Rückenleiden: Kampf dem Seelenschmerz (SPIEGEL-Artikel)

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Ricky
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Re: Rückenleiden: Kampf dem Seelenschmerz (SPIEGEL-Artikel)

Beitrag von Ricky »

SchwarzeSchnecke hat geschrieben:Viel zusätzliche Arbeit wäre das nicht, da die Admins und Moderatoren in diesem Forum sowieso (fast) alle Beiträge lesen.

VG, Anne
das glaube ich doch, denn wenn nun einer in dieses Vorab androht sich aus lauter Verzweiflung umzubringen, dann hat genau der Moderator, der das liest, zumindest ein mehr als ungutes Gefühl und wohl auch einiges zu machen.
Ich kann die Bedenken der Mods sehr gut nachempfinden.
Wenn jmd., gerade in seelischer Not irgendwo im Forum postet, ist es auch schwer zu handeln, aber ich nehme an, dass ein extra Unterforum doch noch eher eine auffordender Charakter hat...
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SchwarzeSchnecke
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Re: Rückenleiden: Kampf dem Seelenschmerz (SPIEGEL-Artikel)

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Ricky hat geschrieben:das glaube ich doch, denn wenn nun einer in dieses Vorab androht sich aus lauter Verzweiflung umzubringen, dann hat genau der Moderator, der das liest, zumindest ein mehr als ungutes Gefühl und wohl auch einiges zu machen.

Unwahrscheinlich in einem Unterforum, das man nur mit einer Mindestanzahl eigener Beiträge oder erst nach vorheriger Freischaltung betreten und als unangemeldeter Nutzer gar nicht sehen kann.

Du malst den Teufel an die Wand.

Selbst in den meisten Foren für psychisch Kranke kommen Suizidankündigungen längst nicht jeden Tag vor.

Anne
Ricky
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Reha Febr. 2012 Bad Salzungen
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Re: Rückenleiden: Kampf dem Seelenschmerz (SPIEGEL-Artikel)

Beitrag von Ricky »

sicher gehe ich gerade vom Schlimmsten aus, aber ein Unterforum speziell mit dem Thema
"Psychische Auswirkungen" ist meiner Meinung nach tatsächlich mit höherem Aufwand verknüpft.

Aber was solls, die Mods haben es ja schon entschieden und gut ists...

Die eigentliche Diskussion hier zu dem Artikel finde ich interessant.
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Klaus
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Re: Rückenleiden: Kampf dem Seelenschmerz (SPIEGEL-Artikel)

Beitrag von Klaus »

Ricky hat geschrieben:Aber was solls, die Mods haben es ja schon entschieden und gut ists...
Richtig !
Die eigentliche Diskussion hier zu dem Artikel finde ich interessant.
Also der Zusammenhang von Rückenleiden und Seelenschmerz kommt ja schon sehr lange in entsprechenden Redewendungen vor, z. Bsp. er/sie trägt eine schwere Last.

Gerade bei Hyperkyphose lässt sich das gut erklären.
Anne, Du kannst Dich sicherlich daran erinnern, dass ich Dir damals in Deiner Anfangszeit im Forum gesagt hatte, dass man mit dem physischen Aufrichten der Wirbelsäule auch durchaus ein Aufrichten der Psyche erreichen kann. Und umgekehrt natürlich auch.

Gestern abend gab es auf N3 in Visite einen Bericht über unnötige Rücken OP's (nicht bei Hyperkyphose/Skoliose !) und den Hinweis auf die "Multimodale Schmerztherapie" statt OP. Da stand die Pyschotherapie ganz oben.

Gruss
Klaus
Ricky
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Re: Rückenleiden: Kampf dem Seelenschmerz (SPIEGEL-Artikel)

Beitrag von Ricky »

Hi,

ich denke jedoch, dass man unterscheiden sollte, ob es diesbezüglich eine Diagnose für den Rückens gibt.
Ist die WS tatsächlich sehr verkrümmt, dann kann man die Psyche erstmal getrost beiseite schieben und den Körper formen.
Gibt es keine derartige Diagnose, dann wäre ein Blick Richtung psychosomatisch sicherlich angebracht und da stimme ich voll dem Sinn der Redewendungen zu.
"Den Kopf einziehen" "sich buckelig gemacht" etc...Hier spielt m.E. die Verkrampung der Muskeln, bei Unwohlsein, eine sehr große Rolle.

