Autismus, Skoliose und die Suche nach Hilfe
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Tara-T
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Re: Autismus, Skoliose und die Suche nach Hilfe
Nachdem ich heute morgen meinen Termin beim Orthopäden hatte, bin ich etwas "schlauer". Aber von vorne.
Im Wartezimmer lief ein Videoband in Dauerschleife, wo unter anderem angegeben wurde, was in der Praxis gemacht wird, da tauchte unter anderem schon mal Skoliosebehandlung und Korsettversorgung auf. Dass man bei dem Orthopäden sehr lange Wartezeiten trotz Termin hat, hatte ich im Internet schon gelesen und hat mir auch eine Person gesagt, die ebenfalls eine leichte Skoliose hat und in dieser Praxis behandelt wird.
Ich hatte ja im Januar Röntgenbilder machen lassen und die CD heute dabei. Hätte ich mir sparen könne, ich wusste nicht, dass der Orthopäde auch selbst Aufnahmen macht. Na gut, er hat sich die Bilder angeschaut und ein paar Sachen dazu gesagt. Vorneweg: Winkelbestimmung konnte er nicht machen, da es Fremdbilder waren - das könne er nur bei eigenen Bildern machen. Er meinte aber, das würde auch für die Behandlung erstmal gar keine Rolle spielen. Irgendwann will er evtl die HWS röntgen, die ist auf den Bildern nicht drauf.
Den Bericht, den ich beim Röntgen trotz Nachfrage nicht erhalten hatte (sei nur intern), will er anfordern.
Er meinte, das Becken ist gerade. Die Skoliose nicht sehr ausgeprägt, sie ist rechtskonvex thorakolumbal/Hauptkrümmung rechtskonvex thorakal, der Gegenschwung (LWS?) ist linkskonvex (logisch...). Ausgeprägter sei die Hyperkyphose (das sagte der Arzt beim Röntgen ja auch schon), mehr hat er dazu aber nicht gesagt.
Die Bilder zeigen, dass das Kreuzbein waagerecht stehen würde, was kein Wunder sei, da die LWS ja ins Hohlkreuz ausgleicht - eine Hypermobilität der LWS sei wahrscheinlich und bei so einem Bild nicht ungewöhnlich.
Auffällig sei, dass die Dornfortsätze der LWS nicht seitlich gedreht, sondern komplett dorsal (hinten) stehen. Erst in der BWS sind sie dann gedreht.
Meinen Schwindel konnte er noch nicht einordnen, da möchte er erst abwarten, ob sich was durch Übungen verändert. Therapeutisch sei KG und Bauchmuskeltraining angesagt. Da ich auf normale KG mit starken Kopfschmerz reagiere, muss ich halt sehen, was geht, das meinte er auch. Ich sagte ihm, dass ich mir einen Schroth-Therapeuten gesucht habe, was er sehr positiv fand. Ein KG-Rezept hatte ich ja schon beim Röntgentermin bekommen, aufgrund Krankheit des Therapeuten hatte ich erst einen Termin bisher. Zwei Rezepte kann ich mir dann noch beim Orthopäden abholen, dann will er mich wieder sehen.
Er war auch interessiert, zu welchem Physiotherapeuten ich gehe und wusste, dass es an dem Ort drei Praxen gibt. Er sagte, wenn der Physiotherapeut irgendwas mitteilen oder Kontakt will, kann er den Orthopäden gern anrufen, das sei kein Problem. Das hat mich überrascht, kenne ich so gar nicht.
Ich hab ihm erzählt, dass der Arzt beim Röntgen gemeint hatte, Schroth würde ja nur bei Kindern was bringen - da war der heutige Orthopäde richtig entrüstet. Klar kriegt man die Krümmung nicht mehr ganz weg, aber dass es beim Erwachsenen nichts bringt sei komplett falsch (womit er ja recht hat).
Außerdem erwähnte der heutige Orthopäde, man könne mit Rehasport und evtl stationärem Aufenthalt arbeiten, aber aufgrund meiner Situation mit Autismus und Energiemandel durch Depression würde er das erstmal alles hinten an stellen und ich soll zu Hause Übungen machen. Er hat mir zum Schluss noch ein Blatt mit 12 Rückentrainingsübungen gegeben, die ersten 7 solle ich machen, wenn es geht.
