Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
minimine
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Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von minimine »

Hallo zusammen,

folgende Videos habe ich bei Youtube gefunden:
Dabei geht es um ein Mädchen, das eine Skoliose-OP hatte, ein Katheter wurde dabei falsch verlegt und sie wurde dadurch querschnittsgelähmt.

http://www.youtube.com/watch?v=VUcLHgPF ... re=related
http://www.youtube.com/watch?v=fsAgd201 ... re=related

Habe die Videos eben gesehen und habe echt Gänsehaut. :|


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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von Raven »

Hallo Minimine,

dieses Video wurde schon mal im SOPF diskutiert - hier ist der Link:
http://forum.skoliose-op.info/phpBB3/vi ... =36&t=6448
(siehe hier auch die Beiträge von Nobalein, Fach-Krankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin)

Jedenfalls: Irgendwas, das wichtig wäre, scheint bei den kurzen Berichten (Videos) weggelassen oder sehr vereinfacht erklärt zu sein, da es so nicht ganz stimmig ist.
Damit will ich ausdrücklich nicht behaupten, dass an der - wirklich traurigen - Geschichte alles erstunken und erlogen ist, sondern vielmehr, dass hier mitunter auch die Klinik
nicht ganz zugibt, was da passiert ist, sowie eben auch die Berichterstattung nicht ganz einwandfrei zu sein scheint.

Viele Grüße,
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von Toni »

Das ist echt zum heulen, was der jungen Dame passiert ist, ganz unabhängig von der Schuldfrage.
Ich schäme mich meiner Tränen nicht, als ich diese beiden Videos gesehen habe.
Ärzte und Kliniken dürfen in so einem Fall gar nichts von sich aus zugeben, sonst verlieren sie ihren Haftpflichtschutz.
Hier geht es eventuell um sehr viel Geld, und da machen die Versicherer lieber jahrelange Zivilprozesse und hauen stapelweise Gutachten, Schlechtachten und Gegengutachten auf Juristentische als wirklich zu helfen.

Leider darf ich die sicher interessante Diskussion im SOPF nicht nachlesen.
Trotz langjähriger Anmeldung als "Toni der Scheuermann" kommt bei dem Link die SOPF-Meldung: Du hast keine Berechtigung in diesem Forum Beiträge zu lesen.
Man könnte fast annehmen, daß im SOPF eher OP-kritische und für OP-Vermeidung kämpfende User bei solchen peinlich-kritischen Themen von den OP-Befürwortern abgeblockt werden?
Ich hatte schon mehrfach in meinem Leben einen Katheder für Peridural-Anästesie und musste zuvor immer einen Wisch unterschreiben, daß das Risiko einer Querschnittslähmung besteht und daß ich mir das machen lasse, obwohl mir dieses Risiko mitgeteilt wurde. Mit so einem Wisch sind die ausführenden Ärzte doch immer aus der Haftung! Wir Ingenieure sind immer zum Erfolg verdammt und verpflichtet. Ärzte und Juristen müssen sich lediglich "bemühen". Selbst wenn ein Patient stirbt, müssen sie lediglich beweisen, daß sie sich "bemüht" haben. Das wird von den meisten Leuten, die sich Ärzten oder Juristen anvertrauen gerne übersehen.
Auch mir steht demnächst eine größere OP bevor (leider- oder gottseidank- nicht an der WS.)
Gruß Toni
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von Thomas »

Toni hat geschrieben:Leider darf ich die sicher interessante Diskussion im SOPF nicht nachlesen.
Trotz langjähriger Anmeldung als "Toni der Scheuermann" kommt bei dem Link die SOPF-Meldung: Du hast keine Berechtigung in diesem Forum Beiträge zu lesen.
Hallo Toni,

im SOPF kommt man erst nach zehn eigenen Beiträgen in den Mitgliederbereich (dort steht der Beitrag), Du hast erst drei.

Viele Grüße

Thomas
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von Raven »

