neu hier - unwissenheit bei der Herangehensweise

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M41.99G
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neu hier - unwissenheit bei der Herangehensweise

Beitrag von M41.99G »

Hallo zusammen,

ich bin 19 Jahre, komme aus der Ecke Köln/Düsseldorf und bin letzten Samstag auf das Forum aufmerksam geworden, als ich nach Tipps für Muskelaufbau im Fitnessstudio mit Skoliose im Internet suchen wollte.
Mit bereits absolvierten normalen 6 Einheiten KG für generellen Rückenaufbau (statische Übungen) und "anschließend 2 mal die Woche Muckibude gehen" (Zitat), scheint das Problem wohl nicht gelöst zu sein (eher verschlimmern?!).
Dies waren auf jeden Fall die Verordnungen von meinem bisherigen Orthopäden.

Entdeckt wurde meine Skoliose von meinem Hausarzt kurz vor Weihnachten, als ich wegen einer Erkältung bei ihm war und ihm zufällig von meinen sporadisch auftretenden starken Stechen in der Brust erzählte.
Optisch sieht man eine "Schulter ein wenig hängen" und die linken Rippen etwas schief und nach außen gewölbt.
Zurzeit spüre ich ein allgemein unangenehmes Gefühl beim sitzen, umso ungemütlicher der Stuhl, desto schwieriger fällt es mir.
Ansonsten verspüre ich Widerstand im Nacken. Letztens beim strecken in der Aufwachphase hat's geknackt und ich konnte mich einen Tag nicht mehr bewegen.

Nachdem ich nun hier viel gelesen habe, bin ich zurzeit in etwas hilfloser Stimmung und hinterfrage mich selbst praktisch nach jeder Muskelbewegung und Haltung. Ich bin hin und her gerissen und die Unwissenheit plagt mich. Für mich könnte gerade nicht alles schnell genug gehen :/

Das wichtigste wäre nun erst mal eine saubere Diagnose mit richtigen Röntgen und Vermessungen meiner Grade sehe ich das richtig?
Ist da etwas in meiner Umgebung möglich? Die Uni-Klinik Köln viel dafür mal in einem Thread, oder sollte ich gleich einen Termin bei Dr. Hoffmann vereinbaren?
Könnte ich, auch wenn nur minimal, mit ambulanten Schroth-KG's dem ganzen schon entgegenwirken und sollte ich generellen Sport erst mal vermeiden?

Viele Grüße
M41.99G
Zuletzt geändert von M41.99G am Di, 12.03.2013 - 19:15, insgesamt 1-mal geändert.
skoliose-gondelsheim
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Re: neu hier - unwissenheit bei der Herangehensweise

Beitrag von skoliose-gondelsheim »

Hi,

das Wichtigste ist, wie du bereits geschrieben hast, eine saubere Diagnose mit einem aussagekräftigen Röntgenbild (ganze WS!)
und genauen Gradzahlen bei einem passenden Facharzt. Der zweite Schritt wäre eine gezielte KG nach Schroth bei einer entsprechenden Therapeutin (oder einem Therapeuten).
Beides findest du hier:

links.html

An deiner Stelle würde ich tatsächlich nur zu einem der aufgeführten Ärzte mit konservativem Ansatz gehen.
Wenn du ganz ungeduldig bist, kannst du die Reihenfolge auch umkehren. Ein guter Therapeut könnte dir auch ohne Röntgenbilder zunächst einige wichtige Grundlagen beibringen. Allerdings nur kurzfristig. Jede Therapie ist nur so gut wie Diagnose und Befund, die dahinter stehen. Scheue dich nicht, den Therapeuten zu wechseln, wenn du nicht zufrieden bist. Hier gibt es, wie bei den Ärzten auch, große Unterschiede. Bestehe auf alle Fälle darauf, dass du von einer Schroth-Therapeutin behandelt wirst. Nicht selten kommt es vor, dass eine Praxis noch in der Liste steht und die Therapeuten gar nicht mehr da sind.

