Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Alex_activitas
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Alex_activitas »

Hallo Klaus,

es gibt einen Grundsatz der Trainingslehre, der sich auch durch viele verschiedene Zeiten nicht verändert hat bzw. verändern lässt: "Das was ich trainiere wird sich verbessern"
Wenn man das bedenkt, erklärt sich schnell, warum ein 1-Satz-Training eine ganz andere Wirkung hat als ein 3-Satz-Training.

Wie immer: schauen, was man erreichen will und dementsprechend die Methode auswählen. Sowohl vom Trainierenden aus gesehen als auch vom Studio... :cool:

Gruß,
Alex
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Sam457
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Sam457 »

so...

hi leute..

möchte jetzt auch mal wieder meinen Senf dazu geben.

@ Klaus zu HIT: Habe ich probiert, ist allerdings ohne Trainingspartner nicht so prickelnd.. Man schafft es zwar keine wdh mehr auszuführen, allerdings merkt man sehr schnell nach 1 Minute das man wieder Power hat. Mit Trainingspartner ist das was anderes :)

@ socke: ich favorisiere das Pyramidensystem. Der Muskel soll sich nicht an das gleiche Gewicht trainieren: daher stetzt man dem Muskel immer neue Reizen aus.
Zum Thema Muskelaufbau hast du recht. Ernährung spielt dabei eine große Rolle. Ich hab bis vor kurzem 95 Kilo gewogen( der Meiste Anteil war Masse), allerdings fühlte ich mich sehr unbeweglich, darum versuche ich jetzt ein wenig abzubauen (sowohl Muskeln als auch Fett).

Mein Ziel war es damals beides zu kombinieren: Schmerzfreiheit und einen schönen Massigen Körper.

@ Alex:

Danke für dein Feedback. Ich würde gerne wissen, welche Geräte / Übungen bei meinen Beschwerden nicht ausgeführt werden sollen, und welche ich dadurch ersetzen kann.

Was sagst du zu den sitzenden LH-Curls ? Wenn ich die kraft nur aus den Armen nehme, sollte es kein problem für den Rücken darstellen?
Rudern : Ich versuche mich ein wenig nach Hinten zu beugen, den Rücken gerade zu strecken. Zu rudern gibt es eigentlich auch keine richtige Alternative oder?
Crunches: Was kann ich alternativ für mein unteres Muskel-Korsett tun? Wenn diese so schlecht sein sollen.
seitliche Bauchmuskeln: Finde leider keine Übung die sich mit meinem Rücken fehlerfrei ausführen lässt :( vielleicht stelle ich mich auch zu dumm an, daher vernachlässige ich die seitlichen Bauchmuskeln total.
Butterfly: Was ist eine Sinnvolle alternative die mich nicht in die Fehlstellung zieht? Schade, am Butterfly bin ich am erfolgreichsten :(

zum Training an sich: Da ich teilweise 17 Stunden unter der Woche arbeite (alles sitzend !!!) habe ich leider nur in der Mittagspause Zeit (etwa 30 Minuten) etwas für die Muskeln zu tun.
Ich habe mich für ein 2er Split-Training entschieden wie ich ja bereits gesagt habe. Allzuviele Übungen sind da nicht drin, dennoch versuche ich alles abzudecken.

Tag 1: Hintere schulter(1 übung 3 Sätze), oberer Rücken (1 Übung 3 Sätze), Lat (1 Übung 3 Sätze), Bizeps(2 Übungen 3 Sätze), Bauch( 1 Übung 3 Sätze)
Tag 2: Brust(2 Übungen 3 Sätze), Trizeps ( 2 Übungen 3 Sätze), mittlerer Delta ( 1 Übung 3 Sätze), vordere schulter( 2 Übungen 3 Sätze) unterer Rücken (1 Übung 3 Sätze)

Hole mir heute mal das Rezept für die Therapie nach Schroth :) Hat jemand eine Ahnung von Ostechondrose bzw Spondylose?
Weiss jemand worauf ich bei den beiden Erkrankungen im Bereich Fitness und Haltung achten soll?

Gruß Sam
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Klaus
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Klaus »

Hallo Sam,

also ich möchte noch einmal auf meine Aussage hinweisen:
Klaus hat geschrieben:Insofern ist eine stationäre REHA angesagt und generell ist hier jetzt das Wichtigste aus dem Blickfeld geraten, eine kompetente Behandlung mit konkreter Diagnose und Behandlungsvorschlag am besten durch einen Spezialisten!!
weil ich diese online Detail-Diskussion zum Fitness-Training in einer noch nicht kompetent medizínisch abgeklärten Situation für reichlich kritisch halte.

