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Operation mit 28°?

Verfasst: Di, 11.03.2003 - 18:54
von Karl Vetter
Hallo ihr da draußen,
wir haben ein riesiges Problem. Unsere Tochter soll im Mai an der Wirbelsäule operiert werden, weil sie eine Verbiegung im unteren Bereich der WS hat. Der Krümmungsgrad ist derzeit 28°.Sie hat keine Schmerzen und macht einmal die Woche Gymnastik seit zwei Jahren. Trotzdem ist die Verbiegung innerhalb diesen zwei Jahren von 10° auf 28° angewachsen. Sie ist 16 Jahre alt und uns wurde in Markgröningen gesagt eine OP wäre sinnvoll da sich der Verkrümmungsgrad in zwei weiteren Jahren möglicherweise verdoppeln könnte.Jetzt sollen die ersten zwei Wirbel versteift werden. Was sollen wir tun? Ist die Klinik ok? Gibt es noch andere kompetente Ärzte die wir kurzfristig aufsuchen können.Welche Kliniken sind empfehlenswert?
Bitte antwortet uns, da die Zeit drängt.
Karl Vetter e-mail : charlie@famvetter.de

Re: Operation, ja oder nein?

Verfasst: Di, 11.03.2003 - 20:23
von BZebra
Hallo Du da drin ;),
Willkommen im Forum.
Karl Vetter hat geschrieben:Ist die Klinik ok? Gibt es noch andere kompetente Ärzte die wir kurzfristig aufsuchen können. Welche Kliniken sind empfehlenswert?
Du scherzt, oder? Das ist doch nicht Dein Ernst? Habt ihr in einer OP-Klinik allenernstes schon einen Termin für eine OP bekommen? Das wäre ja der Hammer, wie heißt denn die Klinik die so etwas macht? Das sollte man ja direkt anzeigen, den Ärzten gehört ja die Aprobation entzogen.

Eine OP ist bei diesen Gradzahlen absolut nicht nötig und wir haben hier auch noch nie von einer OP-Klinik gehört, die bei solch geringen Gradzahlen operiert. Das sind viel zu wenig Grad. Der Indikationsbereich für eine OP beginnt bei 50°, und selbst da ist in den meisten Fäüllen noch keine OP nötig.
Was vielleicht Sinn machen könnte ist ein Korsett, aber mit 16 Jahren und nur 28° muß auch das nicht zwangsläufig notwendig sein, je nach dem wie wiet entwickelt eure Tochter ist und ob sie noch wächst. Mit einem guten Korsett ist eine weitere Verschlechterung der Skoliose ausgeschlossen.

Also von "anderen kompetenten Ärzten" kann ja hier nicht die Rede sein, das wäre ja schon fast eine beleidigung für die Ärzte, die man mit solchen Kurpfuschern auf eine Ebene stellt.
Ihr könnt Euch an Dr.Steffan (Bad Salzungen in Thüringen), Dr.Hoffmann (Leonberg bei Stuttgart) und Dr.Weiß (Bad Sobernheim in Rheinlandpfalz) wenden. Als Kliniken für eine Physiotherapeutische-Reha (OP kommt ja nicht in Betracht) kommen Bad Sobernheim oder alternativ Bad Salzungen in Frage.
Falls ein Korsett angefertigt werden soll ist Dr.Hoffmann in Zusammenarbeit mit der Orthopädietechnik Rahmouni die erste Adresse, altenativ Sanomed in Bad Sobernheim.
Alle diese Adressen findet man auf der Linkseite des Forums.

So, und jetzt könnt ihr Euch wieder beruhigen. Wer mit 16 Jahren 28° Skoliose hat, der zählt noch zu den glücklichen Patienten an denen der Kelch nochmal vorbeigegeangen ist und die von sich sagen können, sie hätten eine leichte Skoliose. Kein Grund zur Panik und erstrecht kein Grund für eine OP.

Liebe Grüße,
BZebra

Verfasst: Mi, 12.03.2003 - 05:36
von Tobias78
Hallo!

