Röntgen im Korsett war enttäuschend!
Röntgen im Korsett war enttäuschend!
Meine Tochter hat ihr erstes Kontrollröntgen im Korsett gehabt. Danach hat sie thoral 42° (vorher 46°) und lumbal 46° (vorher 52°) Krümmungen. Ihr Korsett bekam sie Ende Juli, hat es aber dann erst ab Anfang September rund um die Uhr (23 Std.) tagen können. Ich habe mir für sie mehr Korrektur erhofft! Wenn man die Toleranzen berücksichtigt, ist eigendlich gar nichts passiert. Oder erwarte ich zu viel? Da meine Tochter schon 15 ist, läuft die Zeit davon...
- Toni
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Das ist ein verheerend schlechtes Ergebnis, eigentlich überhaupt keine echte Primärkorrektur. Damit hat Deine Tochter NULL CHANCE die Skoliose in der Progredienz aufzuhalten oder gar zu verbessern. Ihr habt dadurch sehr wertvolle Monate verschenkt, die zur Korrektur hätten genutzt werden können.
Dem Korsetthersteller würde ich gewaltig die "Leviten" lesen. Der ist absolut unfähig! Leider ist es in solchen Fällen meistes so, daß eine Reklamation nichts nützt, weil der OT eh schon das "Beste" gemacht hat, zu was er fähig ist.
Deie Tochter MUSS entscheiden: Will sie in die OP-Indikation abdriften ( in so einem Plastikschrott fast unvermeidlich) oder will sie mit einem wesentlich wirksameren Korsett gegen die Verkrümmung kämpfen.
Wenn ihr einfach wechselt ( z.B. zu NAHR oder RAHMOUNI), dann bekommt der unfähige OT nichts mit was für Plastikschrott er gebaut hat und macht den selben Plastikmüll für die nächste Skoliose/Kyphose-PatientIn wieder.
So produzieren Dutzende von unfähigen OT ständigen Nachschub an "OP-Tisch-Futter".
Das macht mich derartig wütend, daß ich schreien könnte.
Wie werdet Ihr Euch (möglichst schnell) entscheiden?
Gruß Toni
Dem Korsetthersteller würde ich gewaltig die "Leviten" lesen. Der ist absolut unfähig! Leider ist es in solchen Fällen meistes so, daß eine Reklamation nichts nützt, weil der OT eh schon das "Beste" gemacht hat, zu was er fähig ist.
Deie Tochter MUSS entscheiden: Will sie in die OP-Indikation abdriften ( in so einem Plastikschrott fast unvermeidlich) oder will sie mit einem wesentlich wirksameren Korsett gegen die Verkrümmung kämpfen.
Wenn ihr einfach wechselt ( z.B. zu NAHR oder RAHMOUNI), dann bekommt der unfähige OT nichts mit was für Plastikschrott er gebaut hat und macht den selben Plastikmüll für die nächste Skoliose/Kyphose-PatientIn wieder.
So produzieren Dutzende von unfähigen OT ständigen Nachschub an "OP-Tisch-Futter".
Das macht mich derartig wütend, daß ich schreien könnte.
Wie werdet Ihr Euch (möglichst schnell) entscheiden?
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Zunächst wird der OT an den Pelotten vom Cheneau ein wenig ändern. Ansonsten steht in 3 Monaten in Sobi die erste Reha an! Das ist im Augenblick ein Lichtblick für mich. Den OT möchte ich nicht gleich so hart abstrafen, er hat schon viele Korsetts erfolgreich angepaßt, d. h. mit Verbesserungen im 2 stelligen Bereich. Ein Nahr oder Ramouni ist es natürlich nicht. Darüber habe ich hier im Forum schon viel gelesen. Die besonders harte Rückenmuskulatur meiner Tochter wird wahrscheinlich auch eine Rolle spielen. Die paar Übungen, die sie bisher gelernt hat, können wahrscheinlich nicht sofort Auswirkungen zeigen. Zumindest bekommt sie 2 mal die Woche KG nach Schroth und macht diese auch zu Hause. Aber es ist Kampf!!!! Ich weiss nicht, ob sie bis Sobi durchhält. 