Also insgesamt bin ich doch positiv überrascht von diesem Orthopäden. Man merkte, dass er durchaus Ahnung von Wirbelsäulenkrümmungen hat.
Im Wartezimmer lief ein Videoband in Dauerschleife, wo unter anderem angegeben wurde, was in der Praxis gemacht wird, da tauchte unter anderem schon mal Skoliosebehandlung und Korsettversorgung auf. Dass man bei dem Orthopäden sehr lange Wartezeiten trotz Termin hat, hatte ich im Internet schon gelesen und hat mir auch eine Person gesagt, die ebenfalls eine leichte Skoliose hat und in dieser Praxis behandelt wird.
Ich hatte ja im Januar Röntgenbilder machen lassen und die CD heute dabei. Hätte ich mir sparen könne, ich wusste nicht, dass der Orthopäde auch selbst Aufnahmen macht. Na gut, er hat sich die Bilder angeschaut und ein paar Sachen dazu gesagt. Vorneweg: Winkelbestimmung konnte er nicht machen, da es Fremdbilder waren - das könne er nur bei eigenen Bildern machen. Er meinte aber, das würde auch für die Behandlung erstmal gar keine Rolle spielen. Irgendwann will er evtl die HWS röntgen, die ist auf den Bildern nicht drauf.
Den Bericht, den ich beim Röntgen trotz Nachfrage nicht erhalten hatte (sei nur intern), will er anfordern.
Er meinte, das Becken ist gerade. Die Skoliose nicht sehr ausgeprägt, sie ist rechtskonvex thorakolumbal/Hauptkrümmung rechtskonvex thorakal, der Gegenschwung (LWS?) ist linkskonvex (logisch...). Ausgeprägter sei die Hyperkyphose (das sagte der Arzt beim Röntgen ja auch schon), mehr hat er dazu aber nicht gesagt.
Die Bilder zeigen, dass das Kreuzbein waagerecht stehen würde, was kein Wunder sei, da die LWS ja ins Hohlkreuz ausgleicht - eine Hypermobilität der LWS sei wahrscheinlich und bei so einem Bild nicht ungewöhnlich.
Auffällig sei, dass die Dornfortsätze der LWS nicht seitlich gedreht, sondern komplett dorsal (hinten) stehen. Erst in der BWS sind sie dann gedreht.
Meinen Schwindel konnte er noch nicht einordnen, da möchte er erst abwarten, ob sich was durch Übungen verändert. Therapeutisch sei KG und Bauchmuskeltraining angesagt. Da ich auf normale KG mit starken Kopfschmerz reagiere, muss ich halt sehen, was geht, das meinte er auch. Ich sagte ihm, dass ich mir einen Schroth-Therapeuten gesucht habe, was er sehr positiv fand. Ein KG-Rezept hatte ich ja schon beim Röntgentermin bekommen, aufgrund Krankheit des Therapeuten hatte ich erst einen Termin bisher. Zwei Rezepte kann ich mir dann noch beim Orthopäden abholen, dann will er mich wieder sehen.
Er war auch interessiert, zu welchem Physiotherapeuten ich gehe und wusste, dass es an dem Ort drei Praxen gibt. Er sagte, wenn der Physiotherapeut irgendwas mitteilen oder Kontakt will, kann er den Orthopäden gern anrufen, das sei kein Problem. Das hat mich überrascht, kenne ich so gar nicht.
Ich hab ihm erzählt, dass der Arzt beim Röntgen gemeint hatte, Schroth würde ja nur bei Kindern was bringen - da war der heutige Orthopäde richtig entrüstet. Klar kriegt man die Krümmung nicht mehr ganz weg, aber dass es beim Erwachsenen nichts bringt sei komplett falsch (womit er ja recht hat).
Außerdem erwähnte der heutige Orthopäde, man könne mit Rehasport und evtl stationärem Aufenthalt arbeiten, aber aufgrund meiner Situation mit Autismus und Energiemandel durch Depression würde er das erstmal alles hinten an stellen und ich soll zu Hause Übungen machen. Er hat mir zum Schluss noch ein Blatt mit 12 Rückentrainingsübungen gegeben, die ersten 7 solle ich machen, wenn es geht.
Also insgesamt bin ich doch positiv überrascht von diesem Orthopäden. Man merkte, dass er durchaus Ahnung von Wirbelsäulenkrümmungen hat.
