habe gerade Eurer Rechenspiel gesehen. In dem "Modell" fehlen noch ein paar Parameter:
Diese Rechnung wäre richtig, wenn man 10 Millionen Leute im durchschnittlichen Alter von 50 Jahren genau 1 mal mit einer Wirbelsäulenganzaufnahme "belasten" würde. Um hier im Sinne von Lopi, die wohl die idiopathische Skoliose Ihrer Tochter im Auge hatte zu antworten ist das zu einfach. Zusätzliche belastende Faktoren sind:Anonymous hat geschrieben:Ein Risikokoeffizient von 10% pro Sv bedeutet, dass eine Strahlenexposition von 10 mSv für 10 000 Personen dazu führt, dass 10 Personen zusätzlich an Krebs und Leukämien sterben..Bzebra hat geschrieben:Das lässt sich ja relativ einfach errechnen:
10 mSV = 1 Toter von 1.000
1 mSV = 1.000 µSV = 1 Toter von 10.000
1 µSV = 1 Toter von 10.000.000
Jede 10-millionste Ganzwirbelsäulenaufnahme ist damit tödlich.
1. Röntgen im Kinder- / Jugendalter
Die Latenzzeit für durch Röntgen ausgelöste Krebserkrankungen beträgt 10-20 Jahre. Röntgen im reifen Alter wäre damit unschädlich und das Risiko konzentriert sich auf jüngere Leute.
2. Intensität der kurzzeitlichen Belastung
Bei vielen Röntgenuntersuchungen in kurzen zeitlichen Abständen steigt das Risiko einer Schädigung durch die Strahlenbelastung nicht linear sondern exponentiell. Also 100 mSV an einem Tag oder in einem Jahr sind belastender als auf 50 Lebensjahre verteilt.
3. Sterben ist nicht immer das Schlimmste
Ihr habt nur die Zahlen diskutiert, für die Röntgen letztlich zum Tod führt. Da man an so vielen anderen Dingen sterben kann, sind hier sehr viele durch röntgen ausgelöste Krebsfälle nicht erfasst, weil sie nicht unmittelbare Todesursache waren.
4. Krebs ist nicht die einzige Krankheit
Lopi hat bereits erwähnt, dass sie sich auch im eine Schädigung des Erbgutes sorgt. Wir kennen diese Geschichten aus Soldatenfamilien, die bei Automwaffentests dabei waren.
Mein Gefühl sagt mir, dass die Aussage
[equote]Jede 100-tausendste Ganzwirbelsäulenaufnahme ist schwerwiegend gesundsheitsschädlich[/equote] realistisch wäre....
Diese Zahl gilt dann für analoges Röntgen, digitale Geräte verursachen durchschnittlich nur 1/3 der Strahlenbelastung und sind somit besonders bei Röntgenuntersuchungen in kurzen Abständen wegen den o.g. Effekten empfehlenswert. Die bessere Qualität der Aufnahmen und den damit verbundenen diagnostischen Vorteil werden jedoch als eigentlichen Grund für moderne Röntgenaufnahmen gesehen.
Wenn sich da einer keine Gedanken macht, verstehe ich nicht, warum er sich im Auto immer anschnallt, wenn doch nur jede 500-Tausendste Autofahrt mit einem schlimmen Unfall endet. Ihr wisst sicher auch, dass Tschernobyl statistisch gesehen erst in 20 Tausend Jahren vorgesehen war.
Herzliche Grüße
Rainer


