anche selbst fast vor den Staatsanwalt gezerrt wurde....

Wer sollte da nicht die Freude am Mitmachen verlieren?

Daß ich nach ALLEM was ich bisher persönlich erlebt und an Anderen gesehen habe, beim besten Willen NICHT "Rahmouni-Neutral" sein kann und will, wohl aber die Leistungen anderer Korsettmacher hoch anerkenne und diese zu fördern und zu empfehlen versuche, können Klaus Nahr, Jens Becker (Lübeck) und sogar Herr Fleißner in Wien bestätigen.

Nichts wünsche ich mir sehnlicher, als daß wir "kaputte Wirbelsäulen-Menschen" mehr solche "Orte und Menschen der Hilfe und des Heils" finden und UNEINGESCHRÄNKT empfehlen können!

Ich hoffe auf Verständnis für meinen Beitrag, auch wenn´s wieder mal eine "Amor-Hymne" geworden ist.
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Benutzeravatar
Anchetcheprure
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 279
Registriert: So, 22.09.2002 - 00:00
Wohnort: Nähe Fehmarn

Beitrag von Anchetcheprure »

Leider habe ich gerade nur wenig Zeit:
dann von Anche selbst fast vor den Staatsanwalt gezerrt wurde.
Toni, ich verstehe es nicht. Kannst du dir es nicht vorstellen, dass es einen Patienten nahezu ängstigt, wenn seine Daten einfach weitergegeben werden? Und das nur, weil man sich mit dem OT gut versteht? Wenn mein Chef sich mit meinem Arzt gut versteht, muss ich dann die Befürchtung haben, dass man beim Kaffeplausch ein wenig über meine Krankenakte diskutiert? Darum geht es mir. Ich habe nun ein wenig Einblick in Personalauswahlverfahren, Datenschutz und Rechtschutz gewinnen können und musste festellen, wie wichtig die Rechte, die uns Privatbürgern zustehen, sind. Denn zu gerne würde die Leute beim AC's wissen, an was für Krankheiten der Bewerber leidet.

Was die Behandlung Rahmouni, Nahr betrifft, so finde ich Nahrs Behandlung sehr persönlich und fühle mich alles andere als vernachlässigt/nicht ernst genommen etc. Doch dies ist eine subjektive Einschätzung, die bei jedem anders ist.
Benutzeravatar
BZebra
Profi
Profi
Beiträge: 4915
Registriert: Mo, 20.05.2002 - 15:06

Beitrag von BZebra »

Klaus hat geschrieben:Mit Bevormundung ist wohl das Korsett gemeint und nicht die Art des Umganges des Korsettbauers insbesondere den Kids gegenüber. :)
Ja. Das Konzept der Korsetteingewöhnung sozusagend und was folgt. Bildlich gesprochen "die Dosierung"; bei Rahmouni verabreichst Du sie Dir selbst, bei anderen bekommst Du sie sie verabreicht.

Eigenbestimmung vs. Fremdbestimmung.

Wobei ich nicht daran zweifle ein hammer hartes Korsett von Nahr bekommen zu können, wenn ich es ausdrücklich wünsche (so wohl auch das Korsett von Anche). Nur dazu ist ein Korsett-Neuling nicht in der Lage. Der weiß ja nicht was auf ihn zukommt und wird sich so nie äußern.
Vorrausetzung bei Rahmouni ist nach Punkt 3 die Eigenverantwortung. Die ist ja sicherlich bei Kids weniger ausgeprägt, als bei Erwachsenen. Beide Gruppen werden aber in die Versuchung kommen, das Korsett weiter aufzuziehen.
Man macht eher das Gegenteil. Man versucht es so weit wie möglich zuzuziehen. Ist das Korsett weiter offen, wird es auch störend bei den Bewegungen.
Und was zumindest die User unseres Forums betrifft: Die Jugendlichen sind die besseren (disziplinierteren) Korsett-Träger!
Verständnisfrage an BZebra:

Diese Bevormundung durch den OT ist eigentlich bei all den mittelmäßigen und schlechten OT's [...]

Mit dieser Qualifizierung ist sicherlich nicht z.Bsp. Püttmann oder Nahr gemeint? Oder drückst Du damit an dieser Stelle Deine ganz persönliche Meinung zu dieser Philosophie des Korsettbaues aus?
Mit mittelmäßig und schlecht ist die Mehrzahl der Korsettbauer gemeint; die, die schlecht versorgen.
Ansonsten allgemein diese Grundeinstellung, die mitunter zu solchen Versorgungen führt: Siehe z.B. hier (fast 3 Jahre alter Threat ;)) http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?p=2615#2615
Kemper ist übrigends ein von Dr. Chêneau empfohlener Korsettbauer!
Toni hat geschrieben:Ich glaube daß der Begriff "Bevormundung" in Zusammenhang mit den Korsetten anderer OT´s als Rahmouni etwas unglücklich gewählt ist, um das mal sehr vorsichtig auszurücken.


