Ich benötige einen Rat.

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mark79
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Ich benötige einen Rat.

Beitrag von mark79 »

Hallo,

ich (28 m) habe seit dem ich 2 Tage mit dem Auto unterwegs war Rückenprobleme (im unteren Bereich), das war vor 15 Tagen. Ich vermute es ist der Ischiasnerv, da die Schmerzen bis in die Oberschenkel ausstrahlen, jetzt eigentlich fast nur noch beim Sitzen. Beim stehen/laufen/joggen bin ich fast schmerzfrei und wärme hilft beim sitzen.
Ich war darauf hin vor 3 Tagen bei einem Orthopäden und habe ihn zudem auch auf mein schiefes Becken und meiner schiefen Haltung hingewiesen, darauf hin wurde ich 2x geröntgt.

Auf die Röntgenbilder konnte ich sehen, wie schief das Becken war, die Wirbelsäule hatte unterhalb eine leichte Wölbung und verlief Oberhalb wieder gerade. Ich musste mich dann noch nach vorne beugen, auf unterschiedliche Brettchen stellen, da meine Beine unterschiedlich lang sein sollen und mich letztlich noch auf eine Liege legen und da hat er wohl versucht irgend etwas einzurenken.
Vom Arzt habe ich leider keine genaue Diagnose erhalten, ich musste es ihn aus der Nase ziehen. Auch ging es dort zu, wie am Fließband.

Da ich früher schon mal was von Skoliose gelesen habe, weil meine Körperhaltung ein wenig Krumm ist (nicht nur derzeit, auch vor einigen Jahren schon) hatte ich mich damals flüchtig über Skoliose informiert und habe ich ihn gefragt ob das Skoliose ist und er bejahte dieses.
Auf die Frage ob ich ein Korsett tragen müsste, sagte er nein. Er sagte das es sich mit Einlagen (1cm) und KG beheben lasse.

Ich habe für den linken Fuß eine Einlage verschrieben bekommen, die soll ich nächste Woche abholen, aber von KG hat er nichts mehr erwähnt, ich sollte in einem Monat noch mal wiederkommen.

Auf meine Schmerzen im PO Bereich ist er kaum drauf eingegangen und hat mir diesbezüglich nichts verschrieben und wollte mir auch keine Spritzen geben. Ich habe angst, das es ein Bandscheibenvorfall sein könnte.

Ich war mit dem Arztbesuch überhaupt nicht zufrieden, als ich dann zuhause war, habe ich gegoogelt und bin auf das Forum gestoßen.

Was ich in den letzen Tagen so gelesen habe, wird wohl das Beste zuerst mal sein, eine vernünftige Erstdiagnose zu erhalten mit Cobb werten.
Und wie ich hier gelesen habe, raten auch einige davon ab die Einlagen zu tragen, da die Skoliose vermutlich die langen Beine hervorgerufen hat?

Aus mein Drängen hin, habe ich am 12.09 wieder einen Termin bei dem Orthopäden, aber ich bin am überlegen ob ich nicht schon eher dort hin soll und mir eine Überweisung für die Uni Klinik in Essen geben lassen soll, vor allem weil ich immer noch schmerzen habe.

Nach Dr. Hoffmann möchte ich nur ungern hinfahren, das sind mit dem Auto 460 km und das hält mein Rücken bestimmt nicht durch.

Was würdet Ihr mir noch raten? Gibt es vielleicht noch andere Ärzte, für eine gute Erstdiagnose?
Und bekommt man so einfach eine Überweisung in die Uni Klinik? Ich bin Kassenpatient.

Schon mal Danke für die Antworten!

Grüße
Mark
Zuletzt geändert von mark79 am Fr, 05.09.2008 - 09:19, insgesamt 1-mal geändert.
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David
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Beitrag von David »

Hi Mark,

du hast Recht. Zuerst solltest du dir eine vernünftige Diagnose einholen. Ich wage zu behaupten, dass jede Klinik mit orthopädischer Fachabteilung in der Lage sein sollte, deine Beschwerden zu beurteilen, es muss nicht unbedingt Dr. Hoffmann sein.

