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Hallo an alle
ich bin vom Forum für pflegende Angehörige auf euch gestoßen und hab schon Kopfschmerzen vom vielen Lesen und hab doch noch nicht das richtige gefunden. Am besten ich schildere Euch mal mein Problem und vielleicht hat ja einer ne Idee.
Also: meine Tochter (22) liegt nach einem Verkehrsunfall vor 3 Jahren im Wachkoma und hat eine beginnende Skoliose, auch so was wie in Richtung Witwenbuckel-so sagt man doch? Ich geh natürlich davon aus, daß es an der rückgebildeten Muskulatur liegt. Meine Frage ist nun: Gibt es eine Möglichkeit für passiven Muskelaufbau? Ich denke, daß durch die fehlende Muskulatur und die dadurch bedingte Mangelversorgung der Knochen das nächste Thema Osteoporose nicht mehr weit ist. Was kann ich tun?
Vielen Dank fürs Grübeln
Ganz liebe Grüße von
Nelli
Hallo Nelli
Erst mal herzlich willkommen im
Und mein Beileid zu diesem tragischen Unfall und deren Folgen
Also zum Thema Muskelaufbau: Passiver Muskelaufbau ist möglich und sollte dringend durchgeführt werden auch im Sinne der Kontrakturprophylaxe (steife Gelenke) und Thromboseprophylaxe. Dies sollte von einem Physiotherapeut oder zumindest einer examinierten Pflegefachkraft durchgeführt werden, bzw sollten sie dich anleiten.
Ich glaube nicht, dass Osteoporose ein Thema ist bei Bettlägrigkeit ist.
Liebe Grüße, viel Kraft und gute Besserung
Pirat
Cogito ergo sum (René Descartes);ich weiß, dass ich nichts weiß (Sokrates)
mithilfe passiven Bewegens kann die Beweglichkeit erhalten werden. So dass die Bänder, Muskeln, Sehnen und die Kapsel sich nicht verkürzen und eben auch der Thrombose vergebeugt werden. Jedoch kann das eine Muskelatrophie nicht aufhalten. Um Muskeln erhalten bzw. zu stärken, müssen diese aktiv arbeiten (d.h. sich kontrahieren), das findet aber beim passiven Bewegen nicht statt. Also zum Muskelaufbau ungeeignet. Dennoch ist das wichtig, dass das getan wird.
hallo,
danke für die beiden schnellen Antworten. Ja und bei dem passiven Bewegen liegt der Hase im Pfeffer- noch mehr geht fast nicht. Wir benutzen mehrmals inder Woche das Stehbrett, täglich Motomed für Arme und Beine, tägliche Mobilisation in den Rolli, Schallwellenmatratze (die mittlerweile kleine Wunder in der Lockerung bewirkt hat) und ihre Hängeliege. Ich bewege sie auch so durch- manchmal denk ich, ich bekomm den Knoten nicht mehr auf Ich dachte, vielleicht gibt es ein Gerät, welches die Muskeln zum Kontrahieren bringt oder so?
Liebe Grüße von Nelli
Hallo Nelli
Na ist doch shcon verdammt viel was du machst und ich denke mehr kannst du nciht leisten.
Ich finde deinen Einsatz echt toll.... mach weiter so
lg Pirat
Cogito ergo sum (René Descartes);ich weiß, dass ich nichts weiß (Sokrates)