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Inversion Therapie - was haltet ihr davon?

Verfasst: Mi, 16.04.2008 - 22:56
von frager1111
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was haltet ihr davon?
täglich 2 x 20minuten..?? würde das was bringen bei kyphose, scoliose etc?[/img]

Verfasst: Do, 17.04.2008 - 09:36
von Klaus
Hallo frager 111,

es macht keinen Sinn, hier mehrere Posts mit Fragen aufzumachen, wenn wir nicht wissen, wie Deine Situation ist.

Dies ist ein Selbsthilfe-Forum, dass auf Leute eingeht, die mit ihrer eindeutig beschriebenen Situation (Skoliose/Kyphose) nicht weiterkommen und entsprechende Hilfe brauchen!

Gruss
Klaus

Verfasst: Do, 17.04.2008 - 15:30
von omgrofl
man kann sich auch blöd anstellen klaus :tot:
inversion dürfte doch ganz gut sein

Verfasst: Do, 17.04.2008 - 17:08
von Ramses
Inversionstherapie bringt keinen dauerhafte Veränderung einer Kyphose oder Skoliose, da es sich hierbei nur um eine passive Streckung handelt. Sofort nach Ende der Übung sackt die Wirbelsäule wieder in sich zusammen.

Nicht zu unterschätzen sind aber die Gefahren die diese Übung in sich birgt. Dadurch, dass der Kopf nach unten hängt, kommt es zu einer verstärkten Durchblutung und einem Anstieg des Blutdrucks im Gehirn. Dies kann das Platzen eines Blutgefässes im Kopf begünstigen und so im ungünstigsten Fall den Tod verursachen. Bei den meisten Menschen dürfte es wohl nicht zu so einer Komplikation kommen, aber kaum jemand weiss darüber Bescheid ob eine Gefährdung vorliegt, deshalb sollte man diese Übung nur sehr dosiert anwenden um kurzfristig Schmerzen zu bekämpfen.

Je nach Wirbelsäulenerkrankung kann die Inversionstherapie auch kontraindiziert sein und zu einer Verschlimmerung führen.

@ omgrofl halte Dich in Zukunft bitte mit solch unqualifizierten Äusserungen zurück


Gruß

Ramses

Verfasst: Do, 17.04.2008 - 17:39
von chilli-pepper
Hallo

erstmal möchte ich voran schicken, dass ich solche Aussagen:
man kann sich auch blöd anstellen klaus
wirklich unmöglich finde!!!

Es kann sein, dass Klaus angenommen hat , dass der frager 1111 uns hier etwas testen will. Leider passiert es gelengentlich immer wieder , dass User etwas fragen, wir antworten ausführlich und dann war das Ganze ein Fake! Ich muss gestehen, dass das auch mein Gedanke war...

Aber ich möchte trotzdem darauf antworten.

@frager 1111 Dieses Gerät wird auch als Überkopftrainer bezeichnet und auch von Krankenkassen angeboten (im Sportshop).
Meiner Nichte wurde es empfohlen, aber täglich 20 min ist glaub ich etwas übertrieben, mir ist etwas von 10 min in Erinnerung, die dann langsam gesteigert werden können.
Allein nutzt dieses Gerät höchstens zur kurzzeitigen Entlastung. Bei einer Skoliose oder Kyphose sollte unbedingt KG (am besten nach K.Schroth ) gemacht werden , dass dieses Gerät schadet hab ich noch nicht gehört.
Meine Nichte musste trotz Korsettbehandlung und KG operiert werden, ihre kleine Schwester benutzt dieses Gerät aber auch begleitend zur Behandlung-als WS -Plege sozusagen.
Ramses hat geschrieben:Sofort nach Ende der Übung sackt die Wirbelsäule wieder in sich zusammen.
Ja, mag sein , aber trotzdem ist es eine Entlastung der WS, bzw der Bandscheiben.

@ Dr. Steffan- kennen Sie Patienten, die dieses Gerät regelmäßig nutzen? Und was halten Sie davon? Das würde mich sehr interessieren, denn ich kenne mich selbst auch nicht mit aus, berichte hier also auch nur von "Gehörtem". Ich weiß aber, dass die Orthopäden es öfter empfehlen.

LG chilli-pepper

Verfasst: Do, 17.04.2008 - 18:06
von Ramses
Hallo Chilli-Pepper,

der Effekt dieses Gerätes was die Vergrösserung der Zwischenräume für die Bandscheiben und die Begradigung der Wirbelsäule betrifft ist nicht sehr groß. Da die Beine hier als Gewichtskraft um die WS zu dehnen wegfallen ist der Zug nicht sehr hoch. Besser ist sich an eine Leiter oder Reckstange zu hängen, so dass die Füße frei schweben. Da ist der Zug auf die Wirbelsäule um einiges höher und die ohnehin recht empfindliche Halswirbelsäule bleibt dabei aussen vor.

Gruß

Ramses

Verfasst: Fr, 18.04.2008 - 22:43
von frager1111
Ramses hat geschrieben:Hallo Chilli-Pepper,

der Effekt dieses Gerätes was die Vergrösserung der Zwischenräume für die Bandscheiben und die Begradigung der Wirbelsäule betrifft ist nicht sehr groß. Da die Beine hier als Gewichtskraft um die WS zu dehnen wegfallen ist der Zug nicht sehr hoch. Besser ist sich an eine Leiter oder Reckstange zu hängen, so dass die Füße frei schweben. Da ist der Zug auf die Wirbelsäule um einiges höher und die ohnehin recht empfindliche Halswirbelsäule bleibt dabei aussen vor.
ja aber das kann man schlecht 20 minuten am stück machen!
und man könnte ja noch gewichte in den händen halten um den zug zu verstärken...
haben Sie (Ramses) irgendwelche Quellen/Belege dafür dass es zu dem platzen der Blutgefässe kommen kann? hab das noch nie gehört

Verfasst: Mo, 21.04.2008 - 21:56
von Ramses
Hallo frager,

in vielen Beiträgen zum Kopfstand beim Yoga wird davor gewarnt diese Übung auszuführen wenn man unter hohem Blutdruck leidet. Auch wird dabei aufgeführt dass der Kopfstand zum Platzen eines Aneurysmas (eine Schwachstelle eines Blutgefäßes) führen kann. Jeder Mensch hat solche Aneurysma, oft ist es nur purer Zufall wenn sie entdeckt werden oder dass nichts schlimmes passiert, sehr oft betreffen sie aber nur so kleine Blutgefäße wo es zu keiner wirklichen Schädigung beim Platzen kommt und der Körper den Schaden auch selbst wieder behebt. Das Gehirn ist aber sehr empfindlich und hier können auch kleine Blutgefäße wenn sie platzen Schaden anrichten. Hierbei bedarf es nicht unbedingt eines erhöhten Blutdruckes.

Wenn man bei dieser Übung Gewichte in den Händen hält, kann es schnell passieren dass damit ein Zug in eine falsche Richtung entsteht, da es sehr schwierig ist die Gewichte genau in der vorgegebenen Zugrichtug zu halten. Somit kann man mit gewichten mehr Schaden als Nutzen erzielen.

Gruß

Ramses