Skoliose bei 8-jähriger von 12°

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henriette

Skoliose bei 8-jähriger von 12°

Beitrag von henriette »

Liebe Leute,

Frau Benda-SChäfer, Stuttgart, hat bei meiner Tochter (8 Jahre) vor 2 Wochen folgendes festgestellt (RöBild und lichtoptische Vermessung):

Skoliose linkskonvex 12°.
(Hüften unauffällig (sie hatte eine Dyplasie als Baby), geringe Trichterbrust problemlos)

Therapie:
laut Bericht:
"intensive rückenschulende Maßnahmen",
vor Ort hiess das:
viel klettern und einem Schwimmverein beitreten und 2/Woche schwimmen

weiteres Vorgehen:
Verlaufskontrolle in 6 Monaten

Ich mache jeden Monat Fotos von ihr (hinten gerade, hinten gebückt und vorne gebückt), um Veränderungen festzustellen. Häufiger wollte ich das nicht, damit sie keine Panik bekommt.

Ich werde versuchen, den Kontrolltermin in 6 Monaten auf jeden Fall bei DR. Hofmann in Leonberg zu bekommen.

Meine Fragen:
0 Ist das viel?
1 reicht das schwimmen, wie oft?
2 hilft das Klettern?
Kinderkletterschule gibt es im Nachbarort, ist aber sehr aufwändig, da ich noch mehr Kinder habe (wohin damit??) und abends im Raum Böblingen mit dem Auto unterwegs zusein ist kein Spass......(Skoliose auch nicht ich weiss...)
3 Soll ich mir früher einen Termin besorgen?
Kontrolle mit RöBild oder nur schauen oder nur lichtoptisch?
4 Sonst noch was?

Viele Fragen aber hier wurden bisher so viele tolle Antworten gegeben, dass ich auf hilfreiche Antworten hoffe werde.

Vielen Dank an alle im Voraus
henriette
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BZebra
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Re: Skoliose bei 8-jähriger von 12°

Beitrag von BZebra »

henriette hat geschrieben:Ist das viel?
Nein, erst ab 10 Grad spricht man von einer Skoliose, Krümmungen die darunter liegen, werden als noch in der Norm liegende Abweichungen angesehen.
reicht das schwimmen, wie oft? hilft das Klettern?
Es stärkt die Rückenmuskulatur allgemein, beides kann jedoch ungleichmäßig ausgeführt werden, und korrigiert damit nicht unbedingt die Skoliose.

Wenn es ihr Spaß macht, dann ist beides sicherlich nicht schlecht. Andernfalls würde ich sie zu keinem der beiden als eine notwendige Therapiemaßnahme zwingen, wenn sie nicht will, weil es nicht notwendig ist; es kann nicht als Therapie bezeichnet werden.
Sonst noch was?
Ihr solltet einen Vojta oder Schroth Therapeuten aufsuchen, dort solltest du mit ihr 1-2 mal die Woche hingehen und mit ihr zusammen die Übungen lernen, und die dann eine halbe Stunde am Tag mit ihr zu Hause machen.
Kontrolle mit RöBild oder nur schauen oder nur lichtoptisch?
Fotografieren ist sehr gut. Zusätzlich könntest du sie noch mit dem Skoliometer vermessen und das dokumentieren: viewtopic.php?p=50760#50760
henriette

Beitrag von henriette »

Hallo BZebra,

danke für die Antwort.
Du hast mein Gefühl bestätigt, dass Schwimmen und Klettern nicht wirklich was bringen.

Zur KG:
Vojta: kenne ich schon (Hohlkreuztermine mit ihr gehabt), Schroth :?
Worauf muss ich bei der Auswahl achten.
Kennst du noch jemanden im Raum 71065 Sindelfingen?
Da wir noch 2 kleinere Kinder haben, ist ein KG in der Nähe von großem Vorteil.

Gibt mir nach dem Befund und der Empfehlung der Kinderarzt mir ein Rezept? Oder Selbstzahler?

Und dann also Kontrolle in einem halben Jahr.

Vielen Dank
henriette
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Das Rezept holst du dir am besten beim Kinderarzt, du brauchst ja eine Dauerversorgung, es ist ja nicht mit einem Rezept getan.