Was ich bei dir gelesen habe, dass die Schuheinlagen bei manchen Patienten eine Skoliose hervorgerufen haben, hat mich ein Wenig verwundert :confused: Wohl eher, dass der Beckenschiefstand, bedingt durch unterschiedlich lange Beine, eine Ausgleichskoliose hervorgerufen hat?

Naja, ich persönlich würde an deiner Stelle die Einlagen tragen. Andererseits weiß ich, dass meine Oma (jetzt 67 Jahre alt) seit ihrer Kindheit ein 4cm zu kurzes Bein hat und nie mit Einlagen versorgt war und keinerlei Beschwerden hat...

Und ich kann dich auch weiterhin beruhigen. Solange du nur eine leichte Skoliose hast (schade, dass du noch keine genauen Gradzahlen weißt) wirst du höchstwahrscheinlich mit regelmäßiger Krankengymnastik dein Leben normal leben dürfen und schmerzfrei sein :)

Du könntest ja vielleicht deine Röntgenbilder mal posten.

Viel Glück für dich
David
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Mark79 hat geschrieben:aber ich bin am überlegen ob ich nicht schon eher dort hin soll und mir eine Überweisung für die Uni Klinik in Essen geben lassen soll, vor allem weil ich immer noch schmerzen habe.
Ich denke, eine vernünftige Diagnose wirst Du dort bekommen. Wahrscheinlich musst Du als Erwachsener bezüglich Schroth REHA, die ich Dir sehr empfehlen würde, ein bischen Druck machen. Das heisst, es muss im Bericht der Uni Klinik die entsprechende Empfehlung stehen, damit der überweisende Orthopäde dann hoffentlich unter dieser Vorgabe einen REHA Antrag unterstützt.
Die UNI Klinik selbst macht das nicht!

Das kann übrigens auch jeder andere Arzt, es sind aber unbedingt bestimmte Formulierungen nötig, damit das auch klappt.
Und bekommt man so einfach eine Überweisung in die Uni Klinik? Ich bin Kassenpatient.
Das hängt vom Orthopäden ab, der für die Überweisung zuständig ist.
Es ist ganz wichtig, dass auch eine Ganz-Aufnahme von der Seite gemacht wird, um eine evtl. Hyperkyphose (Rundrücken) incl. Hyperlordose (Hohlkreuz) mit zu erfassen. Das wird leider oft völlig übersehen!

Du siehst also, dass man nicht unbedingt Dr. Hoffmann aufsuchen muss, wenn die Uni Klinik in Essen näher ist, es ist aber sehr viel Eigeninitiative und eigene Kompetenz nötig, damit man die nötigen Einzelschritte erfolgreich machen kann!

Wahrscheinlich hast Du schon in die Sammlung Essen geguckt und auch etwas über den Korsettbauer Püttmann gelesen. Das ist ein sehr netter Mann, der Dir evtl. auch bei der Orthopädensuche helfen kann, die dann nötig wird, wenn Dein Orthopäde keine Überweisung ausstellen will.
Das kann leider passieren!

Bei Dr. Hoffmann hast Du praktisch an einem Tag alle notwendigen Schritte erledigt.

Gruss
Klaus
mark79
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Beitrag von mark79 »

Hallo,

erst mal Danke für die Antworten!

Ich war eben beim Arzt und habe um eine Überweisung an die Uni-Klinik und um Aushändigung der Röntgenbilder gebeten, da sich die Schmerzen heute fast verdoppelt haben.
Ich kann hoffentlich heute um 15 Uhr die Sachen dort abholen. Dann werde ich die Röntgenbilder Online stellen.