Sport kannst du grundsätzlich schon weiter machen. Allerdings erst einmal kein Kraftsport, solange du deine Wirbelsäulenform nicht kennst. Schwimmen ist ganz okay, eventuell auch Joggen, da musst du einfach kucken, was dir keine Beschwerden bereitet.
Bei Muskelverspannungen (und bei diesem Wetter ;D ) hilft Wärme. Also ein heißes Bad oder die gute alte Wärmeflasche.

Hab keine Panik, wenn es nun ein paar Wochen dauert, bis es richtig losgeht. Du bist auf dem richtigen Weg.

LG
Karin
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Re: neu hier - unwissenheit bei der Herangehensweise

Beitrag von Dolphingirl94 »

Hallo M41.99G,

Ich komme aus Düsseldorf und habe ebenfalls Skoliose. Für eine Diagnose kannst du auch zur Uniklinik Düsseldorf, dort sind Ganzaufnahmen der WS möglich. Allerdings sind meine weiteren Erfahrungen bezüglich der Therapie nicht so gut. Ich bin nach zwei Jahren an der Uniklinik nach Bad Sobernheim zu Dr. Steffan gewechselt. Mittlerweile behandelt er leider nur noch Privatpatienten, aber Dr. Verres, ebenfalls in Bad Sobernheim, wäre dann wohl eine gute Alternative.

LG, Dolphingirl
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M41.99G
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Re: neu hier - unwissenheit bei der Herangehensweise

Beitrag von M41.99G »

skoliose-gondelsheim hat geschrieben:Hi,

das Wichtigste ist, wie du bereits geschrieben hast, eine saubere Diagnose mit einem aussagekräftigen Röntgenbild (ganze WS!)
und genauen Gradzahlen bei einem passenden Facharzt. Der zweite Schritt wäre eine gezielte KG nach Schroth bei einer entsprechenden Therapeutin (oder einem Therapeuten).
Beides findest du hier:

links.html

An deiner Stelle würde ich tatsächlich nur zu einem der aufgeführten Ärzte mit konservativem Ansatz gehen.
Wenn du ganz ungeduldig bist, kannst du die Reihenfolge auch umkehren. Ein guter Therapeut könnte dir auch ohne Röntgenbilder zunächst einige wichtige Grundlagen beibringen. Allerdings nur kurzfristig. Jede Therapie ist nur so gut wie Diagnose und Befund, die dahinter stehen. Scheue dich nicht, den Therapeuten zu wechseln, wenn du nicht zufrieden bist. Hier gibt es, wie bei den Ärzten auch, große Unterschiede. Bestehe auf alle Fälle darauf, dass du von einer Schroth-Therapeutin behandelt wirst. Nicht selten kommt es vor, dass eine Praxis noch in der Liste steht und die Therapeuten gar nicht mehr da sind.

Sport kannst du grundsätzlich schon weiter machen. Allerdings erst einmal kein Kraftsport, solange du deine Wirbelsäulenform nicht kennst. Schwimmen ist ganz okay, eventuell auch Joggen, da musst du einfach kucken, was dir keine Beschwerden bereitet.
Bei Muskelverspannungen (und bei diesem Wetter ;D ) hilft Wärme. Also ein heißes Bad oder die gute alte Wärmeflasche.

Hab keine Panik, wenn es nun ein paar Wochen dauert, bis es richtig losgeht. Du bist auf dem richtigen Weg.

LG
Karin
Dolphingirl94 hat geschrieben:Hallo M41.99G,

Ich komme aus Düsseldorf und habe ebenfalls Skoliose. Für eine Diagnose kannst du auch zur Uniklinik Düsseldorf, dort sind Ganzaufnahmen der WS möglich. Allerdings sind meine weiteren Erfahrungen bezüglich der Therapie nicht so gut. Ich bin nach zwei Jahren an der Uniklinik nach Bad Sobernheim zu Dr. Steffan gewechselt. Mittlerweile behandelt er leider nur noch Privatpatienten, aber Dr. Verres, ebenfalls in Bad Sobernheim, wäre dann wohl eine gute Alternative.