Haben die Schmerzen und Nebenwirkungen erstmal organische Gründe, so kann man besonders bei anhaltendem Schmerz sehr wahrscheinlich allsbald auch Auswirkungen auf die Psyche erkennen.
Dies wäre dann bestimmt sehr gut anzugehen, durch eine spezielle Betreuung zB wie es in einer Reha geschieht.

LG
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SchwarzeSchnecke
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Re: Rückenleiden: Kampf dem Seelenschmerz (SPIEGEL-Artikel)

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Klaus hat geschrieben:Also der Zusammenhang von Rückenleiden und Seelenschmerz kommt ja schon sehr lange in entsprechenden Redewendungen vor, z. Bsp. er/sie trägt eine schwere Last.
Es gibt auch die Ausdrücke "jemandem das Rückgrat brechen", "jemandem in den Rücken fallen", jemandem den Rücken stärken", "mit dem Rücken zur Wand stehen" und "vor Gram gebeugt".
Gerade bei Hyperkyphose lässt sich das gut erklären.
Anne, Du kannst Dich sicherlich daran erinnern, dass ich Dir damals in Deiner Anfangszeit im Forum gesagt hatte, dass man mit dem physischen Aufrichten der Wirbelsäule auch durchaus ein Aufrichten der Psyche erreichen kann. Und umgekehrt natürlich auch.
Stimmt.
Meine Rahmouni-Korsette haben nicht nur meine Kyphose verringert, sondern mich auch psychisch aufgerichtet (zusätzlich zu Medikamenten und Therapie); es ist in diesen Plastikpanzern einfach nicht möglich, sich klein zu machen und zu verstecken. Ich bin gezwungenermaßen selbstsicherer (und damit auch unbequemer) geworden.
Gestern abend gab es auf N3 in Visite einen Bericht über unnötige Rücken OP's (nicht bei Hyperkyphose/Skoliose !) und den Hinweis auf die "Multimodale Schmerztherapie" statt OP. Da stand die Pyschotherapie ganz oben.
In dem SPIEGEL WISSEN über Rückenschmerzen (aus dem der hier verlinkte Artikel stammt) geht es ebenfalls nicht um WS-Verkrümmungen. Dennoch kann es m.E. auch einem Kyphose- oder Skoliosepatienten nicht schaden, das Heft mal durchzublättern.

VG, Anne
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Re: Rückenleiden: Kampf dem Seelenschmerz (SPIEGEL-Artikel)

Beitrag von sloopy »

Abschließend möchte ich mich als Forenbetreiberin noch kurz zum Offtopic-Thema "Psycho-Unterforum" äußern.

Auch wenn Suizidankündigungen sicher eine Ausnahme wären, möchte ich die Verantwortung dafür nicht übernehmen. Gehandelt werden muss in einem solchen Fall unverzüglich, sonst läuft man Gefahr, sich den Umständen der unterlassenen Hilfeleistung (§ 323 c StGB) strafbar zu machen. Die Rechtssprechung ist hier leider nicht eindeutig. Vorabmoderation ist ansich eine gute Sache, erhöht aber unsren administrativen Aufwand nicht unwesentlich. Ich schaffe es z.B. im Moment nicht, alle Beiträge zeitnah zu lesen, auch wenn ich das gerne würde und ich verlange das auch von niemand anderem aus dem Team. Wir haben alle unsre Verpflichtungen und geben unser Bestes, das Forum aufrecht zu erhalten- jede (vermeidbare) Mehrarbeit ist aus meiner Sicht im Moment zu viel.