Was kann das sein, wenn die Schmerzen vom Kreuzbein aus, besonders beim Sitzen bis in die Beine/Unterbauch ausstrahlen? 5 Minuten Autofahren wird zur Qual und das ist jetzt schon über 2 Wochen so. Kann das ein Bandscheibenvorfall sein? Weil bewegen im stehen kann ich mich eigentlich, daher kommt mir das ein bisschen komisch vor. Bei einem Hexenschuss damals, konnte ich mich kaum bewegen und dieser ist auch schneller abgeklungen.
David hat geschrieben: Was ich bei dir gelesen habe, dass die Schuheinlagen bei manchen Patienten eine Skoliose hervorgerufen haben, hat mich ein Wenig verwundert :confused: Wohl eher, dass der Beckenschiefstand, bedingt durch unterschiedlich lange Beine, eine Ausgleichskoliose hervorgerufen hat?
Ne da hast Du mich falsch verstanden, ich meinte, das die Skoliose den Beckenschiefstand ausgelöst haben könnte. Also erst war die Skoliose da und die hat dann den Beckenschiefstand verursacht. Wenn man dann Einlagen trägt, könnte sich die Skoliose verschlimmern, da die Beine gleich lang sind und nur das Becken schief ist, so habe ich das jedenfalls verstanden.

viewtopic.php?t=11728
viewtopic.php?p=75326#75326


Bei mir ist nach meiner Sicht mehr das Becken schief als die Wirbelsäule. Das kommt wohl davon, das ich mich Jahrelang nicht so optimal hingesetzt habe und wenig Sport betrieben habe. Ich arbeite sehr viel am PC, beruflich und privat.

Das ist schon seit Geburt unterschiedlich lange Beine habe, kann ich mir nicht vorstellen. Meine Eltern haben mich damals in der Uni Klinik richtig durchchecken lassen und dort wurde ich mehrfach vermessen, da Sie Angst hatten das ich ein Riese werde könnte und ggfs. Hormone gegen das Wachstum bekommen sollte. Aber das trat nicht ein.

Bei der Bundeswehr, vor ca. 8 Jahren wurde auch nichts festgestellt. Aber ein Arzt vor ~4-5 Jahren hatte mir einmal gesagt, das ich Krumm stehe. Nur habe ich damals nichts unternommen, da ich keine Schmerzen hatte.


Und Danke Klaus für die Tipps, ich werde mir das aufschreiben und das zur Sprache bringen!
Ich informiere mich immer sehr genau über meine Krankheiten, meistens kenne ich schon die Krankheit die ich habe, bevor ich zum Angst gehe. :-) Das muss man heutzutage leider auch, ohne Eigenintiative und Wissen ist man bei den meisten Ärtzen verloren..

Aber checkt die Uniklinik nicht von sich aus einen schon richtig durch, oder muss man dort auch Druck machen?

Vielleicht geht es auch ohne Rehaklinik (über einen Schroth Therapeuten), wenn es nicht so schlimm sein sollte. Aber besser wäre die Reha schon für mich.

Aber was für mich derzeit Vorrang hat, ist das ich diese Schmerzen los werde. Wenn ich nicht direkt einen Termin in der Uni Klinik bekommen sollte, werde ich Zwischenzeitlich einen anderen Arzt aufsuchen müssen.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Mark79 hat geschrieben:Aber checkt die Uniklinik nicht von sich aus einen schon richtig durch, oder muss man dort auch Druck machen?
Man sollte sich Z.Bsp. unter Basiswissen hier im Forum schon darüber informieren, was zu einer Diagnose gehört und wie die Gradzahl bezüglich Behandlung zu deuten ist
Und ich weiß ja nicht, was für Röntgenaufnahmen bislang gemacht worden sind.
Ich kann immer nur wiederholen, dass alle Bereiche der Wirbelsäule erfasst werden müssen, sowohl von vorn als auch von der Seite!
Bei einer angeblich leichten Skoliose ist auch an eine Hyperkyphose zu denken.

