Skoliose wegen Kieferfehlstellung?

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Geli
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Skoliose wegen Kieferfehlstellung?

Beitrag von Geli »

Hallo!
Bin jetzt 18 Jahre alt und habe von ca. 12 bis 15 Jahren ein Korsett getragen. Danach wurde es abgeschult, weil der Arzt meinte, ich würde jetzt nicht mehr länger wachsen. Leider bin ich doch noch 2cm gewachsen :<
Inzwischen hab ich auch total verdrehte Knie und nen Hüftschiefstand durch die Skoliose, d.h. eine unechte Beinlängendifferenz. Mir tut es beim Laufen immer mal wieder wo anders weh, in den Knien oder im Rücken oder ich habe Kopfschmerzen. Allerdings ist meine Skoliose wohl nicht soo schlimm (weiß keine genauen Gradzahlen), jedenfalls hatte es sich sehr gebessert nach dem Korsett.
Jetzt bin ich bei einem Zahnarzt, der mit meinem neuen Orthopäden zusammenarbeitet, und der meint, dass ich eine Zwangsbisslage im Unterkiefer habe. Er will mir eine Schiene ohne vorgegebene Einbissstellen verpassen, die ich dann ziemlich lange (ca. 3 Jahre) tragen soll. Ich würde einen Unterbiss entwickeln, aber dann sollte eine Operation folgen, bei der ein Teil des Unterkiefers herausgenommen wird und dann soll das wieder normal aussehen. Meine Verkrümmung soll sich dadurch verbessern.
Kann ich dem glauben?
Und wenn alles nichts nützt, ist dann eine Operation in meinem Alter noch sinnvoll oder ist der Zug schon abgefahren?
Danke jetzt schon für eure Antworten.

Geli.
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Toni
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Re: Skoliose wegen Kieferfehlstellung?

Beitrag von Toni »

Hallo Geli
Herzlich WILLKOMMEN im Forum!
Geli hat geschrieben:Hallo!
Bin jetzt 18 Jahre alt und habe von ca. 12 bis 15 Jahren ein Korsett getragen. Danach wurde es abgeschult, weil der Arzt meinte, ich würde jetzt nicht mehr länger wachsen. Leider bin ich doch noch 2cm gewachsen :<
Ja, dasist leider einer der häufigsten Fehler, den nicht skoliose-erfahrene Orthopäden immer wieder machen, daß sie viel zu früh und zu schnell abschulen. Die Wirbelsäule ist mit 15 weder wirklich ausgewachsen, noch hat sie sich stabilisiert! Du hättest das Korsett mindestens bis 18 weitertragen müssen, zumindest nachts!
Welche Korrektur hatttest Du denn im Korsett?
Geli hat geschrieben:Inzwischen hab ich auch total verdrehte Knie und nen Hüftschiefstand durch die Skoliose, d.h. eine unechte Beinlängendifferenz. Mir tut es beim Laufen immer mal wieder wo anders weh, in den Knien oder im Rücken oder ich habe Kopfschmerzen.
Das klingt nicht gut. Du solltest mal zu einem sehr erfahrenen Orthopäden gehen.
Geli hat geschrieben: Allerdings ist meine Skoliose wohl nicht soo schlimm (weiß keine genauen Gradzahlen), jedenfalls hatte es sich sehr gebessert nach dem Korsett.
Das ist sehr unwahrscheinlich, daß sich eine Skoliose sehr bessert NACH dem Korsett. Üblicherweise verliert die Wirbelsäule nach Ablegen des Korsettes einen großen Teil der im Korsett erreichten Korrektur und dreht und sinkt wieder in die Skoliose zurück. Daher müsste eine Skoliose-WS auch nach der Korsettabschulung mindestens jährlich kontrolliert werden und aufs Grad genau vermessen werden, damit man sieht, ob sie sich stabilisiert hhat oder weiter verschlechtert.
Aber wenn Du nicht mal die Gradzahl weist, dann bist Du nicht gut informiert.
Geli hat geschrieben: Jetzt bin ich bei einem Zahnarzt, der mit meinem neuen Orthopäden zusammenarbeitet, und der meint, dass ich eine Zwangsbisslage im Unterkiefer habe. Er will mir eine Schiene ohne vorgegebene Einbissstellen verpassen, die ich dann ziemlich lange (ca. 3 Jahre) tragen soll. Ich würde einen Unterbiss entwickeln, aber dann sollte eine Operation folgen, bei der ein Teil des Unterkiefers herausgenommen wird und dann soll das wieder normal aussehen. Meine Verkrümmung soll sich dadurch verbessern.
Kann ich dem glauben?
Es gibt definitiv einen Zusammenhhang zwischen Kieferstellungs-Anomalien und der Wirbelsäule. Im Frühjahr hat der Kollege von Dr. Hoffmann, Dr. Pfeil aus Stuttgart/Vaihingen bei Skoliose Aktiv e.V. einen sehr interessanten Vortrag über die Zusammenhänge Kiefer/Wirbelsäule gehalten. Er arbeitet auch eng mit einem guten Kieferorthopäden zusammen ( http://www.konik.de/ )
und hat gesagt, daß in manchen Fällen erst die Kieferstellung korrigiert werden musste damit auch eine Korsett-Therapie für die WS wirksam wurde und umgekehrt hatte auch schon dann erst eine kieferorthop. Maßnahme Erfolg, als die WS (von einem Rahmouni-Korsett) in optimale Form gebracht wurde.
Andererseits gibt es genügend Leute mit Kieferproblemen und völlig gesunden Wirbelsäulen, oder hochgradige Skoliosen/Kyphosen mit völlig normalen Kiefern. Ein Zusammenhang ist häufig, aber NICHT ZWANGSLÄUFIG!