LG, sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

"Bewahre mich vor dem naiven Glauben,es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen." (Antoine de Saint-Exupéry)
socke
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Re: Rückenleiden: Kampf dem Seelenschmerz (SPIEGEL-Artikel)

Beitrag von socke »

SchwarzeSchnecke hat geschrieben: Meine Rahmouni-Korsette haben nicht nur meine Kyphose verringert, sondern mich auch psychisch aufgerichtet (zusätzlich zu Medikamenten und Therapie); es ist in diesen Plastikpanzern einfach nicht möglich, sich klein zu machen und zu verstecken. Ich bin gezwungenermaßen selbstsicherer (und damit auch unbequemer) geworden.
Hehe. Mir wurd jetzt schon zweimal gesagt, dass ich mit Korsett aussehe als würde ich Streit suchen :lach:

Ich muss mich gegen die Reklihörnchen und den Pelottendruck so stark nach oben recken und die Brust wölben, dass es wirklich arrogrant und fordernd/aggressiv aussieht. Vor allem, da man mich eigentlich nur in gebückter Haltung kennt ;) Das passt mir eigentlich nicht, aber ich werd mich dran gewöhnen.

Die Aufrichtung ist wirklich stärker als ich gedacht habe, und es ist ja nichtmal voll aufpelottiert. Ich werd morgen mal messen, ob ich im Korsett größer bin.

LG
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Re: Rückenleiden: Kampf dem Seelenschmerz (SPIEGEL-Artikel)

Beitrag von Ricky »

socke hat geschrieben: Hehe. Mir wurd jetzt schon zweimal gesagt, dass ich mit Korsett aussehe als würde ich Streit suchen :lach:
... so stark nach oben recken und die Brust wölben, dass es wirklich arrogrant und fordernd/aggressiv aussieht.

auwei, wenigstens wäre bei einem Übergriff Dein Oberkörper gut geschützt ;-P
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Re: Rückenleiden: Kampf dem Seelenschmerz (SPIEGEL-Artikel)

Beitrag von Kaffeetrinker »

socke hat geschrieben: Die Aufrichtung ist wirklich stärker als ich gedacht habe, und es ist ja nichtmal voll aufpelottiert. Ich werd morgen mal messen, ob ich im Korsett größer bin.

LG

Na wenn du Glück hast, klappts jetzt schon dass du normale Werte hast, bei mir klappte es ja auf Anhieb und musste nix mehr dazugemacht werden.
Aber leider musste ich das Korsett wieder aus schmerztechnischen Gründen wieder weglassen :-(
socke
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Re: Rückenleiden: Kampf dem Seelenschmerz (SPIEGEL-Artikel)

Beitrag von socke »

Kaffeetrinker hat geschrieben: Na wenn du Glück hast, klappts jetzt schon dass du normale Werte hast, bei mir klappte es ja auf Anhieb und musste nix mehr dazugemacht werden.
Ich liege wertetechnisch ja noch gute 20° unter dir, von daher sollte das im Bereich des möglichen liegen :) Ein zweites Korsett werde ich wahrscheinlich nicht brauchen, aber dieses wird definitiv noch aufpelottiert.

Mitte Januar wird geröntgt, ich bin sehr sehr gespannt :)
Aber leider musste ich das Korsett wieder aus schmerztechnischen Gründen wieder weglassen
Waren es bei dir Schmerzen an der Wirbelsäule oder Schmerzen die durch die Auflageflächen etc. des Korsetts verursacht wurden?

Habe momentan relativ stark mit den Reklis zu kämpfen, die Sehnen an den Brustmuskeln tun ziemlich weh.

Bin gestern auf 3 Std gekommen und es wären noch deutlich mehr geworden ohne die blöden Reklis. Muss jetzt wohl aufpassen dass sich da nichts entzündet.