In Hannover (Annastift-Orthopädische Spezialklink) musste ich auf eine Ganz-Aunahme und auch auf die Messung der Beweglichkeit nach Schober Ott ernergisch bestehen.
Das musste der junge Assistenzarzt erst in einem Buch nachsehen, wie er das anstellen soll. :)

Ausgehend von den ausgezeichneten Erfahrungsberichten bei Kindern, solltest Du als Erwachsener dort aber gute Chancen zumindest bei der Diagnose haben.
Die konservativen Therapievorschäge bei Erwachsenen können aber je nach Diagnose schon eher in die chirurgische Richtung gehen. Das haben alle Kliniken dieser Art gemein.
Unterschiedlich ist offenbar nur die Empfänglichkeit für Vorschläge von mündigen Patienten :) und ein Erwachsenen Korsett steht da ganz oben auf der Liste der schwer durchzusetzenden Maßnahmen.
Vielleicht geht es auch ohne Rehaklinik (über einen Schroth Therapeuten), wenn es nicht so schlimm sein sollte. Aber besser wäre die Reha schon für mich.
Du solltest die Chance auf eine REHA unbedingt nutzen.
Ich habe am Anfang auch gedacht, muss das sein?
Aber es ist überhaupt nicht mit einer normalen Kur vergleichbar!
Aber was für mich derzeit Vorrang hat, ist das ich diese Schmerzen los werde.
Ausstrahlende Schmerzen klingen sehr nach Nervenreizungen durch Bandscheibenvorfall oder Einengungen. Das muss separat abgeklärt werden, auch wenn Skoliose/Kyphose? der Auslöser sein können.
Wenn ich nicht direkt einen Termin in der Uni Klinik bekommen sollte, werde ich Zwischenzeitlich einen anderen Arzt aufsuchen müssen.
Bezüglich Schmerzen würde ich einen Neurologen oder Neurochirurgen zwecks Abklärung (CT oder MRT) aufsuchen.
Es kann Dir durchaus passieren, dass ein Termin in der Uni Kinik im September nicht mehr möglich ist, dann brauchst Du eine neue Überweisung für das nächste Quartal.
Aber Du kannst versuchen, die Sache wegen der unerträglichen Schmerzen zu forcieren--> Notfall.

Gruss
Klaus
mark79
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Beitrag von mark79 »

Hallo,

ich habe heute alles erledigt bekommen.

Ich habe von meinem Orthopäden eine Überweisung für die Uniklinik und von meinem Internisten eine Überweisung für ein MRT (v.a. BSV LWS, MRT erbeten) erhalten. Ich habe extra erwähnt das alle Bereiche erfasst werden sollen.
Und die 2 Röntgenbilder habe ich mir auch Aushändigen lassen, die habe ich für Euch mal Fotografiert:

http://img48.imageshack.us/my.php?image=42375235kn2.jpg
http://img48.imageshack.us/my.php?image=95766010ag0.jpg
http://img237.imageshack.us/my.php?imag ... 790ao0.jpg

Vielleicht könnt Ihr dazu kurz was sagen, wie schlimm das ist in etwa ist. Was ich derzeit so gesehen habe, ist das noch recht harmlos!
Wenn es mir besser geht, werde ich mich mit Grad Zahlen befassen, derzeit kann ich nicht lange vor dem PC sitzen.

Bzgl. der Ausstrahlenden Schmerzen, meinte der Arzt das es ein Bandscheibenvorfall sein könnte.
Ich werde Montag mal schauen, was die Schmerzen machen und dann ggfs. einfach zur Uni-Klinik hin stiefeln, mit der Hoffnung das Sie mich behandeln!

Ansonsten muss ich den längeren Weg nehmen, Radiologe und mir einen neuen Orthopäde suchen. :(



Viele Grüße
Mark
mark79
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Beitrag von mark79 »

Hallo,

ich war heute morgen bei der Orthopädischen Unfallchirurgie in der Uni-Klinik Essen, hauptsächlich wegen den ständigen Schmerzen. Nach einer Stunde warten, kam ich dann dran und der Arzt hat eine Diagnose ISG-Blockade durch einen "Spine-Test" festgestellt. Er hat noch ein paar KG Übungen gemacht, es hat in den Knochen leicht geknackt und es hat ein bisschen geholfen.
Aber sobald ich wieder im Auto saß, fingen nach einiger Zeit sitzen die heftigen Schmerzen wieder an.

