Mein neuer Kubin-Halswirbelsäulenentlaster

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Thomas
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Mein neuer Kubin-Halswirbelsäulenentlaster

Beitrag von Thomas »

Ich hatte ja versprochen, dass ich noch etwas zu meinem neuen Halswirbelsäulenentlaster schreibe, den ich in der Reha von Dr. Steffan verschrieben bekommen habe.

Angefangen hatte die Sache ja auf dem Skoliose-Workshop im April in Bad Sobernheim. Bis zur Reha trug ich ja noch regelmäßig mein Rahmouni-Halsteil, und so natürlich auch auf dem Workshop.

Auf dem Workshop war auch Herr Kubin anwesend, der dort im Wesentlichen Reklame für seinen (Lenden-)Wirbelsäulenentlaster gemachjt hat, den Dr. Steffan ja gerne gerade älteren Patienten zur Schmerzreduzierung verschreibt.

Herr Kubin sprach mich während einer Pause auf mein Halsteil an und fragte, wegen was ich das Teil trage. Als ich ihm die Einzelheiten darüber erzählte (können auch hier nachgelesen werden) meinte er, dass er auch ein spezielles Teil für die Entlastung der Halswirbelsäule entwickelt habe, und dass dieses Teil seiner Ansicht nach besser zur Behandlung meiner Beschwerden geeignet sei, als das Teil, dass ich zu diesem Zeitpunkt trug.

Der wesentliche Unterschied zwischen meinem bisherigen Rahmouni-Halsteil und dem Halswirbelsäulenentlaster von Kubin ist, dass ich mich bei meinem Rahmouni-Halsteil selbst aktiv strecken muss, um eine Entlastung der HWS zu erreichen. Bei dem Kubin-Halsteil wird die Steckung (ähnlich wie bei der LWS-Orthese) passiv durch zwei Pneumatikzylinder erreicht, die man mit einer speziellen Luftpumpe aufpumpt.

Die Idee ist dann, dass man die Kubin-Orthese nicht den ganzen Tag, sondern nur ca. eine Stunde vor dem Schlafengehen trägt, und trotzdem die gleiche Streckung und damit Schmerzminderung erreicht, wie beim ganztägigen Tragen des Rahmouni-Halsteils.

Nachdem ich mein Rahmouni-Halsteil nun seit September letzten Jahres fast jeden Tag getragen habe, klang dieser Vorteil der reduzierten Tragezeit natürlich bestechend. Herr Kubin drückte mir einen ersten Prospekt in die Hand, in der der Halswirbelsäulenentlaster abgebildet war und versprach mir, mir noch mehr Infos zukommen lassen, ich solle mich doch wenn ich zuhause wäre bei ihm melden.

Dies habe ich dann auch getan und tatsächlich erhielt ich auch einige Tage später mit der Post eine ganze Menge Infomaterial.

Als ich dann im Juni in der Reha war hab ich im Rahmen meiner Korsettsprechstunde Dr. Steffan auch auf den Halswirbelsäulenentlaster angesprochen. Dr. Steffan hatte den Halswirbelsäulenentlaster zu diesem Zeitpunkt schon einmal verschrieben, und nachdem ich ihm meine vorliegenden Untersuchungsergebnisse und Diagnosen gezeigt hatte, war er auch der Auffassung, dass der HWS-Entlaster bei mir etwas bringen könnte.

Dr. Steffan schrieb ein Rezept raus, das noch am selben Tag zu der Fa. Sanomed in Bad Sobernheim ging, die erstellten einen Voranschlag und schickten ihn an die Kasse.

In weniger als einer Woche war die Kostenübernahme-Zusage von der Kasse da, und einen Tag später saß ich bereits bei Sanomed zur Anfertigen des Halswirbelsäulen-Entlasters.

Anders als bei der LWS-Kubin-Orthese muss beim HWS-Entlaster kein Gipsabdruck gefertigt werden. Die einzelnen Teile bestehen aus Metallstreifen, die direkt an den Körper angepasst (gebogen) werden. Das Ganze hat ca. zwei Stunden gedauert, dann war der ‚Rohling’ des Entlasters fertig, und am Nachmittag des selben Tages konnte ich mein neues Halsteil dann schon abholen, nachdem die endgültigen Anpassungen durchgeführt waren und ich eine kurze Einweisung erhalten hatte.

