Wer kann mir bitte Helfen ?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Bernd.W
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Wer kann mir bitte Helfen ?

Beitrag von Bernd.W »

Hy habe mal ein Paar fragen an euch und zwar.
Ich bin 22 jahre alt Männlich habe ein massives Hohlkreuz und einen Rundrücken was kann ich dagegen tun das ich nicht ständig rückenschmerzen bekomme und das ich vieleicht ein einigermassen geraden Rücken wieder bekomme.
Korsett op oder was?
Und was sind denn die Folge schäden mit zunehmenden alter?
Lady S
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Therapie: Seit 2003 Schroth-KG, 3 Rehas in Bad Salzungen.
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Beitrag von Lady S »

Hallo Bernd und willkommen im Forum!
Die "Kyphosespezialisten" antworten Dir dann sicher, aber kannst Du schon mal ein bisschen ausführlicher werden?

Was sagt der Orthopäde (oder warst Du noch nie bei einem)?
Scheuermann? Gradzahl gemessen? Empfehlung?

Was hast Du bisher unternommen?

Grüsse, Lady S
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Bernd.W hat geschrieben:Ich bin 22 jahre alt Männlich habe ein massives Hohlkreuz und einen Rundrücken was kann ich dagegen tun das ich nicht ständig rückenschmerzen bekomme und das ich vieleicht ein einigermassen geraden Rücken wieder bekomme.
Dein Post ist leider etwas untergegangen, weil @dani1983RT mit seiner OP Erfahrung erst einmal die konservative Methode in den Vordergrund stellen wollte, die Du, Bernd, sicherlich auch erst einmal konsequent verfolgen solltest.

Dazu ist es sehr wichtig, hier im Forum intensiv zu lesen, weil Deine Fragen zumindest die Rubrik Kyphose mit entsprechenden Erfahrungsberichten, Tipps und Diskusionen voll ausfüllen.

Bei Hyperkyhose (Rundrücken) und Hyperlordose (Hohlkreuz) ist zunächst mal die Schroth KG (lernt man in einer stationären Schroth REHA) eine optimale Möglichkeit, die "massive" Fehlstellung zu reduzieren. Dabei sollte eine Grad-Angabe zur Hyperkyphose gemacht werden, um die Situation einschätzen zu können. Das Wort "massiv" ist zu ungenau.
Weiterhin kann mit einem Erwachsenen Korsett versucht werden, die Schmerzen zu reduzieren, falls eine Schroth KG Behandlung nicht zum Erfolg führt.
Eine "Begradigung" ist in Deinem Alter sehr wahrscheinlich nicht mehr möglich, aber der Erfolg einer solchen Maßnahme nimmt grundsätzlich mit dem Alter ab. Jeder Rücken ist aber anders und man kann nur raten, die Chance sofort zu ergreifen.

Gruss
Klaus
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sloopy
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Beitrag von sloopy »

Klaus hat geschrieben:Dein Post ist leider etwas untergegangen, weil @dani1983RT mit seiner OP Erfahrung erst einmal die konservative Methode in den Vordergrund stellen wollte, die Du, Bernd, sicherlich auch erst einmal konsequent verfolgen solltest.
Ich habe die Diskussion um Danis Beitrag abgespalten in einen neuen Beitrag: Warnung vor WS-Operation!
Bernd an dieser Stelle noch mal ein herzliches Willkommen im Forum!

Gruß, sloopy
Bernd.W
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Beitrag von Bernd.W »

Ja ich war auch schon bei vielen Ärtzten aber die haben mir nur Massagen und Krankengymnastik verschrieben.
Im Januar muss ich noch mal hin da werde ich Geröhncht usw.
Wenn man nicht macht wird mann bestimmt immer krummer oder Arbeitsunfäihig bestimmt oder??
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Beitrag von dani1983RT »

hi Bernd,

KG und Massage ist das eine. Es bring aber nichts, wenn man einmal in der Woche Anwendung hat und die anderen 6 Tage nicht auf den Rücken achtet.
Ausserdem ist viel Kopfsache.
Was ich sagen will:
Es ist wichtig, die richtige Behandlung zu bekommen. Man kann nicht für jede Wirbelsäulenerkrankung die gleiche KG oder Massage anwenden.

Ich hatte auch schon Osteophatie bekommen und da kam ich mir verar**** vor.
Sie hat ihre Hand auf meinen Bauch gelegt und fragte ob ich etwas merke?
Da meinte ich ja, eine kalte Hand aber mehr nicht.

Verstehst du was ich meine??


MFG


Dani
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

BerndW hat geschrieben:Im Januar muss ich noch mal hin da werde ich Geröhncht usw.
Grundsätzlich steht vor jeder Behandlung eine Diagnose.
Und die sollte eine Röntgen-Ganz-Aufnahme von vorn und von der Seite beinhalten, um dann die entsprechenden Grad Zahlen ermitteln zu können.

Das ist schon mal bei der insgesamt sehr unbefriedigenden Orthopäden-Situation die erste grosse Hürde, weil viele das nicht können oder wollen.
Dazu hatte ich schon geschrieben, dass das intensive Lesen hier im Forum incl. Basiswissen eine wichtige Vorraussetzung ist, um wirklich weiterzukommen.
Bei Kyphose/Skoliose kann man sich leider nicht allein auf die Orthopäden verlassen, weil das nötige Spezialwissen incl. die notwendige Zeit für die Patienten fehlt. Du musst wirklich komplett umdenken und die Sache sozusagen in Eigenkompetenz in die Hände nehmen.
Das fällt gerade am Anfang sehr schwer, weil der Arzt eben immer noch der Gott in weiss ist und man unmöglich glauben klann, dass auch Dutzende von Ärzten bei Kyphose/Skoliose daneben liegen können.

Also ist es auch wichtig zu wissen, wo Du wohnst. Siehe auch Rubrik Gesucht/Gefunden.
Ja ich war auch schon bei vielen Ärtzten aber die haben mir nur Massagen und Krankengymnastik verschrieben.
Das ist der beste Beweis für meine Ausführungen zum Thema Kompetenz.
Massagen helfen nur temporär und nicht zielführende KG ebenso.
Wenn man nicht macht wird mann bestimmt immer krummer oder Arbeitsunfäihig bestimmt oder??
Das hängt von der konkreten Diagnose und der anschliessenden Behandlung ab!

Gruss
Klaus
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Beitrag von Klaus »

dani1983RT hat geschrieben:Sie hat ihre Hand auf meinen Bauch gelegt und fragte ob ich etwas merke?
Da meinte ich ja, eine kalte Hand aber mehr nicht.
Gottseidank, dass sie kalt war :D
Sonst hättest Du Dir wohlmöglich längere Zeit eingeredet, dass das mittel-bis langfristig hilft. Die temporären Wirkungen von unterschiedlichsten "Heilmethoden" sind nicht zu unterschätzen, insbesondere wenn man finanzielle Mittel einsetzt, die eine Menge suggerieren können. :)

Gruss
Klaus
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