Also ich hab ja nun auch schon sehr viel über Skoliose gehört und gelesen (insbesondere was Op’s betrifft), aber daß man 28° operieren will ist schon mehr als merkwürdig. Und das mit einer Fusion von nur zwei Segmenten??? Noch dazu sind L4-S1 die zwei wichtigsten Segmente der ganzen WS (abgesehen von der HWS): Höchste Beweglichkeit und größter Hebelarm für Rumpfbewegungen. Eine Fusion ist hier sehr problematisch und in der Regel versucht man bei Skolioseoperationen alles um gerade diese Segmente frei zu lassen. Außerdem sind hier die auftretenden Kräfte am größten bei größter Höhe der Bandscheiben, was eine Fusion zusätzlich erschwert.
Bist Du sicher, daß es sich um eine Skoliose handelt und nicht vielleicht um schweres Wirbelgleiten (oder beides)? Dann kann es wohl in der Tat sein, daß man so etwas operieren muß um zu verhindern daß die WS ganz abrutscht.
Aber selbst dann würde ich unbedingt den Rat mehrerer Ärzte einholen, zumal Deine Tochter keine Schmerzen hat. Wie gesagt, ich glaube so eine Op wäre ein sehr schwerer Eingriff mit ungünstiger Schmerzprognose.

Viele Grüße,
Tobias

Verfasst: Mi, 12.03.2003 - 09:26
von sloopy
Hallo Karl,

ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Eine OP bei 28° hab ich auch noch nicht gehört und da gibt es auch keinen einzigen Grund für :nein: ! Es ist wirklich erschreckend, dass sowas bei eurer Tochter überhaupt in Erwägung gezogen wird. Bitte sei so nett und nenn uns den Namen der Klinik, damit wir in Zukunft JEDEM Skoliosepatienten dringend davon abraten können, diese Klinik zu besuchen. Ich fass das einfach nicht....

Macht schnellstmöglich einen Termin bei einem der drei von BZEbra genannten FACHärzten, danach werdet ihr wieder ruhig schlafen können! Es kann durchaus sein, dass eine Korsett-Therapie noch nötig ist, aber das wird der entsprechende Spezialist entscheiden und das weitere Vorgehen mit euch besprechen!

Lieben Gruß, sloopy

Re: Operation, ja oder nein?

Verfasst: Mi, 12.03.2003 - 11:08
von Dr. Steffan
Karl Vetter hat geschrieben:Hallo ihr da draußen,
wir haben ein riesiges Problem. Unsere Tochter soll im Mai an der Wirbelsäule operiert werden, weil sie eine Verbiegung im unteren Bereich der WS hat. Der Krümmungsgrad ist derzeit 28°.Sie hat keine Schmerzen und macht einmal die Woche Gymnastik seit zwei Jahren. Trotzdem ist die Verbiegung innerhalb diesen zwei Jahren von 10° auf 28° angewachsen. Sie ist 16 Jahre alt und uns wurde in Markgröningen gesagt eine OP wäre sinnvoll da sich der Verkrümmungsgrad in zwei weiteren Jahren möglicherweise verdoppeln könnte.Jetzt sollen die ersten zwei Wirbel versteift werden. Was sollen wir tun? Ist die Klinik ok? Gibt es noch andere kompetente Ärzte die wir kurzfristig aufsuchen können.Welche Kliniken sind empfehlenswert?
Bitte antwortet uns, da die Zeit drängt.
Karl Vetter e-mail : charlie@famvetter.de
Katastrophe!!!!!! Wo soll das noch enden???

Bitte rufen Sie mich an. Tel. 03695-652388. Sage Sie meiner Sekretärin das es dringend ist.

Dr. Steffan

OP-ja oder nein?

Verfasst: Mi, 12.03.2003 - 12:53
von Karl Vetter
Hallo BZebra,Tobias,Sloopy,Dr Steffan,
wir haben uns wahnsinnig gefeut das so schnelle Antwort auf unser Problem kam.
28° erscheint für euch vielleicht wenig, aber für uns ist dies ein riesen Berg . Als wir erfuhren das Sabrina, so heißt unsere Tochter, an der WS operiert werden soll, brach für uns eine Welt zusammen. Zuerst mal hatten wir keine Ahnung wie wir damit umgehen sollten. Zudem schreibt sie im Mai ihre Realschulprüfung und soll am 1. August ihre Ausbildung beginnen. Desshalb freue ich mich besonders das so schnell Antwort kam.
Ich werde jetzt so schnell wie möglich einen Termin bei ihnen, Dr. Steffan, vereinbaren, und werde auch noch weitere Schritte unternehmen.
Herzlichen Dank euch allen im vorraus
Karl Vetter

Re: OP-ja oder nein?