Wie sind nun meine ersten Erfahrungen mit dem HWS-Entlaster?

In der allerersten Zeit konnte ich nicht direkt den Erfolg der Orthese beurteilen, da während der Reha meine Schmerzen und Ausfall-Erscheinungen im Arm praktisch vollständig zurückgegangen waren. Das schiebe ich zum ersten auf die regelmäßige Schroth-Reha, aber auch darauf, dass ich während der Reha natürlich nicht jeden tag 8 bis 10 Stunden relativ unbeweglich m Schreibtisch sitze, was der HWS natürlich auch nicht gut tut.

Inzwischen treten die Schmerzen wieder gehäuft auf, und ich teste daher regelmäßig die neue Orthese. Was ich festgestellt habe ist, dass sie keinen direkten Schmerzverlust auslöst, wenn ich sie anziehe. Ich habe aber das Gefühl, dass die Schmerzen am nächsten Tag im Büro besser sind, wenn ich am Tag vorher das Halsteil getragen habe.

Ein Problem, das auch auf den Bildern sichtbar ist, ist, dass die Orthese am Hinterkopf sehr hoch hinaufreicht und ich das Gefühl habe, dass sie dort zu wenig abstützt. Ich habe versucht, das Problem damit zu lösen, dass ich die Lederbänder, die das hinter Teil der Halsstütze mit dem vorderen verbindet, verkürzt habe. Das hat aber dazu geführt, dass sich im Wesentlichen der Vordere Teil der Halsstütze mehr in meine Kehlkopf gedrückt hat (unangenehm) und ich am Hinterkopf trotzdem noch zu wenig Halt hatte.

Ich werde mal mit Herrn Kubin in Verbindung treten und ihn fragen, was er zu dem Problem meint oder ob es möglicherweise so sein müsse wie es ist.

Und wie trägt sich das Teil?

Länger als eine Stunde am Stück möchte ich den HWS-Entlaster nicht anhaben. Der Druck auf den Unterkiefer ist schon recht groß und mit der Zeit auch unangenehm (ich trage seit einer Zahnbehandlung vor ein paar Jahren nachts noch regelmäßig herausnehmbare Retainer zusammen mit einer Knirscher-Schiene, und die zieh ich jetzt auch an, wenn ich das Halsteil trage, da ich sonst Angst hätte, dass sich meine Zähne zu sehr verschieben). Außerdem ist der Kopf in dem Teil schon absolut unbeweglich festgehalten und erlaubt wirklich nur Bewegungen im Milimeterbereich. Dadurch bin ich wirklich froh, wenn ich das Teil dann nach einer Stunde wieder abnehmen kann. Aber länger soll ich das Teil ja auch nicht tragen.

So, das war ein erster Bericht zu meinem neuen Halsschmuck. Wenn noch Fragen aufkommen einfach fragen. Anschließend kommen noch ein paar Bilder, die Den Halswirbelsäulen-entlaster mit und ohne Inhalt zeigen :D

Viele Grüße

Thomas
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Der Wirbelsäulenentlaster zusammen mit dem Rahmouni-Korsett
Der Wirbelsäulenentlaster zusammen mit dem Rahmouni-Korsett
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Kubin Wirbelsäulenentlaster von der Seite
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Kubin Wirbelsäulenentlaster von vorne
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Und hier noch das Ganze mit Inhalt :D !

Thomas
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...und von der Seite!
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Das Ganze von Vorne.....
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Thomas,

interessanter Bericht.
Hast Du die in einem anderen Thread von mir genannte Glisson Schlinge mal in diesem Zusammenhang getestet?

Gruss
Klaus
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sloopy
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Beitrag von sloopy »

Hallo Thomas,

auch wenn ich nicht viel Neues erfahren habe ;), hat es Spaß gemacht deinen Bericht zu lesen- vielen Dank dafür.

Es kann sicher nicht schaden, wenn du Hr. Kubin nochmal kontaktierst und nachfragst.