Ich würde an Deiner Stelle mich mal noch nicht auf so brachiale Vorschläge einlassen!
Erst mal würde ich mich gründlich neu untersuchen lassen. Von einem wirklich sehr erfahrenen Wirbelsäulenspezialisten. Z.B. von Dr. Hoffmann oder von Dr. Pfeil.
2. Würde ich einen Behandlungsversuch bei einem guten Osteopathen machen, da offensichtlich Dein ganzes Skelettsystem etwas durcheinander und im wahrsten Sinne des Wortes aus den "(Wachstums)Fugen" geraten ist.
Dann würde ich auch zu einem Kieferorthopäden gehen der "ganzheitliche Kieferorthopädie betreibt: http://www.gko-online.de/ und mir eher mal einen Bionator verpassen lassen. Ich hab selbst so ein Ding im Maul und er wirkt tatsächlich in jeder Hinsicht positiv aber sehr sanft und langsam.
Geli hat geschrieben: Und wenn alles nichts nützt, ist dann eine Operation in meinem Alter noch sinnvoll oder ist der Zug schon abgefahren?
Welche OP meinst Du? Kiefer oder Skoliose oder Beides?
Operieren lassen kannst oder könnttest Du Dich immer noch. Die OP methoden werden ja immer besser und nicht schlechter. Du solltest aber erst mal die Genauen Gradzahlen und Rotation Deiner WS bekommen und einen ganzheitlichen Befund Deines GESAMTEN Skelett-Systems!
Gruß Toni
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Beitrag von Geli »

Hallo!
Erstmal danke für deine Anwort!
Ich hab mich falsch ausgedrückt. Ich meinte nicht, dass sich die Skoliose NACH dem Korsett sehr gebessert hat, sondern beim Korsetttragen. Na das ist ja super, was ich hier lesen muss!
Zu früh abgeschult, na toll!
Und wie funktioniert der Bionator, bzw. was macht der? Der Orthopäde, der mit meinem Zahnarzt (der, so weit ich weiß, ganzheitlich arbeitet) zusammenarbeitet, ist auch Osteopath, aber er hat bislang keine Osteopathie-Sitzungen mit mir gemacht, weil er meinte, dass das nur die Symptome ändert, nicht aber die Ursache.
Naja, wie gesagt, ich bin mir nicht sehr sicher, aber am Ende meiner Korsetttragezeit lag die Verkrümmung rechts unten glaub ich ca bei 13° oder so, links oben weniger. Ich weiß aber nicht, wie verkrümmt die Wirbelsäule jetzt ist. Naja, hypermobil bin ich jedenfalls auch und ein schwaches Bindegewebe hab ich von Mama :/.
Mensch, wär ich doch bloß ein bisschen früher darauf gekommen, in dieses Forum zu gehen! Hätte mir wohl viel erspart. Ich hatte nämlich nie ein Problem damit, nachts das Korsett zu tragen.
Viele Grüße und danke für deine Mühe!
Geli
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Toni
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Beitrag von Toni »