Wichtig ist vor allem, dass du die Übungen täglich zu Hause (bzw. 6 Tage die Woche) mit ihr durchgeführst, aber auch wöchentliche Termine bei der KG stattfinden, die euch das beibringt und dich kontrolliert, dass du deine Tochter auch richtig anleitest bzw. es richtig mit ihr machst.

Du solltest also die Übungen unter Anweisung schon in der Praxis mit deiner Tochter durchführen, und dann zu Hause weiter führen. Einmal die Woche Krankengymnastik bringt sonst nämlich genauso wenig.

Eine Liste der Schroth-Therapeuten in deiner Umgebung kannst du dir aus der Katharina-Schroth-Klinik in Sobernheim zuschicken lassen: links.php#Physiotherapie
Und dann also Kontrolle in einem halben Jahr.
Da ihr sowieso zu Dr. Hoffmann wolltet, würde ich mit diesem Termin nicht ein halbes Jahr warten, er kann euch ja vielleicht auch noch Informationen über geeignete Therapeuten geben.

Bei 12 Grad musst du allerdings damit rechnen, dass man eine Versorgung mit Krankengymnastik nicht für selbstverständlich ansieht. Sie ist zwar eigentlich schon bei Haltungsschwäche (der Vorstufe) angebracht, aber man möchte ja sparen. Du musst dich da ggf. schon reinhängen, um Rezepte zu bekommen; von welchem Arzt ist allerdings egal, ihr braucht nur einen verschreibungswilligen zu finden.
henriette

Beitrag von henriette »

Hallo BZebra,

danke, werde mich in Sobernheim erkundigen.

Wenn ich das alles im Forum richtig verstanden habe, dann ist Schroth besser als Vojta?

Ich würde dann auch noch gerne wissen, ob du "vom Fach" bist = Doc oder KG oder woher du das alles weisst und glaubst, dass das das Richtige ist.
Sicher bin ich, dass hier viele -vielleicht auch du - antworten, die selbst davon betroffen sind und sich über die Jahre eine eigene Meinung gebildet haben und sich haufenweise Infos angeeignet haben. Ich habe beim Lesen im Forum verstanden, dass es nicht einfach war und ist, an die richtigen Experten ran zu kommen und dass man die ganze Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.

6/Woche KG zu Hause hatte ich mit ihr schon als 5-jährige. Das war manchmal schon schwierig und jetzt tanzen da noch 2 kleinere drumherum, die das sicherlich sehr "spannend" finden...........
D.h. ist schon aufwändig, deshalb entschuldige bitte meine pingelige Nachfrage.

Werde auch demnächst bei Dr. Hoffmann anrufen.

Viele Grüße und danke
henriette
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

henriette hat geschrieben:Ich würde dann auch noch gerne wissen, ob du "vom Fach" bist = Doc oder KG oder woher du das alles weisst und glaubst, dass das das Richtige ist.
Ich bin Patientin, seit meinem 6. Lebensjahr in Behandlung, zwischen 13 und 18 Jahren jedes Jahr 6 Wochen in Sobernheim zur stationären Reha und habe von 13 bis 18 auch ganztags Korsett getragen (Rahmouni).

Die Behandlungsempfehlungen wirst du in diversen Fachbüchern finden links.php#Literatur
Den Ratgeber Ich habe Skoliose solltest du auf alle Fälle gelesen haben.

Die Empfehlung, jetzt schon mit Physiotherapie zu beginnen, entspricht dem Vorgehen, wie es zu Zeiten in denen es den Krankenkassen noch gut ging (also vor den Sparmaßnahmen) gehandhabt wurde.

Ich selbst war auch bereits mit einer bloßen Fehlhaltung schon in wöchentlicher krankengymnastischer Behandlung, man hat bei mir nur den Fehler gemacht, dass es keine skoliosespezifische Therapiemethode war (genauso wie ich auch in den Schwimmverein musste, wo ich nicht hin wollte, und in dem ich schön schief meine Runden gedreht habe) und man meine Eltern auch nicht angewiesen hat, die Übungen auch zu Hause zu machen.