Herzliche Grüße,
sloopy
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Beitrag von minimine »

Hallo Thomas,

danke für deinen Bericht und die Bilder. :) Ich hab mir das Teil komplett anders vorgestellt. Dachte da eher an eine Halskrause, die halt mit Luft befüllt wird, damit sich die HWS streckt, so kann man sich irren. :D
Inzwischen treten die Schmerzen wieder gehäuft auf, und ich teste daher regelmäßig die neue Orthese. Was ich festgestellt habe ist, dass sie keinen direkten Schmerzverlust auslöst, wenn ich sie anziehe. Ich habe aber das Gefühl, dass die Schmerzen am nächsten Tag im Büro besser sind, wenn ich am Tag vorher das Halsteil getragen habe.
Hattest du mir nicht erzählt, dass du das Teil seit der Reha gar nicht mehr getragen hast?? :gruebel:

Wünsche dir damit auf jeden Fall noch viel Erfolg!

LG
Minimine
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Beitrag von Thomas »

Danke für Eure Antworten!
Klaus hat geschrieben:Hast Du die in einem anderen Thread von mir genannte Glisson Schlinge mal in diesem Zusammenhang getestet?
Nein, hab ich noch nicht ausprobiert, da ich keine Glissson-Schlinge besitze.
sloopy hat geschrieben:...auch wenn ich nicht viel Neues erfahren habe ;)...
Das kommt davon, wenn man bereits zu viele Insiderinformationen besitzt ;D
minimine hat geschrieben:Hattest du mir nicht erzählt, dass du das Teil seit der Reha gar nicht mehr getragen hast?? :gruebel:
In der ersten Woche nach der Reha hab ich die Kubin-Orthese nicht getragen, da ich keine Beschwerden hatte. Seit Mitte letzter Woche bin ich wieder am Testen damit.

Viele Grüße

Thomas
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Schroth KG

Beitrag von Silas »

Danke für Deinen sehr interessanten, ausführlichen Bericht.

Wäre es vielleicht eine mögliche Lösung Deiner Probleme - die sicherlich andere Patienten mit Dir teilen - getrennte Pneumatiksysteme zu entwickeln, so dass man die Streckung von hinten und vorne dosieren kann?
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Beitrag von Thomas »

Silas hat geschrieben:Wäre es vielleicht eine mögliche Lösung Deiner Probleme - die sicherlich andere Patienten mit Dir teilen - getrennte Pneumatiksysteme zu entwickeln, so dass man die Streckung von hinten und vorne dosieren kann?
Das ist glaub ich nicht so das Problem. Das Hauptproblem (zumindest bei mir ) ist, dass die hintere Spange am Kopf nach oben abrutscht, da mein Hinterkopf wohl nicht genügend stark ausgeprägt ist :(.

Gegenwärtig hab ich jetzt eh das Problem, dass die Armschmerzen, wenn ich das Teil anziehe, zuerst mal stark zunehmen, so dass ich das Teil nicht all zu lange aushalte. Ich weiss jetzt nicht, ob das so sein muss, und ob das eben davon kommt, dass der eingeklemmte Nerv eben auch bei Entlastung gereizt wird. Nach wie vor hab ich das Gefühl, dass die Schmerzen tagsüber im Büro geringer sind, wenn ich das Teil am Abend zuvor (wenn auch nur kurz) getragen habe.

Bin etwas ratlos, wie ich jetzt weitermachen soll.

Gruß Thomas
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Beitrag von Eichhörnchen »

Hallo Thomas,
vielen Dank für Deinen Bericht, Dein Halsteil sieht so ähnlich aus wie meins das ich als Kind tragen mußte. Meine Kopfstütze war am Korsett befestigt, es war noch ein bisschen kompakter und wurde alle 14 Tage höher gestellt. das Teil am Kinn war bei mir so angebracht das es das ganze Kinn umschloss. Ich hatte auch immer Kieferschmerzen. Wurde aber nicht ernstgenommen, war ja nur ein "dummes kleines Kind.
Später habe ich dann auch eine Beißschiene getragen.
Ich hoffe das Du Deine Schmerzen damit in Griff bekommst.
Liebe Grüße
Marion
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Hallo Marion,

ich habe absoluten Respekt vor allen, die in ihrer Kindheit oder Jugend ein Milwaukee-Korsett getragen haben, und ich nehme an, es handelte sich um ein Milwaukee-Korsett, bei dem, was Du beschrieben hast.