- Toni
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Ein wenig ändern reicht absolut NICHT! Der muss gewaltig nachpowern! Der muss ordentliche "Briketts" nachlegen, wenn die Wirbelsäule Deiner Tocher eernsthaft verbessert werden soll!MaryH hat geschrieben:Zunächst wird der OT an den Pelotten vom Cheneau ein wenig ändern.
Du kannst den gar nicht mehr "abstrafen", denn das nichtsnutzige Müllkorsett wurde von Deiner KK längst bezahlt.MaryH hat geschrieben: Den OT möchte ich nicht gleich so hart abstrafen, er hat schon viele Korsetts erfolgreich angepaßt, d. h. mit Verbesserungen im 2 stelligen Bereich.
Diese typische Ausrede haben fast alle unfähigen OT´s.MaryH hat geschrieben:Ein Nahr oder Ramouni ist es natürlich nicht. Darüber habe ich hier im Forum schon viel gelesen. Die besonders harte Rückenmuskulatur meiner Tochter wird wahrscheinlich auch eine Rolle spielen.
Das muss eben ZUERST mit hoher Primärkorrektur aufgebogen werden. Gerade bei "harten" Skoliosen darf nicht mit "Soft-Korsetten" mit kaum Korrektur gearbeitet werden.
Deine Tochter ist schon in der OP-Indikation UND sehr spät dran! Nur mit einem Korsett in dem sie deutlich ÜBER 50% Primärkorrektur hat, ist eine echte Chance aus der OP Indikation wieder heraus zu kommen!
JA, es IST KAMPF!MaryH hat geschrieben: Die paar Übungen, die sie bisher gelernt hat, können wahrscheinlich nicht sofort Auswirkungen zeigen. Zumindest bekommt sie 2 mal die Woche KG nach Schroth und macht diese auch zu Hause. Aber es ist Kampf!!!!
Ohne 4-5wöchige Reha zeigt das noch gar keine "Auswirkungen".
SIE MUSS!!!!!!MaryH hat geschrieben: Ich weiss nicht, ob sie bis Sobi durchhält.
- Dateianhänge
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- Die 50° Cobb-Skoliose einer 16-Jährigen vor der Korsett-Therapie
- 50° Cobb.o.K.jpg (29.18 KiB) 6948 mal betrachtet
-
- So sieht eine 50° Skoliose mit 70% Primärkorrektur nach nur 2 Wochen im Rahmouni-Korsett aus!
- Im Korsett.jpg (28.78 KiB) 6948 mal betrachtet
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Ich hab mal eine Frage: Wie ist es denn, wenn sich gleich herausstellt, dass der Korsettbauer nur "Plastikschrott" fabriziert hat und man sich für einen der von euch vorgeschlagenen Korsettbauer wendet. Wird das "Alte" aufgebessert? Oder, wenn ein neues notwendig ist, übernimmt die KK denn die Kosten? Ich könnte mir vorstellen, dass die KK da streiken.
Wir haben uns nämlich auch an einen aus unserer Stadt hier oben gewandt, waren aber noch nicht zur Rö-Kontrolle.
LG, Femaries
Das alte Korsett kann von einem anderen Korsettbauer aufgebessert werden, wenn dafür die Möglichkeit besteht. Es kann darauf hin gearbeitet werden, dass die Krankenkasse wegen mangelnder Qualität dieses Korsett nicht bezahlt, was allerdings das Problem mit sich bringt, dass der OT die Chance erhalten muss, das Korsett nachzubessern, was man von dem OT ja eigentlich nicht will, das könnte ja dann gleich ein besserer machen. Oder die Krankenkasse genehmigt ein neues. In dem Alter braucht man ohnehin alle halbe bis vielleicht drei-viertel Jahr ein neues Korsett.Femaries hat geschrieben:Wird das "Alte" aufgebessert? Oder, wenn ein neues notwendig ist, übernimmt die KK denn die Kosten? Ich könnte mir vorstellen, dass die KK da streiken.