Erst bei meiner ersten Reha in Sobernheim mit 13 Jahren, bei der ich schon 58 Grad hatte, habe ich dort dann demonstriert bekommen, was eine effektive Skoliose-Behandlung denn überhaupt ist und in welcher Intensität sie denn notwendig ist, dass sie überhaupt etwas bringt.

Zu bedenken ist auch, dass die Korrektur durch die Physiotherapie durch Muskelkräftigung stattfindet (sowohl bei Vojta als auch Schroth) und man demnach natürlich wie beim Sport auch einen gewissen Aufwand treiben muss, dass es was bringt.
D.h. ist schon aufwändig, deshalb entschuldige bitte meine pingelige Nachfrage.
Ja, aber bei so kleinen Gradzahlen sehr effektiv. Es ist gut möglich, dass man die Krümmung damit unter 10 Grad halten kann und sie dann keine Skoliose haben wird. Ab 20 Grad wird sonst schon ein Korsett notwendig.

Ob Schroth oder Vojta kann ich schlecht sagen. Ich habe auch schon Vojta gemacht mit 15 Jahren, was ich muskulär als sehr effektiv empfunden habe (Muskelkater gab es schon). Wenn ihr einen guten Vojta-Therapueten habt, glaube ich, dass es für dich einfacher ist, sie dann zu Hause in die richtigen Positionen zu legen und die Druckpunkte zu setzen. Ich denke es ist für ein Kind einfacher auszuführen, sofern der Erwachsene das organisatorische außenrum übernimmt.

Schroth läuft über das Bewusstsein, und da ist bei Kindern immer etwas kontraprodiktiv, dass die sich naturgemäß nicht so anstrengen wollen. Die entscheiden viel früher als Jugendliche und Erwachsene, dass sie jetzt nicht mehr können. Schroth wäre zwar meiner Meinung nach noch effektiver als Vojta, aber eben nur wenn der Patient wirklich an seine Grenzen geht und es auch richtig gelernt hat, und das kann man nur während einer Reha.

Also, ich würde bei einer 8-jährigen mit so kleinen Gradzahlen wahrscheinlich zuerst mal mit Vojta anfangen, täglich, und dann sehen wie sich die Skoliose entwickelt.

Bei 12 Grad ist es oft schwierig zu sehen, ob es besser oder schlechter geworden ist. Deswegen würde ich da doch öfter röntgen, in vielleicht einem Jahr wieder, wo du dann überprüfen kannst, was das tägliche Vojta bis dahin gebracht hat. Darauf basierend würde ich dann neu entscheiden, ob ihr weiter macht (oder ob es vielleicht nicht mehr notwendig ist) oder ob ihr eine Reha beantragt und mit Schroth weiter macht.

Also das nächste Jahr täglich Vojta zu Hause (mind. 1/2 Stunde; das wäre die empfohlene Übunsgzeit für Schroth) und eine Doppeleinheit KG pro Woche bei einer Vojta-Therapeutin. KG über eine so lange Zeit (verglichen mit deinen 6 Wochen), weil zur dauerhaften Korrektur der Skoliose Wachstum stattgefunden haben muss. Sobald die Behandlung beendet ist, bildet sich die Muskulatur zurück (wie beim Krafttraining; da hilft es den Bodybuildern auch nicht, einmal ihre Muskulatur aufgebaut zu haben), weshalb nach 6 Wochen noch nichts permanentes erreicht ist.

Das sollte schon drin sein, die Gesundheit deiner Tochter sollte nicht daran leiden, zu viele zeitraubende Geschwister zu haben; spätestens nach ein paar Wochen werden die das sowieso langweilig finden.
Sonny
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Beitrag von Sonny »

Hallo henriette,

ich wohne grob in der Nähe von dir. Kannst mir ja eine PN schreiben, dann können wir uns austauschen.......

Viele Grüße
Sonny :juggle:
LG Sonny
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mama41
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Beitrag von mama41 »

Hallo Henriette,

ich war mit meiner Tochter bei Ellen Thürsam in Magstadt zur Schroth-Therapie. Wenn du Interesse hast, such ich dir die genaue Anschrift raus.