LG
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Re: Rückenleiden: Kampf dem Seelenschmerz (SPIEGEL-Artikel)

Beitrag von Kaffeetrinker »

Da tat alles weh, da waren die Reklis das geringste Problem, es wurde auch nicht besser, auch nicht nach 3 Monaten, egal ob locker getragen oder zugeknallt, ich konnte nichts machen mit dem Korsi , hat sich gleich alles gerächt mit Schmerzen und obwohl ich auch so Schmerzen habe dass ich nicht arbeiten kann, aber solche Schmerzen anstatt mit Korsi sind ne reine Wohltat.
Nunja meine psyche hat es auch angegriffen und habe mir einen anderen Panzer angefuttert ;D

naj nun muss dieser wieder weg, ich hoffe doch dass das mit BaSa bald die Genehmigung kommt, dann will ich es , wenn mein Gewicht wieder passt, versuchen mit dem Korsett.
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Re: Rückenleiden: Kampf dem Seelenschmerz (SPIEGEL-Artikel)

Beitrag von J-Maria »

Um noch einmal auf den Artikel zu kommen …

Körper, Seele, Geist – auf die Ganzheitlichkeit der Behandlung kommt es an. In diesem Artikel wurde zwar ein extremes Beispiel von Suizid verwendet, welches die Verkaufszahl der Zeitung steigen soll. Leider ist das auch bei den Printmedien, dass sie sich von extremen Beispielen mehr Umsatz versprechen, weil es auch teilweise so stimmt. Dieses Thema fängt aber schon viel früher an, auf einer Leidensebene, die mit schweren Depressionen und Suizidgedanken noch nichts zu tun hat. Ich denke schon, dass man sich hier mit dem Thema beschäftigen könnte. Auch deshalb, weil es unter manchen Patienten ein Tabuthema ist. Viele Menschen mögen nicht sich mit diesem Thema auseinander zu setzen, nach dem Motto „Psyche – ich doch nicht“. Einige Patienten wissen z.B. nicht, dass schon ½ Jahr erlittene Schmerzen chronisch werden kann und selbst wenn die physiologische Schmerzursache beseitigt wird, ist der Schmerz im Körper quasi immer noch „abgespeichert“ und bedarf einer sehr aufwendigen und langen Behandlung damit dieser Kreislauf unterbrochen wird. Oft wird der Patient dann in Schmerzzentren in gemeinschaftlicher Therapie von Orthopäden, Physiotherapeut und Schmerzspezialist behandelt.

Die Entscheidung kein extra Unterforum für diese Themen vorzusehen liegt natürlich bei dem Betreiber des Forums, vor allem weil jede extra Arbeit erledigt werden will. Wer aber an den Thema Schmerzbewältigung & Psyche Interesse hat, kann doch unter „Med. Erfahrungsaustausch“ entsprechend relevante Beiträge starten. Dort wird sich kaum jemand verirren, der seinen Suizid ankündigen will … Jedenfalls das schätze ich so ein, zu naiv (?).
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Klaus
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Re: Rückenleiden: Kampf dem Seelenschmerz (SPIEGEL-Artikel)

Beitrag von Klaus »

J.-Maria hat geschrieben:Wer aber an den Thema Schmerzbewältigung & Psyche Interesse hat, kann doch unter „Med. Erfahrungsaustausch“ entsprechend relevante Beiträge starten. Dort wird sich kaum jemand verirren, der seinen Suizid ankündigen will … Jedenfalls das schätze ich so ein, zu naiv (?).
Ich denke, in diesem Thread sind schon immer entsprechende Erfahrungen eingestellt worden, die sich selbstverständlich auch mit der Psyche beschäftigt haben und sozusagen unter normale "Alltagsgespräche" verbucht werden können. Es ist dann auch eine Frage, dass man rechtzeitig eine offtopic Diskussion verhindert, weil u. U. das Helfersyndrom einiger User auch auf diesem Gebiet provoziert wird. :)
Deine Einschätzung finde ich deswegen nicht naiv.

Was anderes ist wirklich, wenn der Thread-Titel aufgrund eines entsprechenden Unterforums eine weitergehende Diskussion zulässt und wir nicht mehr rechtzeitig bremsen können.

Gruss
Klaus
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