Hallo Toni,
Toni hat geschrieben:Das ist echt zum heulen, was der jungen Dame passiert ist, ganz unabhängig von der Schuldfrage.
Ich schäme mich meiner Tränen nicht, als ich diese beiden Videos gesehen habe.
geht mir genuso ;(
Toni hat geschrieben:Ärzte und Kliniken dürfen in so einem Fall gar nichts von sich aus zugeben, sonst verlieren sie ihren Haftpflichtschutz.
Das ist klar - "zugeben" war hier in der Tat etwas unglücklich formuliert und von mir auch nicht im Sinne von "zugeben, da und dort etwas falsch gemacht zu haben" gemeint.
Es müsste aber z.B. OP-Berichte geben. Zumindest fällt hier auf, dass die Dinge, die von der Klinik genannt wurden (somit wurde ja irgendwas "zugegeben", dass bestimmte Behandlungen stattgefunden haben), irgendwie an und für sich nicht stimmen können und nicht nur Stillschweigen bewahrt wird.
Auch passt z.B. einiges der genannten Beeinträchtigungen nicht zu den Verhaltensweisen, die sie ausführen kann, z.B. klare Aussprache, obwohl sie eine Tracheotomiekanüle trägt, bei der es sich um keine Sprechkanüle handelt.
Toni hat geschrieben:und musste zuvor immer einen Wisch unterschreiben, daß das Risiko einer Querschnittslähmung besteht und daß ich mir das machen lasse, obwohl mir dieses Risiko mitgeteilt wurde. Mit so einem Wisch sind die ausführenden Ärzte doch immer aus der Haftung!
Diese "Wischs" kenne ich auch sehr gut (bei mir war es wenigstens bisher nur eine OP, jene bzgl. der Skoliose). Die Haftungsfrage finde ich auch sehr problematisch...
Wennauch ich denke, dass man nicht in jedem Fall Ärzte oder andere Behandelnde als die Schuldigen ausmachen kann. Der menschliche Körper reagiert - leider - teils arg unterschiedlich, und mir sind auch Fälle von Querschnittslähmung, Blaseninkontinenz etc. bei Skoliose-OPs bekannt, bei denen weder Vorerkrankungen vorlagen oder erkennbar waren, noch eine übermäßige Korrektur (mit entsprechender Belastung des Rückenmarks) stattfand, noch es sich um unerfahrene Kliniken/Ärzte handelte.
Toni hat geschrieben:Trotz langjähriger Anmeldung als "Toni der Scheuermann" kommt bei dem Link die SOPF-Meldung: Du hast keine Berechtigung in diesem Forum Beiträge zu lesen.
Ist das im SOPF normal oder typisch, daß eher OP-kritische und für OP-Vermeidung kämpfende User bei solchen peinlich-kritischen Themen von den OP-Befürwortern geblockt werden?
Entschuldigung :) Ich hatte nicht gesehen, dass ich hier einen Thread verlinkt hatte, der in einem Mitgliederbereich steht :( (Das ist kein Admin-Bereich oder dergleichen, in den unliebsame Themen verschoben würden, sondern ein ganz normaler Mitgliederbereich für Leute mit einer gewissen Anzahl von Postings. Ich sehe, dass du im SOPF nur drei Postings hast statt der nötigen zehn hierfür.)
Zu deiner Frage: Nein, auch in öffentlichen Forenteilen darf selbstverständlich alles OP-kritische (OP-Pfusch, größere und kleinere Probleme nach einer OP, vermehrte Schmerzen, Lähmungen, Probleme mit der (Schmerz-)Versorgung in Kliniken etc.) gepostet werden, und dies findet auch statt :ja:
Zumindest in der Zeit, seit der ich im SOPF bin - vorheriges kann ich nicht beurteilen - ist dort auf jeden Fall auch OP-Kritik zu finden, wird auch bei Neuankömmlingen die bisherige Therapie-"Karriere" hinterfragt und keineswegs die OP als "mal fix gerade machen" empfohlen.
Schon mal: Würden derartige Themen geblockt, müsste ja wohl das Posting gelöscht worden sein, in einen auch für Mitglieder nicht zugänglichen Bereich verschoben sein und würde nicht üppig diskutiert :ja: Selbst bin ich auch durchaus OP-kritisch, und habe noch nie aufgrund entsprechender Äußerungen Probleme bekommen.
Dass man einen Thread, in dem über jemanden bzw. Dinge, die jemandem passiert sind, diskutiert wird, der selbst nicht in diesem Forum schreibt, in einem Mitgliederbereich erstellt, halte ich für sehr verständlich.

Viele Grüße,
Raven
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von minimine »

Hallo Raven,
Irgendwas, das wichtig wäre, scheint bei den kurzen Berichten (Videos) weggelassen oder sehr vereinfacht erklärt zu sein, da es so nicht ganz stimmig ist.
naja, irgendwas wird man immer zwangsläufig weglassen müssen, da die Sendezeit ja auch nicht besonders lange ist. Aber du meinst wahrscheinlich die Erklärung, dass ein Venenkatheter fälschlicherweise ins Rückenmark verlegt wurde. Ich denke, da wurden ganz einfach Begriffe verwechselt, gemeint ist womöglich ein Schmerzkatheter.
Fakt ist ja, dass etwas passiert ist und ich finde es gut und mutig von dem Mädchen, ihre Erlebnisse zu berichten und andere Betroffene darauf aufmerksam zu machen, was passieren kann.

Vielleicht möchten/dürfen sie auch noch gar nicht alles preisgeben, da das Verfahren ja noch läuft. Ich wünsche der Familie auf jeden Fall, dass alles zu ihren Gunsten ausgeht, auch wenn das nur ein schwacher Trost sein dürfte.