Zu dem Erfolg eines Korsetts habe ich auch noch eine Frage: In den fachlichen Informationen, die ich von Bad Sobi erhalten habe, wird u.a. erklärt, dass die Korrektur bei jedem Korsett unterschiedlich ist, also ein Ergebnis bei gleichen Voraussetzungen, aber anderen Personen, auch unterschiedlich ausfallen kann: der eine hat eine gute Korrektur im Korsett, der andere weniger. Wie kann ich erkennen, ob es an einem schlechten Korsett liegt, wenn wenig Korrektur stattfindet, oder eben an der betroffenen Person und an deren Knochen- und Körperbau? Lt. Fachärzten garantiert ein Korsett auch bei optimaler Tragezeit keinen Erfolg. Das finde ich sehr entmutigend. Kann mir jemand dazu aus eigener Erfahrung etwas sagen?
- Toni
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Wenn das "alte" Korsett in der Grundsubstanz keine gravierenden Fehler aufweist, kann in Einzelfällen durch Nachformung und Einsetzen besserer Pelotten eine bessere Korrektur und Korsettwirkungsgrad erreicht werden. Wenn aber schon der Gipsabdruck z.B. in falscher weil nicht vorkorrigierter Haltung abgenommen wurde ist auch meistens die Carcasse nicht mehr brauchbar. So ein Korsett ist dann wirklich nur noch Plastikschrott.Femaries hat geschrieben:![]()
Ich hab mal eine Frage: Wie ist es denn, wenn sich gleich herausstellt, dass der Korsettbauer nur "Plastikschrott" fabriziert hat und man sich für einen der von euch vorgeschlagenen Korsettbauer wendet. Wird das "Alte" aufgebessert?
NEIN. Die KK besteht rechtlich zunächst auf einer Nachbesserungspflicht des ursprünglichen Korsett-Herstellers. Dem muss zuerst die Möglichkeit der Nachbesserung eingeräumt werden.Femaries hat geschrieben: Oder, wenn ein neues notwendig ist, übernimmt die KK denn die Kosten? Ich könnte mir vorstellen, dass die KK da streiken.
Das kann er aber in der Regel nicht, denn dann hätte er ja gleich von vorne herein ein besseres Korsett bauen können. Also wird wieder geröngt und wieder festgestellt, daß die Korrektur unzureichend ist.
Eventuell bringt er dann ca. 35 % Sekundärkorrektur nach einigen Nachbesserungen zusammen und erklärt diese Korrektur für ausreichend ( Ausreichend bedeutet wie in der Schule - Note 4!): "Mehr ist an der Wirbelsäule dieses Mädchen beim besten Willen nicht herauszuholen usw..." und der mit ihm zusammenarbeitene Arzt der das Korsett verordnet hat bestätigt das auch noch ( was in der Regel der Fall sein wird), dann habt ihr NULL Chance etwas Besseres einzufordern und von KK bezahlt zu bekommen.
Dann ist die früheste Chance ein neues und eventuell besseres Korsett zu bekommen, wenn der verordnende Orthopäde erklärt daß das Korsett wegen Wachstumsschub zu klein geworden ist und in der Größe nicht angepasst werden kann. das ist allerfrühestens in 6-9 Monaten möglich. Das ist dann auch die Zeit, die Deine Tocher verliert. Wieviel Grad sie in dieser Zeit verliert, hängt von der Primärkorrektur des Korsettes ab, das sie nun hat. Un natürlich von der Compliance Deiner Tochter, von den Wachstumsschüben in dieser Zeit eines unbefriedigenden Korsettes, des wertvollen Zeitraumes der ersten 2 Jahre nach der Menarche, usw....