- Klaus
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Re: Autismus, Skoliose und die Suche nach Hilfe
Hallo Tara,
Wie schon geschrieben, symmetrisches Schroth bei Hyperkyphose/Hyperlordose und asymmetrisches Schroth bei Skoliose. Je nach Winkel kann das auch eine Kombination oder ein Kompromiss sein. Warum das Bauchmuskeltraining extra aufgeführt wurde, weiß ich nicht. Es gehört zum Gesamtkonzept bei Schroth. Ansonsten sollte man beim Bauchmuskeltraining natürlich nicht in den Rundrücken gehen, also keine üblichen Sit-ups.
Das gleiche gilt auch für REHA Sport, wo man nicht spezifisch auf den Einzelnen eingehen kann.
Gruß
Klaus
Na ja, "ausgeprägter als" ist für mich nach wie vor keine ausreichende Diagnose.Ausgeprägter sei die Hyperkyphose (das sagte der Arzt beim Röntgen ja auch schon), mehr hat er dazu aber nicht gesagt........Man merkte, dass er durchaus Ahnung von Wirbelsäulenkrümmungen hat.
Natürlich spielt das bei der Behandlung eine Rolle.Er meinte aber, das würde auch für die Behandlung erstmal gar keine Rolle spielen. ........Therapeutisch sei KG und Bauchmuskeltraining angesagt......Ich sagte ihm, dass ich mir einen Schroth-Therapeuten gesucht habe, was er sehr positiv fand.
Wie schon geschrieben, symmetrisches Schroth bei Hyperkyphose/Hyperlordose und asymmetrisches Schroth bei Skoliose. Je nach Winkel kann das auch eine Kombination oder ein Kompromiss sein. Warum das Bauchmuskeltraining extra aufgeführt wurde, weiß ich nicht. Es gehört zum Gesamtkonzept bei Schroth. Ansonsten sollte man beim Bauchmuskeltraining natürlich nicht in den Rundrücken gehen, also keine üblichen Sit-ups.
Was soll das denn bewirken, wenn doch wahrscheinlich eher die gezielte Schroth Therapie angesagt ist.Er hat mir zum Schluss noch ein Blatt mit 12 Rückentrainingsübungen gegeben, die ersten 7 solle ich machen, wenn es geht.
Das gleiche gilt auch für REHA Sport, wo man nicht spezifisch auf den Einzelnen eingehen kann.
Auch da ist der Winkel wichtig. BWS Kyphose > 60° beliebig viele Verordnungen. Da muss der Arzt nicht auf REHA Sport ausweichen, weil das sein Budget nicht belastet.Zwei Rezepte kann ich mir dann noch beim Orthopäden abholen, dann will er mich wieder sehen.
Gruß
Klaus
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Tara-T
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Re: Autismus, Skoliose und die Suche nach Hilfe
Nein, "ausgeprägter" ist eine Vergleichszustand. Das ist klar. Auf den Bildern aber deutlich zu sehen.
Ich denke, er vertraut dem Physiotherapeuten, dass der einschätzen kann, welche Übungen für meine Situation am besten sind - oder überhaupt machbar. Das werde ich am Freitag mit dem Therapeuten besprechen.
Die Bauchmuskeln hat der Orthopäde vermutlich erwähnt, weil meine sehr schwach sind (was mich nicht wundert, da die Wirbelsäule ja nicht mein einziges Problem ist).
Rehasport und die Übungen vom Blatt (alle im Sitzen auf einem Hocker) sind wohl zur allgemeinen Kräftigung gedacht, aber im Moment definitiv zu viel für mich. Ich habe Tage, an denen ich morgens kaum schaffe überhaupt aufzustehen, weil ich keine Energie habe.
Das mit dem 60-Grad-Winkel weiß ich. Evtl hat er auch zwar gesagt, die Winkel seien erstmal nicht so wichtig, aber gemeint, er kann die an den mitgebrachten Bildern halt eh nicht messen. Ich hatte die Bilder ja vorher auch noch nicht gesehen, die waren alle etwas unscharf und eins sogar spiegelverkehrt.
Hätte ich vorher gewusst, dass der Orthopäde selber röntgt und dann auch Winkelbestimmungen machen kann, hätte ich mir den Aufwand ganz sicher gespart, mich selbst um Bilder zu kümmern. Aber ich wollte halt vermeiden, dass beim Termin quasi nichts passiert und ich erstmal weiter geschickt werde. Ich hatte ja sonst überhaupt keine Unterlagen.