Für mich wurde wieder einmal deutlich, dass eine solche OP wirklich nur in spezialisierte Hände gehört und v.a. nur durchgeführt werden sollte, wenn sie tatsächlich notwendig ist.

LG
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von Raven »

Hallo minimine,
naja, irgendwas wird man immer zwangsläufig weglassen müssen, da die Sendezeit ja auch nicht besonders lange ist.
selbstverständlich. Ich beziehe mich aber eher auf Dinge, die man in vergleichbaren Sendungen durchaus mal weglässt, um etwas dramatischer, häufiger o.ä. erscheinen zu lassen (ich erinnere mich z.B. an eine im Fernsehen ausgestrahlte Sendung, in der es um eine - geglückte - Skoliose-OP ging und genannt wurde, dass die Patientin über ein halbes Jahr lang nicht die Schule besuchen konnte; dass es primär daran lag, dass sich ihr Schulweg besonders lang und umständlich gestaltete und deshalb nicht zu bewältigen war, viele andere Operierte jedoch viel früher die Schule besuchen, wurde weggelassen).
Aber du meinst wahrscheinlich die Erklärung, dass ein Venenkatheter fälschlicherweise ins Rückenmark verlegt wurde. Ich denke, da wurden ganz einfach Begriffe verwechselt, gemeint ist womöglich ein Schmerzkatheter.
Auch das meine ich damit.
Fakt ist ja, dass etwas passiert ist und ich finde es gut und mutig von dem Mädchen, ihre Erlebnisse zu berichten und andere Betroffene darauf aufmerksam zu machen, was passieren kann.
Auf jeden Fall! :ja:
Vielleicht möchten/dürfen sie auch noch gar nicht alles preisgeben, da das Verfahren ja noch läuft.
Durchaus möglich.
Für mich wurde wieder einmal deutlich, dass eine solche OP wirklich nur in spezialisierte Hände gehört und v.a. nur durchgeführt werden sollte, wenn sie tatsächlich notwendig ist.
Das sehe ich ganz genauso. (Ebenso auch natürlich für andere OPs.)

Hier noch dies, wennauch es um eine verpfuschte Bandscheiben-OP (mit ähnlicher Auswirkung ;( ) geht:
http://www.youtube.com/watch?v=DXb_JH_L ... re=related

Viele Grüße,
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von Toni »

Thomas hat geschrieben: Hallo Toni,

im SOPF kommt man erst nach zehn eigenen Beiträgen in den Mitgliederbereich (dort steht der Beitrag), Du hast erst drei.
Aha, das ist "natürlich" eine Erklärung. Früher habe ich auch im SOPF öfters mitgeschrieben und habe sicherlich wesentlich mehr als 3 Beiträge.
Die dortigen Admins haben früher auch schon mal den einen oder anderen Beitrag von mir gelöscht, wenn ich zu OP- oder "Neustadt"-kritisch war. Daher habe ich vielleicht ein etwas zwiespältiges Verhältnis zum SOPF und habe da schon monatelang nicht mehr reingeschaut.
Jedenfalls zeigt sich, daß eine Skoliose-OP keine leichtzunehmende "Schönheits-OP" ist (nicht einmal die ist ohne Risiken!) und daß es sich durchaus lohnt zu kämpfen um eine WS-OP zu vermeiden.
Gruß Toni
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von Raven »

Hallo Toni,
Toni hat geschrieben:Jedenfalls zeigt sich, daß eine Skoliose-OP keine leichtzunehmende "Schönheits-OP" ist (nicht einmal die ist ohne Risiken!) und daß es sich durchaus lohnt zu kämpfen um eine WS-OP zu vermeiden.
mich hat übrigens meine Skoliose-OP ziemlich OP-kritisch werden lassen, aufgrund der Risikenaufklärung und auch, wie sich das so anfühlt, selbst, wenn alles super läuft.
Selbst würde ich an mir keine OP mehr durchführen lassen, wenn nicht dringende Indikation dazu besteht - und Schönheits-OPs schon mal gar nicht (außer bei einer massiven Entstellung inklusive Funktionseinschränkungen).
Und das mit dem "kämpfen, um eine WS-OP zu vermeiden" fände ich selbst dann wichtig, wenn es keine OP-Risiken gäbe - immerhin, es ist eine große bleibende Veränderung im Körper, schlägt manchen auch (sehr) auf die Psyche...
Selbst, obwohl bei mir alles sehr gut und komplikationsfrei verlief, merke ich doch, dass durchaus Einschränkungen bestehen, die einen ziemlich von gesunden Gleichaltrigen abweichen lassen und je nach gewünschten Lebenszielen mehr oder weniger stark zum Tragen kommen (wennauch das natürlich um vieles geringere Probleme als nach Komplikationen sind...).
Toni hat geschrieben:Auch mir steht demnächst eine größere OP bevor (leider- oder gottseidank- nicht an der WS.)
Alles Gute dafür auf jeden Fall :top:

