Neu hier und komplett Ahnungslos...Hilfe?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Anika1987
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Neu hier und komplett Ahnungslos...Hilfe?

Beitrag von Anika1987 »

Hallo zusammen!

Ich habe gerade dieses Forum über Google gefunden und mich sofort angemeldet - vielleicht kann mir ja hier jemand helfen?


Erst mal kurz zu mir:

Ich bin die Anika, 21 Jahre alt, wohne in der nähe von Köln, bin durch eine starke Schilddrüsenunterfunktion, welche leider erst letzte Woche entdeckt wurde stark übergewichtig - 168cm - 138Kg.

Ich habe in den letzten Jahren super schlechte Erfahrungen mit Ärzten und Orthopäden gemacht, bestes beispiel ist meine Schilddrüsenunterfunktion - ich habe mein Leben lang immer stetig zugenommen, aber immer Gesund gegessen und sport gemacht - von den Ärzten hieß es dann immer nur, ich solle mich mehr bewegen und weniger essen - anstatt, dass sie mal meine Schilddrüse untersucht hätten.....najaaaa.......egal...


Es geht eigentlich um folgendes:

Mein Arzt hat im September plötzlich seine Praxis geschlossen und ist seit dem nie wieder aufgetaucht - Montag konnte ich dann endlich meine Akte aus der Praxis abholen und habe sie selbstverständlich - neugierig, wie ich ja bin :) - einmal durchgelesen...


Dabei fiel mir der Entlassungsbericht der Kur-Klinik - in der ich 2005 für 4 Wochen zum abnehmen war - in die Hände.

Darin standen einige "erschreckende" Dinge - auf die mich mein Arzt niemals angesprochen hat - wahrscheinlich hat er den Bericht nie gelesen.


Im Bericht steht folgendes:

"Funktionelle Einschränkungen und persönliche Krankheitsfolgen:

Durch die bestehende Adipositas stellten sich bereits folgende körperliche Beeinträchtigungen ein:

Extreme Hyperkyphose der BWS, Kniebeschwerden (unrelevant für dieses Thema) Senkspreizfüße (meiner Meinung nach auch uninteressant), extreme Genua valga (wohl auch unwichtig).


Aufnahmebefunde:

Alter: 17 - Größe: 165cm Gewicht: 121,6Kg
Skelett: schlaffe Haltung, FBA 30cm, Rundrücken ausgleichbar, kompensatorische Hyperlordose der LWS,

Ergänzende Diagnostik:

Bei der Aufnahmeuntersuchung bemerkten wir Auffälligkeiten im Bereich des SKelettsystems, wir stellten daher die Patientin unserem Orthopäden vor.
Seine Diagnose ist eine fixierte Thorakalkyphose.

Empfehlungen:

Wegen der orthopädischen Symptomatik raten wir zu regelmäßigen orthopädischen, klinischen Kontrollen.
Weiterführen der hier erlernten physiotherapeutischen Übungen.
Wegen der bestehenden fixierten Thorakalkyphose mit leichter rechtskonvexer Skoloise bei thorakalem Morbus Scheuermann raten wir dringend zu regelmäßigen orthopädischen Kontrollen.


Otrhopädischer Befund:

Becken waagerecht, Wirbelsäule lotrecht, ausgeprägter throkalaer Rundrücken, bei Vorbeugung und auch bei Reklination in Bauchlage eingeschränkte Funktionalität, obere Extremitäten unauffällig, Beinachse normal bei Adipositas, Knie- und Hüftgelenke frei beweglich, Fußstellung ausreichend gut, neurologisch motorischer Status regelrecht.

Röntgenbefund:

LWS stehend in 2 E.: In der a.p.-Projektion zeigt sich eine linkskonvexe thorakolumbale Skoliose mit einem Cobb-Winkel von 10°, Scheitel bei L1.
Rotation .... Grad I.
Beckengeradstand, Kreuzdarmbeinfuge einsehbar.
In der Seitprojektion regelrechte Lendenlordose, keine destruktiven Prozesse, keine Bandscheibenhöhenminderung, kein Wirbelgleiten.

