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Meine Rückengeschichte bitte um Hilfe

Verfasst: Fr, 02.01.2009 - 13:11
von funkicker
pp.
Hallo,

zintigraphie Befund. kein hinweis auf entzündliche bzw, degenerative skelettveränderung
MRT befund: morbus scheuermann zusätzlich V.a.Spondylarthrophatie
(Mischtyp einer diskovertrebalen Entzündungsreaktion)
ventrale spangenbildung mit einer diskreten ödematisierung der wirbelkörper im bereich th6 bis th10. besonders deutlich am 6 u. 7 wirbelkörper.

ich bin 29 jahre und meine Rückenprobleme im Brustwirbelbereich habe ich bereits seit ich anfang 20 bin also ein ziemlich langer leidensweg bzw. schmerzweg oder auch ein auf und ab mit dem schmerz.

habe schon mehrere Ärzte bzw. Orthopäden aufgesucht jedoch bekam ich immer wieder das gleiche zu hören in bezug auf oben genannten befund man könne dies nur durch stärkung der rückenmuskulatur entgegenwirken und wenn alles nichr mehr hilft es mit spritzen oder tabletten mindern. ich mache schon seit Jahren diverse Rückenkurse mit (fitness center) und auch zu Hause meine Übungen und wenn es gar nicht mehr geht nehm ich halt eine tablette ibuprofen.
ich meine das kann doch nicht alles sein oder?
Beim letzten orthopäden bekam ich eine stoßtherapie mit einem entzündungshemmer prednisolon eine art cortison über 20 tage , da der Schmerz zu dieser zeit extrem akut war. Die tabletten haben auch geholfen den akuten schmerz zu stoppen der bewegungsschmerz vor allem beim drehen und auch beim niesen ist immer noch da zum teil unerträglich. ich weiss auch das ich mich damit abfinden muss nie wieder komplett schmerzfrei zu sein aber vielleicht weiss jemand einen weg vielleicht eine therapie oder auch eine arzt in meiner region (sachsen anhalt)der hilft. vielleicht auch eine alternative therapien z.b.akkupunktur habe ich noch nicht gemacht erfahrungenswerte wären interessant.

ich danke im voraus für jede info oder tipps

Re: Meine Rückengeschichte bitte um Hilfe

Verfasst: Sa, 03.01.2009 - 14:55
von Toni
funkicker hat geschrieben:pp.
Hallo,

zintigraphie Befund. kein hinweis auf entzündliche bzw, degenerative skelettveränderung
MRT befund: morbus scheuermann zusätzlich V.a.Spondylarthrophatie
(Mischtyp einer diskovertrebalen Entzündungsreaktion)
ventrale spangenbildung mit einer diskreten ödematisierung der wirbelkörper im bereich th6 bis th10. besonders deutlich am 6 u. 7 wirbelkörper.

ich bin 29 jahre und meine Rückenprobleme im Brustwirbelbereich habe ich bereits seit ich anfang 20 bin also ein ziemlich langer leidensweg bzw. schmerzweg oder auch ein auf und ab mit dem schmerz.

habe schon mehrere Ärzte bzw. Orthopäden aufgesucht jedoch bekam ich immer wieder das gleiche zu hören in bezug auf oben genannten befund man könne dies nur durch stärkung der rückenmuskulatur entgegenwirken und wenn alles nichr mehr hilft es mit spritzen oder tabletten mindern. ich mache schon seit Jahren diverse Rückenkurse mit (fitness center) und auch zu Hause meine Übungen und wenn es gar nicht mehr geht nehm ich halt eine tablette ibuprofen.
ich meine das kann doch nicht alles sein oder?
Beim letzten orthopäden bekam ich eine stoßtherapie mit einem entzündungshemmer prednisolon eine art cortison über 20 tage , da der Schmerz zu dieser zeit extrem akut war. Die tabletten haben auch geholfen den akuten schmerz zu stoppen der bewegungsschmerz vor allem beim drehen und auch beim niesen ist immer noch da zum teil unerträglich. ich weiss auch das ich mich damit abfinden muss nie wieder komplett schmerzfrei zu sein aber vielleicht weiss jemand einen weg vielleicht eine therapie oder auch eine arzt in meiner region (sachsen anhalt)der hilft. vielleicht auch eine alternative therapien z.b.akkupunktur habe ich noch nicht gemacht erfahrungenswerte wären interessant.

