Reiten mit Skoliose?

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
Gast

Beitrag von Gast »

Ist jetzt zwar irgendwie off-topic, aber naja ...

Tiere (egal welche Rasse und Art - auch Haustiere) sind und bleiben bis zu einem gewissen Grad unberechenbar und eventuell auch gefährlich. Sie haben - genau wie wir Menschen auch - verschiedenste Charaktere und Launen. Oft verstehen wir ihre Zeichen falsch bzw. sie unsere. Ob es sich um eine kleine Katze handelt oder um einen Elefanten ist egal - alle können auf ihre Art unberechenbar werden.

Dass mit der Sanftmütigkeit der Elefanten stimmt auch nicht ganz. Im Wiener Tiergarten wurde vor Kurzem ein Pfleger von "seinem" Elefanten getötet. Dieser tragische Fall ereignete sich, weil der Elefant in die Pupertät kam und seinen Pfleger als gleichwertig und somit als Konkurrenten ansah.

Ich bin der Meinung, dass man allen Lebewesen Respekt entgegenbringen muss und bin gegen jede Art von vermenschlichung von Tieren, weil das nicht artgerecht ist.
Immerhin ist Hannibal mit afrikanischen Elefanten über die Alpen!

Soweit ich weiß, sind dabei alle bis auf einen Elefanten gestorben. :rolleyes:

lg,
Martina
Reittherapeutin

Eure Nachforschungen...

Beitrag von Reittherapeutin »

Hallo liebe Mitglieder des Forums,
ich recherchierte aus privaten Gründen die Erfahrungen von Skoliosepatienten mit Reittherapie und entdeckte sehr viele ???
Ich selbst bin Reittherapeutin,aber keine Hippotherapeutin, d.h. keine Krankengymnastin und habe somit keine Ahnung von Skoliose Therapie.
Es ist also richtig, dass ihr Hippotherapeuten braucht. Im Rahmen dieser Therapie wird nur langsam geritten, so dass es sicher keine Stauchzngen gibt. Zwecks Adressen wendet euch doch am besten an das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten in Warendorf. Die sind auch im Internet zu finden.
Eigentlich müssten sie auch über Kontraindikationen informieren können.
Viel Erfolg!
Für Muskelaufbau, Entspannen,Gleichgewicht und die Psyche ist es immerhin gut!
Reittherapeutin

Eure Nachforschungen...

Beitrag von Reittherapeutin »

Hallo liebe Mitglieder des Forums,
ich recherchierte aus privaten Gründen die Erfahrungen von Skoliosepatienten mit Reittherapie und entdeckte sehr viele ???
Ich selbst bin Reittherapeutin,aber keine Hippotherapeutin, d.h. keine Krankengymnastin und habe somit keine Ahnung von Skoliose Therapie.
Es ist also richtig, dass ihr Hippotherapeuten braucht. Im Rahmen dieser Therapie wird nur langsam geritten, so dass es sicher keine Stauchzngen gibt. Zwecks Adressen wendet euch doch am besten an das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten in Warendorf. Die sind auch im Internet zu finden.
Eigentlich müssten sie auch über Kontraindikationen informieren können.
Viel Erfolg!
Für Muskelaufbau, Entspannen,Gleichgewicht und die Psyche ist es immerhin gut!
Reittherapeutin

Fortsetzung

Beitrag von Reittherapeutin »