LG, Dolphingirl
Hi,

und vielen vielen Dank euch beiden!!

Meine Skoliose To-Do-Liste füllt sich demnach erst mal mit folgenden Punkten:
1. Morgen früh bei sofort Dr. Verres anrufen
2. Je nach Wartezeit Röntgen-Aufklärung in Düsseldorf holen
3. Nächsten Mittwoch Hoffmann wieder anrufen (sind bis dahin noch geschlossen)
4. Schroth-Therapeutin ausgucken
5. Schon mal Informatiker-Haltung abgewöhnen ;D

Ansonsten befasse ich mich mit den Themen die unter den Stichworten Reha und Korsett fallen.
Könnt ihr mir sagen ob die bei der Wahl des OT mit in die Gewichtung fallen könnten?
Ich hab gesehen dass Dr. Verres z.B. eine REHA-Klinik direkt bei sich hat oder auch gelesen dass viele für ihr Korsett direkt in Leonberg bleiben können.

Macht es Sinn sich darüber schon/überhaupt Gedanken zu machen (Geografisch wie Kostentechnisch)?

Viele Grüße

PS: Das Mittagsschläfchen mit der Wärmflasche auf dem Rücken tat wirklich gut :)

Achja schlafen: Gibt es zufällig Tipps die man schon unabhängig von der Diagnose Skoliosepatienten geben kann? Z.B. auf dem Rücken schlafen für generelle Entlastung habe ich mal gelesen.
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Re: neu hier - unwissenheit bei der Herangehensweise

Beitrag von Dolphingirl94 »

Hallo M41.99G,

Natürlich hängt das alles von den Terminen ab, aber ich würde dir raten, ein Röntgenbild direkt bei Dr. Verres oder Dr. Hoffmann anfertigen zu lassen. Das ist denen auch lieber so, Dr. Hoffmann macht z.B. nur noch digitale Röntgenbilder (so weit ich weiß), während an der Uniklinik Düsseldorf zumindest vor drei Jahren nur "Ausdrucke" gemacht wurden.
Wenn du bei Dr. Verres anrufst, brauchst du auch nicht mehr Dr. Hoffmann kontaktieren. Dr. Verres ist da eine ebenbürtige, geographisch nähere Alternative.

Dr. Verres wird (sofern die Diagnose gegeben ist) wahrscheinlich eine Reha vorschlagen. Solltest du in die Korsettindikation fallen, dann ist Bad Sobernheim wahrscheinlich besser für dich, denn ein Korsett muss regelmäßig vom Orthopädietechniker kontrolliert werden. Da ist Stuttgart ja eine Ecke weiter. Allerdings solltest du darauf bestehen, dass du ein Korsett von Cctec und nicht von Sanomed bekommst!

Eine Schroth-Therapeutin kannst du mit der Telefonnummer in der Linkliste finden (es werden genaue Postleitzahlen benötigt!).

Das mit dem Schlafen handhabt hier jeder anders. So lange du noch keine Diagnose hast, würde ich sowieso nach dem Motto vorgehen, dass du tust, was dir gut tut und wobei du keine Schmerzen bekommst.

LG, Dolphingirl
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Re: neu hier - unwissenheit bei der Herangehensweise

Beitrag von M41.99G »

Dolphingirl94 hat geschrieben:Hallo M41.99G,

Natürlich hängt das alles von den Terminen ab, aber ich würde dir raten, ein Röntgenbild direkt bei Dr. Verres oder Dr. Hoffmann anfertigen zu lassen. Das ist denen auch lieber so, Dr. Hoffmann macht z.B. nur noch digitale Röntgenbilder (so weit ich weiß), während an der Uniklinik Düsseldorf zumindest vor drei Jahren nur "Ausdrucke" gemacht wurden.
Wenn du bei Dr. Verres anrufst, brauchst du auch nicht mehr Dr. Hoffmann kontaktieren. Dr. Verres ist da eine ebenbürtige, geographisch nähere Alternative.