Da ich noch bis Anfang April KG-Termine habe und mir dann noch zwei Rezepte holen kann, bin ich bis ungefähr Juni versorgt in der Hinsicht, wenn ich richtig rechne. Ich kann höchstens einen Termin pro Woche machen, sonst wird es mir zuviel. Die restlichen Tage mach ich die Übungen aus der KG zu Hause. Nur so ist das aktuell für mich machbar.
Im Sommer kriege ich ja denn den nächsten Termin beim Orthopäden, da frag ich ihn nochmal nach Röntgen der HWS, was er ja angesprochen hat (die ist auf den aktuellen Bildern gar nicht drauf) und in dem Zusammenhang auch nach der ganzen Wirbelsäule, ob er nochmal eigene Bilder macht und dann die Winkel bestimmt.
Soweit ich recherchiert habe, bedeutet die Dorsalstellung der Dornfortsätze der LWS, dass die Krümmung dort rein funktional ist, nicht strukturell. Da wäre es dann abzuwarten, ob und wie viel sich an der Krümmung durch Training verändert, wenn ich das richtig verstanden habe
Ich denke, er vertraut dem Physiotherapeuten, dass der einschätzen kann, welche Übungen für meine Situation am besten sind - oder überhaupt machbar. Das werde ich am Freitag mit dem Therapeuten besprechen.
Die Bauchmuskeln hat der Orthopäde vermutlich erwähnt, weil meine sehr schwach sind (was mich nicht wundert, da die Wirbelsäule ja nicht mein einziges Problem ist).
Rehasport und die Übungen vom Blatt (alle im Sitzen auf einem Hocker) sind wohl zur allgemeinen Kräftigung gedacht, aber im Moment definitiv zu viel für mich. Ich habe Tage, an denen ich morgens kaum schaffe überhaupt aufzustehen, weil ich keine Energie habe.
Das mit dem 60-Grad-Winkel weiß ich. Evtl hat er auch zwar gesagt, die Winkel seien erstmal nicht so wichtig, aber gemeint, er kann die an den mitgebrachten Bildern halt eh nicht messen. Ich hatte die Bilder ja vorher auch noch nicht gesehen, die waren alle etwas unscharf und eins sogar spiegelverkehrt.
Hätte ich vorher gewusst, dass der Orthopäde selber röntgt und dann auch Winkelbestimmungen machen kann, hätte ich mir den Aufwand ganz sicher gespart, mich selbst um Bilder zu kümmern. Aber ich wollte halt vermeiden, dass beim Termin quasi nichts passiert und ich erstmal weiter geschickt werde. Ich hatte ja sonst überhaupt keine Unterlagen.
Da ich noch bis Anfang April KG-Termine habe und mir dann noch zwei Rezepte holen kann, bin ich bis ungefähr Juni versorgt in der Hinsicht, wenn ich richtig rechne. Ich kann höchstens einen Termin pro Woche machen, sonst wird es mir zuviel. Die restlichen Tage mach ich die Übungen aus der KG zu Hause. Nur so ist das aktuell für mich machbar.
Im Sommer kriege ich ja denn den nächsten Termin beim Orthopäden, da frag ich ihn nochmal nach Röntgen der HWS, was er ja angesprochen hat (die ist auf den aktuellen Bildern gar nicht drauf) und in dem Zusammenhang auch nach der ganzen Wirbelsäule, ob er nochmal eigene Bilder macht und dann die Winkel bestimmt.
Soweit ich recherchiert habe, bedeutet die Dorsalstellung der Dornfortsätze der LWS, dass die Krümmung dort rein funktional ist, nicht strukturell. Da wäre es dann abzuwarten, ob und wie viel sich an der Krümmung durch Training verändert, wenn ich das richtig verstanden habe
- Klaus
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Re: Autismus, Skoliose und die Suche nach Hilfe
Hallo Tara,
Dann hätte er eigentlich entsprechende Aufnahmen machen müssen.
Er wird Dir hoffentlich Deine Situation und die entsprechenden Übungen und deren Wirkung erklären können. Du brauchst ja ein Gefühl dafür, was wie und warum wirken muss. Steht der Rundrücken/Hohlkreuz (funktional?) mit symmetrischen Übungen im Vordergrund oder ist eine Kombination mit asymmetrischen (relevante Skoliose) bzw. ganz anderen Übungen erforderlich.
