Also wie ich sehe habt ihr beide ähnliche Probleme. Mal ganz Generell. Ohne euch zu kennen unterstelle ich euch jetzt einfach mal das ihr halt beide von Natur aus etwas schiefer seit, dadran wird sich dann wohl auf dem Pferd auch nicht zu viel ändern. Jetzt aber zu versuchen optisch gerade zu werden und dafür nicht mehr ausbalnaciert zu sitzen wird aber von der Reitlehre her nach hinten losgehen.
--Wie gesagt ich kenn mich mit Skoliose nicht wirklich aus, wenn ich jetzt Quatsch erzähle dürfen sich auch gerne Nichtreiter einmischen.-- Aufgrund eurer seitlichen Krümmung der Wirbelsäule wird ja wahrscheinlich auch eure Körpermasse etwas mehr zu dieser oder jener Seite verteilt sein. Wenn ihr jetzt beim Reiten versucht euch optisch gerade hinzusetzten, Schultern auf gleicher Höhe oder halt den Rücken im Lot zu haben, dann gelingt es euch auch nicht mehr beide...ähm... Arschbacken gleichmäßig zu belasten und ihr könnt eurem Pferd keine ordentlichen Gewichtshilfen mehr geben. Eure Schnittstelle zwischen euch und dem Pferd ist nunmal der Hintern. Und alles was dadrüber (optisch) passiert ist dem Pferd wahrscheinlich total egal.
Wenn jetzt also eine Schulter tiefer ist als die andere weil das sonst auch so ist, dann ist das so. Erklärt eurem Reitlehrer die Problematik und dann ist gut. Wenn ihr eh keine Dressur reitet wird es auch keinen geben der sich darüber beschwert.
merline88 hat geschrieben:
[...]In Wendungen muss ich mich dann z.B. extrem konzentrieren, dass ich die innere Schulter ein Stück nach hinten drehe und die äußere nach vorne... dass ich also meinen Oberkörper mit in die Wendung nehme. Geht auf einer Seite viel besser als auf der anderen.[...]
Das ist total normal. Auch
jeder Reiter mit einem "geraden" Rücken hat dieses Problem. Dadurch das es bei Menschen Rechts- und Linkshänder gibt es eine Seite immer stärker oder beweglicher als die Andere. Dadran muss man in jeder Reitstunde verstärkt arbeiten. Man muss auf der Seite wo es schlechter geht einfach deutlich mehr trainieren. Das Ganze gilt übrigens nicht nur für die Menschen sondern natürlich auch für die Pferde und alle andern Wirbeltiere. Achtet mal dadrauf wenn eure Hunde oder Katzen Gallopieren, die haben auch eine Lieblingshand. Mein Hund läuft zum Beispiel fast immer im Linksgalopp.
Saphira hat geschrieben:
[...]Ich tu mir auch schwer, den Trab auszusitzen. [...]
[...]Auch beim Aussitzen des Galopps tu ich mir schwer, außer das Pferd hat einen wirklich weichen Galopp. Aber das geht noch eher, als den Trab auszusitzen. [...]
Auch ein ganz normales Reiterproblem. Versuch mal im Schritt schon übertrieben in der Hüfte mitzugehen. Das ganze gleicht einer rythmischen Bewugung in der Hüfte wie man sie auch bei anderen schönen Dingen des Lebens vollführt. Dadurch lockerst du schon in der Lösungsphase, die ja nicht nur deinem Pferd gilt, deine Lendenwirbelsäule und dann fällt es dir auch in den anderen Gangarten leichter der Bewegung des Pferdes zu folgen.
So...
Und mit dem Aufheben der Hufe könnte man auch Bücher füllen. Grundsätzlich: Gebt dem Pferd eine Feste Anlehnung, legt das Bein auf eurem Oberschenkel ab und haltet es nicht nur iwie in der Hand fest. Wenn ihr dadurch anfangt zu wackeln(und das muss nicht mal doll sein) fühlt das Pferd sich unsicher und fängt halt an zu zappeln.
Und wenn sich dein kleiner gelber Freund immer so richtig schön bei dir anlehnt dann lass ihn doch einfach mal behutsam "fallen" er wird schon nicht umkippen. Du darfst ihm nur nicht vermitteln das du ihn trägst.
LG Michael