Was kann ich nur tun damit es besser wird????
Verfasst: Mi, 24.08.2005 - 16:03
Hallo Ihr Lieben,
ich bin neu hier
und ob ich hier bei euch richtig bin weiß ich auch noch nicht so genau, aber ich hoffe es sehr.
Lese seit letztem Wochenende still mit und bin wirklich beeindruckt darüber wie viel Mühe, Liebe und Zeit Ihr in dieses Forum investiert.
Nun kurz zu meiner Person und darum warum ich eigentlich hier bin.
Ich bin der Liebe wegen aus dem Saarland weg und hier ins Ländle nach Stuttgart gezogen, bin 29 ¾ (fast) Jahre jung, nicht sehr gross, aber dafür etwas zu breit geraten (die Dinge sind leider nicht immer fair-wie ich finde ;o) und arbeite in der Pressestelle einer sehr sehr großen Behörde in Stuttgart, was ich damit sagen möchte, ich hab viiiiiiiiiiiel Stress.
Um die Komplexität des Ganzen besser schildern zu können muss ich etwas ausholen.
Ziemlich zeitig nach meiner Geburt hat man festgestellt, dass meine Hüfte nicht in Ordnung ist. Der damalige Orthopäde hat mir eine Spreizhose verpasst um die Hüfte zu formen und das bis ich 2 Jahre alt war, was mir das Laufen erst ab da möglich machte.
Der Orthopäde überwies mich dann allerdings zur weiteren Diagnosestellung in die Uniklinik Homburg/Saar.
Im Alter von 4 Jahren stellte man an der linken Hüfte eine sehr ausgeprägte Form von Morbus perthes (Wachstumsstörung des Hüftkopfes auf einer oder beiden Seiten als Folge einer auftretenden Durchblutungsstörung des Hüftkopfs. Aufgrund der gestörten Durchblutung kann es schließlich zu einem teilweisen Absterben des Knochens -Hüftkopfnekrose), Coxa vara congenita (dabei ist von Geburt an der Schenkelhalswinkel zu klein- bei mir lag der Winkel bei ca.90°), sowie einen Beinlängenunterschied fest.
Schmerzen hatte ich keine, habe bis zu einem Alter von 7 Jahre sogar Leistungsturnen betrieben.
Mit 8 Jahre wurde dann bei einer Kontrolluntersuchung zufällig der Prof der Uniklinik, Prof. Dr.Dr. Mittelmeier, damals einer der Götter in Weiß der sehr großes Ansehen genoss, heute eine Legende was die Endoprothetik angeht (damals wegen unzähliger anderer Aufgaben nicht mehr im operierenden Geschäft tätig) auf mich aufmerksam.
Mein Fall interessierte Ihn, was leider Pech für mich war, denn da begann es unangenehm zu werden.
Meinen Eltern wurde empfohlen eine Epiphysen-Klammerung (Epiphysiodese an den oberen Wachstumsfugen) bei mir durchführen zu lassen.
Die Op wurde hochpersönlich vom Prof selbst durchgeführt.
Nach der Op war Alles anders.
Meinen Sport konnte ich an den Nagel hängen, selbst das Laufen tat weh.
Die Klammern wurden nach 1 ½ Jahren entfernt.
Hinzu kam ein stark hinkendes Gangbild und eine schnappende Hüfte (eine Sehne rutscht spür- und hörbar über den vorderen Teil des Hüftkopfbereiches).Die Beinlängendifferenz lag mittlerweile bei 4 cm und war mit einer Schuherhöhung für mich nur noch schmerzhaft.
Nachdem die Schmerzen und das Schnappen schlimmer wurden, wurde meinen Eltern angeraten bei mir eine Versetzung des Trochanter major vornehmen zu lassen.
Meine Eltern waren wirklich immer bemüht das richtige zu tun, also auch hier im Alter von 12 Jahren dann die vorgeschlagenen Op.
Das Schnappen war weg, die Schmerzen wurden besser.
Bei der Metallentfernung sagte man mir, du hast eine leichte Skoliose wegen des Beckenschiefstands deiner Hüfte, aber das ist nur sekundär, wichtig ist jetzt das die Hüfte wieder wird.