BWS in 2 E.: In der a.p.-Projektion lotrechte Einstellung.
Es zeigt sich eine rechtskonvexe thorakale Skoliose mit einem Cobb-Winkel von 10°, Rotation nach Nash und Moe Grad 0-1.
In der Seitprojektion vermehrte BWS-Kyphose mit einem Cobb-Winkel von 55°, im Bereich der mittleren BWS etwa bei Th10 keilförmige Veränderungen, insgesamt deutlich höhergeminderte Bandscheiben im Bereich der gesamten BWS.

Dg.: Vermehrte Thorakalkyphose mit leichter rechtskonvexer Skoliose bei thorakalem Morbus Scheuermann.

Therapieempfehlung: Kräftigung der Rumpfmuskulatur. In Abhängigkeit vom klinischen Verlaut OP-Indikation, insbesondere bei statischen Beschwerden. "



Ist ganz schön lang geworden - sorry.


Meine Fragen nun:

Könnte mir das vielleicht jemand "übersetzen" und mir sagen, was ich "habe"?

Zu meinem Orthopäden gehe ich seit 3 Jahren nicht mehr - nur noch zum Rezept für die Schmerzmittel abholen - möchte mir nicht mehr anhören "Dann nehmen Sie ab - dann gehts schon irgendwann wieder"


Vielen Dank und Liebe Grüße
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Die Skoliose ist keine richtige. Ab 10 Grad spricht man erst ab einer Skoliose, behandlungsbedürftig wird sie im Erwachsenenalter erst über 30 Grad. Der Kyphosgrad von 55 Grad ist auch nicht besonders schlimm.
Am kritischsten sind vielleicht noch die in der Höhe verminderten Bandscheiben.

Das wird dir wahrscheinlich aber alles vergleichweise wenig Probleme bereiten gegenüber deinen Knien, deiner Hüfte usw., und die brauchst du dringend zum Laufen. Im Alter sind es gerade diese Gelenke, die Menschen vorzeitig in den Rollstuhl zwingen.

Entlasten wirst du sie nur durch Gewichtsabnahme.

Ich glaube es geht kein Weg daran vorbei, dich darauf zu konzentrieren, abzunehmen. Jetzt wo du eine Diagnose hast, solltest du schauen dass man das medikamentös behandelt.

Ich bin ungefähr gleich groß wie du und wiege genau die Hälfte, so ein Gewicht kann ich mir als gesunder Mensch unmöglich anfuttern. Dafür braucht man eine Stoffwechselstörung und die entsprechende Veranlagung dafür.

Du darfst auch nicht vergessen, dass du bisher nur immer zugenommen hast, aber eben langfristig nicht abnehmen oder dein Gewicht halten konntest. Wer sagt dir, dass es jetzt bei dem Gewicht bleibt und es nicht noch weiter aufwärts geht. Irgendwann wird es lebensgefährlich für dich.

Also so einfallslos die Antwort für dich klingen mag und so sehr sie mit negativen Erfahrungen für dich behaftet sein muss: das muss für dich wichtigstes Ziel sein, um das du dich kümmern musst.
Anika1987
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Beitrag von Anika1987 »

Hallo,


vielen vielen Dank für die Antwort! :)


Das Abnehmen ist auch jetzt mein erstes und wichtigstes Ziel - allein schon, weil ich diverse Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes usw usw. habe.


Allerdings kann ich vorerst noch nicht wirklich viel machen - ich muss auf meine Medikamente eingestellt werden - das kann laut meinem Arzt bis zu 1 Jahr dauern - wenn ich dann darauf eingestellt bin, kann ich auch - wie hoffentlich jeder andere Mensch auch - ganz normal abnehmen.

Momentan halte ich mein Gewicht seit fast 1 Jahr - wenn ich also auf die Tabletten eingestellt bin und "einfach so weiter mache" wie bisher, dürfte das abnehmen kein Problem darstellen.




Was mich aber noch Interessiert -

du hast geschrieben, dass die Skoliose und der 55° Kyphosgrad nicht schlimm seien - dann müsste ich doch meinen "Buckel" nach dem Abnehmen weg bekommen können, oder?

Ich denke nämlich, dass ich ihn wegen meinem Übergewicht habe - meine Oberweite ist einfach viel zu groß und zieht meinen ganzen Oberkörper mit runter...


Krankengymnastik oder sowas muss ich ja dann nicht machen, oder?