Alles Gute,
Andrea
henriette

Beitrag von henriette »

Ein hallo an alle letzten Antworter!

erstmal vielen Dank an BZebra für die ausführlichen Erläuterungen.
Das hilft mir wirklich weiter.

Sonny, sorry, was ist PN?????

Mama41, danke für den Namen, die Adresse und Telfon-Nr habe ich im Internet gefunden. Magstadt liegt sehr günstig!!
Ich muss dann nur mal entscheiden, der noch mit jemand anderem sprechen, ob Vojta oder Schroth.
Wenn ich BZebra richtig verstanden habe, ist Schroth für ihr Alter noch zu früh, dann wäre Vojta besser.

Mir wurde in Sindelfingen für Vojta genannt:
Kathrin Lehrter-Kogel und Heike Kurz,
Bobath-Therapeutinnen

Kennt die jemand oder gibt es noch andere Empfehlungen PLZ 71065-69?

Vielen Dank an alle
henriette
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

henriette hat geschrieben:Sonny, sorry, was ist PN?????
Ich antworte mal. :)
Das ist die Möglichkeit, eine private Nachricht an ein Mitglied des Forums zu schicken.
Die hast Du aber nur, wenn Du Dich hier mit Wohnort/Region anmeldest, was ich Dir sehr raten würde, weil es sicherlich noch viele Fragen geben wird.

Gruss
Klaus
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benipat
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Beitrag von benipat »

Ich habe eine recht aktuelle Liste von der Gegend hier in Salzungen dieses Jahr bekommen.

Für Euch wäre da noch die Praxis in Gärtringen ein Thema. Das ist die KG - Praxis Schmidt
Hauptstrasse 9 - 11
71116 Gärtringen
Tel: 07034/285838
Frau Isabell Döhrer

Die Praxis hat auch eine Homepage:

http://www.physiotherapie-gaertringen.de/

In Herrenberg gibt es noch die Praxis Rommel, die auch Schroth anbietet. Jedoch war ich dort und sie konnte mit meiner Kyphose nichts anfangen, aber so ist sie nett und kann auch gut mit Kindern ( mein Sohn hatte bei ihr normal KG)

Praxis Rommel
Therapeutin Frau Eichenauer
Reinhold-Schick-Platz 3
71083 Herrenberg
Tel. 07032/23636

In Böblingen gibt es dann noch

Frau Susanne Erhardt
Klaffensteinstr. 1
71032 Böblingen
Tel: 07031/233892

Mein Sohn steht übrigens auch unter Beobachtung, er hat etwa 10 °. Er ist bei Dr. Hoffmann in Behandlung und hat ihm auch normalen regelmässigen Sport empfohlen und er soll eben alle 6 Monate kommen.

Er sagte auch, dass in dem Alter solche Gradzahlen sich schnell wieder verändern beim nächsten Wachstumsschub.
Man soll es halt beobachten.

Falls du (oder jemand anderes) noch andere Adressen brauchst, ich habe noch Adressen von Ludwigsburg über Weissach, Winnenden, Ditzingen und Waldenbuch, Tübingen.

Grüßle

benipat
henriette

Beitrag von henriette »

Hallo benipat,

ist es ein Problem, bei Dr. Hoffmann einen Termin zu bekommen?

Welchen Sport und wieviel hat er euch empfohlen?

Danke für die Adressen, ich denke wenn nötig, dann versuche ich es erst mal in Magstadt.

Meine Frage bezog sich auf die von BZebra genannten Vojta-KGs. Gibt es da noch weitere?

Vielen Dank
henriette
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benipat
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Beitrag von benipat »

Nein, es ist kein Problem, einen Termin zu bekommen, eher telefonisch durchzukommen.

Er hat keine bestimmten Sport empfohlen, es geht nur generell um Bewegung.


Grüßle

benipat
Agrimon
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Diagnose: hochthorakale Kyphoskoliose bws 24 Grad, lws 29 Grad, 4bre mit Hyperlordose
Therapie: Korsett von Rahmouni, laufen mit MBT Schuhen, Reha 30.10. bis 26.11.2013 Bad Salzungen, wegen Peritonitis Op 2017 Korsett abgesetzt, jetzt Lumbo Train Bandage, nächste Reha 2019 geplant
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Beitrag von Agrimon »

Hallo,

am besten ist es, du schickst ein Fax oder email, indem du um Rückruf bittest zur Terminvereinbarung.