Mit 17 wurden dann die Schmerzen beim laufen fast unerträglich, vor allem wegen des stark hinkenden Gangbilds. Mein Orthopäde riet mir bei Prof.Dr. Hess ins Marienhospital in Saarlouis vorstellig zu werden.
Gut, ich war ja nun alt genug um alleine dorthin zu gehen.
Dort riet man mir zu einer Verlängerungsosteotomien (mit einem Heidelberger Fixateur am Oberschenkel). Die Schmerzen würden sich nach entsprechender Anschluss-Reha wesentlich verbessern. Risiko bei dieser OP sei neben anderen unangenehmen Dingen u.a. auch dass das Gelenk wegen der vorhandenen Schädigung nicht mehr in der Pfanne hält.
Nach reiflicher Überlegung und Rücksprache mit meinem Orthopäden ließ ich mich auch darauf ein.
Da fing mein Rücken allerdings auch schon zu sagen an „Hallo, hallo um mich sollte man sich auch kümmern“, aber mal wieder war der nur sekundär und wurde nicht beachtet.
Nach einigen Monaten mit einem stahlblauen Fixateur am Oberschenkel und Schmerzen und vielen Tränen war mein Bein so lang wie es sein sollte.
Aber das Gelenk hielt dem Zug der Muskulatur und der Sehen, der bei so einer Verlängerunsosteotomie zwangsläufig entsteht- muss ja alles mitwachsen, nicht stand und luxierte.
Wenn ich vorher schon dachte ich hatte starke Schmerzen, dann kann ich Euch sagen, es geht immer noch eins mehr.
Arme hochkrempeln und weiter geht’s mit der entsprechenden Suche nach Hilfe.
Der Orthopäde der die Verlängerunsosteotomie durchgeführt hat, war nun der Meinung, dass Einzige was da noch hilft ist eine Tripleosteotomie (bei der Triple-Osteotomie werden alle drei knöchernen Bereiche des Beckens, das Sitzbein, das Darmbein und das Schambein durchtrennt und so verschoben, dass sich die Hüftgelenkspfanne über den Hüftkopf stülpt).
Er überwies mich schon während der Zeit in seiner Klinik zu einem bekannten Kollegen und Spezialist für diese Operationstechnik ins Städtische Klinikum Dortmund.
In Dortmund stellte man dann tatsächlich fest, ja Tripleosteotomie nach Tönnes muss schnellstmöglich durchgeführt werden.
Ein halbes Jahr später war’s dann soweit, diese schwierige Op wurde durchgeführt.
Wach wurde ich mit einem Gips der bis zur Mitte des Oberschenkels reichte und nach innen gedreht war. Supi, wieder war nicht Alles so wies soll…
Man erklärte mir, dass nach der Op die Hüfte noch immer nicht in der Pfanne hielt wie sie eigentlich sollte, aber die Umstellung sei das bestmögliche Ergebnis was erreicht werden konnte.
Nachdem ich auch das relativ gut überstanden hatte war ich fast 10 Jahre schmerzfrei was die Hüfte angeht, aber mein Rücken machte sich von Zeit zu Zeit bemerkbar. KG ließ ich dann auch irgendwann im Sande verlaufen, irgendwie möchte man ja endlich mal frei sein, frei von fremdbestimmten Terminen und weißen Kitteln…
Vor ca. 3 Jahren wurden die Hüftschmerzen wieder schlimmer, so schlimm dass ich kaum noch laufen, sitzen oder liegen konnte.
Mir war schon klar was mir nun bevor steht. Hüfttep.
Mal wieder saß ich endlose Stunden beim Orthopäden und meine Vermutung wurde, nachdem ein CT gemacht wurde, bestätigt. In Saarbrücken hat man ganz klar gesagt, dass man 3 Prothesen verwendet, den Knochen könnt man ja passend machen. Ich dachte ich hör nicht richtig… Na wo leben wir denn…
Ich machte mich nebenbei selbst auf die Suche welche Klinik auf diesem Gebiet wohl gute Ergebnisse erlangte und geriet dabei an die Adresse des Orthopädischen Zentrums in München/Harlaching.
Und ich kann Euch sagen, ich hatte endlich qualifizierte Orthopäden vor mir.