Am 12.09 habe ich einen Termin für KG.

Der Arzt meinte in der Uniklinik das ich keine Skoliose hätte. So eine Krümmung soll angeblich viele Menschen haben und das müsste nicht Therapiert werden. Nur komisch, das mir zwei Ärzte was anderes erzählt haben.

Auf meine Fragen hin, ob man noch ein MRT machen könnte, wegen verdacht auf Morbus-Bechterew und der Skoliose verneinte er "das kostet doch nur Geld...". :rolleyes:

Werde es aber trotzdem durch meinen Hausarzt machen lassen.

So richtig zufrieden war ich dort auch nicht, aber er hat schon mal mehr gemacht und mich besser beraten, als mein Orthopäde vor Ort.


Grüße
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

mark79 hat geschrieben:ich war heute morgen bei der Orthopädischen Unfallchirurgie in der Uni-Klinik Essen
Das ist sicherlich nicht die Abteilung, die sich mit Skoliose/Kyphose beschäftigt!

Gruss
Klaus
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Beitrag von mark79 »

Klaus hat geschrieben:
mark79 hat geschrieben:ich war heute morgen bei der Orthopädischen Unfallchirurgie in der Uni-Klinik Essen
Das ist sicherlich nicht die Abteilung, die sich mit Skoliose/Kyphose beschäftigt!

Gruss
Klaus
Da hast Du Recht, aber ohne Termin ist dort nichts zu machen! Hätte ich keine Überweisung bei gehabt, dann hätten die mich in der Unfallchirurgie auch wieder nach Hause geschickt.

Die Schmerzen habe durch einige ISG-Blockaden Übungen (findet man in Google und hier im Forum) nun ganz gut im Griff, nur ich muss diese Übungen Täglich 3-4 mal wiederholen, um fast Schmerzfrei zu sein.

Nachts ist das noch ein Problem, da wurde ich heute auch wieder mehrfach wach. :(

Mal schauen was die KG macht, morgen bekomme ich zudem die 1cm Einlagen. Am 30 habe ich eine MRT Untersuchung.

Ich werde später die Skoliose noch mals in Angriff nehmen, vielleicht fahre ich dann auch zu Dr. Hoffmann, wenn es mir bis dahin besser geht!
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Beitrag von mark79 »

Hallo,

ich melde mich mal wieder, ich hatte vor ca. 2 Wochen mein MRT und die Diagnose (Osteochondrose, Spondylarthrose 3x BSV) ist nicht so toll. :nein: Du lagst richtig mit den BSV.

Die Achterbahnschmerzen sind nach gut 3 Monaten endlich verschwunden, es sitzt nur noch ein Schmerz im rechten Unterbein (Wade/Schienbein), der aber auszuhalten ist.
Ich habe jetzt noch für die nächsten 2-3 Wochen Termine bei einem Neurologe und Neurochirurgen.
Ich mache täglich fleißig meine KG Übungen und gehe noch 5x zur KG und nächsten Monat, werde ich noch an FPZ Konzept teilnehmen.

Was ich jetzt schon mal bemerkt habe ist, das sich meine Haltung stark verbessert hat und der Beckenschiefstand auch. Aber der Schiefstand ist immer noch leicht zu sehen, nur nicht mehr so stark, wie vor ein paar Monaten! Es muss wohl eine Schonhaltung gewesen sein und die Einlagen müssen das evtl. auch ein wenig gerichtet haben.

Aber was mich sehr verunsichert ist, wenn ich die Einlagen nicht trage, ist mein Beckenschiefstand trotzdem nicht mehr so extrem sichtbar und mit einer Beckenwaage (Wasserwage) beim Orthopädenschuhtechniker war das Becken auch gerade?! Da wollte mir der Orthotechniker zuerst keine Einlagen verpassen, da das Becken gerade war... Das ist übrigens ein guter Othoschuhtechniker, der auch prominente Kunden wie Steffi Graff hat.