Wann haben der behandelnde Arzt und euer Lokalmatador-OT denn das Primärkorrekturröntgen zur Qualitätssicherung des Korsettes vor?Femaries hat geschrieben:Wir haben uns nämlich auch an einen aus unserer Stadt hier oben gewandt, waren aber noch nicht zur Rö-Kontrolle.
Wie oft gedenken diese Leute Deine Tocher einer Strahlendosis von X auszusetzen, bis sie vielleicht irgend wann mal ein Korsett hat, das man als GUT (statt ausreichend) bezeichnen kann?
Bei jungen Skoliosen im Wachstumsschub macht Rahmouni/Dr. Hoffmann dieses Primärkorrektur-Kontrollröntgen schon 2-3 Wochen nach dem der Patient das Korsett erhalten hat. Das hat aus jahrzehntelanger Erfahrung sehr gute Gründe, warum das so schnell erfolgen muss.
Z. B. erwachsene Kyphosen können und sollten sich dafür viel mehr Zeit lassen, aber Jugendlichen im Wachstumsschub läuft echt die Zeit davon. Wenn die Skoliose gravierd progredient ist kann sie sich schneller verschlimmern als selbst ein sehr gut korrigerendes Korsett nachkommt!
Deshalb nicht lange zuwarten und baldmöglichst bei einem Radiologen einen low-dose-Ganz-WS -Röntgentermin vereinbaren MIT KORSETT! Bei dem Orthopäden nur wenn er low-dose-Ganz-WS Röntgen wirklich kann!
Gruß Toni
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Das ist völlig richtig. Es gibt gut korrigierbare und weit weniger gut korrigierbare Skoliosen und Kyphosen. Daß aber solche Aussagen in Bad Sobernheim besonders betont werden, wundert mich gar nicht. Die haben jahrelang mit Korsettmachern zusammengearbeitet, bei den die Korsette mal so-mal so ausgefallen sind. Von sehr guten Primärkorrekturen bis hin zu lächerlich geringen Korrekturen trotz gut korrigierbaren WS. Das Problem der bisherigen Sobernheimer Korsettfirmen ( das wechselt ja auch fast jährlich) war, daß keine wirkliche Zuverlässigkeit der höchstmöglichen Primärkorrektur gegeben war. Die guten und sehr guten Erbebnisse wurden von Dr. Weiß und den momentan von ihm favorisierten Korsett-Firmen präsentiert. Der große Rest wurde unter den Teppich gekehrt oder landete irgendwann dann mit OP-Indikationsgraden verzweifelt doch bei RAHMOUNI. "last-hope-exit"MaryH hat geschrieben:Zu dem Erfolg eines Korsetts habe ich auch noch eine Frage: In den fachlichen Informationen, die ich von Bad Sobi erhalten habe, wird u.a. erklärt, dass die Korrektur bei jedem Korsett unterschiedlich ist, also ein Ergebnis bei gleichen Voraussetzungen, aber anderen Personen, auch unterschiedlich ausfallen kann: der eine hat eine gute Korrektur im Korsett, der andere weniger.
Rahmouni z.B. spürt das mit den Händen vor. Er spürt das insbesondere beim Gipsen, wie weit sich jemand korrigieren lässt.MaryH hat geschrieben: Wie kann ich erkennen, ob es an einem schlechten Korsett liegt, wenn wenig Korrektur stattfindet, oder eben an der betroffenen Person und an deren Knochen- und Körperbau?
Es ist auch möglich kleine aufblasbare Pelotten an die richtigen Stellen einzuschieben und dann mal sehen was passiert. So wurde das früher auch zu Zeiten von RISSER-Gipskorsett-Behandlungen gemacht.