Op war unausweichlich. So wurde mir am 16. April 2003 eine DePuy Individual-Prothese eingesetzt.
Schon einen Tag nach der Op ging es mir blendend.
Das Ganze ist nun über 2 Jahre her und ich kann nur sagen meine Hüfte ist so schmerzfrei wie noch nie, keine Weißkittelmehr für die nächsten Jahre, dachte ich.
Pustekuchen…
Vor einem Jahr fing das Ganze dann wieder an.
Rückenschmerzen, Hexenschuss, Hohlkreuz, bei genauer Betrachtung kleiner Buckel an der HWS, permanent irgendwelche Blockierungen.
Ich suchte zur Abwechslung einen Neurologen auf.
Der mich dann ziemlich schnell zum Kernspin schickte.
Befundkopie:
Klinische Angaben und gezielte Fragestellung:
Kreuzschmerzen links ischialgiform ausstrahlend. Morphologische Ursachen?
Geräteinstellung:
KST des lumbo-sacralen Spinalkanals in sagittaler T1 und T2 gewichteter Schnittführung bei 4 mm-Schichtdicke sowie schrägaxiale T2 gewichtete Schnitte durch die Segmente LIII /LIV bis LV / SI bei 4mm Schichtdicke. Coronare T2 gewichtete Schnitte bis 3mm Schichtdicke.
Befund:
Physiologische Krümmung der LWS ohne Höhenminderung der Wirbelkörper, ohne Destruktionen oder relevante knöchern degenerative Anbauten. Auch der Conus medullaris ist unauffällig.
Die Bandscheibenhöhen sind erhalten. Geringfügige Drehydierungszeichen im unteren Thoracospinalraum, wobei die Bandscheibe BWK XI/XII eine minimale Vorwölbung von allenfalls 1mm aufweist ohne Seitenbetonung oder abgerutschtes Gewebe.
Die lumbo-spinalen Dorsalkonturen bieten cartinaginärseits keine raumfordernde Überwölbung der Knochenkanten, keine aktuelle Wurzelschwellung oder paravertebrale Weichteilveränderung.
Beurteilung:
Eine relevante Ursache der angegebenen Beschwerden sind seitens des lumbo-spinalen Bandscheiben nicht zu finden. Allenfalls besteht eine diskrete Protrusion im unteren Thoracospinalraum, wie oben beschreiben. Auch keine auffälligen hypertrophien Gelenkfacetten oder hierdurch stenosierende Effekte, keine spinale Besonderheiten.
Leider konnte ich meine Behandlung in Saarbrücken nicht vortsetzen, weil mein Umzug nach Stuttgart anstand.
Bei meiner neuen Arbeitsstelle konnte ich auch nicht gleich fehlen. Also Augen zu und durch.
Irgendwie konnte ich bis jetzt durchhalten.
Mein Hausarzt verschrieb mir weiterhin Schmerzmittel.
Aber nun ist definitiv klar, ich kann nicht mehr und vor allem ich kann so nicht weiter machen.
Seit Wochen habe ich Schmerzen die nur mit ziemlich hochdosiertem Valoron auszuhalten sind (leider hilft nicht mehr viel Anderes – musste wegen meiner Hüfte relativ lange auf Valoron zurückgreifen, war aber eigentlich davon los) schlafen mir die Finger der rechten Hand ein und der Fuß des linken Beins auch.
Ich habe mich dann bei Kollegen umgehört und mir wurde eine Gemeinschaftspraxis in Stuttgart empfohlen.
Letzten Freitag hatte ich dann auch tatsächlich einen Termin.
Ich schildere euch mal den Besuch und mich würde mal interessieren war Ihr dazu sagt:
Pünktlich war ich in der Praxis.
An der Theke bei den Artzhelferinnen hab ich leider feststellen müssen, dass ich mein Versichertenkärtchen nicht finden kann.
Der Arzt, welcher von beiden auch immer das war, er hat sich mir nicht vorgestellt, sagte in ziemlich herrischem Ton:“Da gibt’s genau 2 Möglichkeiten. Entweder ich nehme sie als Privatpatientin auf oder wir vereinbaren einen neuen Termin.“
„Wenn sie in Urlaub fliegen wollen gibt’s auch nichts ohne Ticket“
Mein erster Gedanke, ich muss hier raus…
Mein zweiter ich kann hier nicht raus, mein Rücken schmerzt zu sehr.
