Klaus hat geschrieben:Also der Zusammenhang von Rückenleiden und Seelenschmerz kommt ja schon sehr lange in entsprechenden Redewendungen vor, z. Bsp. er/sie trägt eine schwere Last.
Es gibt auch die Ausdrücke "jemandem das Rückgrat brechen", "jemandem in den Rücken fallen", jemandem den Rücken stärken", "mit dem Rücken zur Wand stehen" und "vor Gram gebeugt".
Gerade bei Hyperkyphose lässt sich das gut erklären.
Anne, Du kannst Dich sicherlich daran erinnern, dass ich Dir damals in Deiner Anfangszeit im Forum gesagt hatte, dass man mit dem physischen Aufrichten der Wirbelsäule auch durchaus ein Aufrichten der Psyche erreichen kann. Und umgekehrt natürlich auch.
Stimmt.
Meine Rahmouni-Korsette haben nicht nur meine Kyphose verringert, sondern mich auch psychisch aufgerichtet (zusätzlich zu Medikamenten und Therapie); es ist in diesen Plastikpanzern einfach nicht möglich, sich klein zu machen und zu verstecken. Ich bin gezwungenermaßen selbstsicherer (und damit auch unbequemer) geworden.
Gestern abend gab es auf N3 in Visite einen Bericht über unnötige Rücken OP's (nicht bei Hyperkyphose/Skoliose !) und den Hinweis auf die "Multimodale Schmerztherapie" statt OP. Da stand die Pyschotherapie ganz oben.
In dem SPIEGEL WISSEN über Rückenschmerzen (aus dem der hier verlinkte Artikel stammt) geht es ebenfalls nicht um WS-Verkrümmungen. Dennoch kann es m.E. auch einem Kyphose- oder Skoliosepatienten nicht schaden, das Heft mal durchzublättern.
VG, Anne