Geli hat geschrieben: Und wie funktioniert der Bionator, bzw. was macht der?
http://bionator.de/
Geli hat geschrieben:Der Orthopäde, der mit meinem Zahnarzt (der, so weit ich weiß, ganzheitlich arbeitet) zusammenarbeitet, ist auch Osteopath, aber er hat bislang keine Osteopathie-Sitzungen mit mir gemacht, weil er meinte, dass das nur die Symptome ändert, nicht aber die Ursache.
Es ist wie mit der Henne und dem Ei.
Was war zuerst da?
Die Skoliose oder die Kieferanomalie?
Hast Du denn tatsächlich eine so extreme Kieferanomalie, daß es Dich so stark beeinflusst?
Hat Dein Orthopäde oder Dein Kieferorthopäde nie den Bionator erwähnt?
Es gibt einen Zusammenhang Skoliose zum Kiefer, habe aber noch NIE einen Fall gehört, daß Durch eine KieferverkürzungsOP eine Skoliose geheilt wurde.Kann Dir Dein Orthopäde einen Patienten nennen oder wenigstens anonymisierte Röntgenbilder zeigen, wo das schon einmal sicher funktioniert hat?
Geli hat geschrieben:Naja, wie gesagt, ich bin mir nicht sehr sicher, aber am Ende meiner Korsetttragezeit lag die Verkrümmung rechts unten glaub ich ca bei 13° oder so, links oben weniger. Ich weiß aber nicht, wie verkrümmt die Wirbelsäule jetzt ist.
Du brauchst ZUERST mal eine neue genaue Diagnose!
Das hat vorrang. Unter 20 - 30° brauchst Du gar nichts machen außer SCHROTH!
Geli hat geschrieben:Mensch, wär ich doch bloß ein bisschen früher darauf gekommen, in dieses Forum zu gehen! Hätte mir wohl viel erspart. Ich hatte nämlich nie ein Problem damit, nachts das Korsett zu tragen.
Viele Grüße und danke für deine Mühe!
Geli
So geht es leider vielen.
Man vertraut den Ärzten oft blind. Aber die empierische Erfahrung vieler Patienten ist oft wertvoller als einzelnes und unzureichendes Ärztewissen.
Gruß Toni
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Beitrag von Zwilling »

Hallo,
ich habe seit meinem 11. Lebensjahr fast durchgehend eine "Klammer" für den Oberkiefer (ca. 40 Jahre!), weil ich einen "Überbiss" habe . Meine Zähne sind immer noch in Bewegung, obwohl mir die Weißheitszähne extrahiert wurden. Ich hatte als Kind zwei verschieden große Kiefer. Der untere wurde geweitet, der obere musste kieferorthopädisch verkleinert werden, dazu mussten oben Backenzähne extrahiert werden, um alles zusammenschieben zu können. Mein Klammer für Ober- und Unterkiefer sah auch so ähnlich aus, wie ein "Bionator". Ist auch alles gut gelungen. Bis auf einen Eckzahn, der "arbeitet" immer noch, deshalb habe ich meine Klammer immer noch. Habe bisher nicht gewußt, das es einen Zusammenhang zwischen Skoliose und Kieferfehlstellungen gibt. Man lernt eben nie aus. Danke für die Info.

Gruss

Zwilling
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Re: Skoliose wegen Kieferfehlstellung?

Beitrag von BZebra »

Toni hat geschrieben:daß in manchen Fällen erst die Kieferstellung korrigiert werden musste damit auch eine Korsett-Therapie für die WS wirksam wurde und umgekehrt hatte auch schon dann erst eine kieferorthop. Maßnahme Erfolg, als die WS (von einem Rahmouni-Korsett) in optimale Form gebracht wurde.
Wer hat das denn gesagt? Dr. Hoffmann?
Das ist ja'n Witz! Die Vorstellung alleine:

Man biegt seine Wirbelsäule mit einem Rahmouni-Korsett gerade, und gleichgültig der dort stattfindenden "Gewalteinwirkung" durch das Korsett, die Wirbelsäule bleibt davon unbeeindruckt, solange am oberen Ende selbiger die Kieferstellung nicht stimmt, oder vielleicht am unteren Ende eine evtl. Beinlängendifferenz nicht ausgeglichen ist ...
Also, das widerspricht jeder Logik und allen physikalischen Gesetzen.
Toni hat geschrieben:Dann würde ich auch zu einem Kieferorthopäden gehen der "ganzheitliche Kieferorthopädie betreibt: http://www.gko-online.de/ und mir eher mal einen Bionator verpassen lassen. Ich hab selbst so ein Ding im Maul und er wirkt tatsächlich in jeder Hinsicht positiv aber sehr sanft und langsam.
Also, ich hatte ja als Kind selber einen Bionator (von einer seriösen Kieferorthoipädin; und der hat auch was gebracht), aber haste Dir mal durchgelesen, was in der Brochüre drin steht von der Seite, die Du da verlinkt hast?