Ich ließ mich als Privatpatientin aufnehmen...
Also setzte ich mich ins Wartezimmer, ziemlich sprachlos über den rauen und herrischen Ton dieses Arztes.
Er rief mich auf ohne sich vorzustellen und dirigierte mich ins Sprechzimmer.
„Warum sind sie hier?“
Ich sagte ihm dass ich sehr starke Rückenschmerzen habe, Nachts nur sehr schlecht schlafen kann und meine Finger schlafen mehrmals am Tag einschlafen würden.
Meine alten Kernspin-Bilder aus Saarbrücken hat er sich angeschaut, mich bis dahin immer noch nicht…
„Was arbeiten Sie“? Brav hab ich ihm auch das erzählt, immer noch völlig bav über den Ton in dieser Praxis.
„Ausziehen bis auf die Unterwäsche ich komm dann wieder“
häääääää dachte ich? Bin ich hier im falschen Film oder vielleicht
versehentlich in eine Bundeswehr-Tauglichkeitsmusterung geraten?
Er kam dann wieder und machte sich an mir zu schaffen.
„Sie sind aber schon operiert worden“. Klar sagte ich, sie haben mich ja bisher nicht nach meiner Anamnese gefragt… Schilderte kurz was bisher gemacht wurde.
Sein sehr abfälliges Kommentar „Da sind sie aber schon weit rumgekommen“
Heben sie den linken und dann den rechten Arm, laufen sie auf einem Bein, bücken sie sich.
Anschließend drückte er mir einmal links und einmal rechts neben der Wirbelsäule vorbei.
„Anziehen und dann sage ich Ihnen was ich davon halte.“
Und er kam auch tatsächlich wieder.
1. sie müssen abnehmen, 2. sie müssen abnehmen, 3. sie müssen abnehmen (ach was, als ob ich das nicht selbst wüsste..
)
und dann machen sie noch 6 mal krankengymnastik und dann gehts wieder.
Ihre Finger schlafen zwar ein, werden aber auch wieder wach, das sei nicht so schlimm und wäre eine Folge meines Schreibtischjobs.
Ach und ein Bandscheibenvorfall wäre das auch nicht.
„Wow, der Mann hat Röntgenblicke, ich bin begeistert“
Vielleicht habe ich auch zu wenig Ahnung um das so Beurteilen zu können.
Für mich war eines klar als ich da raus ging, dass war das erste und letzte Mal das ich dort war.
Ich bin dermaßen wütend über die Art und Weise wie mit mir umgegangen wurde und auch einwenig auf mich.
Der hätte mal ensprechendes Paroli vertragen können, aber ich war völlig fassungslos...
Naja, nun bin ich eigentlich immer noch so weit wie vorher, mein Rücken schmerzt, meine Finger schlafen immer noch ein und tief einatmen kann ich auch nicht, dann gibt’s gleich ein paar Stiche.
Ihr seht mich ratlos was das Thema Wirbelsäule angeht.
Ihr rühmt hier immer Doc Hoffmann.
Meint Ihr der könnte mir helfen?
Eine Überweisung vom Orthopäden benötigt man wenn man zu ihm in die Sprechstunde geht,
ob das mal nicht ein unlösbares Problem wird???
Ich hab nämlich keine Lust wieder von Arzt zu Arzt zu tingeln und mich so erniedrigen zu lassen und vor allem als Simulantin hinstellen zu lassen.
Woher kommen nur diese verdammten Rückenschmerzen???
Was kann ich tun?
Habt Ihr nicht ein paar Tipps?
Nehme zur Zeit übrigens neben Valoron noch folgendes zur Unterstützend
400 i.E. Vitami E, Selen und Teufelskralle und dazu noch Wobenzym, relativ hoch dosiert.
Nun genug der vielen Worte…
Hoffe ihr habt euch nicht die Augen blutig gelesen und denkt nicht was will die denn hier…
Wenn ich falsch bin hier in diesem Forum, dann sagt mir bitte gleich Bescheid.
Und über jegliche Art von Hilfe bin ich natürlich dankbar.