Eben wurde ich unterbrochen, jetzt nochmal eine etwas ausführlichere Info!
Also, ich habe als Reittherapeutin deshalb keine Ahnung von Skoliose Therapie, weil ich vom Grundberuf her Sozialarbeiterin bin und keine Physiotherapeutin. Meine Klienten haben eher psychische, soziale oder aber auch Probleme mit dem Zentralnervensystem, was ja wohl auch bei Skoliose der Fall sein kann, wie ich den Infos aus dem Internet entnehmen konnte. Und gerade bezüglich dieses Zusammenhanges hat Reittherapie schon Fördermöglichkeiten zu bieten.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass der Schritt des Pferdes exakt die gleichen Impulse an das Nervensystem sendet, wie der menschliche Schritt.Außerdem muss man sich gerade ausrichten auf dem Pferderücken, um das Gleichgewicht gut und bequem zu halten. Man läßt sich zwar bewegen, aber der Körper muss ständig eigenständige Anpassungsleistungen vollbringen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren und sich optimal wohl zu fühlen auf dem Pferd. Und das ist der Vorteil dieser THerapie. Das Nervensystem lernt durch eigene Anpassungserfolge. Die Nervenbahnen, die so gängig gemacht werden, werden stabiler und können langfristig funktionieren. Die Eigenleistung ist ausschlaggebend! Evtl. ist das ähnlich der Laufbandtherapie?? Oder bin ich da auf dem Holzweg? Das Wissen, dass mir jetzt fehlt, ist das um gezielte Übungen auf dem Pferd zur Linderung der Skoliosesymptome. Und das ist ein wichtiger Punkt: Ihr solltet genau prüfen, mit wem ihr euch einlasst!!
Nur wer wirklich eine Reittherapieausbildung bei einem akzeptablen Ausbildungsträger gemacht hat (z.B. Kuratorium oder Schweizer Gruppe oder Renate Jurklies oder Psychomotorikverein) und sich vielleicht noch einem Fachzirkel angeschlossen hat mit dem eine Vereinbarung über Qualitätsstandarts besteht, wird wirklich verantwortungsvoll und mit dem notwendigen Sachverstand arbeiten. Die Pferde müssen dann so gut ausgebildet und ausgewählt sein, dass keine Stauchungen verursacht werden- weder durch harte Gänge, noch durch plötzliche Bewegungen oder gar Abwürfe.
Wichtig ist in eurem Fall halt auch, dass der Therapeut vom Grundberuf ein Physiotherapeut ist, was sich dann als Hippotherapeut bezeichnet. Ich kenne einige Kolleginnen, die sogar noch Zusatzqualifikationen in Alternativzweigen der Krankengymnastik haben, wie z.B. Voita usw. Dann nur noch vorher klären, ob evtl doch eine Kontraindikation besteht. Aber am besten mit jemandem dem bekannt ist, dass Reittherapie keine wilde Rodeoveranstaltung ist und eine moderne Einstellung zu neuen Wegen in der Medizin hat, soll heißen, der sich mit möglichst viel Fachfundament gedanklich damit auseinandersetzen kann, wie sich die THerapie bzw die Bewegungen auf dem Pferd auf den Körper auswirken können. Noch eine Adresse: Die Regionalgruppe Rhein/Ruhr für Therapeutisches Reiten hat auch eine WEb- Seite.Dort könnt ihr auch meine Adresse finden, wenn ihr noch Fragen habt.
Viele Grüße
E. Saatkamp (Dipl. Reittherapeutin SGTR)
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Beitrag von Skoliosegirly12 »

HI Leutz!
Mein Orthopäde meinte ich dürfte alles machen wenn ich das korsett dabei trage.
allerdings meinten die in Sobi und mein Orthöpädietechniker
das ich zum Reiten und Bogenschiessen das Korsett weglassen soll.
Wieso soll man des denn nicht beinm reiten tragen?
Hab ich irgendwie noch nicht verstanden*sorry*.
By denise
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Beitrag von Reiterin »

ich erklär mir das so,dass du sonst die bewegungen etc. nich so gut àbfangen `kannst und du außerdem in der hüfte nicht so gut mitschwingen kannst und einfach nich so "locker" bist....
Tabea
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Beitrag von Tabea »

ich denke mal, der hauptgrund, warum man das Korsett beim reiten nicht tragen solte ist dass man sich bei einem sturz sehr schlecht abfangen kann, genick bruch wäre viel wahrscheinlicher...
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Beitrag von Reiterin »

@ Tabea : Ja,das kommt AUCH noch dazu....aber das,wasich geschrieben habe,können auch leute,die nich so viel reiten nich so beurteiln.....denk ich ma
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lindaglinda
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Beitrag von lindaglinda »

_______________________________________

hm. ist zwar über zwei jahre her, daß hier geschrieben wurde, aber warscheinlich ist dieses thema immer mal wieder aktuell. darum möchte auch ich meinen senf dazu abgeben.

ich hab morbus scheuermann. genaueres nächste woche, wenn ich in neustadt war. was ich sagen kann ist: skoliose ja, wieviel grad weiß ich nicht. schmerzen auch ja. seit vielen jahren.

so. ich reite schon fast mein ganzes leben lang. als ich jung war (bin heute 45), ritt ich busch und springen. das ging irgendwann nicht mehr, es tat einfach zu weh. ich stieg (gezwungenermaßen) auf dressur um. zuerst hab ich es gehaßt. heute reite ich es gerne.

die wirbelsäule wird absolut nicht gestaucht, wenn man sich von der bewegung des pferdes mitnehmen läßt. auch nicht im starken trab! das geradesitzen bei der dressurarbeit ist toll für den rücken!

ich war 1998 zur reha in aukrug und hatte zwei pferde mit. der arzt dort fand das klasse!

im laufe der jahre hatte ich einige ärzte dabei, die gesagt haben, reiten geht gar nicht für mich. aber instinktiv hatte ich immer das gefühl, daß es mir guttut. im nachhinein glaube ich, daß allein die dressurarbeit mit dem pferd schlimmere verkrümmungen aufgehalten hat.

ich habe mir inzwischen einen dressursattel mit excellent-sitz angeschafft. dort ist im baum eine aussparung, die mit einer membran überzogen ist. das soll angeblich gut für reiter- und pferderücken sein. ich bin noch am testen, kann noch nicht viel dazu sagen.

wie auch immer; für MICH kann ich sagen: es hat mir nicht geschadet, mein leben lang zu reiten und ich werde es weiterhin tun.

ich hab mich sogar schon schlaugemacht, falls man mich nach bad salzungen schickt demnächst, wo ich dort in der nähe meine pferde einstellen kann. und siehe da: eine reitanlage, die zur klinik gehört! TOLL!