http://www.gko-online.de/images/pdf/di_bionator.pdf.pdf
  • Umstellung auf Vollwertkost. Meidung von Giften wie Alkohol, Nikotin und Drogen
  • Homöopathische Begleitbehandlung
  • Lymphtherapie (manuell und homöopathisch)
  • Magnetfeldtherapie zur Anregung des Zellstoffwechsels und des Knochenwachstums
  • Bewußtmachen psychischer Fehlhaltungen, was psychische Beschwerden lösen hilft. Dies kann zum Beipiel durch den "Lüscher Farbtest" aufgedeckt werden
Daß sich eine Skoliose nicht nur auf die Wirbelsäule beschränkt sondern zur Aufrechterhaltung des Körpergleichgewichts auch Auswirken auf Fuß-, Knie-, Becken- bis hin zur Kopfstellung und damit vielleicht auch Kieferstellung hat oder haben kann ist ja bekannt. Aber diese Scharlartanie die da mit dem Bionator betrieben wird?! Sorry Toni.

Hat irgendjemand Deinen Account hier im Forum gehackt und schreibt jetzt unter Deinen Synonym? Ich würde mal einen klaren Unterschied machen zwischen der Therapie mit dem Gerät Bionator und der sogenannten "ganzheitlichen Kieferorthopädie" zu deren Vermarktung der Bionator regelrecht mißbraucht wird.

Ganz ehrlich, das ist doch wieder mal der beste Beiweiß, daß Mediziner doch die dämlichsten unter den Naturwissenschaftlern sind.
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Toni
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Beitrag von Toni »

Von dem ganzen "Esoterik-Schnick-Schnack" halte ich ebenso wie Du gar NIX!
Aber da werden ein paar logische und vernünftige Ansätze ( Vollwertkost statt "junk-food", kein Drogen-Missbrauch, guter Lymph-Abfluss usw...) mit "Glaubens-Esoterik" wild vermischt.

Der Bionator hat bei mir Spannungen im HWS Bereich gelöst, ich schlafe nachts nicht mehr mit offenem Mund, schnarche nicht mehr, hab den "Schnuller für Erwachsene" sogar sehr gerne im Mund (wenn ich nicht damit reden muss! :D ), ich hab auch schon eine andere und mir scheint bessere Kieferstellung als vorher, und das mit 51 nach nur 3 Monaten Bionator. Ich bin von dem Ding sehr überzeugt und es braucht Keinen Heilpraktiker-Esoterik-Schmarrn dazu.

Es war übrigens Dr. Pfeil, der die Zusammenhänge und ausdrücklich beiderseitigen Rückkopplungs-Effekte Kiefernorthopädie-Wirbelsäulenorthopädie referiert hatte. Dr. Hoffmann war anwesend und hat nur zustimmend genickt. Einige vom Forum (Sabi, Bluecat, Antje, Karlson) usw.. waren auch dabei.
Auch Dr. Pfeil nannte den Bionator als optimale Möglichkeit positiv auf Kiefer UND Wirbelsäule einzuwirken und bedauerte, daß der Bionator nicht mehr von den KK übernommen wird.

Der Unterkiefer ist entwicklungsgeschichtlich und morphologisch gesehen der 1. (oder letzte) Wirbel! Spannungen oder besser Verspannungen die von ihm ausgehen haben Einfluss auf die ganze Wirbelsäule wie Bowdenzüge oder Marionettenfäden. Auf diesen Zusammenhängen (im wahrsten Sinne des Wortes) baut ja auch die Osteopathie auf.

Von der mit dem Bionator offensichtlich verbundenen "Abzocke-Scharlatanie" distanziere ich mich ausdrücklich!
Gruß Toni
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Geli
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Beitrag von Geli »