Viele liebe Grüße und ein dickes Dankeschön dass Ihr das überhaupt gelesen habt
Julie
ich bin neu hier
und ob ich hier bei euch richtig bin weiß ich auch noch nicht so genau, aber ich hoffe es sehr.
Lese seit letztem Wochenende still mit und bin wirklich beeindruckt darüber wie viel Mühe, Liebe und Zeit Ihr in dieses Forum investiert.
Nun kurz zu meiner Person und darum warum ich eigentlich hier bin.
Ich bin der Liebe wegen aus dem Saarland weg und hier ins Ländle nach Stuttgart gezogen, bin 29 ¾ (fast) Jahre jung, nicht sehr gross, aber dafür etwas zu breit geraten (die Dinge sind leider nicht immer fair-wie ich finde ;o) und arbeite in der Pressestelle einer sehr sehr großen Behörde in Stuttgart, was ich damit sagen möchte, ich hab viiiiiiiiiiiel Stress.
Um die Komplexität des Ganzen besser schildern zu können muss ich etwas ausholen.
Ziemlich zeitig nach meiner Geburt hat man festgestellt, dass meine Hüfte nicht in Ordnung ist. Der damalige Orthopäde hat mir eine Spreizhose verpasst um die Hüfte zu formen und das bis ich 2 Jahre alt war, was mir das Laufen erst ab da möglich machte.
Der Orthopäde überwies mich dann allerdings zur weiteren Diagnosestellung in die Uniklinik Homburg/Saar.
Im Alter von 4 Jahren stellte man an der linken Hüfte eine sehr ausgeprägte Form von Morbus perthes (Wachstumsstörung des Hüftkopfes auf einer oder beiden Seiten als Folge einer auftretenden Durchblutungsstörung des Hüftkopfs. Aufgrund der gestörten Durchblutung kann es schließlich zu einem teilweisen Absterben des Knochens -Hüftkopfnekrose), Coxa vara congenita (dabei ist von Geburt an der Schenkelhalswinkel zu klein- bei mir lag der Winkel bei ca.90°), sowie einen Beinlängenunterschied fest.
Schmerzen hatte ich keine, habe bis zu einem Alter von 7 Jahre sogar Leistungsturnen betrieben.
Mit 8 Jahre wurde dann bei einer Kontrolluntersuchung zufällig der Prof der Uniklinik, Prof. Dr.Dr. Mittelmeier, damals einer der Götter in Weiß der sehr großes Ansehen genoss, heute eine Legende was die Endoprothetik angeht (damals wegen unzähliger anderer Aufgaben nicht mehr im operierenden Geschäft tätig) auf mich aufmerksam.
Mein Fall interessierte Ihn, was leider Pech für mich war, denn da begann es unangenehm zu werden.
Meinen Eltern wurde empfohlen eine Epiphysen-Klammerung (Epiphysiodese an den oberen Wachstumsfugen) bei mir durchführen zu lassen.
Die Op wurde hochpersönlich vom Prof selbst durchgeführt.
Nach der Op war Alles anders.
Meinen Sport konnte ich an den Nagel hängen, selbst das Laufen tat weh.
Die Klammern wurden nach 1 ½ Jahren entfernt.
Hinzu kam ein stark hinkendes Gangbild und eine schnappende Hüfte (eine Sehne rutscht spür- und hörbar über den vorderen Teil des Hüftkopfbereiches).Die Beinlängendifferenz lag mittlerweile bei 4 cm und war mit einer Schuherhöhung für mich nur noch schmerzhaft.
Nachdem die Schmerzen und das Schnappen schlimmer wurden, wurde meinen Eltern angeraten bei mir eine Versetzung des Trochanter major vornehmen zu lassen.
Meine Eltern waren wirklich immer bemüht das richtige zu tun, also auch hier im Alter von 12 Jahren dann die vorgeschlagenen Op.
Das Schnappen war weg, die Schmerzen wurden besser.
Bei der Metallentfernung sagte man mir, du hast eine leichte Skoliose wegen des Beckenschiefstands deiner Hüfte, aber das ist nur sekundär, wichtig ist jetzt das die Hüfte wieder wird.
