Es gibt da noch folgendes Buch (was ich selbst nicht kenne):
Die nichttraumatische Kyphose der Wirbelsäule
eine metaanalyse der Literatur
von Oliver A. Schmidt, 2002
Es ist eine Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Medizin aus der Orthopädischen Klinik und Polikliniklinik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
Leseprobe PDF-Datei (enthält auch ein Literaturverzeichnis)
Inhalt
Die interdisziplinäre Relevanz von Wirbelsäulenerkrankungen nimmt einen immer größeren Stellenwert sowohl in der Klinik, als auch in der Praxis ein. Daher richtet sich die vorliegende Arbeit insbesondere an Orthopäden, Neuro-Chirurgen und Allgemeinmediziner, aber auch Internisten und Pädiater.
Das hier beschriebenen Krankheitsbild der nichttraumatischen Kyphose der Wirbelsäule hat eine nicht unerhebliche Prävalenz in der Bevölkerung, welches aus multiplen Ätiologien zu verstehen ist. Folgende Ursachen werden systematisch aufgearbeitet:
Kyphose bei Morbus Scheuermann
kongenitale Kyphose
Kyphose bei Systemerkrankungen
Kyphose bei Tumoren
Iatrogene Kyphose
Kyphose bei Entzündungen
Jedes einzelne Kapitel wird übersichtlich in Definition, Ätiologie, Pathogenese, Diagnostik, Therapie und Literatur gegliedert. Die nichttraumatische Kyphose der Wirbelsäule ist aufgrund der verschiedenen Ätiologien sowohl beim neugeborenen Patienten, als auch beim Patienten im hohen Alter anzutreffen. Aufgrund der allgemeinen demographischen Entwicklung wird letztgenannte Patientengruppe in Zukunft eine immer größere Rolle in der ärztlichen Praxis spielen.
Der Autor berücksichtigt im vorliegenden Werk gleichermaßen sowohl historische und grundlegende Arbeiten als auch neueste Studien und operative Verfahren zur Aufrichtung von Wirbelkörpern. Dadurch wird ein vollständiger Überblick über den aktuellen Wissensstand dieser Erkrankung vermittelt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Material und Methodik
1. Kyphosen
1.1 Definition
1.2 Physiologische Kyphosen
1.3 Relative Kyphosen
1.4 Segmentale Kyphosen
1.5 Ätiopathogenese
1.6 Literatur
2. Morbus Scheuermann
2.1 Synonyme
2.2 Definition
2.3 Ätiopathogenese
2.4 Epidemiologie
2.5 Diagnostik
2.5.1 Klinische Diagnostik
2.5.2 Bildgebende Diagnostik
2.6 Differentialdiagnose
2.7 Therapie
2.7.1 Konservative Therapie
2.7.1.1 Krankengymnastik
2.7.1.2 Korsettbehandlung
2.7.2 Operative Therapie
2.8 Komplikationen
2.9 Literatur
3. Kongenitale Kyphosen
3.1 Definition
3.2 Ätiologie
3.3 Pathogenese
3.4 Wirbelkörperanomalien und Synostosestörungen
3.4.1 Epidemiologie
3.4.2 Diagnostik
3.4.2.1 Klinische Diagnostik
3.4.2.2 Bildgebende Diagnostik
3.4.3 Differentialdiagnose
3.4.4 Therapie
3.4.4.1 Konservative Therapie
3.4.4.2 Operative Therapie
3.4.5 Komplikationen
3.5 Wirbelbogenanomalien (Myelomeningocele)
3.5.1 Definition
3.5.2 Ätiopathogenese
3.5.3 Epidemiologie
3.5.4 Diagnostik
3.5.4.1 Klinische Diagnostik
3.5.4.2 Radiologische Diagnostik
3.5.5 Therapie
3.5.5.1 Konservative Therapie
3.5.5.2 Operative Therapie
3.6 Literatur
4. Kyphosen bei Systemerkrankungen
4.1 Definition
