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Chance für Verschlechterunsgantrag, nach der neuen Diagnose?
Verfasst: So, 09.10.2011 - 11:51
von Ricky
Hallo,
wiedereinmal bräuchte ich Eure Hilfe und Einschätzung.
Durch meine Ersterkrankung wurde mir dieses Jahr ein GDB von 30%, nach Widerspruch, angerechnet.
Seit ein paar Wochen habe ich endlich eine aussagekräftige Diagnose zu meinem Rücken, wie sie links in meinem Profil heraus zu lesen ist.
Jetzt überlege ich mir, ob dies wohl für eine Aufstockung des GDB auf 50% reichen könnte, da mir die zunehmenden Schmerzen, auch beim Arbeiten, zusätzliche Probleme machen.
Was meint Ihr?
Hat jemand Erfahrung damit, vorallem auch was zu beachten wäre?
Den Rücken habe ich bei meinem anderen Antrag nicht erwähnt, da ich mich an die Schmerzen so gewöhnt hatte und an die Aussagen:"Das ist eben so", dass ich es nicht wichtig nahm.
Letztendlich wurde es aber auch in letzter Zeit deutlich schlimmer, was eventuell mit meinen drei Bauch-Ops zusammenhing, innerhalb von 12 Monaten.
Würde mich über Antworten sehr freuen
LG
Ricky
Re: Chance für Verschlechterunsgantrag, nach der neuen Diagn
Verfasst: So, 09.10.2011 - 16:13
von Thomas
Hallo Ricky,
beim GdB kommt es ja im Wesentlichen auf die Einschränkung an, die Du durch die Krankheit hast, weniger auf die Diagnose. Wenn Du z.B. regelmäßig ein Korsett tragen würdest wären Deine Chancen beim Verschlechterungsantrag größer, so wie Du es aber schilderst glaube ich eher nicht, dass Dir so ohne Weitere ein GdB von 50 zuerkannt wird. Probieren kannst Du es natürlich.
Gruß Thomas
Re: Chance für Verschlechterunsgantrag, nach der neuen Diagn
Verfasst: So, 09.10.2011 - 17:00
von Ricky
Danke Dir für Deine Antwort
also ich gehe davon aus,dass es bei mir nicht auf ein Korset hinausläuft.
Hängt eine Erhöhung des GDB eigentlich auch von der Art der Arbeit ab?
Ich arbeite als Pädagogin mit Kinder und vorallem mit verhaltensauffälligen Jugendlichen, hier sehr oft erlebnissorientiert.
Wir machen sehr viele körperlich betonte Aktionen, die ich zum Teil nicht mehr machen kann, wie zB Bowling, Badminton, Inliner (zum Teil), um nur ein paar Dinge aufzuzählen.
Mein Rücken schränkt mich schon sehr ein,bzw.die Schmerzen. Wenn ich laufe kommt es je nachdem schon relativ früh zu starken Schmerzen.Und dies nicht nur am Rücken, sondern in allen möglichen Gelenken wie Hüfte, Knie etc.
Und in der Nacht wache ich ständig auf, wegen Schmerzen.
Schmerzmittel mag ich soweit wie möglich umgehen, wegen meiner Vorgeschichte. Ich denke mein Körper hat für den Rest des Lebens genug...
Dann ist ja auch der Wirbel geschädigt durch den Morbus Scheuermann, weswegen ich eventuell (?) vorsichtiger sein muß, oder?
Bei Konflikten mit Jugendlichen fühle ich mich bei weitem nicht mehr so fit, um sie auch körperlich zu begrenzen, was teilweise sein muß.
Sicherlich käme noch einiges dazu, wie zB die Belastung durch noch mehr Arztbesuche, Gymnastik, mehr Ruhezeiten nötig u.ä.
Ähm, was würde mir noch einfallen...?
Auf jeden Fall warte ich den Befund vom Doc ab. Würde es Sinn machen ihn darauf anzusprechen, damit er eventuell auch etwas schreiben könnte?
LG
Ricky
Re: Chance für Verschlechterunsgantrag, nach der neuen Diagn
Verfasst: So, 09.10.2011 - 17:30
von minimine
Hallo Ricky,
also ich finde, dass deine Chancen da gar nicht soo schlecht stehen. Die einzelnen GdB´s werden zwar nicht aufaddiert, aber auch die Summe an Einzel-GdB´s kann eine Erhöhung bewirken. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.
LG
Minimine
Re: Chance für Verschlechterunsgantrag, nach der neuen Diagn
Verfasst: So, 09.10.2011 - 17:42
von Ricky
Hi Minimine,
genau sowas wollte ich hören *pfeif*
als kleine Motivationshilfe
Nein im Ernst, ich würde es als gerecht und letztendlich als einen kleinen Ausgleich zu dem Mist empfinden, den die ganzen Sachen einem bringen.
