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Frage: Beschwerden, Aussicht auf Kur/Reha/Umschulung?

Verfasst: Sa, 07.07.2007 - 16:20
von Susistrohkopf
Hallo,

ich bin neu und möchte mich mal kurz vorstellen:
35 Jahre, seit 7 Jahren in der Pflege (ambulant), davon aber das letzte Jahr nur noch aber ca. 10 Std.

Mein Leiden:
- HWS/BWS/LWS Rundrücken, Hyperlordose
- li. Konvexe Skoliose
- Cervikalsydrom bei deg. HWS-Veränderungen
- Senk-Spreizfuß bds. Hallux valgus re>li, Vorfußdeformität bds
- Lumbago
- Osteochondrose C4/5 und C5/6
- gelengentlich Schleimbeutelentzündung Schulter re.
- v.a. Bandscheibenprotrusion zervikal re.

Meine Fragen:
- Habe ich tatsächlich eine Bandscheibenvorwölbung an der HWS?

- Ich habe zur Zeit ganz starke Verspannungen an HWS, BWS und LWS mit Schwindel und Kopfschmerzen. An der LWS Druckschmerz aber starke Schmerzen in den Oberschenkel, tiefer dumpfer Schmerz, nicht gelähmt, mit ziehen(nicht immer) in beiden Waden. Dazu kribbelt es aber.

Was mache ich am Besten, könnte dies ein Hinweis auf eine Vorw. oder BSV sein...?????


Wer ist hier der Experte und kann mir einen Rat geben?

Wie stehen eigentlich die Chancen auf Reha/Kur Umschulung?

Viele, viele Fragen, danke für´s lesen.
Würde mich sehr über Antworten freuen....

LG Susanne

vielfache Beschwerden

Verfasst: Sa, 07.07.2007 - 16:31
von warana
hallo Susanne,
Deine vielfältigen Fragen kann Dir hier niemand beantworten, das können nur Fachärzte.
Gruß, warana.

Verfasst: Sa, 07.07.2007 - 17:17
von Klaus
HWS/BWS/LWS Rundrücken
Damit kann ich nichts anfangen.

Ein Rundrücken ist normalerweise eine BWS Hyperkyphose und hat mit der HWS und der LWS nichts zu tun.

Ich denke, Du brauchst eine kompetente Diagnose bezüglich Deines Rundrückens und Deiner Skoliose, in der auch die entsprechenden Winkel angeben werden sollte. Dazu gehört eine Röntgen-Ganz-Aufnahme frontal und seitlich.
Damit kann dann ein Teil der örtlichen Schmerzen abgeklärt werden, die vermutlich durch verspannte bzw. überstrapazierte Muskulatur entstehen.
aber starke Schmerzen in den Oberschenkel, tiefer dumpfer Schmerz, nicht gelähmt, mit ziehen(nicht immer) in beiden Waden.
Das sieht ein bischen nach Schmerzen aus, die von den Wirbel direkt ausgelöst werden, da solltest Du schleunigst einen Orthopäden aufsuchen, um das abzuklären. Es kann aber genauso gut von verkürzter hinterer Oberschenkelmuskulatur ausgelöst werden, die bei Rundrücken oft vorkommt.
Auch hier solltest Du einen Orthopäden aufsuchen, allerdings dann einen Spezialisten, der sich mit Kyphose/Skoliose gut auskennt.
Davon gibt es leider nicht viele.

Eine REHA sollte in Bad Salzungen oder Bad Sobernheim gemacht werden und zwar Intensiv KG nach Katharina Schroth.

Gruss
Klaus

Verfasst: Sa, 07.07.2007 - 23:35
von Susistrohkopf
Hallo Klaus,

Zu Rundrücken: Habe ich nur das aus den Arztbriefen beschriebene Diagnose entnommen.
Da steht es echt so drinne: HWS/BWS/LWS Rundrücken.

Mir macht es selbst zu schaffen, dass man bei der Diagnose als Patient nicht viel erklärt bekommt, es wird alles verharmlost - spritze und ab die Post.

Danke für die Tipps zur Reha. Daher habe ich am Montag ein Termin bei der Dt. Rentenversicherung Bund.

Wenn Du sonst noch Tipp´s hast, danke ich Dir.
Susanne

Verfasst: So, 08.07.2007 - 10:35
von Klaus
Wenn Du sonst noch Tipp´s hast, danke ich Dir.
Wenn Du mal ausgiebiger im Forum liest, wirst Du bemerken, dass es den anderen mit inkompetenten Orthopäden nicht anders ging, als Dir.

1. Zu Nürnberg/Erlangen findest Du hier einiges:
viewtopic.php?t=2174
Da wirst Du wahrscheinlich feststellen, dass sich der Weg nach Stuttgart zu Dr. Hoffmann auf jeden Fall lohnt.

2. Eine Schroth REHA kann nur ein Arzt verordnen, das macht Dr. Hoffmann sicherlich automatisch. Der Besuch bei der deutschen Rentenversicherung wird Dich deshalb nicht weiterbringen!
Die Schroth KG vor Ort ist nur zum Reinschnuppern vor einer REHA gedacht und nach einer REHA zur gelegentlichen Kontrolle. Die Übungen musst Du selbst zuhause möglichst täglich machen!

3. Ein korrigierendes Korsett kann je nach Grad der Kyphose/Skoliose auch bei Erwachsenen angewendet werden. Auch das kann Dr. Hoffmann verordnen, das machen nur wenige Orthopäden in Deutschland. Solch ein Korsett kann nach heutigen Erkenntnissen zwar nach Bedarf getragen, aber nicht mehr wieder ganz abgelegt werden.
Es dient der Schmerzreduzierung, der Aufhaltung einer möglichen Verschlechterung durch eine sehr individuelle Korrektur, die sich natürlich auch in der Optik ausdrückt.

Ein stützendes Korsett zur reinen Schmerzreduzierung ist natürlich auch möglich. Das ist beliebig zu tragen oder auch nicht!

4. Schroth und korrigierendes Korsett sind optimal bei entsprechender Indikation. Mit beiden hat man lebenslang zu tun.

Gruss
Klaus