Ich könnte das alles auch meinen Orthopäden fragen, aber der ist halt leider wirklich ein..... *pieeeep* und daher würde ich gerne auf einen erneuten Besuch bei ihm verzichten.....



Liebe Grüße
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Anika1987 hat geschrieben: du hast geschrieben, dass die Skoliose und der 55° Kyphosgrad nicht schlimm seien - dann müsste ich doch meinen "Buckel" nach dem Abnehmen weg bekommen können, oder?
Nein, der wird nicht mehr weg gehen. Auch wenn du abgenommen hast und ihn gezielt therapieren würdest, würdest du ihn nur wenig zum positiven beeinflussen können. Die geeignetste Therapie wäre Schroth, was du nur während einer stationären Reha von 4 Wochen richtig erlernen kannst, ich glaube da machst du besser Rehas die dir beim Abnehmen helfen, da hast du mehr von, und anstelle von Schroth-Übungen besser Fett verbrennen (das machen die Übungen nämlich gar nicht).

Aber mit weniger Gewicht werden ganz sicher eventuelle Gelenk- und Rückenschmerzen weniger werden oder ganz zurück gehen, und die Kyphose dir auch sonst keine besonderen Probleme verursachen.
Ich denke nämlich, dass ich ihn wegen meinem Übergewicht habe - meine Oberweite ist einfach viel zu groß und zieht meinen ganzen Oberkörper mit runter...
Ja, dadurch kann eine Hyperkyphose entstehen, bzw. das kommt auch oft vor. Wenn das Wachstum allerdings abgeschlossen ist, ist nicht mehr viel zu korrigieren, das bleibt dann.
Krankengymnastik oder sowas muss ich ja dann nicht machen, oder?
Nein, da würde ich keine extra Zeit investieren. Verbring die Zeit lieber auf dem Cross-Trainer oder im Schwimmbad.

Oder du kannst dich natürlich auch von einem Krankengymnasten beim Ausdauertraining betreuen lassen, die bieten oft Gerätetraining an, können dich dann genau beraten, und das ist vielleicht für dich auch angenehmer als ein Fitnesstudio. Ich finde so jemand der einen motiviert ist auch wichtig.

Cross-Trainer ist übrigens eine wirklich nette Sache für zu Hause zum Abnehmen. Stell ihn vor deinen Fernseher, leg dir ne DVD ein und lauf auf dem Ding bis der Film zu Ende ist (oder du nicht mehr kannst). Das macht dann wenigstens Spaß und du hast lang genug was getan um Fett zu verbrennen (Fettverbrennung fängt ja erst nach 30 - 40 Minuten an).
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Anika1987 hat geschrieben:Aufnahmebefunde:

...Rundrücken ausgleichbar
, kompensatorische Hyperlordose der LWS,

Ergänzende Diagnostik:
Bei der Aufnahmeuntersuchung bemerkten wir Auffälligkeiten im Bereich des SKelettsystems, wir stellten daher die Patientin unserem Orthopäden vor.
Seine Diagnose ist eine fixierte Thorakalkyphose.
Also was die Hyperkyphose angeht, so ist nach meiner Meinung 55 Grad mit Sicherheit auch zu behandeln! ca. 30 Grad ist normal.
Offenbar gibt es hier unterschiedliche Aussagen darüber, wie flexibel dieser Rundrücken ist. Vermutlich gibt es zwischen der optischen Rückenstruktur und der Röntgenaufnahme (auch von BWS??) einen Unterschied, welcher oft vorkommt.
Und wie Du schon geschrieben hast, durch das Gewicht wird der Oberkörper zusätzlich nach unten gezogen, was durchaus in gewisser Weise temporär sein kann.

Gruss
Klaus
Anika1987
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Beitrag von Anika1987 »

Hallo,


Danke nochmal für die Antworten.


Was mir gerade noch einfiel:

Ich habe eine Allgemeine Überbeweglichkeit der großen und kleinen Gelenke - meine Wirbelsäule ist auch Überbeweglich.

Ich habe beispielsweise ein "Steinhartes" Bett - und wenn ich Nachts durchgehend auf dem Rücken geschlafen habe, ist der Rücken morgens "normal" und wird erst nach einigen Stunden wieder "krumm" -

ist vielleicht dann doch ein "gutes Zeichen", dass man das noch "weg bekommen" kann?

