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Morbus Scheuermann = chronisch krank?
Verfasst: Fr, 26.01.2007 - 21:09
von Elbac
Hallo,
da mich ein Forumsmitglied darauf aufmerksam gemacht hat, wollte ich von euch gerne mal eine Meinung haben. Ist man durch Morbus Scheuermann--> Kyphose, sehr leichte Skoliose, aber halt immer Schmerzen chronisch krank?
Wäre schön wenn ihr antwortet.
Euch allen ein schönes Wochenende,
Elbac
P.S.: Die Suchfunktion habe ich schon benutzt, aber bei der Gesundheit änder sich ja ständig was...
Verfasst: Fr, 26.01.2007 - 23:24
von Galadriel73
Mhhhhhhh....ich denke, das ist wohl am ehesten Definitionssache.
Obwohl ich seit Jahren auch chronische Schmerzen habe und vieles nicht mehr so machen kann wie noch vor 10 Jahren, bedingt durch Scheuermann, leichte Skoliose und vielen Begleiterscheinungen, würde ich mich irgendwie nicht als chronisch krank bezeichnen.
Krank bedeutet für mich persönlich, daß es mir so elend geht daß ich mich ins Bett legen muß...
Ich bin eher dauerhaft eingeschränkt, an manchen Tagen sogar behindert.
Mein Rücken behindert mich bei alltäglichen Dingen und schränkt manche Aktivitäten ein, daher diese Ausdrücke.
Wie gesagt, ich glaube das ist persönliche Ansichtssache und wird vom eigenen jeweiligen Tageszustand und Krankheitsgefühl bestimmt....
Verfasst: Fr, 26.01.2007 - 23:54
von Maestro
Man hat im nu nen GDB von 30 mit sowas aber als Behindert würd Ich sowas nicht definieren.
Würd sowas als Eingeschränkt bezeichnen, das man halt nen Handycap hat und gewisse Tätigkeiten meiden sollte.
Wirklich behindert würd Ich von sprechen wenn jemand ohne fremde Hilfe seinen Alltag nicht schaft oder als Pflegefall im Bett vor sich hin vegetiert aber sicher nicht wenn jemand mit Dingen wie Brille, Kompressionsstrümpfen, Korsett, Insulin Spritze ect. seinen Alltag selbständig bewältigen kann in einem Tempo wo es niemand aufällt der nicht involviert ist.
Verfasst: Sa, 27.01.2007 - 00:12
von Agrimon
hallo @all,
ich fühle mich zwar nicht behindert, obwohl ich einen GdB von 80 habe, aber ich bin wegen der Skoliose, das bei mir als Hauptdiagnose aufgeführt wird, chronisch krank. Eine chronische Erkrankung kann auch nur die Krankenkasse genau definieren, da du dann deine Kosten des Jahres zurück bekommst, die über die bestimmte Einkommensgrenze hinaus geht. Du bekommst mehr Geld zurück, wenn du chronisch krank bist, d. h. du musst mehr als dreimal im Jahr zum gleichen Arzt gehen, gilt nur für Fachärzte, oder schon einige OPs gehabt haben, damit die krankenkasse dich einstuft. Nicht chronisch kranke bezahlen 2 % der Gebühren selbt, chronisch kranke müssen nur 1 % der Kosten selbst bezahlen, alles was darüber hinaus geht, wird von der Kasse übernommen.
Gruß Agrimon
Verfasst: Sa, 27.01.2007 - 09:21
von Elbac
Vielen Dank für eure Antworten.
Ich hätte es wohl etwas genauer schreiben müssen, wollte es aber eigentlich gerne etwas offener lassen.
Na ja, jetzt genauer:
Ich sehe mich auch nicht als chronisch krank oder behindert an.
Aber darüber möchte ich auch keine Diskussion anfangen, da es persönliches empfinden ist.
Mir geht es darum, dass ich gerne wissen möchte, ob Morbus Scheuermann, Kyphose u.a. bei der KK als chronisch krank eingestuft wird. Denn so könnte ich mich vielleicht von den Studiengebühren befreien lassen.