Dr. Verres wird (sofern die Diagnose gegeben ist) wahrscheinlich eine Reha vorschlagen. Solltest du in die Korsettindikation fallen, dann ist Bad Sobernheim wahrscheinlich besser für dich, denn ein Korsett muss regelmäßig vom Orthopädietechniker kontrolliert werden. Da ist Stuttgart ja eine Ecke weiter. Allerdings solltest du darauf bestehen, dass du ein Korsett von Cctec und nicht von Sanomed bekommst!

Eine Schroth-Therapeutin kannst du mit der Telefonnummer in der Linkliste finden (es werden genaue Postleitzahlen benötigt!).

Das mit dem Schlafen handhabt hier jeder anders. So lange du noch keine Diagnose hast, würde ich sowieso nach dem Motto vorgehen, dass du tust, was dir gut tut und wobei du keine Schmerzen bekommst.

LG, Dolphingirl
alles klar, habe in 3 Monaten einen Termin bei Dr. Verres.

Gruß
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Re: neu hier - unwissenheit bei der Herangehensweise

Beitrag von Klaus »

Hallo M41.99G,

Du bist sicher, dass es bei Dir nur um eine "leichte Skoliose" geht ??

Kein Rundrücken (Hyperkyphose), kein Hohkreuz (Hyperlordose)?
Mit bereits absolvierten normalen 6 Einheiten KG für generellen Rückenaufbau (statische Übungen) und "anschließend 2 mal die Woche Muckibude gehen" (Zitat), scheint das Problem wohl nicht gelöst zu sein (eher verschlimmern?!).
Wenn es um die Skoliose geht, ist das symmetrische Training im Fitness-Studio grundsätzlich eher kontraproduktiv und auch statische KG Übungen müssen ganz zielgerichtet und sehr langfristig sein.

Gruß
Klaus
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Re: neu hier - unwissenheit bei der Herangehensweise

Beitrag von M41.99G »

Hallo Klaus,

vielen Dank für deine Antwort.
Wie schief und scheel ich wirklich bin erfahre ich leider erst in 3 Monaten.
Bis dahin ist leider "leichte Skoliose" die einzige Diagnose, die ich von Herren mit Doktortiteln erhalten habe ;D

Fitnessstudio habe ich natürlich auch sofort abgebrochen. Dabei hätte es doch eigentlich den Sixpack diesen Sommer endlich sein sollen, mensch! :D

Ansonsten treten langsam immer mehr "Symptome" auf, die mich ein wenig beunruhigen.
Oft spüre ich zur Zeit immer mehr "Widerstand" im Becken- und Bandscheibenbereich und auch die Knie zicken manchmal.
Heute hat's z.B. auch wieder beim Squashspielen mit einer hastigen Bewegung links im Nacken geknackst und ich konnte mich für ein paar Sekunden nicht bewegen. Zog sich dann bis zum Schulterblatt, danach aber wieder alles "normal".
Ich habe auch erfahren dass als Baby schon damals eine Fehlstellung und Plattfüße diagnostiziert wurden, bei 2 Orthopäden "behandeln" lassen aber naja .. lassen wir das..

Ui ui ui, 3 Monate noch bis zur Aufklärung verdammt! :D

Grüße
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Re: neu hier - unwissenheit bei der Herangehensweise

Beitrag von Klaus »

Hallo M41.99G,
Oft spüre ich zur Zeit immer mehr "Widerstand" im Becken- und Bandscheibenbereich und auch die Knie zicken manchmal.
In der Regel gibt es keine isolierten Beschwerden bei Fehlstellungen, es hängt alles miteinander zusammen.
Bei einem Rundrücken/Hohlkreuz z.Bsp. gibt es häufig Verkürzungen im Oberschenkel, die man unbedingt beseitigen muss.
Ui ui ui, 3 Monate noch bis zur Aufklärung verdammt! :D
Na ja, bei Dr. Hoffmann wäre das schneller gegangen.

Gruß
Klaus
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