Skoliose mit Beinlängendifferenz
Verfasst: Di, 09.09.2025 - 11:06
Hallo Leute,
danke für die Aufnahme in das Forum. Ich wollte mich erkundigen, ob mir vielleicht jemand einen Ratschlag bezüglich meines Problems geben kann.
Ich bin 25 Jahre alt und war vor fast zwei Jahren zum ersten Mal als Erwachsener wegen Knieschmerzen beim Orthopäden.
Der erste Termin war mehr oder weniger ein Reinfall. Der Arzt hat mich lediglich optisch „untersucht“ und eine leichte Verkrümmung der Wirbelsäule mit sichtbarem Beckenschiefstand festgestellt.
Er hat die Hand auf meinen Fuß gelegt und eine grobe Abschätzung der Beinlängendifferenz gemacht. Daraufhin wurden mir Einlagen mit einer Erhöhung von 0,5 cm auf der linken Seite verschrieben, außerdem bekam ich die Empfehlung, regelmäßig Sport zu treiben.
Als Sport mache ich seit Jahren eigentlich Cardio, Stairmaster und Crosstrainer. Nach dem Termin wollte ich zusätzlich mit Kraftsport anfangen und habe an den Geräten bemerkt, dass ich bei den Ausführungen eine Asymmetrie habe. Dennoch habe ich weiter trainiert und die Einlagen regelmäßig getragen. Mit der Zeit habe ich festgestellt, dass mein Skelett – insbesondere Wirbelsäule und Nacken – angefangen hat zu knacksen.
Daraufhin habe ich einen weiteren Termin beim Orthopäden vereinbart und innerhalb eines Monats einen Termin bei einem anderen Arzt bekommen.
Dieser hat direkt gesehen, dass ich eine stärkere Verkrümmung der Wirbelsäule habe. Seine Kollegen haben mich ebenfalls untersucht. Die Beinlängendifferenz wurde erneut geprüft – diesmal mit einem Brett, das stufenweise unter das linke Bein gelegt wurde, bis die Hüfte gerade war. Ergebnis: 1,5 cm Beinlängendifferenz. Mir wurden sofort neue Einlagen verschrieben: für die kommenden sechs Monate 1 cm Erhöhung auf der linken Seite, danach 1,5 cm. In die Sportschuhe wurden direkt 1,5 cm eingearbeitet.
Zusätzlich wurde ein Röntgenbild der Wirbelsäule angefertigt. Ergebnis: eine schwere Skoliose, die bisher unentdeckt geblieben war. Der Radiologe hat einen Cobb-Winkel oben von 30° und unten von 45° festgestellt.
Die Orthopädin hat mir daraufhin Krankengymnastik verschrieben – einmal Gerätetraining und einmal die Schroth-Therapie.
Zudem bekam ich Schmerzmittel, da ich seit den Einlagen regelmäßig Schmerzen habe. Novalgin 500 mg und Ibuprofen 600 mg hatten keine wirkliche Wirkung, daraufhin wurde mir noch Celecoxib 200 mg verschrieben, was halbwegs hilft.
Seit Jahren bekomme ich außerdem Gabapentin als Bedarfsmedikament, da ich mit 20 Jahren einen Tremor entwickelt habe. Dieser tritt zwar nicht täglich auf, aber wenn ich Gabapentin nehme, verschwindet er. Blutdrucksenker und Topiramat, die normalerweise zuerst verschrieben werden, haben bei mir keine Wirkung gezeigt. Gabapentin hilft mir auch am besten gegen die aktuellen Schmerzen.
Ich habe außerdem meine Eltern gefragt: Es gab nie Auffälligkeiten oder Hinweise bei ärztlichen Untersuchungen im Kindesalter.
Meine Frage an die Community ist nun: Kann sich die Krümmung der Wirbelsäule verschlimmern? Die Beinlängendifferenz wird ja nun therapiert und sollte die Verkrümmung eigentlich etwas entlasten, oder?
Außerdem würde mich interessieren, ob der Tremor durch Druck auf die Nervenbahnen an der Wirbelsäule entstehen könnte.
Habt ihr eventuell noch weitere Ratschläge, die ich befolgen könnte?