Und der Therapeut muss wohl auch die Aufgabe eines Spezialisten übernehmen und feststellen, was denn bei Dir noch an Korrektur möglich sein könnte (Flexibilität). Das ist angesichts der wenigen Termine, die Du hast, schon eine herausfordende Maßnahme, insbesondere wegen der Komplexität Deiner Situation.
Zur Darstellung der HWS ist noch zu sagen, dass die aufgrund der ungeklärten LWS (als Ausgleich zur BWS) eine Fehlstellung (oft Steilstellung) als Gesamtausgleich haben kann. Allerdings ist eine direkte HWS Korrektur schwer möglich. Man geht da eher von einer Korrektur von unten (LWS) nach oben (BWS) aus und hofft, dass sich die HWS angleicht. Das bedeutet, dass die HWS Aufnahme tatsächlich noch Zeit hat. Es sei denn, es gibt dort ungewöhnliches.
Gruß
Klaus
Also ein Orthopäde sollte grundsätzlich selbst röntgen können oder mit einer entsprechenden Radiologie Praxis zusammenarbeiten. Im bisherigen Verlauf unserer Diskussion habe ich da wohl nicht deutlich darauf hingewiesen. Sonst hätte ich den Tipp gegeben, bei der Terminierung nachzufragen (auch nach der Möglichkeit von WS Ganz-Aufnahmen) und die CD nicht vorgelegt bzw. als nicht vorhanden erklärt.Hätte ich vorher gewusst, dass der Orthopäde selber röntgt und dann auch Winkelbestimmungen machen kann, hätte ich mir den Aufwand ganz sicher gespart, mich selbst um Bilder zu kümmern.
Dann hätte er eigentlich entsprechende Aufnahmen machen müssen.
Hat er das festgestellt oder hast Du ihm das gesagt?Die Bauchmuskeln hat der Orthopäde vermutlich erwähnt, weil meine sehr schwach sind...
Um das mal richtig einordnen zu können, es handelt sich jetzt um einen neuen Therapeuten, der auch nach Schroth behandelt(?)Ich denke, er vertraut dem Physiotherapeuten, dass der einschätzen kann, welche Übungen für meine Situation am besten sind - oder überhaupt machbar. Das werde ich am Freitag mit dem Therapeuten besprechen.
Er wird Dir hoffentlich Deine Situation und die entsprechenden Übungen und deren Wirkung erklären können. Du brauchst ja ein Gefühl dafür, was wie und warum wirken muss. Steht der Rundrücken/Hohlkreuz (funktional?) mit symmetrischen Übungen im Vordergrund oder ist eine Kombination mit asymmetrischen (relevante Skoliose) bzw. ganz anderen Übungen erforderlich.
Und der Therapeut muss wohl auch die Aufgabe eines Spezialisten übernehmen und feststellen, was denn bei Dir noch an Korrektur möglich sein könnte (Flexibilität). Das ist angesichts der wenigen Termine, die Du hast, schon eine herausfordende Maßnahme, insbesondere wegen der Komplexität Deiner Situation.
Zur Darstellung der HWS ist noch zu sagen, dass die aufgrund der ungeklärten LWS (als Ausgleich zur BWS) eine Fehlstellung (oft Steilstellung) als Gesamtausgleich haben kann. Allerdings ist eine direkte HWS Korrektur schwer möglich. Man geht da eher von einer Korrektur von unten (LWS) nach oben (BWS) aus und hofft, dass sich die HWS angleicht. Das bedeutet, dass die HWS Aufnahme tatsächlich noch Zeit hat. Es sei denn, es gibt dort ungewöhnliches.
Gruß
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Re: Autismus, Skoliose und die Suche nach Hilfe
Das mit den Bauchmuskeln hat der Orthopäde gesagt. Ich habe es nicht erwähnt.
Ich habe nur die mögliche Hypermobilität der LWS erwähnt, dazu meinte er ja, könnte sein, da die Hüften sehr beweglich sind, hat aber (noch) keine spezifischen Test gemacht. Generalisierte Hypermobilität liegt nicht vor, wenn ich mir die Tests dazu anschaue, mit denen das geprüft wird. Aber ich kann z.B. im normalen Sitz auf einem Stuhl/Hocker den Oberkörper nahezu ohne Anstrengung auf den Oberschenkeln ablegen, nur aus der Vorbeugung der LWS heraus.
