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Verbesserung des Atemvolumens
Verfasst: Do, 15.01.2004 - 12:43
von MHD 2222
Hallo Leidendsgenossen,
was macht Ihr um euer Lungenvolumen zu Steigern ? Ich bin 187 und habe nur 3.5 Liter = 62.5 % vom Sollwert und desshalb etwas Kurzatmig. KG nach Schroth mache ich schon täglich. Danke für eure Tipps.
Mfg Toni
Verfasst: Do, 15.01.2004 - 13:52
von Toni
Hallo Toni-Kollege
Ein weiteres saugutes Argument FÜR DIE REHA!!!!
Bei Deiner Skoli wirst Du sicher eine enorme Steigerung Deines Atemvolumens/Vitalkapazität durch die Salzunger Reha erreichen können.
Zu Schroth dazu Krafttraining und viel Fahrradergonometer und TREPPENHAUS!
Nie den Aufzug in Salzu nehmen! Das Treppenhaus ist Bestandteil der Therapieräume, besonders für die die ihr Zimmer im 3. Stock haben.
Gewichtsreduktion verbessert auch das Atemvolumen ( weniger Druck auf das Zwerchfell von unten und erleichtert der WS das Gewicht des Körpers zu tragen.
Das Korsett wird Dir zunächst das Atemvolumen nochmals etwas reduzieren ( auch das kannst Du dann ins Salzungen messen lassen).
Andererseits wird es Dir durch Aufrichtung und Entdrehung auch mehr Raum im Brustkorb schaffen. Das ganze muss dann mit einer optimierten Schrothatmung kombiniert werden .
Du brauchst die Reha DRINGEND! Hau der "Übertherapiererin" alle diese Argumente an den Kopf! (Höflich aber bestimmt)
Die meisten Skolis mit red. Atemvolumen schaffen 20 -30% Volumensverbesserung in der Reha.
Du schaffst das!
Liebe Grüße, hat mich sehr gefreut Dich kennengelernt zu haben!
Toni
Verfasst: Do, 15.01.2004 - 19:15
von Gast
Hallo Toni Nr. 1,
ich habe noch weniger Atemvolumen als du... vor ca. 10 Jahren hatte ich etwa 50 %, jetzt habe ich vermutlich noch weniger.
Bei Schroth-G lernt man einige Atemtechniken kennen, da lernt man vor allem tief einzuatmen und langsam auszuatmen.
Außerdem habe ich durch Logopädie auch einige Atemtechniken kennengelernt, die auch sehr hilfreich waren. Bei der Logopädie lernt man ökonomisch zu atmen und zwar so, dass die Stimme kräftiger und man beim Sprechen ausdauernder wird. Ideal, wenn du dabei nach dem "Schroth-System" atmest. Bei der Logopädie macht man auch Stimmübungen. Mir hat die Logopädie sehr geholfen, aber durch zu weniges Üben und zu wenig Schlaf habe ich zur Zeit wieder eine schlechte, abgehackte Stimme.
Apropos, Schlafmangel und Stress wirken sich auch sehr auf die Atmung und auf die Stimme aus.
Moderator-Toni hat recht, lieber mal Treppen steigen statt den Afzug nehmen oder beides kombinieren. Meine Allein-im-Aufzug-Phobie ist mir da schon immer nützlich gewesen. Oder eine Busstation laufen statt mit dem Bus fahren.
Liebe Grüße,
Dalia
Verfasst: Do, 15.01.2004 - 19:41
von netkitty
Liebe Dalia,
ich muß dich ein klein wenig korrigieren, was das Atmen bei Schroth anbelangt.
Bei Schroth werden vorrangig die engen Stellen des Bruskorbs weit geatmet und beim ausatmen weit gehalten, dadurch vergrößert sich das mögliche Lungenvolumen.
Grüsse
Nicole
Verfasst: Do, 15.01.2004 - 23:42
von BZebra
Ich korrier dann auch mal, Nicole.
Dalia meint sicher das Sekundenatmen. Habt ihr vielleicht in Bad Salzungen garnichtmehr gelernt. Dadurch kann man das Atemvolumen enorm steigern (mehr als nur durch Schroth).
In Sobernheim gab es früher auch Spirometer-Geräte, bei denen das Atemvolumen gegen einen Wiederstand gemessen wurde. Es wurde morgends, mittags und abends je drei mal gepustet. Das war ein sehr effektives training. Der Zuwachs an Atemvolumen war teils wirklich riesig.
Gruß,
BZebra
Verfasst: Fr, 16.01.2004 - 00:23
von Dalia
Hallo ihr zwei
ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Ich meinte nicht, dass man die ganze Zeit so atmen soll, sondern bei bestimmten Übungseinheiten von Schroth macht man das.
Das Sekundenatmen gehört auch dazu, aber da muss ich gestehen, dass ich da nur auf dem Rücken liege und nicht so ganz gezielt in die schwachen Stellen atme. Nur wenn ich nach dem Ausatmen wieder einatme, da achte ich darauf, dass ich das mache.
Bei anderen Übungen liege ich auf dem Rücken, stemme z.B. beim Austamen die Hände in die Hüften, dann wird eingeatmet (in die schwachen Stellen), dann atme ich aus und lockere die Spannung in den Armen. Außerdem werden die starken Stellen gerafft (auch im Zusammenspiel mit Ein- und Ausatmen, aber das kann ich hier irgendwie nicht so genau beschreiben). So habe ich es in der Praxis-KG gelernt.
Eine andere Variante ist die, dass ich auch auf dem Rücken liege, die Ellen waagrecht ausbreite (auf dem Boden aufliegend) und die Unterarme zeigen senkrecht nach oben. Beim Austamen wird gegen den Boden gestemmt, beim Einatmen halte ich die Spannung, bei nächsten Ausatmen löse ich die Spannung langsam.
Eine weitere Atemtechnik ist die, dass ich wieder auf dem Rücken liege und mit beiden Zeigefingern die Nasenflügel etwas zusammendrücke, Die Ellenboden waagrecht nach außen gestreckt. So sind die Nasenlöcher nur leicht geöffnet, was ein ganz intensives und langsames Einatmen bewirkt - natürlich in die schwachen Stellen.
So, und wenn ihr diese Übungen nicht gut findet, korrigiert mich bitte, denn die habe ich in der Praxis gelernt.
Dass mich keiner missversteht, bei meinen anderen Übungen wird auch in die schwachen Stellen geatmet, eigentlich immer, jedenfalls zu 95 % bei den Übungen, die ich mache.
Atmende Grüße