Gruß Agrimon
bin eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und noch Interesse für andere Dinge hat

Meine Skoliose-Geschichte: Meine Skoliose
henriette

Beitrag von henriette »

Hallo an alle,

vielen Dank für die hilfreichen Antworten.

Werde mir dann mal einen Termin bei Dr. Hoffmann besorgen und bis dahin mein Kind weiter beobachten.

Die Adresse für die KGs werden hoffentlich unbenutzt in der Schublade verschwinden können.

Wenn einer von euch Interesse hat, wie es uns weiterergangen ist, dann meldet euch.
Fürs erste melde ich mich dann mal ab.

VIELEN DANK
henriette
Mel-LeaJane
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Diagnose: Lea - 18° rechtskonvexer C-Bogen
Mel - 65° rechtskonvex (Gegenschwung ?°), thorakal
Therapie: Lea - Nahr-Korsett, KG
Mel - dorsale Spondylodese Th3-L2 (Isola) 1997/Korrektur auf ca. 35°
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Beitrag von Mel-LeaJane »

Hä?

Wie kommst du denn darauf, dass die Adressen der Krankengymnastik nach einem Besuch bei Dr. Hoffmann in der Schublade ungenutzt verschwinden können?

Du hast doch eine Diagnose, die eindeutig sagt, Skoliose bzw. skoliotische Fehlthaltung.

Und ja, dies verändert sich in Wachstumsschüben. Aber meist nicht zum Positiven.

Dr. Hoffmann ist auch kein Wunderheiler ;)

LG Mel
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Mel-LeaJane hat geschrieben:Und ja, dies verändert sich in Wachstumsschüben. Aber meist nicht zum Positiven.

Dr. Hoffmann ist auch kein Wunderheiler. ;)
Zitat hierzu:

[equote="Quelle: kb.php?mode=article&k=2#8"]Bei Kindern können sich Krümmungen unter 15° zwar auch spontan zurückbilden, dies betrifft allerdings nur 8 bis 10% der Patienten.[/equote]
Die Wahrscheinlichkeit einer Verschlechterung während des Hauptwachstumsschubes (basierend auf den Daten von Skoliosen zwischen 20 - 29 Grad) lässt sich auch berechnen: http://www.scoliosisjournal.com/content ... ?highres=y

Progressionsfaktor = (12 - 0)/8 = 1,5

Progressionsrisiko also ca. 45%, wahrscheinlich ohne die Wahrscheinlichkeit der Spontanaufrichtung (da bei 20 - 29 Grad, auf denen die Ergebnisse basieren, keine Spontanaufrichtungen mehr vorhanden sind).

Ziehen wir also 10% der 45% (also - 4,5%) ab, dann kommen wir auf 40,5% Risiko, also 2 von 5 Fällen, in denen es bei einer Ausgangsgradzahl von 12 Grad im Alter von 8 Jahren dann insbesondere während des Hauptwachstumsschubes zu einer Verschlechterung kommt.

Also ich persönlich würde das von daher lieber jetzt korrigieren, als warten. Die Empfehlung der Ärzte ist (laut den SOSORT Guidlines) bis 40% Progressionsrisiko noch warten, aber das richtet sich auch schon mehr nach den Finanzen, wurde zu Zeiten voller Kassen, wie oben geschrieben, anders gesehen.

Als "Kinder", für die noch die Möglichkeit einer Spontanaufrichtung besteht, habe ich glaube ich irgendwo bis 8 Jahre gelesen. Diese Quelle mit der genauen Altersangabe konnten wir aber nicht mehr finden, nur eine allgemeinere Aussage ("Kind"), deswegen steht es jetzt so da. Darunter werden aber in jedem Falle die 8 Lebensjahre gerechnet, die deine Tochter schon hinter sich hat und die für das "verwachsen" der Skoliose nicht mehr zur Verfügung stehen.
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