Verfasst: Mi, 12.03.2003 - 13:01
von sloopy
Hallo Karl,

wie lange wisst ihr denn schon, dass Sabrina operiert werden soll? Ich kenne keinen einzigen Skoliose-Patienten, der/die mit 28° operiert wurde und ich kenne SEHR VIELE Skoliosepatienten.

Es ist schon verständlich, dass euch die 28° noch sehr viel vorkommen, aber wenn ihr erst einmal beim richtigen Arzt ward und die richtige Therapie macht, dann werdet ihr merken, dass es in Wirklichkeit echt nicht viel ist. Geht zu Dr. Steffan und schaut euch auch die Klinik dort an, wenn Sabrina erste einmal eine Reha dort gemacht hat (falls nötig), lernt sie sehr gut mit der Skoliose umzugehen. In Sobernheim (ich kann es nur von dort sagen, weil ich in Salzungen noch nie war) sind Patienten mit nur 28° wirklich in der Minderheit, die meisten Patienten haben 40° aufwärts...

Welche Ausbilung macht Sabrina denn eigentlich?

Alles Gute für euch und KOPF HOCH!
sloopy

Verfasst: Mi, 12.03.2003 - 16:01
von Sabi
Hallo Karl,

also mir ging es vor 5 Jhren ähnlich wie euch.
Mein damaliger Orthopäde(Dr.Kalka/Backnang)
sagte,nachdem ein Skolistim-Gerät keine Verbesserung meiner Skoliose bewirkt hatte,ich solle mich doch zur OP in Markgröningen vorstellen.
Ich war 14 Jahre alt und hatte 24°.
Ich sagte,dass ich mich nicht dort vorstellen würde,da ich mich auf keinen Fall mit 14 operieren lassen wollte. :bindagegen:
Daraufhin bezeichnete er mich als geistig behindert. :motz:
Das war mir dann zu viel und ich verliess türezuschlagend das Sprechzimmer und die gesamet Praxis.
An meine Mama,die mit ihm im Sprechzimmer war,hatte ich in dem Moment nicht gedacht.
Sie sagte mir später,dass die Situation für sie ganz schön peinlich gewesen wäre,sie es aber gut fand,dass ich mich gegen die OP wehrte.

Als ich dann bei einem anderen Orthopäden war,verschrieb der mir ein Korsett und schickte mich glücklicherweise zu Herrn Rahmouni.Das aber nur,weil der Ot zu dem ich ursprünglich sollte in der selben Stadt wohnt wie Rahmouni und er ihn deshalb kennt und meinte,der könne das viel besser.
Von ihm bekam ich dann mein erstes Korsett.
Wofür ich dem anderen Ot noch heute sehr dankbar bin.

Wo wohnt ihr denn?
Markgröningen ist ja außerhalb des Stuttgarter Großraumes nicht so bekannt.Mein früherer Orthopäde hat da glaube ich mal gearbeitet,auf jeden Fall hat er Verbindungen zu Markgröningen,haben mir mehrere Leute erzählt.

Liebe Grüße,Sabi :flower:

P.S.: Hast du meine e-mail bekommen?

Verfasst: Mi, 12.03.2003 - 19:10
von NettiAngel
Hallo,

also ich denke das es sehr viele Ärzte gibt die schnell operieren wollen. Mich wollte auch ein Arzt diesen Sommer am besten noch operieren. Habe ja auch "nur" 37°. So eine seltenheit ist das wohl gar nicht.

Verfasst: Mi, 12.03.2003 - 19:25
von Spila
also ich denke das es sehr viele Ärzte gibt die schnell operieren wollen.
Für so eine OP bekommt man ja auch eine gehörige Entschädigung!!!!

Verfasst: Mi, 12.03.2003 - 23:12
von Sabi
Hallo Spila,
Für so eine OP bekommt man ja auch eine gehörige Entschädigung
Entschuldige die vielleicht blöde Frage,aber was meinst du denn mit der Entschädigung,die man für eine solche Op bekommt?
:juggle:

Ich würde es bitter bereuen,wenn ich damals dem einen Arzt vertraut hätte ,das gemacht hätte,was er wollte und mir nicht noch die Meinung eines anderen angehört hätte.