Mit 17 wurden dann die Schmerzen beim laufen fast unerträglich, vor allem wegen des stark hinkenden Gangbilds. Mein Orthopäde riet mir bei Prof.Dr. Hess ins Marienhospital in Saarlouis vorstellig zu werden.
Gut, ich war ja nun alt genug um alleine dorthin zu gehen.
Dort riet man mir zu einer Verlängerungsosteotomien (mit einem Heidelberger Fixateur am Oberschenkel). Die Schmerzen würden sich nach entsprechender Anschluss-Reha wesentlich verbessern. Risiko bei dieser OP sei neben anderen unangenehmen Dingen u.a. auch dass das Gelenk wegen der vorhandenen Schädigung nicht mehr in der Pfanne hält.
Nach reiflicher Überlegung und Rücksprache mit meinem Orthopäden ließ ich mich auch darauf ein.
Da fing mein Rücken allerdings auch schon zu sagen an „Hallo, hallo um mich sollte man sich auch kümmern“, aber mal wieder war der nur sekundär und wurde nicht beachtet.
Nach einigen Monaten mit einem stahlblauen Fixateur am Oberschenkel und Schmerzen und vielen Tränen war mein Bein so lang wie es sein sollte.
Aber das Gelenk hielt dem Zug der Muskulatur und der Sehen, der bei so einer Verlängerunsosteotomie zwangsläufig entsteht- muss ja alles mitwachsen, nicht stand und luxierte.
Wenn ich vorher schon dachte ich hatte starke Schmerzen, dann kann ich Euch sagen, es geht immer noch eins mehr.
Arme hochkrempeln und weiter geht’s mit der entsprechenden Suche nach Hilfe.
Der Orthopäde der die Verlängerunsosteotomie durchgeführt hat, war nun der Meinung, dass Einzige was da noch hilft ist eine Tripleosteotomie (bei der Triple-Osteotomie werden alle drei knöchernen Bereiche des Beckens, das Sitzbein, das Darmbein und das Schambein durchtrennt und so verschoben, dass sich die Hüftgelenkspfanne über den Hüftkopf stülpt).
Er überwies mich schon während der Zeit in seiner Klinik zu einem bekannten Kollegen und Spezialist für diese Operationstechnik ins Städtische Klinikum Dortmund.
In Dortmund stellte man dann tatsächlich fest, ja Tripleosteotomie nach Tönnes muss schnellstmöglich durchgeführt werden.
Ein halbes Jahr später war’s dann soweit, diese schwierige Op wurde durchgeführt.
Wach wurde ich mit einem Gips der bis zur Mitte des Oberschenkels reichte und nach innen gedreht war. Supi, wieder war nicht Alles so wies soll…
Man erklärte mir, dass nach der Op die Hüfte noch immer nicht in der Pfanne hielt wie sie eigentlich sollte, aber die Umstellung sei das bestmögliche Ergebnis was erreicht werden konnte.
Nachdem ich auch das relativ gut überstanden hatte war ich fast 10 Jahre schmerzfrei was die Hüfte angeht, aber mein Rücken machte sich von Zeit zu Zeit bemerkbar. KG ließ ich dann auch irgendwann im Sande verlaufen, irgendwie möchte man ja endlich mal frei sein, frei von fremdbestimmten Terminen und weißen Kitteln…
Vor ca. 3 Jahren wurden die Hüftschmerzen wieder schlimmer, so schlimm dass ich kaum noch laufen, sitzen oder liegen konnte.
Mir war schon klar was mir nun bevor steht. Hüfttep.
Mal wieder saß ich endlose Stunden beim Orthopäden und meine Vermutung wurde, nachdem ein CT gemacht wurde, bestätigt. In Saarbrücken hat man ganz klar gesagt, dass man 3 Prothesen verwendet, den Knochen könnt man ja passend machen. Ich dachte ich hör nicht richtig… Na wo leben wir denn…
Ich machte mich nebenbei selbst auf die Suche welche Klinik auf diesem Gebiet wohl gute Ergebnisse erlangte und geriet dabei an die Adresse des Orthopädischen Zentrums in München/Harlaching.
Und ich kann Euch sagen, ich hatte endlich qualifizierte Orthopäden vor mir.