Laut einer 3D Vermessung, die ich gemacht habe, wo ich noch Schmerzen hatte, lag eine Beinlängendifferenz von 1,5cm vor.

Nun werde ich das mit der Skoliose nochmal in Angriff nehmen, weil ich bis jetzt immer noch keine vernünftige Diagnose erhalten habe, ich habe mich aber auch hauptsächlich erst mal um Schmerzlinderung bemüht...
Neue Röntgengenbilder werde ich wohl auch anfertigen lassen bzw. müssen, wegen der Schonhaltung. Ich habe gelesen, das die Uniklinik ein Ganzkörper Aufnahmen machen kann, damit müsste man doch auch sehen könne, was den Schiefstand auslöst?!

Dann werde ich entscheiden, nach der Schwere der Skoliose ob eine Reha in Frage kommt. Oder würdest Ihr mir anhand der obigen Sachen schon zu einer Reha raten? Gibt es eine Reha Klinik die sich auf Schroth und BSV/ Osteochondrose Erkrankungen spezialisiert sind?

Wenn Ihr noch irgendwelche Tipps habt, dann nur raus damit! :)

EDIT: Was ich Euch auch noch fragen wollte, was heißt "Steilstellung der LWS"? Gibt es dazu eine bestimmten Krankheitsnamen, wo ich nach googlen kann?

MRT der LWS:
Untersuchungstechnik:
Sagittal Tl SE, STIR und TI TSE sowie transversal Tl TSE.
Befund:
Steilstellung der LWS.
Osteochondrose. Mässige Spondylarthrose L4 bis SI.
L3/4 kleiner Prolaps nach medialli..
L4/5 Prolaps nach paramedian re..
L5/S1 konvexbogig medialer Prolaps. Insgesamt keine Stenose.

MRT beider ISG.
Untersuchungstechnik:
Coronar STIR und Tl SE nativ sowie transversal Tl SE nativ und TI TSE.
Befund:
Symmetrisch intakter hinterer Beckenring ohne path.Signalalteration der knöch. Strukturen. Normale
Darstellung des Sacralplexus, des Weichteilmantels 'und der Beckeneingeweide.
Beurteilung:
Unauffällige Darstellung der ISG. Keine entzündlichen oder tumorösen Prozesse./lu.re.


Diagnose Ortho:
Beinverkürzung li. (tv121.79LG)~ Senkspreizfllß bds. (Q66.8BG)~ Patellalateralisation bds. C~vI22.4BG);, L\\lS-Syndrotn (lVf54.5G); NPP L5/S1, L4/5 und L3/4, G. (M51.2G);



Grüße
Mark
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Beitrag von Klaus »

mark79 hat geschrieben:Nun werde ich das mit der Skoliose nochmal in Angriff nehmen, weil ich bis jetzt immer noch keine vernünftige Diagnose erhalten habe, ich habe mich aber auch hauptsächlich erst mal um Schmerzlinderung bemüht...
Das solltest Du nun wirklich dringend machen!

Da aus Deinen Röntgenbildern zumindest eine Skoliose hervorgeht, ist an eine spezielle Schroth REHA sowieso zu denken, das würde ich mir generell schon mal vornehmen.
Laut einer 3D Vermessung, die ich gemacht habe, wo ich noch Schmerzen hatte, lag eine Beinlängendifferenz von 1,5cm vor
Ein Beckenschiefstand wird entweder durch unterschiedliche Beinlängen hervorgerufen, was selten vorkommt oder eben durch die Skoliose, was meistens der Fall ist.
Dann ist nach meiner Meinung eine Einlage unsinnig, weil es besser ist die Ursache Skoliose anzugehen und nicht das Symptom Beckenschiefstand zu bekämpfen.