Vielen Dank im Voraus für eure Rückmeldungen.
danke für die Aufnahme in das Forum. Ich wollte mich erkundigen, ob mir vielleicht jemand einen Ratschlag bezüglich meines Problems geben kann.
Ich bin 25 Jahre alt und war vor fast zwei Jahren zum ersten Mal als Erwachsener wegen Knieschmerzen beim Orthopäden.
Der erste Termin war mehr oder weniger ein Reinfall. Der Arzt hat mich lediglich optisch „untersucht“ und eine leichte Verkrümmung der Wirbelsäule mit sichtbarem Beckenschiefstand festgestellt.
Er hat die Hand auf meinen Fuß gelegt und eine grobe Abschätzung der Beinlängendifferenz gemacht. Daraufhin wurden mir Einlagen mit einer Erhöhung von 0,5 cm auf der linken Seite verschrieben, außerdem bekam ich die Empfehlung, regelmäßig Sport zu treiben.
Als Sport mache ich seit Jahren eigentlich Cardio, Stairmaster und Crosstrainer. Nach dem Termin wollte ich zusätzlich mit Kraftsport anfangen und habe an den Geräten bemerkt, dass ich bei den Ausführungen eine Asymmetrie habe. Dennoch habe ich weiter trainiert und die Einlagen regelmäßig getragen. Mit der Zeit habe ich festgestellt, dass mein Skelett – insbesondere Wirbelsäule und Nacken – angefangen hat zu knacksen.
Daraufhin habe ich einen weiteren Termin beim Orthopäden vereinbart und innerhalb eines Monats einen Termin bei einem anderen Arzt bekommen.
Dieser hat direkt gesehen, dass ich eine stärkere Verkrümmung der Wirbelsäule habe. Seine Kollegen haben mich ebenfalls untersucht. Die Beinlängendifferenz wurde erneut geprüft – diesmal mit einem Brett, das stufenweise unter das linke Bein gelegt wurde, bis die Hüfte gerade war. Ergebnis: 1,5 cm Beinlängendifferenz. Mir wurden sofort neue Einlagen verschrieben: für die kommenden sechs Monate 1 cm Erhöhung auf der linken Seite, danach 1,5 cm. In die Sportschuhe wurden direkt 1,5 cm eingearbeitet.
Zusätzlich wurde ein Röntgenbild der Wirbelsäule angefertigt. Ergebnis: eine schwere Skoliose, die bisher unentdeckt geblieben war. Der Radiologe hat einen Cobb-Winkel oben von 30° und unten von 45° festgestellt.
Die Orthopädin hat mir daraufhin Krankengymnastik verschrieben – einmal Gerätetraining und einmal die Schroth-Therapie.
Zudem bekam ich Schmerzmittel, da ich seit den Einlagen regelmäßig Schmerzen habe. Novalgin 500 mg und Ibuprofen 600 mg hatten keine wirkliche Wirkung, daraufhin wurde mir noch Celecoxib 200 mg verschrieben, was halbwegs hilft.
Seit Jahren bekomme ich außerdem Gabapentin als Bedarfsmedikament, da ich mit 20 Jahren einen Tremor entwickelt habe. Dieser tritt zwar nicht täglich auf, aber wenn ich Gabapentin nehme, verschwindet er. Blutdrucksenker und Topiramat, die normalerweise zuerst verschrieben werden, haben bei mir keine Wirkung gezeigt. Gabapentin hilft mir auch am besten gegen die aktuellen Schmerzen.
Ich habe außerdem meine Eltern gefragt: Es gab nie Auffälligkeiten oder Hinweise bei ärztlichen Untersuchungen im Kindesalter.
Meine Frage an die Community ist nun: Kann sich die Krümmung der Wirbelsäule verschlimmern? Die Beinlängendifferenz wird ja nun therapiert und sollte die Verkrümmung eigentlich etwas entlasten, oder?
Außerdem würde mich interessieren, ob der Tremor durch Druck auf die Nervenbahnen an der Wirbelsäule entstehen könnte.
Habt ihr eventuell noch weitere Ratschläge, die ich befolgen könnte?
Vielen Dank im Voraus für eure Rückmeldungen.