Mich stören eigentlich nur die Schmerzen - von der Optik her finde ich es gar nicht sooooo auffällig....nur die Schmerzen würde ich halt gern los werden....


Liebe Grüße
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SchwarzeSchnecke
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Diagnose: Bindegewebsschwäche, Hypermobilität, Hyperkyphose, leichte sek. Skoliose 3b rechts, kissing spine disease (BWS), Bandscheibenprotrusionen; Depressionen
Therapie: Rahmouni-Korsett 2007-2012, Gymnastik/ KG (diverse), Schwimmen
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Re: Neu hier und komplett Ahnungslos...Hilfe?

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Hallo Anika,

Herzlich willkommen hier im Forum! :-)

Anika1987 hat geschrieben:Ich bin die Anika, 21 Jahre alt, wohne in der nähe von Köln, bin durch eine starke Schilddrüsenunterfunktion, welche leider erst letzte Woche entdeckt wurde stark übergewichtig - 168cm - 138Kg.

Ich habe in den letzten Jahren super schlechte Erfahrungen mit Ärzten und Orthopäden gemacht, bestes beispiel ist meine Schilddrüsenunterfunktion - ich habe mein Leben lang immer stetig zugenommen, aber immer Gesund gegessen und sport gemacht - von den Ärzten hieß es dann immer nur, ich solle mich mehr bewegen und weniger essen - anstatt, dass sie mal meine Schilddrüse untersucht hätten.....najaaaa.......egal...
:nein: Was sind das für Ärzte, die nicht einmal imstanden sind, eine Schilddrüsenunterfunktion zu erkennen, wo doch normalerweise TSH, fT 3 und fT 4 (ggf. + Antikörper, falls es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt) ausreichen, um das zu erkennen.

Ich würde damit an Deiner Stelle mal zur Krankenkasse oder zu einer Schlichterstelle gehen und prüfen, ob man rechtlich dagegen vorgehen kann.

Hast Du auch Depressionen (kommt bei SD-Unterfunktion sehr häufig vor)?

Skelett: schlaffe Haltung, FBA 30cm, Rundrücken ausgleichbar, kompensatorische Hyperlordose der LWS,

Ergänzende Diagnostik:

Bei der Aufnahmeuntersuchung bemerkten wir Auffälligkeiten im Bereich des SKelettsystems, wir stellten daher die Patientin unserem Orthopäden vor.
Seine Diagnose ist eine fixierte Thorakalkyphose.
"Rundrücken ausgleichbar" und "fixierte Thorakalkyphose" ist ein Widerspruch! Wenn das ausgleichbar ist, ist es nicht fixiert.
LWS stehend in 2 E.: In der a.p.-Projektion zeigt sich eine linkskonvexe thorakolumbale Skoliose mit einem Cobb-Winkel von 10°, Scheitel bei L1.
Rotation .... Grad I.
Beckengeradstand, Kreuzdarmbeinfuge einsehbar.
In der Seitprojektion regelrechte Lendenlordose, keine destruktiven Prozesse, keine Bandscheibenhöhenminderung, kein Wirbelgleiten.

BWS in 2 E.: In der a.p.-Projektion lotrechte Einstellung.
Es zeigt sich eine rechtskonvexe thorakale Skoliose mit einem Cobb-Winkel von 10°, Rotation nach Nash und Moe Grad 0-1.
In der Seitprojektion vermehrte BWS-Kyphose mit einem Cobb-Winkel von 55°, im Bereich der mittleren BWS etwa bei Th10 keilförmige Veränderungen, insgesamt deutlich höhergeminderte Bandscheiben im Bereich der gesamten BWS.

Dg.: Vermehrte Thorakalkyphose mit leichter rechtskonvexer Skoliose bei thorakalem Morbus Scheuermann.

Therapieempfehlung: Kräftigung der Rumpfmuskulatur. In Abhängigkeit vom klinischen Verlaut OP-Indikation, insbesondere bei statischen Beschwerden. "
Bei 10° Abweichung nach der Seite spricht man normalerweise nicht von einer Skoliose, sondern von einer skoliotischen Verbiegung, und das hat noch keinen Krankheitswert. Die wenigsten Wirbelsäulen sind vollkommen gerade.