Hey!
Erstmal bin ich echt überrascht, wie schnell hier Antworten geschrieben werden! Danke! Und dazu wahrscheinlich noch qualifiziertere, als man von so manchen Ärzten nach ner Stunde Wartezeit bekommt :D !
Tja, was zuerst da war? Weiß ich nicht. Ich hatte tatsächlich zuerst eine Spange und dann die Skoliose. Aber jetzt kommt das komische: Die Spange war da, um einen ÜBERBISS zu regulieren! Wenn das mit dem Unterkiefer irgendwie in Zusammenhang gebracht werden sollte, dann kann ich mir entweder nur vorstellen, dass
1. irgendwann mal während der Spangenbehandlung mein Unterkiefer gesagt hat: "Ach nö, will doch weiter nach vorne" und mein toller damaliger Kieferorthopäde das dann nicht mehr zulassen konnte, weil der Oberkiefer schon hinten war oder
2. der Unterkiefer einfach jetzt nach vorne will.
Mein Arzt kann's mir auch nicht genau sagen. Er meinte auch, das sei ein Versuch, er gibt keine Garantie, ob's auch klappt.
Tatsache ist jedoch, dass ich während der kieferorthopädischen Behandlung (die ja teilweise parallel mit der Korsettbehandlung lief) dauernd Kopfschmerzen hatte. Naja, Kopfschmerzen hab ich jetzt immer noch dauernd, oder Knieschmerzen, oder Rückenschmerzen... ja, ich versteh ja auch gar nicht, dass ich solche Schmerzen hab, wenn ich hier von Leuten lese, die 30 Grad haben und keine solchen Probleme!
Ich glaub, meine Eltern hatten sogar so einen Bionator (sind beim selben Zahnarzt). Die kann ich aber grade leider nicht fragen. Die Behandlung soll aber ja nicht wegen der Unterkieferkürzung (die wohl eher aus ästhetischen Gründen stattfinden würde) Erfolg haben, sondern deswegen, weil sich der Unterkiefer zuvor nach vorne verschieben würde.
Naja, ich merke derzeit nichts von irgendeiner Fehlstellung, sagen wir mal so. Ich knirsche halt nachts mit den Zähnen, aber das hab ich auch schon als Kind vor der Zahnspange gemacht. Aber der Zahnarzt hat mich sogar extra zu so nem Professor nach Thüringen geschickt, und der hat dann auch dieselbe Behandlung vorgeschlagen. Nur wurd ich inzwischen bei so vielen Sachen falsch behandelt (hab noch n paar andere Krankheiten), dass ich langsam gar keinem Arzt mehr irgendwas glaube.
Achja, wegen anderer Krankheiten: Bei mir wurde kürzlich festgestellt, dass ich einen zu hohen Testosteronspiegel habe, und das wohl schon seit längerer Zeit. Mir soll jetzt die Pille verschrieben werden. Ist das denn gut bzgl. der Knochen oder aber könnte es sein, dass sie erst durch den Testosteronüberschuss schlecht geworden sind? Ne Freundin von mir (die im Rollstuhl sitzt) hatte jahrelang extremen Östrogenmangel und hat gesagt bekommen, dass sie wegen Osteoporose jetzt sich sofort was brechen würde, wenn sie nicht im Rollstuhl sitzen würde. Hab bei mir aber noch keine Osteoporosemessung machen lassen.
Danke noch mal für eure Antworten!

Gruß Geli.
Zuletzt geändert von Geli am Do, 20.10.2005 - 09:40, insgesamt 3-mal geändert.
Geli
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Beitrag von Geli »

Achja:
KG nach Schroth wurde mir irgendwann mal von meinem ehemaligen Orthopäden verschrieben, allerdings ungefähr eineinhalb Jahre, nachdem das Korsett abgeschult war. Damals bin ich zu ihm hingegangen wg. der Knieschmerzen. Allerdings hab ich das dann nie eingelöst, weil dann gerade zu dem neuen Zahnarzt und dem neuen Orthopäden gewechselt war. Sollte ich mir wohl noch mal verschreiben lassen?
Gast1

Beitrag von Gast1 »

Also ich habe bisher auch gute Erfahrungen mit dem Bionator gemacht. Seitdem sind meine Kopfschmerzen fort!
Geli
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Registriert: Mi, 19.10.2005 - 14:28

Gute Nachrichten!

Beitrag von Geli »

So, ich melde mich hiermit mal zurück! Aaaalsooo, ich hatte wohl eine Skoliose von 19 Grad, mit der Aufbissschiene ist die aber auf 13 Grad zurückgegangen (innerhalb eines halben Jahres! Bin dadurch sogar gewachsen: früher 1, 63, jetzt 1, 65). Hab keine Schmerzen mehr, solang ich zusätzlich täglich meine KG mache. Naja, derzeit will mein Kiefer wohl wieder in eine andere Richtung, was dazu geführt hat, dass ich eine neue Schiene bekommen habe. Ich hoff bloß, dass mein Kiefer jetzt irgendwo mal stehen bleibt - das muss nämlich mindestens 1/2 Jahr mal fest geblieben sein, bevor man die OP machen kann. Hab jetzt zusätzlich eine feste Spange bekomen, die meine Zähne für die OP richtig verschiebt. Von der Aufbissschiene sieht man nix - zum Glück! Bin jedenfalls richtig glücklich, bsd., weil mir gesagt wurde, dass durch meinen Fehlbiss meine Zähne hinten wahrscheinl. in 10 Jahren ab gewesen wären (sind jetzt schon stark abgeschliffen). Tja, kann jedem mit Skoliose einfach nur empfehlen, sich auch mal Gedanken über den Zusammenhang mit dem Kiefer zu machen!
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