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lg linda

P.S. ich fahre übrigens noch dazu zwei wochen im jahr ski. auch das schadet mir meiner meinung nach nicht. ich fühle mich gut dabei; dann gehts auch meinem rücken nicht schlechter als sonst!

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zophie
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Beitrag von zophie »

Hay Mario
Also ich selbst reite seit 8 jahren und es hat bei mir noch keine wirklichen proleme gebeben ...mein arzt meinte auch nur ich soll kein leistungreiten machen...beim springen merke ich es aber da beim "aufprall" die wirbelsäule gestaucht wird und ich einen flachrücken habe....durch diesen flachrücken habe ich auch bei strak schwingenden pferden probleme weil ich dan schmerzen bekomme.....aussitzen klappt auch nicht immer ohne schmerzen ....aber das alles ist für mich kein grund aufzuhören ..andere hätten vllt schon längst aufgehört...hängt warscheinlich damit zusammen wieviel dir auch an dem sport liegt und wie schmerzempfindlich du bist;)

liebe grüße ;)
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Dalia
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Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Beitrag von Dalia »

Hallo Zophie, herzlich willkommen. :) Du hast auf ein Posting aus dem Jahr 2002 geantwortet, ich glaube, Mario guckt hier nicht mehr rein. Aber für andere ist es sicher interessant zu wissen. :)
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
$un$hine

Beitrag von $un$hine »

HI
ich bin gerade etwas verwirrt
ich habe eine skoiose von 19°(ich trage kein korsett)
meine physiotherapeutin hat mir gesagt ich soll reiten weil es meine muskulatur stärkt.
ich komme gerade von meinem orthopäden der gesagt hat dass ich auf keinen fall reiten solll.
ich möchte ja auch gar nicht springen ich möchte nur schritt trap und galopp reiten
Vor 2 jahren bin ich schonmal ca 2 jahre geritten habe dann aber aufgehört.
(dass war bevor meine skoliose festgestellt wurde)
etz würde ich halt gerne wieder anfangen.

Kannn mir mal jemand sagen ob es nun hilfreichist oder eher schädlich
wennn es schädlich ist wäre dann voltigieren bessser?

vielen dank im voraus

LG
meggie

Beitrag von meggie »

ich habe auch eine leiche skoliose und trage kein korsett.
Ich reite seit über 6 Jahren (bin jetzt 17), meine Skoliose wurde vor 3 Jahren festgestellt.
Springen würde ich nicht empfehlen, staucht den Rücken doch ziemlich. Klar macht es spaß, gelegentlich mach ich es auch, aber nicht zu häufig.
Dressur reiten an sich finde ich ist kein Problem. Ich hatte noch nie beschwerden, das Aufrecht sitzen tut mir gut.
Ich nehme regelmäßig unterricht, schwerpunktmäßig wird dann an meinem Sitz gearbeitet, damit ich nicht beginne krumm zu sitzen.
Auch durchs gelände Fetzen war noch nie ein Problem, hatte anschließend auch nie schmerzen. Allerdings habe ich schon öfter mal den Boden geknutscht ... nichts passiert, habe mir aber nach dem ersten mal eine Sicherheitsweste zugelegt, die vor verletzungen der Wirbelsäule bei stürzen schützt. hilft auch beim gerade sitzen, jedoch nur im Gelände zu empfehlen, da die Bewegungsfreiheit doch ein wenig eingeschränkt wird.

Allgemein würde ich reiten nur empfehlen. Mir hilft es sehr, es macht mir spaß. Man bleibt beweglich, wird nicht zu steif und es hilft beim gerade sitzen.
bellaberlin
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Beitrag von bellaberlin »

hallo, also ich bin 15 und reite seit 9 Jahren. Die Skoliose wurde erst lertzen SOmmer festgestellt und man hat mich in ein Korsett gesteckt.
Der Arzt meinte auch, dass ich auf jeden Fall weiter reiten kann. Ich reite ja auch nur 2-3 x die Woche...
Aber irgendwie ist mir aufgefallen, dass sehr viele Reiter Skoliose haben? Vielleicht gibt es ja doch einen Zusammenhang!?

Und eine Frage: Ich fahre im Januar nach Sobernheim zur Kur. Gibt es da auch einen Reitstall und Reittherapie?
marieschen
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Registriert: Di, 10.11.2009 - 14:44
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Diagnose: Rechtskonvexe BWS Skoliose 60°
Linkskonvexe LWS Skoliose 30°
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Therapie: Erwachsenen Korsett seit 2011
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Kg nach Schroth
Rehas in Bad Sobernheim
Wohnort: Hamburg

Beitrag von marieschen »

hey
ich habe auch eine skoliose bws 63 gard und lws 30 grad
reite auch seit 10 jahren bin jetzt 17 jahre. mein orthopäde meinte auch das reiten für mich gut ist, da es die rückenmuskelatur stärkt.
probleme beim reiten habe ich nicht. ich reite aber nur dressur, springen nur gelegentlich merke auch das es nicht so gut ist

in bad sobernheim gibt es meiner meinug nach keine reittherapie. die gibt es nur in bad salzungen, wenn ich das richtig weiß....
lg
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