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Reha ohne den Arbeitgeber in Kenntnis zu setzen - sinnvoll ?
Verfasst: Mo, 30.01.2006 - 22:42
von Mädel
Liebe Forumler,
ich habe folgendes Problem: ich bin in der Elternzeit und hatte im April 2005 einen Antrag auf Reha bei der BfA gestellt. Ich war davon ausgegangen, dass ich im September/Oktober 2005 in Reha gehen könnte, durch die wiederholte Ablehnung der BfA wurde daraus jedoch nichts. Im November habe ich bei einem anderen Arbeitgeber mit 12 Stunden/Woche als Krankheitsvertretung begonnen zu arbeiten und inzwischen gegen die BfA geklagt. Jetzt habe ich eine Reha-Zusage für März

. Ich befürchte allerdings Nachteile zu haben, wenn ich jetzt, wo ich gerade erst angefangen habe zu arbeiten, gleich in Reha gehe. Kann ich die Reha vor meinem Arbeitgeber geheim halten und statt dessen Urlaub nehmen oder kriegt der Arbeitgeber das auf jeden Fall irgendwie mit über die Krankenkasse oder den Rentenversicherer? Hat da jemand Erfahrungen?
Liebe Grüße
Mädel
Verfasst: Mo, 30.01.2006 - 22:55
von Mellie26
Ich persönlich würde es für sinnvoller halten,den Arbeitgeber darüber zu informieren,dass die REHA länger geplant/beantragt war, abgeleht wurde usw. sprich mit ihm, warum Du bisher nichts gesagt hast ich denke,das ist effektiver,als das geheimzuhalten... vor allem vermeidest Du ein schlechtes gewissen.... vor allem,wenns n guter Chef ist, wird er Dir da keine Steine in den Weg legen,solange es Deiner Gesundheit guttut und Du danach wieder voll dabei sein kannst...
Verfasst: Mo, 30.01.2006 - 22:55
von BZebra
Soviel ich weiß, ist es eigentlich nicht gestattet, Urlaub zu nehmen für die Reha, weil die BfA die Reha ja zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit finanziert und es nicht in deren Interesse ist, daß der Arbeitnehmer deshalb weniger Urlaub zur Verfügung hat. Denn in Deinem Urlaub darst Du (zumindest als Vollzeitbeschäftigter) auch nicht Arbeiten, da hast Du Dich zu erholen.
Ich persönlich würde dem Arbeitgeber aber auch nichts davon mitteilen und einfach Urlaub nehmen. Ob die BfA Deinen Arbeitgeber davon in Kenntnis setzt, das wirst du ja dann sehen. Ich glaube das bist Du selbst, die das machen müsste. Wenns rauskommt und es Fragen gibt, dann hast Du's halt nicht besser gewußt und es für selbstverständlich gehalten.
Verfasst: Di, 31.01.2006 - 17:45
von Ramses
Hallo Mädel,
ich würde den Arbeitgeber informieren und mit ihm besprechen wie es mit der Reha weitergeht. Wenn du es hinter seinem Rücken machst und er erfährt es kann es mächtig Ärger geben.
Außerdem was ist wenn Du Verlängerung brauchst?
Wenn beide Seiten es wollen wird für die Reha bestimmt eine Lösung gefunden.
Gruß
Ramses
Verfasst: Di, 31.01.2006 - 18:08
von Wolfi
Hallo Mädel,
entgegen aller bisherigen Meinungen, findet meine nächste Reha garantiert statt, ohne dass ich meinen Arbeitgeber informieren werde. Ich nehme einfach Urlaub und habe dann meine Ruhe.
Bei meiner letzten Reha bin ich den "normalen" Weg gegangen und habe meine Vorgesetzten informiert. Leider habe ich es im nachhinein bereut, weil
- von der BFA keine Info an den Arbeitgeber erfolgt. (Mir hatte man vorher das Gegenteil gesagt)
- man mit Nachteilen bei der beruflichen Entwicklung rechnen muß.
- ich mir gerne das dumme Gerede von den Kollegen erspart hätte, zumal ich nach der Reha alles andere als erholt war (auch psychisch).
Verbot hin oder her, jeder muß natürlich für sich entscheiden.
Wenn bei Dir die Beschäftigung nur zeitlich befristet ist, riskierst Du schlimmstenfalls, dass Du schon vorher die Abfuhr bekommst (evtl. bist Du sogar noch in der Probezeit). Wenn Du eine Chance oder das Interesse auf Übernahme nach der Krankheitsvertretung hast, würde ich mir das gut überlegen.
Viele Grüße
Wolfi
Verfasst: Sa, 27.05.2006 - 11:51
von Sissikatz72
Hallo Mädel,
ich finde es in jedem Fall sinnvoll, dem Arbeitgeber von der Reha in Kenntnis zu setzen. Sprich mit ihm und erläutere ihm alles. Das ist in jedem Fall besser, als heimlich zur Reha zu fahren und einfach Urlaub zu nehmen.
Du beantragst ja die Kur nicht "aus Jux und Dollerei", sondern um deine Arbeitskraft zu erhalten.
Nachteile dürfen dadurch nicht entstehen und mit Sprüchen von Kollegen, kann man umgehen, oder?
LG Sissikatz