4.2 Kyphosen bei Osteochondrodysplasien
4.2.1 Achondrogenesie, Achondrodysplasie, Chondrodysplasie
4.2.1.1 Therapie
4.2.2 Chondrodysplasie Atelosteogenesis Typ II
4.2.3 Chondrodysplasiapunctata, Chondrodystrophia calcificans (Conradi-Hünermann-Syndrom)
4.2.4 Pseudochondroplasie, Hypochondroplasie
4.2.5 Thanatophorer, metatrophischer und diastrophischer Zwergwuchs
4.2.6 Spondylometaphysäre Dysplasie
4.2.6.1 Therapie
4.2.7 Akrodysplasie
4.2.8 Osteogenesis imperfecta
4.2.8.1 Therapie
4.3 Kyphosen bei Enzymopathien
4.3.1 Mukopolysaccharidosen
4.3.2 Mukolipidosen
4.3.3 Speicherkrankheiten
4.4 Kyphosen bei Osteomalazie/Rachitis
4.5 Kyphosen bei Endokrinopathien
4.5.1 Kongenitale Hypothyreose, Myxödem
4.5.2 Akromegalie
4.5.3 Hypophysärer Hypogonadismus
4.5.4 Morbus Cushing
4.6 Kyphosen bei komplexen Krankheitsbildern mit zusätzlicher knöcherner Beteiligung sowie generalisierten Muskel- und Nervenkrankheiten
4.6.1 Kyphosen neurogener Genese
4.6.1.1 Therapie
4.6.2 Neurofibromatose
4.6.2.1 Therapie
4.6.3 Larsen-Syndrom
4.6.3.1 Therapie
4.6.4 Marfan-Syndrom
4.6.4.1 Therapie
4.6.5 Ehlers-Danlos-Syndrom
4.6.6 Weitere Neurologische Erkrankungen mit Kyphoseinzidenz
4.6.6.1 Kyphosen bei Histiocytosis X
4.7 Kyphosen bei Osteoporose
4.7.1 Definition
4.7.2 Postmenopausale Osteoporose
4.7.3 Senile Osteoporose
4.7.4 Sekundäre Osteoporose
4.7.5 Diagnostik
4.7.5.1 Klinische Diagnostik
4.7.5.2 Bildgebende Diagnostik
4.7.6 Therapie
4.7.6.1 Konservative Therapie
4.7.6.2 Operative Therapie
4.8 Therapie
4.9 Literatur
5. Kyphose bei Tumoren
5.1 Definition
5.2 Ätiologie
5.3 Pathogenese
5.4 Benigne Wirbelsäulentumore
5.5 Primäre maligne Wirbelsäulentumore
5.6 Sekundär maligne Knochentumore
5.7 Diagnostik
5.8 Therapie
5.9 Literatur
6. Iatrogene Kyphosen
6.1 Definition
6.2 Kyphose nach dorsaler Dekompression
6.2.1 Diagnostik
6.2.2 Therapie
6.3 Kyphose im Anschluss an eine Spondylodese
6.4 Strahleninduzierte Kyphose
6.5 Literatur
7. Kyphose bei Entzündungen
7.1 Definition
7.2 Ätiologie
7.3 Pathogenese
7.4 Infektiöse Entzündungen der Wirbelsäule
7.5 Nichtinfektiöse Entzündungen der Wirbelsäule
7.5.1 Spondylitis Ankylosans
7.5.1.1 Synonyme
7.5.1.2 Definition
7.5.1.3 Ätiologie
7.5.1.4 Epidemiologie und Verlauf
7.5.1.5 Klinische Diagnostik
7.5.1.6 Bildgebende Diagnostik
7.5.1.7 Therapie
7.6 Literatur
Material und Methodik
Die nichttraumatische Kyphose der Wirbelsäule hat eine multifaktorielle Genese. Es existieren divergente Lehrmeinungen über deren Ätiologie, Diagnostik und Therapie, die in mannigfachsten Quellen zu finden sind. Aufgrund dieser Problematik wurde in der vorliegenden Arbeit eine vollständige Übersicht über den aktuellen Wissensstand zu Diagnostik und Differentialtherapie dieses Krankheitsbildes erstellt. Dies geschah mittels umfangreicher Recherche von Online- und Konventionellen-Datenbanken (u. a. Medline, PubMed, Index Medicus) sowie Orthopädischen Universitätsbibliotheken (Mainz und Gießen). Hierbei fanden Quellen über einen Zeitraum von 335 Jahren (von 1666 bis 2001) Berücksichtigung.
Das Buch kann
hier für 82 EUR bestellt werden.