Da ändert auch wenig die Tatsache, dass Du einen ambulanten Schroth Therapeuten aufsuchen willst. Gerade bei Hyperkyphose sind diese Therapeuten nicht unbedingt so kompetent, wie Z. Bsp. alex. Solche Erwachsenen-Patienten gibt es nicht so häufig, was auch an der Ignoranz der Orthopäden gegenüber der Hyperkyphose/Hyperlordose liegt. Und die Therapeuten leben von der Erfahrung mit solchen Patienten.

Gruss
Klaus
Sam457
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Sam457 »

Klaus hat geschrieben:Hallo Sam,

also ich möchte noch einmal auf meine Aussage hinweisen:
Klaus hat geschrieben:Insofern ist eine stationäre REHA angesagt und generell ist hier jetzt das Wichtigste aus dem Blickfeld geraten, eine kompetente Behandlung mit konkreter Diagnose und Behandlungsvorschlag am besten durch einen Spezialisten!!
weil ich diese online Detail-Diskussion zum Fitness-Training in einer noch nicht kompetent medizínisch abgeklärten Situation für reichlich kritisch halte.

Da ändert auch wenig die Tatsache, dass Du einen ambulanten Schroth Therapeuten aufsuchen willst. Gerade bei Hyperkyphose sind diese Therapeuten nicht unbedingt so kompetent, wie Z. Bsp. alex. Solche Erwachsenen-Patienten gibt es nicht so häufig, was auch an der Ignoranz der Orthopäden gegenüber der Hyperkyphose/Hyperlordose liegt. Und die Therapeuten leben von der Erfahrung mit solchen Patienten.

Gruss
Klaus
Hallo Klaus,

ich weiss ja. Aber Stationäre Reha ist leider nicht möglich. Befinde mich zz in der Ausbildung und kann daher keine Reha machen. Daher suche ich nach anderen Möglichkeiten.
Unser Orthopäde hat mich mit mrk Training bei Kieser und 6x Fango abgespeist.. Mrk kann ich mir aber leider nicht leisten :(
Lady S
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Lady S »

Sam457 hat geschrieben:Da ich teilweise 17 Stunden unter der Woche arbeite (alles sitzend !!!) habe ich leider nur in der Mittagspause Zeit (etwa 30 Minuten) etwas für die Muskeln zu tun.
Meinst Du 17 Stunden am Tag???
Wenn ja, solltest Du das schleunigst abstellen. Du treibst Raubbau an Deiner Gesundheit und Dein Arbeitgeber macht sich strafbar.

Grüsse, Lady S
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Klaus
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Klaus »

Sam hat geschrieben:Daher suche ich nach anderen Möglichkeiten.
Dann versuche wenigstens den Schroth Therapeuten zu fordern. :)
Du weißt ja, Rundrücken und Hohlkreuz gleichzeitig korrigieren. ;)
Und die speziellen Dehnungen nicht vergessen incl. Oberschenkel-Innenseiten, die sehr oft verkürzt sind.
Unser Orthopäde hat mich mit mrk Training bei Kieser und 6x Fango abgespeist.. Mrk kann ich mir aber leider nicht leisten :(
Du meinst sicherlich die medizinische Kräftigungstherapie (MKT).
Da versäumst Du aber nun wirklich nichts, weil das auf die Probleme der nicht fehlgestellen Wirbelsäule ausgerichtet ist, auch wenn die Werbung was anderes behauptet. Bestenfalls ärgert das den Orthopäden, wenn er nämlich bei dieser Therapie mit Kieser als betreuender Arzt verbandelt ist. :)
Und wenn ich mir einen Orthopäden in meiner zahlreichen Sammlung angucke, dann hatte der überhaupt keine Ahnung von Fehlstellungen.

Gruss
Klaus
Sam457
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Sam457 »

Lady S hat geschrieben:
Sam457 hat geschrieben:Da ich teilweise 17 Stunden unter der Woche arbeite (alles sitzend !!!) habe ich leider nur in der Mittagspause Zeit (etwa 30 Minuten) etwas für die Muskeln zu tun.
Meinst Du 17 Stunden am Tag???
Wenn ja, solltest Du das schleunigst abstellen. Du treibst Raubbau an Deiner Gesundheit und Dein Arbeitgeber macht sich strafbar.

Grüsse, Lady S
Ja 17 Stunden am Tag. Mein AG macht sich nicht Strafbar da dies 2 unterschiedliche Jobs sind..
in der Lehre verdient man leider nicht so viel um finanziell anständig über die Runden zu kommen..