Das Geld für diese 3D Vermessung hätte ich mir gespart oder hast Du nicht dafür zahlen müssen?
So etwas wird auch sozusagen kostenlos bei der REHA gemacht.
Gibt es eine Reha Klinik die sich auf Schroth und BSV/ Osteochondrose Erkrankungen spezialisiert sind?
Auch hier sollte man immer zuerst nach der Ursache fragen.
Eine Skoliose/Kyphose kann eine Menge dazu beitragen, einen BSV auszulösen. Deswegen ist auch hier die Behandlung der Skoliose/Kyphose in den Vordergrund zu stellen.
Und da gibt bekanntermassen die Kliniken in Bad Salzungen und in Bad Sobernheim.
Was ich Euch auch noch fragen wollte, was heißt "Steilstellung der LWS"?
Normalerweise hat die LWS von der Seite gesehen eine natürliche Lordose. Wenn die übertrieben ist, spricht man von einer Hyperlordose oder auch Hohlkreuz.
Wenn die natürliche Lordose abgeflacht ist, ist das eine Hypolordose oder auch eine Steilstellung.
siehe auch aktuellen Thread über die HWS Kyphose, wo die natürliche Lordose abgeflacht ist, somit in eine Steilstellung kommt und auch in die falsche Richtung Kyphose geht.

Wenn Du mein avatare anguckst, so siehst Du, dass im tiefen BWS, eigentlich schon LWS-Bereich eine Verbiegung nach rechts geht (Kyphose), die eigentlich an dieser Stelle nach links (Lordose) gehen sollte. Bei Dir hat die WS scheinbar eine Mittelstellung.
Ich habe gelesen, das die Uniklinik ein Ganzkörper Aufnahmen machen kann, damit müsste man doch auch sehen könne, was den Schiefstand auslöst?!
Wie oben schon gesagt, wird das die Skoliose sein und was ganz wichtig ist, Du musst alle Bereiche der WS angucken!
Wenn schon eine Skoliose vorhanden ist und im LWS Bereich auch seitliche Fehlstellungen da sind, musst Du auch in den anderen Bereichen mit Fehlstellungen rechnen.
Die WS ist ein Gesamtgebilde, was man nicht in einzelnen Abschnitten isoliert betrachten kann, auch der frontale und der seitliche Blick gehört zusammen.
Ich denke, bei Dir ist der Beckenschiefstand nur eine von vielen Baustellen!

Gruss
Klaus
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Beitrag von mark79 »

Hallo,

erstmal danke für die Erklärung!

Wegen dem Beckenschiefstand / Skoliose, dort waren bis jetzt alle Orthos überfordert! Für die hieß es immer, der Beckenschiefstand sei angeboren und das würde sich mit einer Einlage schon irgendwie richten lassen. Es wurde auch kein wort dortrüber verloren, das irgendwie behandeln zu müssen.
Bei meinen BSV hieß es schon, das sie mehr als 2x 5 KG Einheiten nicht verschreiben kann. Normal wären ja 3x 6...
Naja nächsten Monat habe ich einen Termin bei einem neuen Ortho, der für das FPZ Konzept zuständig ist und mal schaun wie er ist, das wäre dann mein dritter. Irgendwann muss man ja an einem guten geraten!

Eine Überweisung für die Uniklinik werde ich mir morgen besorgen und so schnell wie möglich dort hin, ich hoffe die Wartezeiten sind nicht allzu lange.
Die 3D Vermessung habe ich übrigens selbst bezahlt, hat 80€ gekostet. Ich wollte gewissheit haben und hatte auch Hoffnung, etwas mehr über meine Skoliose zu erfahren, aber das ist nicht eigetreten.

Die Sache mit Skoliose/Kyphose ist schon richtig komplex, da muss ich mich erstmal genauer einlesen. Ich war die letzen Wochen nur im Bandscheiben Forum unterwegs und hatte mich damit beschäftigt.
Was ich noch weiss, das meine WS in sich verdreht ist. Das hat mir mein Hausarzt gesagt und auch ein Ortho.

Ich werde weiter Berichten, sobald ich in der Uni Klinik war!