Nachdem ich jetzt mein Halsteil ca. ein halbes Jahr intensiv getragen habe weiss ich, wie lästig so ein Teil ist.

Wobei es mich etwas wundert, dass Du noch ein Halsteil hattest, bei dem der Kiefer passiv nach oben gedrückt wurde. Das wurde ja bei den neueren Milwaukees nicht mehr getan, da diente der vordere Teil des Halsteils nur noch als Mahnpelotte, auf den das Kinn aber nicht aufgesetzt werdeen sollte (so ähnlich wie bei meinem Rahmouni-Halsteil).

Musstest Du die Beißschiene tragen, weil sich die Zähne bereits verschoben hatten oder diente dies nur zur Vorbeugung? Ich stelle mir so ne Beißschiene im Alltag fast noch unangenehmer vor als das Halsteil selbst, wenn dadurch auch noch die Sprache behindert ist.

Es waren schon harte Zeiten damals. Heute würde man sowas einem Kind sicherlich nicht mehr zumuten.

Viele Grüße

Thomas
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Beitrag von Eichhörnchen »

Hallo Thomas,
Wir hier in Oldenburg waren damals immer mit der "Mode2 hinterher :D
Wir hatten hier einen sehr alten Techniker der lange nicht auf dem neusten Stand war. Genau so wie die Krankenhäuser, als Kind mit Skoliose wurde im Krankenhaus behandelt. Die Korsett-Eingewöhnung wurde auch in der Klinik gemacht, man war bis zu 1,5 Jahre auf der Kinderstation.
Ich war länger als 6 Monate da und sollte an sich noch viel länger dort bleiben wenn meine Mutter nicht darum gekämpft hätte das Sie mich nach Hause lassen sollten. Heute wird es Gott sei Dank anders gemacht.
Obwohl es auch für die heutige Jugend sehr schwer ist.
Mein Kiefer hat zum Glück keinen Schaden genommen, aber eine Unterhaltung mit Korsett war fast nicht möglich.
Unterricht in der Schule war auch nicht möglich, konnte nicht einmal auf meinen Tisch schauen um zu schreiben.
Ich bin froh das diese Zeit vorbei ist und das es keiner mehr mitmachen muß. Ich hab dadurch eineinhalb Jahre Schulzeit verpasst und mußte wiederholen. Ich habe mein Korsett nicht sehr lange getragen, konnte damit nicht mit dem Bus zur Schule fahren, hab die Treppe nicht gesehen.
Heute ist es ein bisschen leichter.
Liebe Grüße
Marion
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Beitrag von Thomas »

Eichhörnchen hat geschrieben:Die Korsett-Eingewöhnung wurde auch in der Klinik gemacht, man war bis zu 1,5 Jahre auf der Kinderstation.
Das kann man sich heute echt nicht mehr vorstellen, da würden auch die Kostenträger gar nicht mehr mitmachen.
Mein Kiefer hat zum Glück keinen Schaden genommen, aber eine Unterhaltung mit Korsett war fast nicht möglich.
Das fördert auch nicht gerade die sozialen Kontakte...
Unterricht in der Schule war auch nicht möglich, konnte nicht einmal auf meinen Tisch schauen um zu schreiben..... Ich hab dadurch eineinhalb Jahre Schulzeit verpasst und mußte wiederholen. Ich habe mein Korsett nicht sehr lange getragen, konnte damit nicht mit dem Bus zur Schule fahren, hab die Treppe nicht gesehen.
Unter diesen Voraussetzungen ist es nicht verwunderlich, dass Du Dein Korsett nicht allzu lange getragen hast. Wie haben die sich das denn vorgestellt? Wenn im Korsett kein Schulbesuch möglich ist, wie soll sichj denn da ein Jugendlicher entwickeln?

Das kann man heute echt nicht mehr nachvollziehen!

Viele Grüße

Thomas
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Re: Mein neuer Kubin-Halswirbelsäulenentlaster

Beitrag von Thomas »

Hallo,

meine weiteren Erfahrungen mit dem Halswirbelsäulenmentlaster habe ich hier berschrieben!

Thomas
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