@ Klaus: Ja genau das meinte ich. Gut zu wissen ! Vielen Dank ! Fast hätte meinen Dispo dafür erweitert !
@ Dehnung oberschenkel.. wie kann ich feststellen ob die verkürzt sind?
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Klaus
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Klaus »

@ Dehnung oberschenkel.. wie kann ich feststellen ob die verkürzt sind?
Dann versuche mal, untenstehende Übung durchzuführen.
Du brauchst keine Sprossenwand, es reicht schon, wenn Du versuchst, abwechselnd das Bein in dieser Position so weit wie möglich nach oben zu strecken. Ein Seil, was man dabei mit den Händen direkt zieht, ist effektiver.

Gruss
Klaus
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Ricky
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Ricky »

...und bei dem Seil in der Hand, sollte man am Besten ein paar Knoten rein machen. Dadurch kann man es besser festheben und das Bein hochziehen.

LG
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Alex_activitas
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Alex_activitas »

Klaus hat geschrieben:
@ Dehnung oberschenkel.. wie kann ich feststellen ob die verkürzt sind?
Dann versuche mal, untenstehende Übung durchzuführen.
Du brauchst keine Sprossenwand, es reicht schon, wenn Du versuchst, abwechselnd das Bein in dieser Position so weit wie möglich nach oben zu strecken. Ein Seil, was man dabei mit den Händen direkt zieht, ist effektiver.
Warum wird das andere Bein angestellt? Hierdurch kann die Bewegung über das Becken in die Lendenwirbelsäule weiterlaufen, was zum Einen zu einer erhöhten Belastung in diesem Bereich führt und zum Anderen die Übung weniger effektiv macht.
Also sollte das andere Bein gestreckt abgelegt werden.

Die Variante mit dem Seil birgt ebenfalls Gefahren in sich, da es sehr leicht passiert, dass gegen das Seil gearbeitet wird.
Warum nicht die Variante, bei der man das zu dehnende Bein mit beiden Händen umfasst und dann das Bein aktiv streckt?
Dies ist die Version, die ich meinen Patienten empfehle.

Oder man macht die Dehnung im Türrahmen, dann muss man das Bein gar nicht mit den Händen oder dem Seil halten.

Allerdings lasse ich mir gerne die Punkte erklären, die die gezeigte Variante begründen.

@Sam: ich melde mich demnächst noch zu Deinen Fragen, wenn ich etwas mehr Zeit habe!

Gruß,
Alex
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Kaffeetrinker »

Also die Seilvariante ist mir auch lieber, und ich achte drauf dass ich nicht gegen das Seil ankämpfe.
Wenn ich das mit den Händen mache gehe ich in meine Kyphose rein und die Schmerzen melden sich schnell.

Und mit dem angewinkelten Bein da war doch was mit der Beckenstellung und Hohlkreuz...........
Ricky
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Ricky »

..ich denke, wenn man das eine Bein hoch zieht, kommt man nicht ins Hohlkreuz, auch wenn das andere Bein ausgestreckt ist.
Das mit dem Seil ist mir angenehmer,da mir als Hyperkyphotiker die Schulter schmerzt, was durch das ziehen nur mt den Armen verstärkt wird.
Wir lernen auch unbedingt diagonal das Seil zu fassen.
Ich achte dann auch immer noch darauf, dass Bein jeweils etwas nach aussen zu führen, da wo der Zug stärker ist.
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Sam457 »

Hallo zusammen

@ Alex genau das mache ich auch immer. Allerdings tut mein Fuß dann immer so weh weil da so ne Spannung drauf ist :lach: , liegt aber daran das ich denke wenn ich mein fuß strecke es mehr zieht und dadurch effektiver ist
@ Rest Es ging hier aber um die Oberschenkel-Innenseiten. wollte testen ob diese verkürzt sind :P nicht um die Oberschenkel, weil das weiss ich schon. Meine Tante ist auch Therapeutin allerdings Spezialist auf anderen Gebieten und diese hat mir auch gesagt man sollte das Bein auf dem Boden liegen lassen.
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Klaus
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Klaus »