"In Richtung Bevormundung" war, was ich geschrieben hatte. Nimm z.B. den verlinkten Fall von Kemper. Da wurde die vom Patienten gewünschte weitere Aufpolsterung abgelehnt mit der Begründung, das Korsett sei dann nicht mehr tragbar! Wenn das keine Bevormundung ist?!

Gruß,
BZebra
Zuletzt geändert von BZebra am Di, 16.08.2005 - 22:58, insgesamt 3-mal geändert.
Benutzeravatar
bluecat
Profi
Profi
Beiträge: 1263
Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3
Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung
Wohnort: Hessen

Beitrag von bluecat »

Es wäre schön wenn wir das Thema mit rechtlichen Gegebenheiten und auch Gesetzen hier nicht auch noch ausweiten, da gibt es ja schon einen anderen ausführliche Thread ;)

@ Toni: Welcome back :)

@Klaus: ich finde es jedesmal super, wie sachlich du schreiben kannst

@BZebra: Das stimmt, bei Rahmouni hat man es tatsächlich selbst in der Hand. (finde ich zumindest so)


Tonis Beitrag war wieder sehr Rahmouni bezogen. Dazu muß ich aber gestehen, dass er seine Qualitäten hier so gut beschrieben hat, das könnte ich so gar nicht.

Ich habe jetzt 3 OT´s durch.

1. Orthopädietechnik Baer in Wiesbaden:
Ewig dauerndes Gipsen ohne korriegendes modellieren, splitterfasernackt vor einenm noch nie zuvor gekannten Mann, eingeölt mit Penaten Babyöl, damit nix anklebt, ca. 14 Jahre alt (ich weiss nicht was mir in meinem Leben noch mehr widerstrebt hat)
Es entstand ein CBW Korsett, Korrektur nicht nennenswert (ich solle es doch mehr tragen...der Tag hat aber nur 24 Stunden), dafür Schmerzen+offene (nässend + blutig) Druckstellen. Korsett war hinten zu verschliessen, ein Kampf, Abhängigkeit von der Mutter. Änderungen wurden ausser Aufpolsterung nicht vorgenommen ("geht nicht" Das muss so sein, es gibt keine Korsetts zum vorne schliessen etc...)
Keine besonders psychologisch wertvolle Betreuung.

2.Sanomed in Sobernheim (war aber bereits 96):
Lustige +freundliche Angestellte, schnelleres Gipsen im Trikotschlauch, beim Abnehmen des Gispes stand man "nur" oben ohne da, kann man mit leben. Korsett super bequem, keine grossen Schmerzen + Korsett zum vorne verschliessen *happy*, aber auch keine besonders gute Korrektur. Nette aber aufs nötigste begrenzte Betreuung. Wenn man zuvor nicht bei Rahmouni war ist Sanomed richtig gut. Dann zu alt, Korsett sei unnötig, weggelassen. Keine Verbesserung.

2002/2003 Aufarbeitung des Sanomed Korsetts, nette Betreuung, aber ein wenig Einstellung, Korsett bei Erwachsenen unnötig.

3. Rahmouni:
Gipsen ging so schnell, das ich es nicht glauben wollte, Modellierung beim Gipsen und extreme Aufrichtung. Korrektur beim Gipsen bereits spürbar. Man zeigt kaum nackte Haut, sehr sehr angenehm. Man bekommt kaum Gipsspritzer ab.
Unheimlich geduldiges Ertragen von Fragen, keine Hektik, Familienmitglieder werden in gleichem Maße wie der Patient beachtet. Arbeiten mit einer zuvor noch nicht gesehenen Präzision, trotzdem schnell.
Zum ersten Mal bekam ich Erklärungen warum etwas nicht geht oder gerade so sein soll. Mir hört man zu, ich werde motiviert und beruhigt.
Extrawünsche werden soweit möglich erfüllt.
Korrekturergebnisse, weit aus über denen der vorangegangenen Jahre. Hatte ich noch nie! Druckstellen sind da aber erträglich, Schmerzen sind da, aber ich weiss endlich wofür, sehe einen Erfolg, fühle mich nicht mehr als Versager.
Ergebnis: eine Mutter mit grossen Schuldgefühlen, weil sie nicht schon früher zu Rahmouni ist. Ich manchmal ebenfalls, aber man hört halt auf den Arzt seines Vertrauens......

Ich musste das jetzt mal loswerden, ich weiss nicht ob es hier jetzt nicht herpasst oder jemanden interessiert.

Ich will damit nur sagen, das ich Tonis Einstellung so gut nachvollziehen kann, was aber nicht heisst, das Nahr oder Püttmann nicht gut sind! Hätte ich von den beiden zuerst gehört und nicht von Rahmouni, dann wäre ich garantiert zuerst dorthin!

Schönen Abned noch!
Antworten