Op war unausweichlich. So wurde mir am 16. April 2003 eine DePuy Individual-Prothese eingesetzt.
Schon einen Tag nach der Op ging es mir blendend.
Das Ganze ist nun über 2 Jahre her und ich kann nur sagen meine Hüfte ist so schmerzfrei wie noch nie, keine Weißkittelmehr für die nächsten Jahre, dachte ich.
Pustekuchen…
Vor einem Jahr fing das Ganze dann wieder an.
Rückenschmerzen, Hexenschuss, Hohlkreuz, bei genauer Betrachtung kleiner Buckel an der HWS, permanent irgendwelche Blockierungen.
Ich suchte zur Abwechslung einen Neurologen auf.
Der mich dann ziemlich schnell zum Kernspin schickte.
Befundkopie:
Klinische Angaben und gezielte Fragestellung:
Kreuzschmerzen links ischialgiform ausstrahlend. Morphologische Ursachen?
Geräteinstellung:
KST des lumbo-sacralen Spinalkanals in sagittaler T1 und T2 gewichteter Schnittführung bei 4 mm-Schichtdicke sowie schrägaxiale T2 gewichtete Schnitte durch die Segmente LIII /LIV bis LV / SI bei 4mm Schichtdicke. Coronare T2 gewichtete Schnitte bis 3mm Schichtdicke.
Befund:
Physiologische Krümmung der LWS ohne Höhenminderung der Wirbelkörper, ohne Destruktionen oder relevante knöchern degenerative Anbauten. Auch der Conus medullaris ist unauffällig.
Die Bandscheibenhöhen sind erhalten. Geringfügige Drehydierungszeichen im unteren Thoracospinalraum, wobei die Bandscheibe BWK XI/XII eine minimale Vorwölbung von allenfalls 1mm aufweist ohne Seitenbetonung oder abgerutschtes Gewebe.
Die lumbo-spinalen Dorsalkonturen bieten cartinaginärseits keine raumfordernde Überwölbung der Knochenkanten, keine aktuelle Wurzelschwellung oder paravertebrale Weichteilveränderung.
Beurteilung:
Eine relevante Ursache der angegebenen Beschwerden sind seitens des lumbo-spinalen Bandscheiben nicht zu finden. Allenfalls besteht eine diskrete Protrusion im unteren Thoracospinalraum, wie oben beschreiben. Auch keine auffälligen hypertrophien Gelenkfacetten oder hierdurch stenosierende Effekte, keine spinale Besonderheiten.
Leider konnte ich meine Behandlung in Saarbrücken nicht vortsetzen, weil mein Umzug nach Stuttgart anstand.
Bei meiner neuen Arbeitsstelle konnte ich auch nicht gleich fehlen. Also Augen zu und durch.
Irgendwie konnte ich bis jetzt durchhalten.
Mein Hausarzt verschrieb mir weiterhin Schmerzmittel.
Aber nun ist definitiv klar, ich kann nicht mehr und vor allem ich kann so nicht weiter machen.
Seit Wochen habe ich Schmerzen die nur mit ziemlich hochdosiertem Valoron auszuhalten sind (leider hilft nicht mehr viel Anderes – musste wegen meiner Hüfte relativ lange auf Valoron zurückgreifen, war aber eigentlich davon los) schlafen mir die Finger der rechten Hand ein und der Fuß des linken Beins auch.
Ich habe mich dann bei Kollegen umgehört und mir wurde eine Gemeinschaftspraxis in Stuttgart empfohlen.
Letzten Freitag hatte ich dann auch tatsächlich einen Termin.
Ich schildere euch mal den Besuch und mich würde mal interessieren war Ihr dazu sagt:
Pünktlich war ich in der Praxis.
An der Theke bei den Artzhelferinnen hab ich leider feststellen müssen, dass ich mein Versichertenkärtchen nicht finden kann.
Der Arzt, welcher von beiden auch immer das war, er hat sich mir nicht vorgestellt, sagte in ziemlich herrischem Ton:“Da gibt’s genau 2 Möglichkeiten. Entweder ich nehme sie als Privatpatientin auf oder wir vereinbaren einen neuen Termin.“
„Wenn sie in Urlaub fliegen wollen gibt’s auch nichts ohne Ticket“
Mein erster Gedanke, ich muss hier raus…
Mein zweiter ich kann hier nicht raus, mein Rücken schmerzt zu sehr.