Viele Grüße, Elbac
Verfasst: Sa, 27.01.2007 - 09:52
von Papegöye
Hallo,
hab gerade folgendes beim googlen gefunden:
Nachdem anfangs noch große Unsicherheit darüber herrschte, welche Patienten zur dieser Gruppe gehören, legte der Gemeinsame Ausschuss von Kassen und Ärzten am 22.01.2004 fest: Als schwer chronisch krank gilt, wer mindestens einmal pro Quartal wegen derselben Erkrankung auf ärztliche Behandlung angewiesen ist und der außerdem zu einer der folgenden Gruppen gehört:
* Mittel- und Schwerpflegebedürftige der Stufen zwei und drei
* Menschen mit einer Behinderung von mindestens 60 Prozent
* Kranke, die kontinuierlich in ärztlicher oder psychotherapeutischer Behandlung sind (bzw. Patienten, die Medikamente, Heil- oder Hilfsmittel benötigen), ohne die sich die Erkrankung verschlimmern oder die Lebensqualität der Betroffenen deutlich sinken würde
Quelle:
http://www.netdoktor.de/feature/gesundh ... kranke.htm
Hm, scheint also bei jedem individuell anders zu sein.
LG
Anne
Verfasst: Sa, 27.01.2007 - 12:06
von Elbac
Hm, das scheint ja wirklich relativ schwammig zu sein, obwohl drei Kriterien geschaffen wurden.
Ich habe ja jetzt ein Korsett und somit ein Hilfsmittel. Ohne dieses Hilfsmittel hätte ich ständig Schmerzen und wenn ich ehrlich bin, war ich vorher schon eingeschränkt. Ich musste mich oft hinlegen, habe immer mal wieder Termine abgesagt, bzw. immer mit Bedenken zugesagt, da ich es nicht abschätzen konnte, ob es geht oder nicht...
Aber dann sage ich mir auch wieder, dass es viel schlimmeres gibt und ich mich nicht so anstellen darf und keinen Anspruch darauf habe.
Auf der anderen Seite wäre es natürlich eine enorme Entlastung die Studiengebühren nicht zahlen zu müssen...
Schwierig, schwierig. Vielleicht frag eich Dr. Hoffmann im April mal.
Gruß, Elbac
Verfasst: Sa, 27.01.2007 - 13:46
von Klaus
elbac hat geschrieben:Mir geht es darum, dass ich gerne wissen möchte, ob Morbus Scheuermann, Kyphose u.a. bei der KK als chronisch krank eingestuft wird
In dieser Definition eindeutig nein!
Papegöye hat geschrieben:* Kranke, die kontinuierlich in ärztlicher oder psychotherapeutischer Behandlung sind (bzw. Patienten, die Medikamente, Heil- oder Hilfsmittel benötigen), ohne die sich die Erkrankung verschlimmern oder die Lebensqualität der Betroffenen deutlich sinken würde
Mit dieser Definition kommt man bei Skoliose/Kyphose weiter!
Dabei muss man individuell gucken, was passt.
Ich bin z.Bsp. bei einem Schmerztherapeuten in kontinuierlicher Behandlung, weil das Ziel ist, durch zusätzliche fortlaufende physiotherapeutische Maßnahmen (Friktion von Myogelosen) den Schmerzpegel auf 1-2 (Skala 1-10) zu drücken.
Immerhin sollte der Schmerzpegel 0 die Normal Situation sein!
Bei reiner Schroth KG kann die Kontrolle in regelmässigen Abständen auch ein Anlass für eine chronische Krankheit sein, wobei die meiste Zeit mit eigener Schroth KG natürlich zuhause ausgefüllt sein sollte.
Bei Korsett Trägern weiss ich jetzt nicht, was für
fortlaufende Kosten die Krankenkasse übernimmt, dann gehört das auch zur Versorgung einer chronischen Krankheit, zumindest nach der obigen Definition.
Auf jeden Fall steht wohl der Schmerz an oberster Stelle und weniger die Progredienz bei Erwachsenen, die wir hier ja auch kontinuierlch angehen müssen.
Gruss
Klaus
Schmerzen durch M. Scheuermann
Verfasst: So, 31.08.2008 - 15:49
von Regina Müller
In einer Klinik habe ich mir die Nerven veröden lassen im Brustwirbelbereich.
Das hat sehr!! geholfen. Die Behandlung ist zwar unangenehm, aber die Schmerzen waren sofort!! weg.
Toll!