Letztendlich mache ich vorsorglich schon eine berufsbegleitende Ausbildung, damit ich später gezielt von der eher "körperlich" orientierten Arbeit weg komme zur mehr Beratende.
Bei der schulischen Ausbildung widerum sitze ich alle zwei Wochen je 10 Stunden an zwei Tagen, da weiß ich nie so Recht, was besser ist...
So wie ich es verstanden habe, addieren sie es wirklich nicht. Aber letztendlich macht es glaube ich doch etwas in der Summe aus, wie sehr man bei der Arbeit eingeschränkt wird. Oder?
In etwa zehn Tagen sollte ich den Befund vom Doc haben. Mal schauen was er schreibt...
LG
Re: Chance für Verschlechterunsgantrag, nach der neuen Diagn
Verfasst: So, 09.10.2011 - 17:56
von minimine
Hallo Ricky,
So wie ich es verstanden habe, addieren sie es wirklich nicht. Aber letztendlich macht es glaube ich doch etwas in der Summe aus, wie sehr man bei der Arbeit eingeschränkt wird. Oder?
der GdB hat, soweit ich weiß, eigentlich gar nichts damit zu tun, welche Einschränkungen du auf der Arbeit hast (kleine Kinder können ja auch schon einen GdB haben), sondern welche Einschränkungen du generell hast. Ob du die Schmerzen nun auf der Arbeit oder Zuhause hast, spielt dafür keine Rolle, wichtig ist nur, DASS du Schmerzen hast.
Aber ich kenne Jemanden, bei dem zwei unterschiedliche Einschränkungen (2 mal GdB von 30) zu einem Gesamt-GdB von 50 wurden.
LG
Minimine
Re: Chance für Verschlechterunsgantrag, nach der neuen Diagn
Verfasst: So, 09.10.2011 - 18:28
von Raven
Hallo Minimine, Hallo Ricky,
minimine hat geschrieben:der GdB hat, soweit ich weiß, eigentlich gar nichts damit zu tun, welche Einschränkungen du auf der Arbeit hast (kleine Kinder können ja auch schon einen GdB haben), sondern welche Einschränkungen du generell hast. Ob du die Schmerzen nun auf der Arbeit oder Zuhause hast, spielt dafür keine Rolle, wichtig ist nur, DASS du Schmerzen hast.
genau
Aber ich kenne Jemanden, bei dem zwei unterschiedliche Einschränkungen (2 mal GdB von 30) zu einem Gesamt-GdB von 50 wurden.
Wie sich Einzel-GDBs addieren, hängt von der genauen Art der Einschränkung ab.
Es wird nämlich gar nicht wirklich addiert, sondern nochmal die Gesamtsituation betrachtet (z.B.: Welcher anderen Form von Behinderung ähnelt nun die Gesamtsituation?)
Kann eine Behinderung aufgrund einer anderen weniger gut kompensiert werden?
Beispiel: Wer aufgrund einer Gehbehinderung mit der Benutzung von Krücken gut zurecht käme, diese wegen aufgrund einer anderen Behinderung entstandenen Problemen mit den Armen aber nicht einsetzen kann und so auf den Rollstuhl angewiesen ist, hat gute Chancen auf den selben GdB wie jemand, der schon aufgrund der Gehbehinderung auf den Rollstuhl angewiesen wäre.
Viele Grüße,
Raven
Re: Chance für Verschlechterunsgantrag, nach der neuen Diagn
Verfasst: So, 09.10.2011 - 20:08
von Ricky
ahh, dass ist sehr interessant

Klar, dass Beispiel mit dem Kind ist einleuchtend.
Tatsächlich bin ich davon überzeugt, dass meine Ersterkrankug mit den OP`s, die Gesamtsituation deutlich verschlechtert hat, zumal ich durch die Probleme mit meinem Bauch auch sehr eingeschränkt bei den nötigen Übungen bin.
Es kann zb nicht über die Bauchmuskeln laufen, was aber zur Stabilisierung des gesamten Rücken wohl wichtig wäre.
Gut, dass die Schroth-Übungen wohl eher weniger über die Bauchmuskeln gehen (wenn ich es recht verstanden habe) werden sie vielleicht nicht wissen...*hoff*
Letzendlich ist es aber auch so,dass ich körperlich deutlich weniger belastbar bin, als ich es zuvor war und es auch jemals wieder werden kann.
Zum einen schon von der ganzen Gescichte zuvor, aber auch jetzt verschärfend mit den Problemen durch meinem Rücken.
Ich hoffe es wirklich, dass es klappt.
Am liebsten würde ich es schon gleich ausfüllen, aber ich werde warten, denn ich denke gleich die Diagnose vom Doc dazu ist besser.
