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optimale Therapie Reaktion von Therapeuten

Verfasst: Di, 30.11.2004 - 10:53
von Klaus
Hallo zusammen,

@netkitty hat mich im Post "Wärmetherapie" ermuntert, meine Fragen und Antworten dazu im Forum von physio.de hier zu veröffentlichen.
Das will ich gern tun:

Titel
Massage und/oder Fango? Optimale Versorgung?


1. Ich habe geschrieben
Hallo zusammen,
als Patient interessiert mich Eure Meinung:

Ich habe aufgrund einer Kypho/Skoliose im LWS Bereich eine sehr stark verspannte Muskulatur.
Als optimale Therapie habe ich mich für KG nach Schroth entschieden. Um diese erfolgreich auszuführen, muss nach meinem Verständnis die Muskulatur entsprechend gelockert werden.

Welche Therapie ist optimal unabhängig von ärztlichen Budget- oder Glaubensfragen angebracht:

Fango vor oder nach KG
Massage vor oder nach KG
Fango + Massage vor oder nach KG

Wenn Massage, wie sollte die aussehen.
Gibt es Unterschiede, mal abgesehen von Stäbchen Massage.
Wie sieht die tatsächliche Praxis aus.

Ich würde mich über eine rege Beteiligung freuen.

Gruss
Klaus


2. Hallo Klaus,

Jeder vernünftige Therapeut wird Dich vor der Behandlung befunden und danach den Behandlungsplan festlegen. Daraus ergibt sich dann der Inhalt und Umfang, sowie die Reihenfolge der in Frage kommenden Therapien.

Wenn Du Zweifel am Vorgehen Deines Therapeuten hast, solltest Du direkt mit ihm darüber sprechen. Aus meiner Sicht ist es unmöglich sich zu Deinem Anliegen zu äussern, ohne Dich befundet zu haben.

Selbstverständlich gibt es Unterschiede in der Massagetherapie. Es macht einen Unterschied, ob die Massage tonisierende oder detonisierende Wirkung haben soll. Zu diesem Zweck steht dann eine Vielzahl an Grifftechniken zur Verfügung, deren Intensität variieren kann. Neben der klassischen Massage steht eine Vielzahl anderer Massagetechniken zur Verfügung.

Optimal ist die Versorgung dann, wenn sie unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit zum Erfolg führt.

3. Ich habe geschrieben
Hallo xxx,

ich habe gedacht, dass hier noch mehr antworten werden, aber....
(Anmerk. es waren 2 Tage am Wochenende vergangen)

Also ich finde es schon ungewöhnlich, dass der Therapeut vorher mit dem Patienten den Behandlungsplan festlegt. Meinst Du damit Privatpatienten bzw. Kassenpatienten, die das erst mal privat bezahlen?

Ein Kassenpatient hat ein Rezept vom Arzt und das bestimmt die Therapie.
Wenn es nicht gerade D1 ist, gibt es eine bestimmte Vorgabe.
Wenn man hier also die optimale Therapie erreichen will, kann man das nur über eigene Informationen und geschicktes Lenken des Arztes erreichen.

Gruss
Klaus

4. Was machen Sie beruflich??????????

5. klingt nach krankenkassenmitarbeiter......

6. ne , Klaus2 ist Patient und hat schon einmal lange gepostet mit D1 etc.
naja, ich dachte wer sich als patient so gut auskennt mit d1 und all dem anderen.......
irren ist....

7. Fragen Sie ihren Arzt oder Physiotherapeuten, da werden Sie geholfen.

Ist doch sehr aufschlussreich?

Vorangegangen war im Post "Wärmetherapie für zuhause" die Diskusion darüber, wie ich an eine optimale Versorgung komme.
Ich habe es immer wieder erlebt, dass man als Patient zwischen den Fronten steht. Jede Seite hat ein Konzept, dass ein Patient hinzunehmen hat. Mündiger Patient ist offenbar nicht nur beim Arzt weniger gern gesehen, sondern offenbar auch beim Therapeuten. Siehe Antwort 6.

Wenn ich mir überlege, wieviel man u.U. auch zuhause machen kann oder könnte (ich sammele gerade hier im Forum), dann sollten sich die Therapeuten ernsthaft überlegen, wie sie die Transparenz ihrer Dienstleistung erhöhen, angesichts der sicherlich noch nicht beendeten Änderungen an der Heilmittelverordnung. Vieles wird dann in den privaten Bereich verschoben werden und die Existenz von Praxen hängt entscheidend von der Vermarktung ab, wie in jeder anderen Dienstleistungsbranche auch.

Gruss
Klaus

Verfasst: Di, 30.11.2004 - 18:24
von Klaus
Update:

Auch das gibt es als Reaktion bei physio.de:

... auch für Patienten gilt, "wer lesen kann ist klar im Vorteil!"

Freuen wir uns doch über mündige Patienten, die sich selbst auch mal schlau machen und wenn sie dann nicht weiterkommen, uns fragen. Ich finde das eigentlich ganz gut!
( in den meisten Arztpraxen werden die Patienten dürftig, schlecht, falsch oder garnicht informiert). Ich wünsche mir mehr solcher Patienten, die dann auch bei ihrem Arzt ganz anders auftreten können (die bekommen nämlich dann auch ein Rezept!)

Gruß Evi


Vielen Dank auch an dieser Stelle. Evi postet hier ja als Therapeutin unter @eva.

Gruss
Klaus

Verfasst: Mi, 01.12.2004 - 18:12
von Klaus
Update

Eine weitere Reaktion:

Auf die Frage der beruflichen Tätigkeit haben Sie noch keine Antwort gegeben. Daraus könnte man auch Schlüsse für eine Behandlungsform
ziehen. Ihr Alter wäre auch dabei interessant. Mit 50 Jahren kann man
schwerlich eine Kyphoskoliose "gerade biegen".
Ihre bisherige Fragestellung in den Foren geht nur darauf hinaus, daß Sie wissen wollen, was ein Arzt (egal welcher Fachrichtung!!!!!!) Ihnen verschreiben kann, darf und muß. Haben Sie etwa ein "Anspruchsdenken"? (von mir fett markiert)

Man glaubt es nicht. Ich werde entsprechend darauf antworten.

Gruss
Klaus