Ich ließ mich als Privatpatientin aufnehmen...
Also setzte ich mich ins Wartezimmer, ziemlich sprachlos über den rauen und herrischen Ton dieses Arztes.
Er rief mich auf ohne sich vorzustellen und dirigierte mich ins Sprechzimmer.
„Warum sind sie hier?“
Ich sagte ihm dass ich sehr starke Rückenschmerzen habe, Nachts nur sehr schlecht schlafen kann und meine Finger schlafen mehrmals am Tag einschlafen würden.
Meine alten Kernspin-Bilder aus Saarbrücken hat er sich angeschaut, mich bis dahin immer noch nicht…
„Was arbeiten Sie“? Brav hab ich ihm auch das erzählt, immer noch völlig bav über den Ton in dieser Praxis.
„Ausziehen bis auf die Unterwäsche ich komm dann wieder“
häääääää dachte ich? Bin ich hier im falschen Film oder vielleicht
Er kam dann wieder und machte sich an mir zu schaffen.
„Sie sind aber schon operiert worden“. Klar sagte ich, sie haben mich ja bisher nicht nach meiner Anamnese gefragt… Schilderte kurz was bisher gemacht wurde.
Sein sehr abfälliges Kommentar „Da sind sie aber schon weit rumgekommen“
Heben sie den linken und dann den rechten Arm, laufen sie auf einem Bein, bücken sie sich.
Anschließend drückte er mir einmal links und einmal rechts neben der Wirbelsäule vorbei.
„Anziehen und dann sage ich Ihnen was ich davon halte.“
Und er kam auch tatsächlich wieder.
1. sie müssen abnehmen, 2. sie müssen abnehmen, 3. sie müssen abnehmen (ach was, als ob ich das nicht selbst wüsste..
und dann machen sie noch 6 mal krankengymnastik und dann gehts wieder.
Ihre Finger schlafen zwar ein, werden aber auch wieder wach, das sei nicht so schlimm und wäre eine Folge meines Schreibtischjobs.
Ach und ein Bandscheibenvorfall wäre das auch nicht.
„Wow, der Mann hat Röntgenblicke, ich bin begeistert“
Vielleicht habe ich auch zu wenig Ahnung um das so Beurteilen zu können.
Für mich war eines klar als ich da raus ging, dass war das erste und letzte Mal das ich dort war.
Ich bin dermaßen wütend über die Art und Weise wie mit mir umgegangen wurde und auch einwenig auf mich.
Der hätte mal ensprechendes Paroli vertragen können, aber ich war völlig fassungslos...
Naja, nun bin ich eigentlich immer noch so weit wie vorher, mein Rücken schmerzt, meine Finger schlafen immer noch ein und tief einatmen kann ich auch nicht, dann gibt’s gleich ein paar Stiche.
Ihr seht mich ratlos was das Thema Wirbelsäule angeht.
Ihr rühmt hier immer Doc Hoffmann.
Meint Ihr der könnte mir helfen?
Eine Überweisung vom Orthopäden benötigt man wenn man zu ihm in die Sprechstunde geht,
ob das mal nicht ein unlösbares Problem wird???
Ich hab nämlich keine Lust wieder von Arzt zu Arzt zu tingeln und mich so erniedrigen zu lassen und vor allem als Simulantin hinstellen zu lassen.
Woher kommen nur diese verdammten Rückenschmerzen???
Was kann ich tun?
Habt Ihr nicht ein paar Tipps?
Nehme zur Zeit übrigens neben Valoron noch folgendes zur Unterstützend
400 i.E. Vitami E, Selen und Teufelskralle und dazu noch Wobenzym, relativ hoch dosiert.
Nun genug der vielen Worte…
Hoffe ihr habt euch nicht die Augen blutig gelesen und denkt nicht was will die denn hier…
Wenn ich falsch bin hier in diesem Forum, dann sagt mir bitte gleich Bescheid.
Und über jegliche Art von Hilfe bin ich natürlich dankbar.
Viele liebe Grüße und ein dickes Dankeschön dass Ihr das überhaupt gelesen habt
Julie