Viele Grüße,
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von minimine »

Hallo Raven,
Ich beziehe mich aber eher auf Dinge, die man in vergleichbaren Sendungen durchaus mal weglässt, um etwas dramatischer, häufiger o.ä. erscheinen zu lassen

verstehe schon, was du meinst. Allerdings glaube ich hier, dass man da gar nichts noch dramatischer darstellen muss. Es hätte ja schon gereicht, wenn sie nur ihre Beine nicht mehr bewegen könnte, aber bei dem Mädchen sind selbst Oberkörper und sogar die Atmung betroffen.
Als es damals übrigens bei mir darum ging, ob OP oder nicht bin ich beim googeln auf einen ähnlichen Fall gestoßen und der war für mich maßgeblich für die Entscheidung gegen eine OP.
Ich finde es einfach nur schrecklich, man geht eigentlich relativ "gesund" ins Krankenhaus und dann sowas, ich hab immer noch Gänsehaut. :|
Selbst, obwohl bei mir alles sehr gut und komplikationsfrei verlief, merke ich doch, dass durchaus Einschränkungen bestehen, die einen ziemlich von gesunden Gleichaltrigen abweichen lassen und je nach gewünschten Lebenszielen mehr oder weniger stark zum Tragen kommen (wennauch das natürlich um vieles geringere Probleme als nach Komplikationen sind...).
Wobei du hier aber auch berücksichtigen musst, dass du nicht weiß, welche Einschränkungen du ohne OP hättest.
Auch mir steht demnächst eine größere OP bevor (leider- oder gottseidank- nicht an der WS.)
Auch von mir alles Gute. :kleeblatt:

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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von Raven »

Hallo Minimine,
minimine hat geschrieben:Allerdings glaube ich hier, dass man da gar nichts noch dramatischer darstellen muss. Es hätte ja schon gereicht, wenn sie nur ihre Beine nicht mehr bewegen könnte, aber bei dem Mädchen sind selbst Oberkörper und sogar die Atmung betroffen.
definitiv! Ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich noch nie zuvor von einem genauso schweren Fall an Komplikation(en) nach einer Skoliose-OP gehört habe. Das Extremste bislang (definitiv aber auch schlimm...) war eine relativ tiefe Querschnittslähmung.
Ich finde alles sehr traurig, was in diese Kategorie gehört:
Ich finde es einfach nur schrecklich, man geht eigentlich relativ "gesund" ins Krankenhaus und dann sowas, ich hab immer noch Gänsehaut. :|
Wobei du hier aber auch berücksichtigen musst, dass du nicht weiß, welche Einschränkungen du ohne OP hättest.
Das ist mir sicherlich auch bewusst, und ich bereue meine OP auch nicht. Immerhin, das war zu einer Zeit, als weder ich noch meine Eltern etwas von Schroth, von einer sinnvollen Korsettbauform und dergleichen wussten und die Existenz dieses Forums noch deutlich in der Zukunft lag. Ohne OP hätte ich wohl acht Jahre bis zu meinem 18. Lebensjahr mich mit unwirksamen Korsetts herumgemüht, sinnlose Physiotherapie "geturnt" - und hätte vermutlich später erst recht die OP nicht vermeiden können. Unter den Umständen fand ich die Entscheidung für die OP sehr sinnvoll. Sicherlich würde ich nicht heutzutage einer 13-jährigen mit ideopathischer 55-Grad-Skoliose, die bislang nur mit einem Korsett mit minimaler Primärkorrektur sowie unspezifischer Physiotherapie behandelt wurde (so sah es bei mir damals aus), zur OP raten.

Jedenfalls, was ich damit vielmehr sagen will:
Auch außerhalb möglicher Komplikationen muss man abwägen, ob man die Konsequenzen für sich akzeptieren kann. Auch mit OP gibt es keinen "geraden Normalrücken", was teilweise auch von Ärzten beschönigt wird (der Art, man könne "alles machen"; klar, man darf fast alles ausprobieren, wird aber dennoch feststellen müssen, dass vieles nicht so optimal geht). Gerade darum sehe ich Skoliose-OPs, sofern es noch andere Behandlungsmöglichkeiten gibt, und sofern Beschwerdefreiheit existiert, ganz kritisch.