Keilförmige Veränderungen an den Wirbelkörpern deuten in der Tat auf einen M. Scheuermann hin. (Dort gibt's Informationen dazu, was das ist: http://de.wikipedia.org/wiki/Morbus_Scheuermann) Eine Hyperkyphose ist ein Rundrücken, eine Hyperlordose ein Hohlkreuz. Eine "kompensatorische Hyperlordose" ist eine Hyperlordose, die als Ausgleich zu der Hyperkyphose entstanden ist.
Zu meinem Orthopäden gehe ich seit 3 Jahren nicht mehr - nur noch zum Rezept für die Schmerzmittel abholen - möchte mir nicht mehr anhören "Dann nehmen Sie ab - dann gehts schon irgendwann wieder"
Was nimmst Du an Schmerzmitteln?

BZebra hat geschrieben:Der Kyphosgrad von 55 Grad ist auch nicht besonders schlimm.
Na ja, bei mir wurden 53° gemessen, ich war Schmerzpatientin deswegen... ohne Übergewicht.

Anika1987 hat geschrieben:Das Abnehmen ist auch jetzt mein erstes und wichtigstes Ziel - allein schon, weil ich diverse Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes usw usw. habe.


Allerdings kann ich vorerst noch nicht wirklich viel machen - ich muss auf meine Medikamente eingestellt werden - das kann laut meinem Arzt bis zu 1 Jahr dauern - wenn ich dann darauf eingestellt bin, kann ich auch - wie hoffentlich jeder andere Mensch auch - ganz normal abnehmen.

Momentan halte ich mein Gewicht seit fast 1 Jahr - wenn ich also auf die Tabletten eingestellt bin und "einfach so weiter mache" wie bisher, dürfte das abnehmen kein Problem darstellen.
Bist Du wegen der SD-Unterfunktion bei einem Endokrinologen in Behandlung oder bei einem anderen Arzt?
Ich habe selber auch eine Stoffwechselstörung (allerdings etwas anderes) und bin zum Einstellen der Medikamente in die Endokrinologie-Ambulanz einer Uniklinik gegangen. Endokrinologen sind die, die sich am besten mit dem ganzen Zeug auskennen.

Evtl. könntest Du – in Absprache mit dem Arzt – ein bißchen mehr von dem L-THYROXIN (ich nehme an, daß Du das bekommst) nehmen als nötig (sofern es eben von den Nebenwirkungen her geht), um das Abnehmen zu beschleunigen.

BZebra hat geschrieben:
Anika1987 hat geschrieben: du hast geschrieben, dass die Skoliose und der 55° Kyphosgrad nicht schlimm seien - dann müsste ich doch meinen "Buckel" nach dem Abnehmen weg bekommen können, oder?
Nein, der wird nicht mehr weg gehen. Auch wenn du abgenommen hast und ihn gezielt therapieren würdest, würdest du ihn nur wenig zum positiven beeinflussen können.
Das gilt allerdings nur für fixierte Kyphosen; bei beweglichen kann man noch eine ganze Menge machen (meine und nicht nur meine Erfahrung :D).
Nein, da würde ich keine extra Zeit investieren. Verbring die Zeit lieber auf dem Cross-Trainer oder im Schwimmbad.
Schwimmen finde ich zum Abnehmen auch sehr geeignet. In dem Thermalbad, in das ich gehe, sehe ich häufig stark adipöse Menschen, und es stört sich niemand daran. Falls Du Dich dennoch alleine nicht traust, kannst Du auch z.B. bei Deiner Krankenkasse nach Gruppen für Adipöse fragen (teilweise gibt es da kostenlose Kurse etc.).
Cross-Trainer, Fahrradergometer und Laufband (letzteres ist mein Favorit, wenn es um Ausdauertraining geht) sind sicher auch gut, vielleicht ließe sich mit gezielten Training auch Dein Blutdruck positiv beeinflussen.
Ich habe eine Allgemeine Überbeweglichkeit der großen und kleinen Gelenke - meine Wirbelsäule ist auch Überbeweglich.

Ich habe beispielsweise ein "Steinhartes" Bett - und wenn ich Nachts durchgehend auf dem Rücken geschlafen habe, ist der Rücken morgens "normal" und wird erst nach einigen Stunden wieder "krumm" -
Kenne ich – ich bin auch so eine! :D Allerdings ist mein Bett weich und dafür mein Korsett hart. ;-) (Korsett wäre für Dich allerdings keine Option.)