Viele Grüße
Mark
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Beitrag von Klaus »

mark hat geschrieben:Naja nächsten Monat habe ich einen Termin bei einem neuen Ortho, der für das FPZ Konzept zuständig ist und mal schaun wie er ist, das wäre dann mein dritter. Irgendwann muss man ja an einem guten geraten!
Willst Du wirklich diesen Weg gehen, den bereits sehr viele gemacht haben, bevor sie in dieses Forum gekommen sind?
Ich kann ja verstehen, dass man erst mal nicht glauben kann, dass so viele Orthopäden bei Skoliose/Kyphose inkompetent sind.

Aber wenn Du mal intensiv die Erfahrungsberichte liest, dann wirst Du schnell begreifen, wie die Lage wirklich ist.

Für 80 € hättest Du auch eine Fahrt nach Stuttgart per Dauerspezial Hin und Zurück haben können.

Und warum meinst Du, dass Dir das FPZ Konzept etwas bringen könnte?
Hier wird auch nur spezieller Muskelaufbau bei normalen Rückenproblemen betrieben, dazu gehörst Du aber nicht!
Es wird mit Sicherheit bei Dir auch um Korrektur gehen!

Nimm Dir mal die Zeit und lies mal den ausführlichen Thread über Novotergum (Suchfunktion), das ist ein ähnliches Prinzip.

Gruss
Klaus
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Beitrag von mark79 »

Hallo Klaus,

erstmal vorweg, ich habe heute eine Überweisung für die Klinik besorgt und einen Termin habe ich dort auch schon, jedoch erst in einem Monat.

Das FPZ Konzept möchte ich machen, weil es mir helfen soll, Muskelmasse aufzubauen und umsonst ist es auch noch.
Ich mache seit einigen Wochen KG zuhause (täglich), um Muskelmasse am Bauch, Rücken, PO aufzubauen. Damit meine WS entlastet wird, ich habe ja schon 3 BSV und Osteochondrose und alle haben mir gesagt, ich soll Muskelmasse aufbauen.
Die KG Übungen haben mir auch schon sehr geholfen, die Schmerzen sind fast weg, außer das RE Bein muckt noch rum.

Ich habe schon gelesen, dass das Training an Geräten mit einer Skoliose problematisch ist, wegen der Haltung und das unter umständen einseitig trainiert wird. Aber nach meiner Sicht, ist meine Skoliose nicht so ausgeprägt wie bei anderen, sag ich jetzt mal so. :) Wenn ich mir anderen RÖ Bilder ansehe, dann ist das bei anderen sehr viel ausgeprägter.

Und irgendwas muss ich machen, bis ich mal zur Reha komme. Das wird auch noch Monate dauern, falls ich die überhaupt gestattet bekomme, wenn es keine schwere Skoliose ist.

Daher werde ich das Training dort einfach mal vorab beginnen und mich gleichzeitig um die Reha kümmern und zusätzlich um KG Rezepte (für Schroth).

Und das Ticket ist leider nur für 250 km, ich wohne in Gladbeck und von dort sind es über 400km. Daher schreckt mich die fahrt ab! Da ich von so einer langen fahrt nach Tschechien, einen oder mehrere BSV bekommen habe.

Novotergum schaue ich mir mal an!


Grüße
Mark
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Beitrag von Klaus »

mark79 hat geschrieben:Ich habe schon gelesen, dass das Training an Geräten mit einer Skoliose problematisch ist, wegen der Haltung und das unter umständen einseitig trainiert wird. Aber nach meiner Sicht, ist meine Skoliose nicht so ausgeprägt wie bei anderen, sag ich jetzt mal so. Wenn ich mir anderen RÖ Bilder ansehe, dann ist das bei anderen sehr viel ausgeprägter.
Du hast nicht nur eine Skoliose!
Das musst erst mal eindeutig abgeklärt werden, ehe man mit irgendwelchen Therapien anfängt.
Und irgendwas muss ich machen, bis ich mal zur Reha komme
Und nach der Diagnose bietet sich auch erst mal nur eine ambulante Schroth KG zum Reinschnuppern an!

Gruss
Klaus
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