Wie gesagt: Ich für mich bereue nichts, die OP lief ja gut, bislang gab es keine Verschleißerscheinungen, Nach-OPs oder dergleichen und ich bin auch nicht so der "Körpermensch", sprich, ich verlange von mir keine sportlichen Leistungen, super Beweglichkeit und dergleichen, ich sehne mich nicht nach Achterbahnfahrten und Yoga-Kurs, ich kann damit umgehen, bei Bedarf um Hilfe zu bitten und mein Job ist reine Kopfarbeit, auch meine Hobbies tendieren sehr in die Richtung. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass für einen Menschen, für den bestimmte körperliche Möglichkeiten einfach zu einem guten Lebensgefühl dazu gehören, selbst eine optimal verlaufende OP sehr belastend ist, hier mitunter noch mehr Bedenkzeit nötig ist und dergleichen. Genau das meinte ich mit "je nach gewünschten Lebenszielen". Sich der Konsequenzen selbst einer bestmöglichst verlaufenden Versteifungs-OP bewusst zu sein, finde ich immens wichtig.

Viele Grüße,
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von minimine »

Hallo Raven,
Ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich noch nie zuvor von einem genauso schweren Fall an Komplikation(en) nach einer Skoliose-OP gehört habe.
soweit ich mich erinnere, war hier im Forum schon von einem Todesfall nach einer Skoliose-OP die Rede. :/
Das Extremste bislang (definitiv aber auch schlimm...) war eine relativ tiefe Querschnittslähmung.
Es heißt zwar immer, dass das Risiko relativ gering ist, ich meine auch was von unter 1% gehört zu haben, was neurologische Komplikationen anbelangt. ABER, ich glaube auch, dass da viel unter den Tisch fällt. Nicht alle sind komplett gelähmt, sondern haben vielleicht einfach ein Kribbeln im Fuß oder was ich auch schön häufiger gelesen habe, unterschiedliches Wärmeempfinden (ein Fuß fühlt sich kalt, der andere heiß an) oder Gefühlsstörungen im Bereich des Rückens/der Narbe. Außerdem müssen nicht immer neurologische Symptome sofort nach der OP auftauchen, sondern können vielleicht Jahre oder Jahrzehnte später auftreten.
Ich glaube wirklich, dass die Häufigkeit an Komplikationen etwas schön geredet wird.
Auch außerhalb möglicher Komplikationen muss man abwägen, ob man die Konsequenzen für sich akzeptieren kann.
Klar, nur ob man vorher schon weiß, welche Konsequenzen und Einschränkungen die OP bringen wird? :gruebel: Ich denke, viele sehen generell nur die positiven Seiten: Man hat einen geraden Rücken, der Rippenbuckel ist weg, man muss kein Korsett mehr tragen, ab einem gewissen Moment verdrängt man da evtl. auch die negativen Erscheinungen.
Gerade darum sehe ich Skoliose-OPs, sofern es noch andere Behandlungsmöglichkeiten gibt, und sofern Beschwerdefreiheit existiert, ganz kritisch.
Ja, nur leider sehen das viele Ärzte nicht so. :/ Ich finde es v.a. unmöglich, wenn ich so Sätze höre, wie: ab 50° muss/sollte operiert werden. Das ist sowas von pauschalisiert, aber manche Ärzte machen es sich eben einfach. :rolleyes:

LG
Minimine

PS: Wirklich Schade, dass du nicht zum Forumstreffen kommst, hätte dich wirklich gerne mal kennengelernt. :)
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von Raven »