Kannst Du auch Schulter- und Hüftgelenke ausrenken?

Bei mir sieht man die Bindegewebsschwäche leider auch an meiner Haut (Dehnungsstreifen)...

Spreizfüße (dagegen helfen Einlagen) und Hallux valgus habe ich übrigens auch. :/
ist vielleicht dann doch ein "gutes Zeichen", dass man das noch "weg bekommen" kann?
Ja.
Mich stören eigentlich nur die Schmerzen - von der Optik her finde ich es gar nicht sooooo auffällig....nur die Schmerzen würde ich halt gern los werden....
So ging's mir auch, als ich mich hier angemeldet habe...


LG, Anne
Ausgewachsen und trotzdem korrigierendes Korsett? - Na klar!

Letzter Korsett-Thread: viewtopic.php?t=20971 • Reha in Bad Salzungen: viewtopic.php?f=9&t=10543 • Hypermobilität: viewtopic.php?f=4&t=21414

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Anika1987
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Re: Neu hier und komplett Ahnungslos...Hilfe?

Beitrag von Anika1987 »

SchwarzeSchnecke hat geschrieben: Hast Du auch Depressionen (kommt bei SD-Unterfunktion sehr häufig vor)?
Gute Frage - habe gerade mal einen "Online-Test" gemacht von so einer Depressionen-Info-Seite........laut denen habe ich eine "schwere Depression" - naja...wer weiß


SchwarzeSchnecke hat geschrieben: Was nimmst Du an Schmerzmitteln?
Schmerzmittel..hm.......also bei "leichten" Schmerzen nehme ich 3-4 Aspirin, bei starken - die fast täglichen - Schmerzen 2 Ibuprofen 800mg


SchwarzeSchnecke hat geschrieben: Bist Du wegen der SD-Unterfunktion bei einem Endokrinologen in Behandlung oder bei einem anderen Arzt?
Ich habe selber auch eine Stoffwechselstörung (allerdings etwas anderes) und bin zum Einstellen der Medikamente in die Endokrinologie-Ambulanz einer Uniklinik gegangen. Endokrinologen sind die, die sich am besten mit dem ganzen Zeug auskennen.

Evtl. könntest Du – in Absprache mit dem Arzt – ein bißchen mehr von dem L-THYROXIN (ich nehme an, daß Du das bekommst) nehmen als nötig (sofern es eben von den Nebenwirkungen her geht), um das Abnehmen zu beschleunigen.
Momentan bin ich noch in Behandlung bei meinem Hausarzt, einen Termin beim Endokrinologen habe ich aber im März.

"Überdosieren" darf ich die Medikamente auf keinen Fall, weil ich nächstes Jahr eine Operation anstrebe, bei der meine Werte "perfekt" sein müssen - und mein Arzt meint wenn ich überdosiere, sind die Werte schnell zu tief...

SchwarzeSchnecke hat geschrieben: Schwimmen finde ich zum Abnehmen auch sehr geeignet. In dem Thermalbad, in das ich gehe, sehe ich häufig stark adipöse Menschen, und es stört sich niemand daran. Falls Du Dich dennoch alleine nicht traust, kannst Du auch z.B. bei Deiner Krankenkasse nach Gruppen für Adipöse fragen (teilweise gibt es da kostenlose Kurse etc.).
Cross-Trainer, Fahrradergometer und Laufband (letzteres ist mein Favorit, wenn es um Ausdauertraining geht) sind sicher auch gut, vielleicht ließe sich mit gezielten Training auch Dein Blutdruck positiv beeinflussen.
Also Schwimmen kommt gar nicht in Frage - habe nicht einmal Spiegel in der Wohnung - nagut, einen ganz kleinen im Bad - da gehe ich dann mit Sicherheit nicht schwimmen.

Ich gehe aber nach Möglichkeit täglich 1- 1,5 Std. auf meinen Crosstrainer - momentan aber eher selten, da ich zu viel Arbeite - aber ich denke, dass ich meine Arbeit auch mit "Sport" vergleichen kann - habe allein heute 10Std. ohne Unterbrechung gestanden und gearbeitet.
SchwarzeSchnecke hat geschrieben: Kenne ich – ich bin auch so eine! :D Allerdings ist mein Bett weich und dafür mein Korsett hart. ;-) (Korsett wäre für Dich allerdings keine Option.)