Sabi :flower:

Verfasst: Do, 13.03.2003 - 00:37
von Spila
sabi hat geschrieben:Hallo Spila,
Für so eine OP bekommt man ja auch eine gehörige Entschädigung
Entschuldige die vielleicht blöde Frage,aber was meinst du denn mit der Entschädigung,die man für eine solche Op bekommt?
:juggle:
Vielleicht hab ich mich da falsch ausgedrückt, mit gehörig meinte ich eine grosse Entschädigung.

Also wenn ich eben bedenke, wie teuer meine Operation am Bein war (Notfall-Operation nach Beinbruch im Judo), muss so eine Rücken-OP nicht gerade billig sein. Und die Ärzte verdienen recht gut durch die OPs (ich weiss nicht genau, wie die entschädigt werden).

PS habs gerade eingesehen, war wirklich nicht klar, sorry! Hoffe, dass es jetzt verständlich ist.

Verfasst: Do, 13.03.2003 - 13:05
von Spila
Noch mal zur Verdeutlichung:

Heute wird zu viel operiert (der Arzt hat ja auch nicht mit den Folgen von einer Operation zu kämpfen). In der Schweiz wurde das glaub mal untersucht, also nachdem die Leute eine Zweitmeinung eingeholt haben, stimmten viel weniger einer Operation zu.

Ich denke, dass bei uns (in der westlichen Welt) einfach das Gefühl da ist, dass man alles operieren müsse, das nicht perfekt ist! Dass man das ja auch anders lösen könnte oder es überhaupt nicht notwendig ist, vergisst man dabei oft.

Also ich werde sicherlich mindestens eine Zweitmeinung vor jedem Eingriff verlangen (und beim Rücken würden es sicher noch mehr sein)!

Verfasst: Do, 13.03.2003 - 15:46
von BZebra
Ja, sowas kann man wirklich nur noch als Gelgmacherei nicht nur auf Kosten der Krankenkassen sondern auch auf Kosten der Gesundheit der Patienten sehen.

Insbesondere wenn man mal an den wirklich geringen Grad der Skoliose denkt. Wieviele 30°-Skoliosen bleiben ein Leben lang unentdeckt, unbehandelt und bereiten auch niemals Probleme!?

OP mit 28°

Verfasst: Fr, 14.03.2003 - 11:48
von Karl Vetter
Hi Leute,
bin absolut happy über die Resonanz im Forum.Habe gestern bei Dr. Steffan einen Termin bekommen. Habe auch einen Termin bei Dr Weiss in Bad Sobernheim. Allerdings ist dieser Termin 3 Tage vor der geplanten OP.
Mal sehen was dabei rauskommt.Nachdem ich euer Forum nun aufmerksam verfolge , erscheint mir das Problem von Sabrina gar nicht mehr so groß.Trotzdem macht man sich als Eltern seine Gedanken. Jetzt
bin ich wieder guter Dinge, und bin gespannt was Dr. Steffan und Dr Weiss dazu sagen.Werde auf jeden Fall mit Sabrina zu den Skoliosetagen gehen und vielleicht sehen wir uns dort ,Sabrina aus Althütte. Nochmals vielen Dank für eure Meinungen. Dies hat uns sehr geholfen.
Karl Vetter

Verfasst: Fr, 14.03.2003 - 13:36
von BZebra
Hallo Karl,

nach dem was hier im Forum so steht, ist es bei Dr.Hoffmann in Leonberg einfacher einen schnellen Termin zu bekommen.

Den Termin für die OP braucht ihr definitiv nicht, allerdings wäre es sehr schön, wenn ihr diesen Vorfall z.B. bei der Ärztekammer melden würdet. Denn es scheint ja nicht nur Eure Tochter zu sein, die in Markgrönningen völlig grundlos operiert werden soll/te.

@Dr.Steffan:
Wie geht man effektivsten gegegen solche Ärzte vor? Immerhin ist hier ja eine Operation geplant, die eindeutig gegen die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie verstößt.