Alex hat geschrieben:Warum wird das andere Bein angestellt?
Wie hier schon vermutet wurde, das macht man beim Hohlkreuz, s. a. geordnete Rückenlage!
Ricky hat geschrieben:..ich denke, wenn man das eine Bein hoch zieht, kommt man nicht ins Hohlkreuz, auch wenn das andere Bein ausgestreckt ist.
Dann guck Dir mal die gedruckte Übung Beinrückseitendehnung an, (sofern die nicht geändert wurde).
Da steht unter Beachte:
bei Hohlkreuz das nicht zu dehnende Bein anstellen --> kann ich gut nachvollziehen
Arm der Paketseite in Aussenrotation (bei Skoliose)
Alex hat geschrieben:Warum nicht die Variante, bei der man das zu dehnende Bein mit beiden Händen umfasst und dann das Bein aktiv streckt?
Kaffeetrinker hat geschrieben:Also die Seilvariante ist mir auch lieber, und ich achte drauf dass ich nicht gegen das Seil ankämpfe.
Wenn ich das mit den Händen mache gehe ich in meine Kyphose rein und die Schmerzen melden sich schnell.
In der gedruckten Übung steht über die Ausgangstellung: Geordnete Rückenlage, Knie gestreckt.
Wenn man mit den Armen greift, ist nicht nur diese Lage gefährdet, es baut sich auch eine Spannung auf, die nichts mit der Beinrückseitendehnung zu tun hat.
Für mich ist das Seil nachvollziehbar die beste Methode.

Gruss
Klaus
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Ricky »

Klaus hat geschrieben: Dann guck Dir mal die gedruckte Übung Beinrückseitendehnung an, (sofern die nicht geändert wurde).
Da steht unter Beachte:
bei Hohlkreuz das nicht zu dehnende Bein anstellen --> kann ich gut nachvollziehen
Arm der Paketseite in Aussenrotation (bei Skoliose)
stimmt, werde ich nachher beim freien Üben gleich mal nachfragen...
Ich könnte mir aber vorstellen, dass das gestreckte Bein etwas mehr Stabilität gibt.
Werde auch das mal ausprobieren...

Also...mir hat man nun eben erklärt, dass es beim Hohlkreuz tatsächlich empfohlen wird, das Bein anzuwinkeln.
Zudem aber noch wichtiger sei die dadurch automatisch stattfindende Beckenkorrektur, da sich das Becken beim ausgestreckten Bein dreht, was beim angwinkelten Bein, in dieser Ausprägung, nicht passiert.

LG
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Alex_activitas
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Alex_activitas »

Klaus hat geschrieben:In der gedruckten Übung steht über die Ausgangstellung: Geordnete Rückenlage, Knie gestreckt.
Wenn man mit den Armen greift, ist nicht nur diese Lage gefährdet, es baut sich auch eine Spannung auf, die nichts mit der Beinrückseitendehnung zu tun hat.
Für mich ist das Seil nachvollziehbar die beste Methode.
Ok, diese Bergründung leuchtet absolut ein!
Allerdings sollte man nicht unterschätzen, was für Aktivitäten in welcher Muskulatur bei der Durchführung mit dem Seil ausgelöst werden können.
Aber erst einmal zu der Problematik mit dem Hohlkreuz:
sicherlich ist das ein Problem. Allerdings kann man dies auch durch eine leichte Unterlagerung z.B. mit einem Lordosekissen angehen.
Durch das angestellte Bein kommt es nämlich zu einer weiterlaufenden Bewegung des Beckens in kyphotischer Richtung (bezogen auf die Lendenwirbelsäule!). Das ist bei einem bestehenden Hohlkreuz sicherlich gewollt, aber gleichzeitig wird auch der Ansatz der zu dehnenden Muskulatur (die sogenannte "ischiocrurale Muskulatur") mitbewegt und der Muskel wird angenähert. Das wiederum bedeutet, dass die Wirkung der Dehnung deutlich verringert wird!

Zu dem Seil:
durch das "Einhängen" des Fußes in das Seil (wie in o.g. Bild zu sehen) kommt es praktisch automatisch zu einer Aktivierung der Wadenmuskulatur, die gegen das Seil arbeitet. Diese Anspannung der Muskulatur wirkt sich auch durch deren Verlauf und die daraus resultierende Interaktion mit der ischiocruralen Muskulatur auf die zu dehnenden Muskeln aus, die dann nicht mehr effektiv gedehnt werden können.
Außerdem kommt es zu einer passiven Überstreckung des Kniegelenkes, welche auch nicht gerade von Vorteil ist.

Eine tatsächlich sinnvolle Alternative wäre, wenn man das zu dehnende Bein am Türrahmen hochlegt und das andere Bein durch die offene Tür ablegt. Dazu kann man die LWS etwas unterlagern und benötigt die Hände überhaupt nicht, so dass hier die gewünschte Außenrotation eingenommen werden kann.