Kannst Du auch Schulter- und Hüftgelenke ausrenken?

Bei mir sieht man die Bindegewebsschwäche leider auch an meiner Haut (Dehnungsstreifen)...

Spreizfüße (dagegen helfen Einlagen) und Hallux valgus habe ich übrigens auch. :/

Schultergelenke kann ich nicht ausrenken, da bin ich momentan zu verspannt, aber Hüft- und vor allem die Kniegelenke....bei den Kniegelenken sieht es immer total merkwürdig aus, manche dachten schon, dass meine Kniegelenke "falsch herum" wären, weil ich die sooo weit durch drücken kann.


Ist es bei dir denn auch so, dass du im laufe des Tages "kleiner" wirst? :)



SchwarzeSchnecke hat geschrieben: So ging's mir auch, als ich mich hier angemeldet habe...


LG, Anne

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Diagnose: Bindegewebsschwäche, Hypermobilität, Hyperkyphose, leichte sek. Skoliose 3b rechts, kissing spine disease (BWS), Bandscheibenprotrusionen; Depressionen
Therapie: Rahmouni-Korsett 2007-2012, Gymnastik/ KG (diverse), Schwimmen
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Re: Neu hier und komplett Ahnungslos...Hilfe?

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Anika1987 hat geschrieben:Gute Frage - habe gerade mal einen "Online-Test" gemacht von so einer Depressionen-Info-Seite........laut denen habe ich eine "schwere Depression" - naja...wer weiß
Ich würde mich dann an Deiner Stelle in neurologische oder psychiatrische Behandlung begeben.
Ich bin auch in psychiatrischer Behandlung, nehme Antidepressiva und war auch schon stationär in einer psychosomatischen Klinik.
Schmerzmittel..hm.......also bei "leichten" Schmerzen nehme ich 3-4 Aspirin, bei starken - die fast täglichen - Schmerzen 2 Ibuprofen 800mg
ASPIRIN ist zur Behandlung von Rückenschmerzen eher ungeeignet.
Wenn Du fast täglich IBUPROFEN nimmst, solltest Du einen Magenschutz dazunehmen, z.B. OMEPRAZOL, wegen der Gefahr von Gastritis, Magengeschwüren und -blutungen.
PARACETAMOL hat diese negativen Wirkungen auf den Magen nicht und kann ebenfalls bei Rückenschmerzen eingesetzt werden, sollte allerdings nicht regelmäßig genommen werden wegen der Gefahr von Leberschäden.
Momentan bin ich noch in Behandlung bei meinem Hausarzt, einen Termin beim Endokrinologen habe ich aber im März.
:eek: Oh je, das ist aber lang bis dahin.
"Überdosieren" darf ich die Medikamente auf keinen Fall, weil ich nächstes Jahr eine Operation anstrebe, bei der meine Werte "perfekt" sein müssen - und mein Arzt meint wenn ich überdosiere, sind die Werte schnell zu tief...
Vielen Menschen mit SD-Unterfunktion geht es psychisch besser, wenn sie das L-THYROXIN leicht überdosieren. L-THYROXIN wird manchmal auch Depressiven gegeben (zusätzlich zu Antidepressiva), die keine SD-Unterfunktion haben.
Ist es bei dir denn auch so, dass du im laufe des Tages "kleiner" wirst? :)
Ja, leider. Ich kann dem aber z.T. mit KG und Sport entgegenwirken.
als du dich angemeldet hat - jetzt nicht mehr?
Ich habe mir von Dr. Hoffmann ein Korsett verordnen und Schroth-KG verschreiben lassen sowie eine Schroth-Reha in Bad Salzungen gemacht. Seitdem ich ein Korsett habe, bin ich keine Schmerzpatientin mehr, bin zu etwa 90% schmerzfrei. Wenn ich dann doch mal Schmerzen habe, sind sie leicht und lassen sich mithilfe von KG oder Sport angehen.

Allerdings ist ein Korsett für Dich erst mal keine Option.

VG, Anne
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