Äh, hatte ich vorhin schon gefragt... Meint Ihr Dr.Hoffmann würde auch etwas schreiben, oder sollte ich ihn nur informieren, dass ich es beabsichtige, damit er bei Nachfragen reagieren kann?
LG
Ricky
Re: Chance für Verschlechterunsgantrag, nach der neuen Diagn
Verfasst: So, 09.10.2011 - 20:15
von minimine
Hallo Ricky,
also ich hab im Antrag zwar Dr. Hoffmann angegeben, aber das Versorgungsamt hat sich eh nur an den Hausarzt gewandt bzw. die von mir mit eingereichten Arztberichte herangezogen.
Schreib doch einfach mal eine Mail an die Praxis und frag nach, ob sie dir was dazu schreiben würden oder ob das auch so geht.
LG
Minimine
Re: Chance für Verschlechterunsgantrag, nach der neuen Diagn
Verfasst: So, 09.10.2011 - 20:23
von Ricky
Hallo minimine
Hast Du eine Schwerbehindertenausweis und wenn ja aufgrund Deines Rückens oder auch wegen anderen Problemen?
LG
Ricky
Re: Chance für Verschlechterunsgantrag, nach der neuen Diagn
Verfasst: So, 09.10.2011 - 20:27
von minimine
Hallo Ricky,
ich hab wegen der Skoliose einen GdB von 30, also keine Schwerbehinderung (ist man ja erst ab einem GdB von 50).
LG
Minimine
Re: Chance für Verschlechterunsgantrag, nach der neuen Diagn
Verfasst: So, 09.10.2011 - 20:35
von Ricky
Hey,
30 % ist gut, oder?
Leider kann ich nicht gleichgestellt werden, da ich unter 18 Wochenstunden bin.
Da ich aber die Ausbildung mache und sowieso immer wieder Überstunden machen muß, kann ich nicht mehr arbeiten.
Das schaffe ich körperlich nicht.
LG
Re: Chance für Verschlechterunsgantrag, nach der neuen Diagn
Verfasst: Mi, 12.10.2011 - 15:09
von Ricky
Hallo,
ich dachte mich zu erinnern, dass hier im Forum Vorschläge oder Beispiele für eine Begründung zu einem Antrag gespeichert wären.
Ich habe danach gesucht, jedoch nichts gefunden.
Mir ist klar, dass ich mein eigenes Empfinden beschreiben muß, aber zum Vergleich bzw. vielleicht fällt einem dann noch etwas auf, wäre ein Musterexemplar vielleicht hilfreich.
Ich möchte einen Verschlechterungsantrag stellen, in dem jedoch die Diagnose (im Avatar erwähnt) als neue Erkrankung hinzukommt.
Würde mich über eine Antwort freuen
LG
Ricky
Re: Chance für Verschlechterunsgantrag, nach der neuen Diagn
Verfasst: Mi, 12.10.2011 - 18:38
von minimine
Hallo Ricky,
gibt es für Verschlechterungsanträge keine Vordrucke?
Dann würde ich eben auf einem Extra-Blatt deine Diagnose erläutern, welche Beschwerden du damit hast und welche Einschränkungen (evtl. auch mit ganz konkreten Alltags-Beispielen) und wie diese Diagnose mit der ersten Diagnose zusammen eben deine Lebensqualität verschlechtern. Dann kannst du ja auch noch was zur Behandlung schreiben.
So würde ich das jetzt machen.
LG
Minimine
Re: Chance für Verschlechterunsgantrag, nach der neuen Diagn
Verfasst: Mi, 12.10.2011 - 19:36
von Ricky
Hallo Minimine,
ja, so stelle ich es mir auch vor.
Gerade heute habe ich sehr heftige Schmerzen und das nur, weil ich gestern bei der Arbeit knapp 2 Stunden zügig gelaufen bin.
Nach einer Stunde tat mir die Hüfte dermaßen weh, dass ich nur noch mit Gegendruck und unter starken Schmerzen laufen konnte.
Danach geht es dann aufs Knie über, bis nach unten ins Sprunggelenk.
Habe heute meine (neue)Physiotherapeutin darauf angesprochen und sie meinte, dass käme vom Beckenschiefstand.
Für mich war gestern der ganze Abend gelaufen und sogar heute noch - beimTreppensteigen.
Tja und dann lange Stehen geht nicht, ebenso langes Sitzen...am liebsten liege ich

Naja, zum Glück ist es nicht immer so schlimm.
Aber es gibt schon deutlich Einschränkungen.
Den Vordruck habe ich mir mal ausgedruckt. Das Formular ist schnel ausgefüllt, nur das persönliche Schreiben...da muß man so lange vorüberlegen,um nichts zu verpassen...
LG
Ricky