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Und wo hast du das her, dass weder bei Schroth, noch mit einem Korsett oder einer OP die Hüfte mit entdreht werden würde?chaleo hat geschrieben:dann ist es für mich logisch, das z.B. Korsett/SCHROTH zwar hilft, mit diesen Kräften klar zu kommen, aber das bleibt dann eine ständige Aufgabe wenn die untere Verdrehung nicht beseitigt wird.
Ebenso verhält es sich mit einer OP.
Selbstverständlich wird sie mit entdreht, als ein Teil der Skoliose, der im Gleichgewicht mit allen anderen Teilen steht, zum einen weil es direkt Teil der Therapien ist (Schroth, Korsett), zum anderen weil sie sich in Folge von Korrekturen an anderer Stelle (zum aufrechterhalten des körperlichen Gleichgewichts) entdrehen muss (OP).
Eine verdrehte Hüfte kann genauso Auslöser einer Skoliose sein, wie sie auch Folge davon sein kann, und irgend ein anderer asymmetrischer Teil des Systems (irgendwo von Kopf bis Fuß) der Auslöser hat sein können.
Beseitigung des Ursprünglichen Auslösers wird jedoch nicht mehr zur Korrektur der Skoliose führen, sondern nur des asymmetrischen Anteils, der direkt dadurch verursacht wurde, und der ist bei idiopathischen Skoliosen naturgemäß absolut minimal, da nicht auszumachen (daher idiopathisch). Der Hauptteil der Verkrümmung, welcher sich in Folge ungleichmäßigen Wachstums ausgebildet hat, wird weiter bestehen bleiben, sprich das idiopathische slkoliotische System ist vollkommen autonom vom ursprünglichen Auslöser.
Bsp.:
Eine sekundäre 50 Grad Skoliose, die aufgrund eines 20 Grad geneigten Keilwirbels entstanden ist, wird sich nicht mehr begradigen, wenn der 20-Grad Keilwirbel operativ entfernt wird. Genauso wird die 50-Grad-Skoliose nicht durch den 20-Grad-Keilwirbel bedingt, sondern lediglich die ersten 20 Grad davon. Der Rest ist durch ungleichmäßiges Wachstum in Folge von ungleichmäßiger Belastung entstanden und kann nur wieder korrigiert werden, denn die Belastung noch während des Wachstums umgekehrt wird.





