Schuheinlagen sinnvoll?

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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Sandy01

Schuheinlagen sinnvoll?

Beitrag von Sandy01 »

Hallo an alle!

Ich komme aus Österreich und wurde wegen einer hochgradigen Skoliose mit einer 4-jährigen Korsettbehandlung behandelt. Wollte fragen, ob es in meinem Fall sinnvoll wäre, spezielle Schuheinlagen zu verwenden oder das eher eine zusätzliche "Belastung" wäre?

Mfg,
Karina.
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Dolphingirl94
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Beitrag von Dolphingirl94 »

Meinst du mit speziellen Einlagen eine Einlage wegen einer Beinverkürzung?
Die ist keine Belastung. Du kannst sie deiner Tochter einfach in die Schuhe legen, man merkt sie nach einiger Zeit nicht und sie rutscht nicht raus. Bei Sandalen ist das komplizierter. Normale Einlagen rutschen da raus. Es gibt die Möglichkeit, dass man den Absatz der Sandale erhöhen lassen kann (geht bei jedem Orthopädietechniker). Wenn bei deiner Tochter aber bisher nie die Rede von Einlagen war, kannst du es bei Sandalen auch lassen.

LG Doro
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Lady S
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Beitrag von Lady S »

Hallo Karina,
das kommt darauf an...
WEGEN der Skoliose: eher nein
zum Ausgleich einer (gemessenen!) Beinverkürzung (einseitige Erhöhung): ja
für ein Fussproblem (z.B. Einlagen für Senk- oder Spreizfüsse): ja

War Deine Korsettbehandlung denn erfolgreich?
Grüsse,
Lady S
tom91
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Beitrag von tom91 »

Ich weiß nicht von welchen Schuheinlagen du sprichst, ich bekomme solche:
viewtopic.php?t=12338&start=20

Aber da hat mir leider auch noch niemand geantwortet :(
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

tom91 hat geschrieben:Aber da hat mir leider auch noch niemand geantwortet
In dem Thread hast Du genügend Tipps bekommen, die Du erst einmal umsetzen solltest.
Schroth REHA und wirklich gutes Korsett.
Die Möglichkeiten einer Schroth KG sind vielen medizinischen Fachkräften überhaupt nicht bekannt!
Und ein gutes Korsett können nur leider wenige bauen, die von Dir genannte OT war keinem hier bekannt.

Lady S hat es auf den Punkt gebracht, an Schuheinlagen bezüglich Skoliose sollte man erst dann denken, wenn die Beine tatsächlich unterschiedlich lang sind, was selten vorkommt.
Es ist nach meiner Meinung kontraproduktiv generell bei Skoliose Einlagen zu tragen, das ändert nichts an der Ursache.
200 € würde ich an zusätzlichen Maßnahmen erst dann ausgeben, wenn das die kompetent geklärte Situation nach einer REHA zulassen würde.
sandy01 hat geschrieben:...wurde wegen einer hochgradigen Skoliose mit einer 4-jährigen Korsettbehandlung behandelt. Wollte fragen, ob es in meinem Fall sinnvoll wäre, spezielle Schuheinlagen zu verwenden...
Zunächst mal muss man wissen, wie alt Du bist.
Und dann vermute ich in dieser Frage einen offenbar nicht besonders grossen Erfolg mit dem Korsett oder?

Gruss
Klaus
tom91
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Beitrag von tom91 »

In dem Thread hast Du genügend Tipps bekommen, die Du erst einmal umsetzen solltest.
Schroth REHA und wirklich gutes Korsett.
Die Möglichkeiten einer Schroth KG sind vielen medizinischen Fachkräften überhaupt nicht bekannt!
Und ein gutes Korsett können nur leider wenige bauen, die von Dir genannte OT war keinem hier bekannt.
Wer sagt, dass ich von den Tipps nichts umsetze?

-> Mache KG nach Schroth
-> Antrag auf Reha für Bad Salzungen läuft bereits (wahrscheinlich bin ich im März dort)
-> Korsett bekomme ich Ende Dezember (Chaneau Korsett)
-> unbekannt = schlecht?
Es ist nach meiner Meinung kontraproduktiv generell bei Skoliose Einlagen zu tragen, das ändert nichts an der Ursache.
Natürlich kann es nichts an der Ursache, dass man Skoliose hat, ändern. Das ist ja wohl klar - aber wenn das Becken nicht gerade steht und es mit speziellen Schuheinlagen weiter in Richtung gerade steht, dann scheint es für mich doch sinnvoll.
Außerdem sind es nicht einmalige Schuheinlagen. Die Schuheinlagen werden alle paar Monate abgeändert...deshalb auch der stolze Preis. Bin mir nicht sicher, ob ich das erwähnt habe.
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Ob Schuheinlagen sinnvoll sind, muss der skoliosekompetente Orthopäde bzw. der skoliosekompetente Orthopädietechniker wissen.

