Hallo Glühwürmchen,
ähm, ich habe die gleiche schöne Krankheitskombi wie Du, also Skoliose (47°) und ne recht neue MS.
Ich nehme an, Du willst "schrothen"? Also KG nach Schroth machen. Über diese KG (DIE Methode bei Skoliose, die es wirklich bringt) findest Du einiges im Forum.
Die Hardtwaldklinik ist eher neurologisch/psychosomatisch ausgerichtet (mein Eindruck nachm googeln). Ich würde dort anrufen und fragen, wie es mit Schroth-KG für deine WS aussieht, allerdings glaube ich nicht, dass Du Glück hast.

Es sind viele MSler dort und in dem MS-Forum, in dem ich noch schreibe, standen eher positive Bewertungen. Aber eben für MS, nicht für Wirbelsäulenprobleme.
Die Falkenburgklinik in Bad Herrenalb kenne ich nicht, wenn Du und Dein Orthopäde den Eindruck haben, dass das für Dich am besten wäre, würde ich nen Umstellungsantrag schreiben. D.h. Widerspruch gegen den Kurort einlegen, mit der Begründung, dass Bad Zwesten als rein neurologische Klinik nicht für Deine Problematik (Reha für deine WS) geeignet ist.
Ich weiß ja nicht, wie es Dir mit Deiner MS geht, sprich, wie fit Du bist. Da Du den Rehaantrag über den Orthopäden und nicht den Neuro gestellt hast, nehme ich an, Dir geht es schon um Deine Wirbelsäule?
Ich befürchte ähnliche Probleme, wenn ich meinen nächsten Reha-Antrag wegen meiner
Skoliose schreibe, d.h. die olle Bfa liest nur MS und schwupps, schicken die mich irgendwohin, wo ich balancieren soll und meine kognitiven Fähigkeiten trainieren

Dabei ist meine Skoliose momentan das größere Problem, zum Glück...
Wenn es um den Rücken geht und die MS zweitrangig ist, würde ich Asklepios-Klinik in Bad Salzungen oder die in Bad Sobernheim empfehlen, ich tendiere zu
Bad Salzungen, aufgrund meiner Anfrage an Dr. Steffan, siehe unten. Du könntest auch dafür nen Umstellungsantrag/Widerspruch schreiben, evt. mal in Bad Salzungen anrufen, vielleicht können die dabei helfen.
Da noch jemand aus meiner Familie diese nette Kombination hat, habe ich vor einigen Monaten (vor meiner eigenen Diagnose) Dr. Steffan (Chefarzt Bad Salzungen) eine Email geschrieben, ob man denn mit dieser Kombi auch kommen kann.
Ausschnitt aus seiner Antwort:
Wir hatten auch schon Patienten mit dieser Krankheitskombination. Wenn die MS einen leichten Verlauf hat kann man es durchaus verantworten ausschließlich eine Reha nach Schroth zu machen und die MS als zweitrangige Erkrankung zu behandeln.
Ich weiß nicht, ich nehme an, mit leichten Verlauf meint er u.a., dass man nicht alle 4-6 Wochen nen dicken Schub hat und an die Corti-Tanke muss??
Insgesamt empfand ich meine erste Schroth-Reha (2005) als körperlich ziemlich anstrengend, allerdings kann man das Ganze ja an Deine Leistungsfähigkeit/Probleme anpassen, also reduzierte Schroth-Zeit, ne Runde langsamer machen, längere Mittagspause falls Fatigue, Hydrojet statt Fango bei Wärmeunverträglichkeit usw. Falls Du stärker eingeschränkt bist, die Klinik ist behindertengerecht (nach meiner Erinnerung). Ein junges Mädchen im Rollstuhl, das ich bei meinem letzten Aufenthalt kennengelernt habe, ist gut zurecht gekommen. Die Schroth-Übungen kann man auch gut anpassen. Ich denke, das müsste gehen. Falls Du unsicher bist, schreib doch Dr. Steffan ne kurze Email (Adresse in Klaus' Posting), er ist wirklich sehr freundlich.
Ich hoffe, ich konnt Dir helfen, wenn Du noch Fragen hast, die Du hier nicht stellen magst, kannst Du mir ne PN schicken. Ich hätte auch nen "Umstellungsantrag/Widerspruch" wegen falschem Rehaort als Vorlage.
Liebe Grüße,
Charp