Hallo minimine,
minimine hat geschrieben:soweit ich mich erinnere, war hier im Forum schon von einem Todesfall nach einer Skoliose-OP die Rede. :/
das hatte ich nicht mitbekommen :(
Nicht alle sind komplett gelähmt, sondern haben vielleicht einfach ein Kribbeln im Fuß oder was ich auch schön häufiger gelesen habe, unterschiedliches Wärmeempfinden (ein Fuß fühlt sich kalt, der andere heiß an) oder Gefühlsstörungen im Bereich des Rückens/der Narbe. Außerdem müssen nicht immer neurologische Symptome sofort nach der OP auftauchen, sondern können vielleicht Jahre oder Jahrzehnte später auftreten.
Ich glaube wirklich, dass die Häufigkeit an Komplikationen etwas schön geredet wird.
Da kenne ich einige, die hiervon betroffen sind. Gefühlsstörungen im Bereich von Narbe und Rücken haben die meisten zumindest für einige Zeit, auch ich war davon betroffen (sah/sehe es selbst aber nicht als Komplikation, sondern unvermeidbar - die Hautnerven und einiges an Muskulatur müssen ja leider durchtrennt werden).
Kribbeln und unterschiedliches Wärmeempfinden in den Füßen, oder auch mehr oder weniger starke Inkontinenz (auch hiervon habe ich durchaus schon häufiger im SOPF gelesen) rechne ich aber schon zu den Komplikationen. Durchaus gut vorstellen kann ich mir, dass von einigem überhaupt nicht die entsprechenden Chirurgen/Kliniken in Kenntnis gesetzt werden.
Klar, nur ob man vorher schon weiß, welche Konsequenzen und Einschränkungen die OP bringen wird? :gruebel:
Natürlich nie völlig. Aber einiges kann man doch, zumindest an Mindest(!)einschränkungen, durch Austausch mit anderen Patienten in Erfahrung bringen.
Bestimmte Einschränkungen sind bei einer bestimmten Versteifungsstrecke zumindest sehr typisch; da finde ich sehr viele Parallelen zwischen entsprechenden Patienten.
Zu Zeiten des Internets ist das um vieles einfacher als noch zur Zeit meiner OP (und sogar damals wurde mir von der Klinik angeboten, mit Patienten in verschiedenen Genesungsstadien zu sprechen, wobei beileibe nicht die "Rosinen-Musterfälle" rausgepickt wurden). Entsprechendes wird, meiner Einschätzung nach, auch relativ häufig genutzt, wennauch mir natürlich bewusst ist, dass man nicht alle Patienten damit erreichen kann.
Ich denke, viele sehen generell nur die positiven Seiten: Man hat einen geraden Rücken, der Rippenbuckel ist weg, man muss kein Korsett mehr tragen, ab einem gewissen Moment verdrängt man da evtl. auch die negativen Erscheinungen.
Das verstehe ich sehr gut :ja: Auch mir ging es um die Zeit der OP herum so; die Ängste bzgl. der OP verdrängte ich durchaus dahingehend, an ein korsettfreies und ohne von deprimierenden Orthopädenbesuchen ("wieder schlechter geworden") geprägtes Leben zu denken.

Viele Grüße,
Raven

PS: Wirklich Schade, dass du nicht zum Forumstreffen kommst, hätte dich wirklich gerne mal kennengelernt. :)
Es ist mir leider zu weit weg und zeitlich ungünstig gelegen. Bei einem etwas näheren Treffen sähe das schon ganz anders aus :ja:
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von Toni »

minimine hat geschrieben: soweit ich mich erinnere, war hier im Forum schon von einem Todesfall nach einer Skoliose-OP die Rede. :/
Mir sind aus den letzten 7 Jahren definitiv 3 Todesfälle als Folgen von Skoliose/Kyphose-OP bekannt.
Eine Sepsis und 2 Rückenmarksschwellungen.
Traurige Grüße
Toni
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von stonewoman »

Hallo,

Off topic:
eigentlich wollte ich mich hier gar nicht mehr zu Wort melden, da ich (bzw. mein Forum) und meine Arbeitsweise hier wieder mal fälschlicherweise angegriffen werden, möchte ich gerne etwas richtig stellen.
Toni hat geschrieben:Off topic:
Leider darf ich die sicher interessante Diskussion im SOPF nicht nachlesen.
Trotz langjähriger Anmeldung als "Toni der Scheuermann" kommt bei dem Link die SOPF-Meldung: Du hast keine Berechtigung in diesem Forum Beiträge zu lesen.
Off topic:

Nur weil du im SOPF schon lange angemeldet bist oder nur weil du "Toni der Scheuermann" bist und hier ein gewisses Ansehen hast, heißt das noch lange nicht, dass du auch alles darfst. Es gibt bei uns nun mal einen Mitgliederbereich, in den nicht jedes Mitglied seine neugierige Nase rein stecken darf.

Der Bereich ist nur für Mitglieder, die sich auch am Forumsleben beteiligen (und dementsprechend viele Beiträge geschrieben haben) und nicht für Mitglieder, die sich nur anmelden weil sie einfach nur neugierig sind. Ab wann man den Mitgliederbereich betreten kann, kannst du unseren Forumsregeln entnehmen. Erst lesen, dann schreiben/meckern - das ist guter Stil. Aber deine ausfällige Schreibweise kennt man ja und hat oft nichts mit gutem Stil zu tun.

Toni hat geschrieben:Off topic:
Früher habe ich auch im SOPF öfters mitgeschrieben und habe sicherlich wesentlich mehr als 3 Beiträge.
Die dortigen Admins haben früher auch schon mal den einen oder anderen Beitrag von mir gelöscht, wenn ich zu OP- oder "Neustadt"-kritisch war.
Off topic:
OP- oder Neustadt kritische Beiträge wurden bei mir noch nie gelöscht! Wenn Beiträge von dir gelöscht wurden, dann nur weil diese gegen unsere Forumsregeln verstoßen haben. Im Gegensatz zu hier werden bei uns keine Beleidigungen oder falsche Anschuldigungen geduldet, auch Angriffe - die unter die Gürtellinie gehen - gegen Ärzte und Kliniken die sich nicht dazu äußern können, werden nicht geduldet. Ja, solche unqualifizierten Beiträge werden kommentarlos gelöscht. So was gehört sich einfach nicht, denn das SOPF ist ein Forum für hilfesuchende und ängstliche Schmerzpatienten und nicht für Pöbler und Streitsuchende.