,
Dalia
Verfasst: Fr, 16.01.2004 - 14:23
von micros
Ich war ja drei Mal in Bad Sobernheim und gehörte zu den wenigen Leute, die wirklich fast jeden Tag dreimal Polypenatmen und einmal Sekundenatmen gemacht haben.
Meine Frage dazu mag jetzt vielleicht etwas verwirrend sein, aber:
Was konkret hat mir das gebracht bzw. wie zeigt sich diese Verbesserung?
Dass man bei den Übungen besser die Atemstellen offen hält??
( das kann ich nämlich im Nachhinein nicht mehr sagen, ich weiß nur, dass ich darin nie besonders gut war).
Ich habe mein Sekundenatmen immer um ca. 30 sek gesteigert ( und beim ersten Aufenthalt war ich sehr schlecht, so 10 sek, dann hat die Frau gesagt, ich soll nochmal, weil es so schlecht war und dann waren es ca.20 (bisschen geschummelt)).
Ich werde ja keine Lungeneinschränkung haben mit meinen 25 Grad.
Gibt es einen Unterschied zwischen Lungen- und Atemvolumen?
Ich blick da grad gar nicht durch
lg
Verfasst: Fr, 16.01.2004 - 18:42
von SteffiH
......ich hab mein Lungenvolumen nicht vergrößert (operiert 36°/42°), weil dies größer als 100% war und ist

Verfasst: Fr, 16.01.2004 - 20:14
von BZebra
SteffiH hat geschrieben:......ich hab mein Lungenvolumen nicht vergrößert (operiert 36°/42°), weil dies größer als 100% war und ist

Steffi, ein Volumen wird in Liter angegeben, nicht in %.

Verfasst: Fr, 16.01.2004 - 21:09
von Tomma
Die Relative Sekundenkapazität hat die Einheit Prozent (%).
Verfasst: Mo, 01.03.2004 - 20:18
von IRAMAXI
Hallo Toni, mein Lungenvolumen betrug vor 5 Jahren noch 40%. die neuste Messung steht noch aus. Kommt erst in 14 Tagen. Eine therapie hab ich noch nie gemacht aber ich achte immer sehr auf meine Atmung. Kurzatmig werde ich bei Anstrengungen oder aber bei sehr trockener Kälte. Allerdings beträgt der Skoliosewinkel auch 125 Grad bei mir - trotz 2 OP's....
Viele Grüße von Ramona
www.iramaxi.de