Ich muss immer schauen, was im Vordergrund steht: will ich die Beinrückseitendehnung oder die WS-Korrektur forcieren. Da für letzteres deutlich mehr Übungen im Programm sind, für ersteres aber letztendlich nur diese eine Übung, sollte dies bei der einen Übung auch im Vordergrund stehen. Wenn ich hier die Rückenkorrektur vernachlässige, wird das meine Rückenprobleme nicht verschlechtern. Aber die Beinrückseitendehnung wird effektiver (und mit weniger unerwünschten "Nebenwirkungen") durchgeführt, so dass ich letztlich auch wieder einen positiven Effenkt auf den Rücken habe.



@sam:
sitzende LH-Curls: sollten in der von Dir beschriebenen Form für den Rücken kein Problem sein. (Letztlich auch wieder abhängig vom verwendeten Gewicht)
Crunches-Alternativen: es gibt schöne Übungen für die untere Bauchmuskulatur (gerade und schräg), die den Rücken nicht belasten bei Korrekter Ausführung und sehr effektiv sind. Leider würde aber die Beschreibung das Format etwas sprengen.
Butterfly-Alternative: z.B. Flies in Rückenlage.

Gruß,
Alex
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von socke »

Hallo,

mal ne ganz andere Sache: Bei der Ischio-Dehnung mit dem Seil hab ich wirklich unerträgliche Schmerzen in den Ischios. Wenn ich den Fuß dabei noch anziehe bricht mir der Schweiss aus. Geht das mit der Zeit weg? Habs jetzt 3mal gemacht, aber auch nur Sekundenweise... wäre ärgerlich wenn das so bleibt. Einen (noch) geringeren Bewegungsumfang kann ich nicht machen, dann ist mein Bein nämlich fast nach vorn gestreckt :rolleyes:

Liegt das Ziel da eigtl bei 90°?

@Alex:
Butterfly-Alternative: z.B. Flies in Rückenlage.
Inwiefern liegt da der Unterschied? Ist für mich als Laien irgendwie dieselbe Bewegung. Aber vermutlich irre ich mich, daher frage ich nochmal nach :D

Danke und LG
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Alex_activitas »

Hallo socke,

der gravierendste Unterschied liegt darin, dass Butterfly eine geführte Bewegung ist und sich der Bewegungsablauf dem Gerät anpassen muss. Bei den Flies muss mit mehr Koordination gearbeitet werden, um eine saubere Bewegung zu erreichen. Daher ist das zu verwendende Gewicht auch deutlich geringer, als beim Butterfly - bei größerem Effekt!

Die von Dir beschriebenen Schmerzen bei der Beinrückseitendehnung können durch die in meinem letzten Beitrag genannten Aspekte kommen, die durch die Verwendung des Seiles kommen. Du bringst die Ischios schon von Beginn der Dehnung an auf die (individuell) maximal mögliche Länge und ziehst dann das Bein mit dem Seil hoch - bei sehr kurzen Ischios ist das in der Tat extrem schmerzhaft.
Eventuell solltest Du erst einmal Deine Wadenmuskulatur im Stand separat dehnen, um den Effekt auf die "Ischios" zu verringern.

Gruß,
Alex
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Sam457 »

Hallo Alex,

danke das mit den flies hat mich auch brennend interessiert. Ich stelle mich da auch ziehmlich blöd an bei freiem Bankdrücken oder flies.
Es ist unglaublich schwer die Beine anzuwinkeln und das Gewicht zu stemmen -.- ausserdem komm ich mir da sehr wacklich vor, ich hoffe das verbessert sich mit der Zeit.

zur Dehnung: Ich mache meine Dehnübungen im Bett, ist das schlimm? Ich liege auf dem Rücken winkel mein Bein an und strecke es dann aus. Ich hab dabei auch höllische Schmerzen ^^ vorallem ziehe ich dabei meinee zehen richtung Körper und das Gefühl was durch die Spannung im Fuß bzw in den zehen entsteht ist mehr als ekelhaft. Dann dehne ich noch den hüftbeuger..
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform

Beitrag von Sam457 »

war heute bei der Schroth-Therapeutin :D also kompetent kam sie mal rüber.
Hat sich furchtbar aufgeregt das mein Rumpf so schwach ist, meine Beine + Brust so verkürzt ist :D
Hat ausserdem 2 Blockaden festgestellt, und gesehen das ich durch das symetrische Training totale Dysbalancen habe aufgrund der Skoliose. Hat ausserdem gemeint das Rudern Gift ist bei so schwachen Bauchmuskeln und bei Hohlkreuz. Ich bin irgendwann gar nicht mehr mitbekommen was die alles entdeckt hat :D z.B. das ich meine Beine beim Stehen durchstrecke und das auf die Kniescheiben geht oO
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