Da du selber schreibst:
Off topic:
habe ich vielleicht ein etwas zwiespältiges Verhältnis zum SOPF und habe da schon monatelang nicht mehr reingeschaut.
Off topic:
finde ich Aussagen von dir wie:
Off topic:
Man könnte fast annehmen, daß im SOPF eher OP-kritische und für OP-Vermeidung kämpfende User bei solchen peinlich-kritischen Themen von den OP-Befürwortern abgeblockt werden?
Off topic:
echt eine Frechheit. Das ist absolut nicht der Fall und wenn du regelmäßig bei uns lesen würdest, dann wüsstest du das auch. Wir sind keine strickten "OP-Befürworter" nur weil wir operiert sind. Wir hinterfragen und kritisieren auch - nur wir akzeptieren es auch, wenn jemand die OP als letzten Ausweg für sich sieht. Und bei uns muss man sich nicht dafür entschuldigen, wenn man über eine OP nachdenkt oder operiert ist!

Und Toni, behalte deine falschen Anschuldigungen und dein unqualifiziertes Halbwissen über mein Forum in Zukunft bitte für dich oder schreib mich persönlich an.
Das SOPF hat genau so eine Berechtigung wie das SIF und ich würde es sehr begrüßen, wenn das hier endlich mal respektiert wird!


Zu dem Video: Ja, so was kann passieren und es passiert auch. Das sollte man sich immer vor Augen halten. Aber wer sich operieren lassen will/muss, wird über die Risiken informiert und der sollte sich über die Risiken auch im klaren sein. Trotz alle dem ist die OP für viele Menschen die letzte Hoffnung und sie kann auch ein Segen sein - auch das darf man nicht vergessen!

Stoni.
Ricky
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von Ricky »

minimine hat geschrieben: soweit ich mich erinnere, war hier im Forum schon von einem Todesfall nach einer Skoliose-OP die Rede. :/
Gehe ich recht in der Annahme, dass die Op, als Skolioise-OP, nicht ursächlich, für den schrecklichen Ausgang war?

Ich denke, dass es leider bei jeder Operation zu Komplikatinen kommen kann (mußte es leider schon selbst erleben) und dennoch sind wir bestimmt alle froh, dass die operativen Möglichkeiten generell so weit fortgeschritten sind.

LG Ricky
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von Dalia »

Hallo Toni,

ich habe mehr als zehn Beiträge im SOPF und komme problemlos in den Thread rein. So umfangreich ist die Diskussion nicht. Dass es bei dir so wenige Beiträge sind, führe ich auf den Forumswechsel zurück. Es gab ein älteres Forum, in dem du recht aktiv warst. Dann wurde ein neues Forum aufgebaut, in dem man sich wieder neu anmelden musste. Soweit ich mitbekommen habe, warst du da bereits nicht mehr aktiv im SOPF. (Darf man fragen, was für eine größere OP und wann ansteht? Von mir auf jeden Fall auch alles Gute.)

Stoni, deine harschen Worte finde ich hier auch nicht angebracht, zumal es im Verlauf des Thread klar wurde, dass hier ein Missverständnis von Seiten Toni vorliegt. Auch deine Aussage
stonewoman hat geschrieben:Das SOPF hat genau so eine Berechtigung wie das SIF und ich würde es sehr begrüßen, wenn das hier endlich mal respektiert wird!
finde ich hier fehl am Platze. :< Das SIF respektiert das SOPF, sonst würden wir nicht immer wieder Leute zu euch schicken. Schließe bitte nicht von einem einzelnen User auf alle. Ich bin froh, dass es hier User wie Raven oder BlümchenRose gibt, die differenzieren können und hier wertvolle Beiträge zu Skoliose-OP-Fragen leisten können.

@alle:

Es ist furchtbar, was dem Mädchen passiert ist. Ich gehe davon aus, dass die Medienleute bei der Berichterstattung was verzerrt haben. Ich habe schon so viele falsche Berichterstattungen erlebt, denkt doch einfach an die Darstellung von Korsetttherapien und Skoliose-OPs im Fernsehen. Das liegt meistens an den Medienleuten, die was falsch verstehen, es falsch übermitteln und die Wesentliches weglassen. Habe das selbst erlebt bei Dokumentarfilmen und Zeitungsartikeln über mir bekannte Personen.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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Therapie: OP: 1997 mit 13 Jahren Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade

Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von Raven »