Wirklich erfahrene Fachleute machen eine manuelle Korrekturprobe z.B. mit 4 Händen(hab da auch schon mitgeholfen und meine Pfoten als Kurzzeit-Korrekturpelotten zur Verfügung gestellt.
Glaub mir, wenn Dr. Hoffmann und Rahmouni in einer Korsett-Sprechstunde testen und vorführen, wie korrigable manche WS tatsächlich ist, von denen anteder OT und Orthopäden behaupten, daß das "ende der Fahnenstange" erreicht ist, dann würdest Du Dich über gar nichts mehr wundern. Ich hatte schon mehrfach die Ehre bei solchen Terminen Augenzeuge sein zu dürfen!
Ein weiteres wichtiges Indiz für gutes oder schlechtes Korsett ist der Moment wenn ein Korsett-Patient das Ding auszieht und man die Druckstellen-Abdrücke und Wirkung des Korsettes am Körper des Patienten eindeutig sehen kann. Das ist sogar für Laien (Eltern) dann bis zum "AHA-Effekt" erkennbar!
Ja das ist so. Auch das Behandlungsteam Dr. Hoffmann und Rahmouni können und werden auch keine Garantien abgeben. Die Erfahrung zeigt leider, daß es extrem progrediente, rebellierende und extrem feste-kaum zu korrgierende Skoliosen tatsächlich gibt. Diese werden aber auf 5 bis max. 10% der Fälle geschätzt.MaryH hat geschrieben: Lt. Fachärzten garantiert ein Korsett auch bei optimaler Tragezeit keinen Erfolg. Das finde ich sehr entmutigend. Kann mir jemand dazu aus eigener Erfahrung etwas sagen?
Die einzige Garantie, die man von einem guten Korsett-Macher fordern kann ist, daß sich der Korsettmacher ernsthaft bemüht zusammen mit dem Patienten die maximal mögiche und gerade noch erträgliche Höchstkorrektur herauszufinden. Das heist das Korsett auf den jeweils höchstmöglichen Korrekturwirkungsgrad, der vom Patienten gerade noch ertragen wird einzustellen. Das kann durch Aufpelottierung aber auch durch Abflachung unerträglicher Pelotten oder Austausch harter Poelotten gegen solche aus etwas weicherem Schaumstoff bei gleicher Pelottenhöhe erfolgen.
Da ist das Dilemma. Die allerwenigsten OT begeben sich mit und für den Patienten auf die gemeinsame Suche nach dem höchstmöglichen Korsett-Wirkungsgrad. Bei Rahmouni wird zwar manchmal bewusst über das Ziel hinausgeschossen, aber eine zu dicke Pelotte abzuschleifen ist das allergeringste Problem, angesichts einer bevorstehenden und abzuwendenden Versteifungs-OP. Nur muss z.B. Rahmouni anhand der Druckstellen eindeutig erkennen, daß sich der Patient wenigstens sehr bemüht hat, sich in die hohe Korrektur reinzugewöhnen. Jammern ohne ernstzunehmende Druckstelle gilt nicht!
Gruß Toni
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wenn es sich nicht um eine extrem "harte" rebellierende Skoliose handelt, dann MÜSSEN mindestens 50% Begradigung erreicht werden um einen wirklichen STOPP der weiteren Verschlechterung einigermaßen sicher gewährleisten zu können. Für eine echte Verbesserung die auch nach Abschulung nachhaltige Verbesserung bringt, sollten deutlich mehr als 50% erreicht werden (vieleicht nicht sofort, abber nach 6-18 Wochen und 2-3 Nachpelottierungen).MaryH hat geschrieben:Bedeutet dies, dass man auf jeden Fall 35 bis 50 % Primärkorrektur erwarten darf, wenn nicht, dann ist am Korsett etwas nicht in Ordnung?
Ein Korsett mit nur 35% Korrektur würde ich sofort und energisch mängelrügen und deutliche Nachbesserung verlangen!
Gruß Toni
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