@Tom:
tom91 hat geschrieben:-> Korsett bekomme ich Ende Dezember (Chaneau Korsett)
Von wem?
-> unbekannt = schlecht?
Das hat Klaus nicht gesagt.

=> unbekannt = von uns keine Aussagen über seine Kompetenz möglich
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Hallo Tom,
-> Mache KG nach Schroth
-> Antrag auf Reha für Bad Salzungen läuft bereits (wahrscheinlich bin ich im März dort)
Das ist super !!
-> unbekannt = schlecht?
Ca 90 % Der Orthopaedietechniker ist unserer Erfahrung nach nicht in der Lage bei mittel bis hochgradigen Skoliosen eine ausreichende Korsettversorgung zu gewaehrleisten. Deren Korsette korrigieren nicht ausreichend, sie korrigieren in die falsche Richtung, es wird nicht regelmaessig kontrolliert, etc. Das Ende vom Lied: man hat sich abgemuet und die Skoliose ist schlechter geworden. Du kannst hier gerne die verschiedenen Erfahrungsberichte lesen und die Primaerkorrekturtabellen anschauen.

Kurz gesagt wenn du zu einem unbekannten Orthopaedietechniker gehst besteht eine sehr hohe Wahrscheinichkeit dass du ein Schrott Korsett bekommst. Fragt zum Beispiel mal @Schniggel.

Nun habe ich gelesen dass du ja schon 17 bist, da ist die Situation etwas spezieller. Oft kann hier keine dauerhafte Korrektur mehr erzielt werden, ein korrigierendes Korsett kann hier jedoch noetig sein um dafuer zu sorgen, dass sich die Skoliose nicht weiter verschlechtert in den naechsten drei Jahren. Ob hier ein hochkorrigierendes Korsett oder mittel korrigierendes Korsett sinnvoll ist, entzieht sich meiner Kenntnis, genauso wie die Frage wie stabil deine Skoliose ist. sprich ob ein Korsette notwendig ist.
Natürlich kann es nichts an der Ursache, dass man Skoliose hat, ändern. Das ist ja wohl klar - aber wenn das Becken nicht gerade steht und es mit speziellen Schuheinlagen weiter in Richtung gerade steht, dann scheint es für mich doch sinnvoll
.

Bei den allermeisten Skoliosen ist das Becken schief als Folge der Wirbelsaeulenverkruemmung und nicht anders rum, das heist es besteht kein echter Beinlaengenunterschied. In diesem Fall kann man mit Schroth den Beckenschiefstand verbessern und sind Schuheinlagen zum Ausgleich einer vermeintlichen Beinlaengenverkuerzung nicht noetig. Es ist eine alte Legende von Chiropraktikern dass alles Leiden durch Beckenschiefstaende kommt aber dies ist zu einfach gedacht. Dass Schroth den gleichen Effekt auf einen Beckenschiefstand hat wie eine Erhoehung der Schuhsole kann man im gelben Buch an ein paar Photos sehr gut erkennen.

Kann natuerlich immer sein dass deine Situation und dein Einlagenmacher ein Sonderfall sind und dir das gut tut. Kann ich auch nicht beurteilen.

Besten Gruss
david
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Tom91 hat geschrieben:Wer sagt, dass ich von den Tipps nichts umsetze?
-> Antrag auf Reha für Bad Salzungen läuft bereits (wahrscheinlich bin ich im März dort)
-> Korsett bekomme ich Ende Dezember (Chaneau Korsett)
Eine noch nicht gemachte REHA und ein noch nicht vorhandenes Korsett ist keine gute Situation, um jetzt schon von weiteren Maßahmen zu sprechen, die mit der Kombi aus Schroth und Korsett möglicherweise ganz anders aussehen.

Und eine Schroth REHA ist noch was anderes, als eine ambulante Schroth KG zum Reinschnuppern.
gauklerdavid hat geschrieben:Kann natuerlich immer sein dass deine Situation und dein Einlagenmacher ein Sonderfall sind und dir das gut tut. Kann ich auch nicht beurteilen.
Wenn man erst vor entscheidenden Maßnahmen, wie die Schroth REHA steht, empfinde ich die 200 € als voreilige Investition.
Würde diese Einlage im Zusammenhang mit den Erkenntnissen einer REHA und sonstigen wirklich kompetenten Untersuchungen (bei Skoliose/Kyphose!) stehen, wäre das sicherlich sinnvoller.

Wenn ich mit Korsett und Schroth auch den Beckenschiefstand (keine ungleich langen Beine) angehe, bleibe ich dabei, dass Einlagen bei diesem Prozess der Korrektur kontraproduktiv sein können.

Gruss
Klaus
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