ich danke im voraus für jede info oder tipps
Hallo Funkicker
Das klingt alles nach ziemlich heftigem "Zustand nach Morbus Scheuermann"
Gibt es denn gar kein Röntgenbild Deiner Wirbelsäule von der Seite?
Ist schon mal eine sagittale Ganzwirbelsäulenaufnahme gemacht und vermessen worden?
Wurdest Du schon mal nach SCHOBER & OTT vermessen?
Wenn Du in Deinem Alter schon Spangenbildung = Osteophythen (gewachsene Knochenauswüchse die die kaum noch vorhandene Distanz zwischen den ventralen Wirbelkörperkanten zu überbrücken versuchen) hast, dann müssen bereits heftige und schmerzhafte Entzündungen abgelaufen sein, damit es zu Osteophythen kommen kann.
Wenn die BWS dadurch bereits fixiert ist, dann ist es reichlich spät (nicht zu spät, aber verdammt spät!) mit konservativer Therapie etwas zu tun.
Schmerzbeseitigung über Cortisone oder nicht steriodale Entzündungshemmer (z.B. Diclophenac oder Ibuprophen, usw...) sind eigentlich nur für seltenen Notfalleinsatz gedacht und sinnvoll. Der Schmerz ist doch ein sehr wichtiges Warnsignal Deines Körpers. Schaltest Du dieses wichtige Warnsignal mit diversen Schmerzmitteln aus, so kannst Du "quasi-schmerzfrei" immer noch weiter in die Krümmung (BWS-Kyphose und LWS-Hyperlordose) hineinsinken. Dadurch verschlechert sich Deine Fehlstatik immer weiter und bildet einen "Teufelskreis" aus Fehlstatik>Verspannung>Verkrampfung>Schmerzen> Schmerzgedächtnis>noch mehr Fehlstatik>noch mehr Verspannung> Entzündung der ventralen Wirbelkörperkanten durch mach.Druckbelastung> noch mehr Schmerz> Schonhaltung> Verspannung> Verkrampfung usw......
Du msst den Teufelskreis an der Ursache durchbrechen!
Medikamente helfen Dir da nicht raus. Im Gegenteil! Sie schaden deinem Magen, Nieren und Leber und ermöglichen Dir noch weiter in die Fehlstati abzudriften.
Das was Dir hilft ist Aufrichtung, Streckung, Reklination, Entlordosierung.
ALLES was Dir mehr Distanz zwischen die Wirbelkörper bringt ist GUT!!!

Für mich bist Du (ohne eine genauere Diagnose gesehen zu haben) ein typischer Fall für ein sehr gut reklinierendes Korsett und eine Schroth-Reha in Bad Salzungen.
Sowohl das Schrothen als auch der Pelottendruck auf die Kyphose kann Dir möglicherweise die ventralen Spangen aufbrechen, was möglicherweise sehr schmerzhaft ist!
Dann darfst Du AUF KEINEN FALL zurück in die inklinierende "Buckelhaltung" zurücksinken. Ich würde das in Deinem Fall entweder mit einem reklinierenden Gipskorsett und anschließend mit einer fest verschraubten Tübinger-Kyphosen-Orthese behandeln, oder wenn Du Dir DEINER Compliance sehr sicher bist, mit einem (nur zum Schrothen und duschen) ablegbaren Rahmouni- oder Nahr-Korsett. (Als Erwachsener ist es aber sehr schwierig an ein Reklinations-Korsett von Nahr heranzukommen. )

Aber bevor wir uns weiter Gedanken über die Therapiemöglichkeiten machen brauchst Du dringend eine genaue ärztliche Diagnose.
Ich habe bisher noch nicht von einem wirklich guten Facharzt für Orthopädie gehört, der in Sachsen-Anhalt Wirbelsäulen-Schmerzpatienten konservativ optimal versorgt. Dafür müsstest Du schon etwas längere Weg auf Dich nehmen.

Eine weitere Option ist eine OP.
Doch ist die Wahrscheinlichkeit, daß Du durch eine reklinierende Fusions-OP Deine Schmerzen langfristig los wirst, relativ gering.
Das sollte daher der letzte Weg sein, wenn alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.
Gruß Toni

Verfasst: So, 04.01.2009 - 18:39
von funkicker
Hallo
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Hat mir schon etwas weitergeholfen.

Das Problem ist wirklich, einen geeigneten Orthopäden zu finden, der dann auch die entsprechende Diagnose endlich mal stellt.
Habe gerade hier im Forum mal nach der Klinik in Bad Salzungen geschaut. D.h., dass ist die ärztliche Behandlung dort selbst finanzieren müsste oder? Gibt es noch andere Ärzte oder Kliniken , die die Wirbelsäule vermessen bzw. nach Schroth behandeln, die auch Kassenpatienten behandeln?
Danke im Voraus.
MfG Funkicker