Verfasst: Mo, 17.03.2003 - 11:00
von Dr. Steffan
Schwierig, man muß zunächst die Begründung für die Op kennen, dann die Rö-Bilder befunden und natürlich den Patienten untersuchen. Wenn die Begründung für die Op nicht stimmt kann man gegen solche Ärzte vorgehen. Allerdings ist die Beweisführung sehr schwer.
Dr. Steffan

Verfasst: Di, 18.03.2003 - 00:53
von Toni
Die OMK-Klinik Markgrönigen ist nur ein Beispiel. Auf deren Page hauen sie ganz schön aufs Blech!
Meine Physiotherapeutin hat mir kürzlich erzählt, daß ein in Oberschwaben bekannter Chirurg seine 13-jährige Tochter SOFORT operieren lies, als bei ihr Skoliose diagnostiziert wurde. Sie wurde nach der "veralteten Harrington-Methode" operiert!
Begrüdung: Er wollte seiner Tochter "die Quälerei mit einem Korsett" ersparen!!!!
( Hinterm Kopf kratz-kratz.....)
Toni im RAHMOUNI (Ächtz-stöhn- schnauf-drück-ausweich-stöhn- jetzt reichts für Heute (300 km und 5 h am ersten Tag?????)

Verfasst: Di, 18.03.2003 - 09:48
von Sabi
Hallo Toni,
das von der sofortigen OP hab ich auch schon gehört,war aber wohl nicht der selbe Chirurg.
In Markgröningen machen sie ja auch Korsette.
Als ich bei einem Skoliose-Treffen von Skoliose Aktiv war, war da ein Mädchen,das damals so alt war wie ich. Sie hatte ein Korsett aus Markgröningen. Herr Rahmouni und Dr. Pfeil,ein Orthopäde aus Stuttgart-Vaihingen, baten das Mädchen,doch ihr Kortsett mal auszuziehen, damit sie einen Blick darauf werfen könnten.
Den Gesichtsausdruck von Herrn Rahmouni werde ich nicht so schnell vergessen.Der viel nämlich aus allen Wolken und fand das bestätigt was er schon anhand der Haltung des Mädchens befürchtet hatte.
Das Korsett war "Grottenschlecht" und konnte in keinem Fall eine Korrektur erzielen, geschweide denn eine Progredienz verhindern.
Das Mädchen war durch Zufall von ihrer Physiotherapeutin auf das Treffen aufmerksam gemacht worden.
Wie die Mutter dann später meiner Mum erzählt hat,hätten die (von Termin zu Termin wechselnden) behandelden Orthopäden schon von einer Op geredet, falls es trotz Korsett nicht besser werden würde.

Da frag ich mich, wie soll man mit so einem Korsett (mir viel damals auch auf,dass es ganz anders als meines aussah) eine Korrektur erzielen.
Entweder die in Markgröningen checken nicht, dass ihre Korsette (zumindest vor 4 Jahren) superschlecht sind oder das ist alles nur Makulatur im Hinblick auf die Möglichkeit eine OP durchführen zu können.

Ich find das jedenfalls unglaublich und letzten Endes leiden auch noch andere unter solchen falschen Behandlungen.
Die Kassen müssen das ganze ja bezahlen und die sind eh, die meisten zumindest, recht knapp bei Kasse.
Was mich angesichts solcher und noch vieler anderer Tataschen nicht verwundert.

Lieber vorher ne richtige Behandlung, als nacher ne OP oder sonstige Dinge, die weit mehr Kosten verursachen, bezahlen. Auf die Idee sind aber auch manche Kassen, was man anhand der Genehmigungsschwierigkeiten sieht, noch nicht gekommen.
Vielleicht könnte man die Kassen was die Behandlungsmethodeneffizienz betrifft ein bisschen mehr aufklären.
So dass die nicht einfach alles blind bezahlen, egal, ob ein Erfolg nachgewiesen ist oder nicht.

Sabi :flower: :flower:

Verfasst: Di, 18.03.2003 - 13:30
von Spila
sabi hat geschrieben:In Markgröningen machen sie ja auch Korsette.
Das ist nie gescheit, zwei sich konkurenzierende Sachen anzubieten. Man solch sich besser auf das eine konzentrieren, und es dann aber auch richtig machen (falls ich das richtig verstanden habe gibt es in Soberheim eine eigenen OT, das find ich auch schlecht).

Denn, auf dem einen Gebiet ist einer Spitze, auf einem anderen nicht und das kann ja auch wechseln. Deshalb braucht es "unabhängige" Institutionen und natürlich sollten es auch genügend viele sein (scheint mir jedoch nicht der Fall zu sein).