Hallo Ricky,
Ricky hat geschrieben:Gehe ich recht in der Annahme, dass die Op, als Skolioise-OP, nicht ursächlich, für den schrecklichen Ausgang war?
es ging hier natürlich nicht um Menschen, die mal eine Skoliose-OP hatten und irgendwann gestorben sind, oder deren in zeitlicher Nähe zur OP stehender Tod mit einer anderen Erkrankung oder einem Unfall zu tun hat.
Es ging hier um einen Todesfall, der unmittelbar nach einer Skoliose-OP stattfand - Grund für den Todesfall war eine Schwellung des Rückenmarks.
Ein Zusammenhang scheint hier zumindest zu existieren (noch genauere Details sind mir nicht bekannt). Dass derartiges passiert, muss nicht zwingend ein sogenannter "Kunstfehler" sein - menschliche Körper können da sehr unterschiedlich auf Eingriffe reagieren.
Ricky hat geschrieben:dennoch sind wir bestimmt alle froh, dass die operativen Möglichkeiten generell so weit fortgeschritten sind.
Für "alle" kann ich sicherlich nicht sprechen, aber die meisten - inklusive mir - sind wohl schon froh darum, dass es solche Möglichkeiten gibt :)
Ein verantwortungsvoller Umgang damit ist natürlich entsprechend wichtig.

Viele Grüße,
Raven


----

Hallo Dalia,
Das liegt meistens an den Medienleuten, die was falsch verstehen, es falsch übermitteln und die Wesentliches weglassen. Habe das selbst erlebt bei Dokumentarfilmen und Zeitungsartikeln über mir bekannte Personen.
da stimme ich dir rundum zu - auch bzgl. Dokus/Artikel über mir bekannte Personen oder mir genau bekannte Sachverhalte, Orte etc. habe ich dergleichen schon erlebt.

Viele Grüße,
Raven
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von Ricky »

Raven hat geschrieben:

Für "alle" kann ich sicherlich nicht sprechen, aber die meisten - inklusive mir - sind wohl schon froh darum, dass es solche Möglichkeiten gibt :)
Ein verantwortungsvoller Umgang damit ist natürlich entsprechend wichtig.
absolut.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, wenn ich diese Post-Op-Bilder sehe, dass irgendjemand sich solch einer OP leichtsinnig hingibt...

LG Ricky
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Re: Videos zu einer verpfuschten Skoliose-OP

Beitrag von Raven »

Hallo Ricky,
Ricky hat geschrieben:Ich kann mir aber nicht vorstellen, wenn ich diese Post-Op-Bilder sehe, dass irgendjemand sich solch einer OP leichtsinnig hingibt...
leichtsinnig im Sinne von "oooach, lassen wir mal eben machen" sicherlich nicht.
Aber: Es gibt Orthopäden, die überdramatisieren. Gerade vor Zeiten der Informationsmöglichkeit im Internet war deren "Geschäft" dahingehend auch entsprechend leichter.
Mir sind persönlich - nicht über "sieben Ecken"! - Leute bekannt, denen von Orthopäden gesagt wurde, dass
- man nach dem Abschluss des Wachstums nicht mehr operieren kann
- eine Skoliose von um die 50 Grad innerhalb weniger Jahre zu Querschnittslähmung führt
- eine Korsetttherapie ab 16 Jahren keinesfalls (bei überhaupt keinem Patienten mehr) etwas verbessern kann
- etc. etc.
Wer sich hier für eine OP entscheidet, ohne auch nur zu ahnen, dass an den Aussagen womöglich etwas nicht stimmt, gibt sich sicherlich nicht leichtfertig einer OP hin, sondern willigt verzweifelt ein.
Außerdem werden Patienten gar nicht immer mit Röntgenbildern anderer Patienten konfrontiert (wennauch man dergleichen durchaus im Internet finden kann), sondern bei der OP-Aufklärung werden zumeist - natürlich auch von der Klinik abhängig - Kunststoffmodelle von Wirbelsäulen mit eingesetzten Implantaten gezeigt. (Je nach Patient wirkt das eine oder das andere - Röntgenbilder oder Modelle - schockierender oder harmloser.) Auch können durchaus Post-OP-Bilder motivierend wirken.
Aus eigener Erfahrung: Als ich erstmalig nach OP ein Röntgenbild meiner Wirbelsäule sah, fand ich keinesfalls die Implantate gruselig - sondern war vielmehr im positiven Sinne zu Tränen gerührt, da erstmals auf einem meiner Röntgenbilder eine fast gerade Wirbelsäule zu sehen statt ein "S", das bei jedem Orthopädenbesuch sich als ausgeprägter herausstellte. Und da war ich keinesfalls eine abgebrühte Erwachsene oder so, sondern ein sensibles 13-jähriges Mädchen. Vielen anderen ging es genauso.

Viele Grüße,
Raven
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
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