Wie "wirkt" die OP?

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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Vampy-Gabrielle
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Wie "wirkt" die OP?

Beitrag von Vampy-Gabrielle »

Hallo liebe Leute.

Ich bin erst seit einigen Tagen hier und daher eine kurze Vorstellung. Ich bin die Katja, komme eigentlich aus Hannover, wohne momentan aber in der Nähe von Stuttgart und bin 21 Jahre alt.
Ich war vor kurzem bei Herrn Hoffmann in Leonberg der mir bei meiner Skoliose 44°/23° nach Cobb zu einer OP geraten hat, da ich meine eine Schulter (Buckel) nicht mehr spüre. Diese wird Ende Januar statt finden. Dabei soll der obere von der Skoliose betroffene Teil meiner Wirbelsäule gerichtet und versteift werden. Dazu habe ich zwei Fragen und auch wenn ich meine mich durch dieses Forum schon gut durchgelesen zu haben, habe ich noch keine Antwort darauf gefunden. Zum einen, kann man bei einer solch kleinen Skoliose die Wirbelsäule nahezu ganz aufrichten? Und das nächste wäre, meine Hüfte biegt sich an einer Seite weiter raus als auf der anderen, kann das durch eine OP der oberen Wirbelsäule behoben werden...? Kann ich mir schwer vorstellen.... Vielleicht hat ja einer von euch dahingehende Erfahrungen gemacht. Wäre über eine Antwort sehr dankbar.

Liebe Grüße, Katja :steinigung:
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Dalia
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Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Beitrag von Dalia »

Willst du die OP wirklich? Bei deinen Gradzahlen würde ich nur dann operieren, wenn du schlimme Beschwerden hast bzw. sehr unter der Optik leidest. Weißt du, wie viele Wirbel betroffen wären?

Wie weit sich die Optik verändert, hängt davon ab, wie sehr verdreht du bist und wie beweglich du noch bist. Ich habe z.B. zweimal 95° und dafür relativ kleine "Buckel". Durch eine OP würdest du aufgerichtet werden, wenn du ausreichend beweglich bist. Ist die Wirbelsäule starr, ist der OP-Erfolg geringer. Dann gibt es bei der Begradigung Grenzen, denn wenn man mehr begradigt, als die Skoliose eigentlich akzeptiert, können Nerven abgeklemmt werden und es kann zu Lähmungserscheinungen kommen.

Evt. kann man dir auch in stonewomans OP-Forum weiterhelfen, siehe unsere Linksammlung: links.php?PHPSESSID=23443149032dd99975c ... #Operation

Dort ist übrigens auch eine Foto-Galerie mit Vorher- und Nachher-Fotos. Da ist alles vertreten von sehr starr bis zu sehr beweglich. Allgemein ist dein Alter eine gute Voraussetzung für die OP, allerdings empfinde ich die Gradzahlen zu gering für eine OP. Willst du die OP wirklich? Oder nur, weil Dr. Hoffmann sie vorgeschlagen (oder dazu geraten?) hat?
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
Vampy-Gabrielle
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Beitrag von Vampy-Gabrielle »

Ich will sie wirklich. Ich habe wie gesagt Probleme mit der Schulter, dem Buckel und sich häufender Muskelentzünungen. Was ich vergessen habe zu erwähnen ist, dass bei mir auch Wirbel zusammengewachsen sind bzw. von geburt an zusammen hängen.
Meine Skoliose hat sich innerhalb der letzten fünf jahre um 100% verschlechtert und wird immer schlimmer.... Ich habe mir das gut überlegt und ich bin mir sicher, dass eine OP das beste ist.
Ich danke auf jeden Fall für die Antwort und werde mich auf dem Link mal umschauen. ;-)

Liebe Grüße, Katja
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

So wie du das schilderst, ist das eher ein ausgesprochen positiver Skoliose-Verlauf.

Wenn du eine Wirbelmissbildung hast, dann hast du die bereits von Geburt an. Während bei idiopathischen Skoliosen der Auslöser (die erste Asymmetrie) meist erst im Kindesalter (6 Jahre) oder Jugenlichenalter (12 Jahre) ensteht und sich die Skoliose dann in der Zeit des darauf noch folgenden Wachstums weiter verschlechtert, hast du sie bereits seit deiner Geburt gehabt und es trotzdem nur auf so wenig Grade gebracht.

Dass sich deine Skoliose in den letzten 5 Jahren verdoppelt hat, hängt damit zusammen, dass die Verschlechterung exponentiell abläuft und in erster Linie während des Wachstums. Das heißt sie wird erst dann schneller, wenn während des Wachstums ein bestimmter Winkel überschritten wird; der liegt bei 20 bis 25 Grad (weshalb ab diesem Winkel auch Korsett versorgt wird). Und für eine schnelle Verschlechterung ist auch Wachstum notwendig, was mit 16 Jahren bei dir mit Sicherheit noch gegeben war, jetzt mit 21 Jahen aber nicht mehr.

Von daher würde ich mit keiner Verschlechterungswahrscheinlichkeit rechnen, die größer als die Normale ist. Die Verdopplung der Gradzahl im Alter von 16 bis 21 Jahren ist auch nichts wirklich besonders oder Besorgnis erregendes, sondern nicht unüblich, wenn zu dem Zeitpunkt die 20-25 Grad Grenze überschritten wurde.

Ob deine Skoliose noch wesentlich schlimmer werden wird, kannst du nur beurteilen, wenn du zwei Röntgenbilder im Erwachsenenalter hast, die eine signifikante Verschlechterung in relativ kurzen Zeitabständen zeigen. Ein Röntgenbildvergleich mit 16 und dannn 21 Jahren kann darüber keine Aussage machen, weil es die Regel ist, dass man mit 16 noch wächst und die Skoliose daher wachstumsbedingt progredient sein kann.
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