Der Physiotherapeut ist für mich neu, ja, steht aber auf der Liste aus Bad Sobernheim (deshalb gehe ich ja dort hin und nicht zu einem, der näher wäre) und hat laut der Angabe auf der Liste die Ausbildung 2013 gemacht. Also ganz unerfahren ist er grundsätzlich nicht.
Gegeben für zu Hause hat er mir 3 Übungen, eine davon symmetrisch, die anderen beiden nicht. Die symmetrische und eine der anderen dienen der Mobilisation, die andere der Flankenatmung.
In der Praxis hat er mir noch 2 symmetrische Übungen gezeigt, für die mir aber zu Hause (noch) das Equipment fehlt (Hocker, Spiegel, Sprossenwand). Beim ersten Termin hat er selbst schon beim Sichtbefund gesagt, dass er die Hyperkyphose für stärker hält.
So wie du das zur HWS beschreibst hab ich das auch verstanden. Ungewöhnliches erwarte ich dort nicht und der Orthopäde wohl auch nicht. Ich muss nur darauf achten, ob ich bei bestimmten Übungen wieder mit Schwindel/Kopfschmerz reagiere. Da ist dann aber der Physiotherapeut erstmal der richtige Adressat für meine Rückmeldungen.
Ich habe nur die mögliche Hypermobilität der LWS erwähnt, dazu meinte er ja, könnte sein, da die Hüften sehr beweglich sind, hat aber (noch) keine spezifischen Test gemacht. Generalisierte Hypermobilität liegt nicht vor, wenn ich mir die Tests dazu anschaue, mit denen das geprüft wird. Aber ich kann z.B. im normalen Sitz auf einem Stuhl/Hocker den Oberkörper nahezu ohne Anstrengung auf den Oberschenkeln ablegen, nur aus der Vorbeugung der LWS heraus.
Der Physiotherapeut ist für mich neu, ja, steht aber auf der Liste aus Bad Sobernheim (deshalb gehe ich ja dort hin und nicht zu einem, der näher wäre) und hat laut der Angabe auf der Liste die Ausbildung 2013 gemacht. Also ganz unerfahren ist er grundsätzlich nicht.
Gegeben für zu Hause hat er mir 3 Übungen, eine davon symmetrisch, die anderen beiden nicht. Die symmetrische und eine der anderen dienen der Mobilisation, die andere der Flankenatmung.
In der Praxis hat er mir noch 2 symmetrische Übungen gezeigt, für die mir aber zu Hause (noch) das Equipment fehlt (Hocker, Spiegel, Sprossenwand). Beim ersten Termin hat er selbst schon beim Sichtbefund gesagt, dass er die Hyperkyphose für stärker hält.
So wie du das zur HWS beschreibst hab ich das auch verstanden. Ungewöhnliches erwarte ich dort nicht und der Orthopäde wohl auch nicht. Ich muss nur darauf achten, ob ich bei bestimmten Übungen wieder mit Schwindel/Kopfschmerz reagiere. Da ist dann aber der Physiotherapeut erstmal der richtige Adressat für meine Rückmeldungen.
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Re: Autismus, Skoliose und die Suche nach Hilfe
Hallo Tara-T.
Frag ihn mal nach der Hocker über den Kopf Übung, da braucht man nur einen Hocker und entsprechende Unterlagerungen, die ein ambulanter Schroth Therapeut eigentlich haben sollte.
Gruß
Klaus
Mobilisation spielt zwar eine Rolle, aber eigentlich geht es um möglichst weitgehende Korrektur und Stabilisation dieser Korrektur. Das geschieht bei Schroth durch isometrischen Muskelaufbau in der jeweils erreichten gedehnten Struktur, was ein Muskelumbau darstellt. Oder ist dieses Schroth Prinzip bei Dir (noch) nicht anwendbar?Die symmetrische und eine der anderen dienen der Mobilisation
Sind das Übungen, wo Du auf einem Hocker sitzt?In der Praxis hat er mir noch 2 symmetrische Übungen gezeigt, für die mir aber zu Hause (noch) das Equipment fehlt (Hocker, Spiegel, Sprossenwand).
Frag ihn mal nach der Hocker über den Kopf Übung, da braucht man nur einen Hocker und entsprechende Unterlagerungen, die ein ambulanter Schroth Therapeut eigentlich haben sollte.
Gruß
Klaus