Atemnot

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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Sinchen

Atemnot

Beitrag von Sinchen »

Hallo Leute,

ich habe eine operierte Skoliose seit 1987. War die ganze Zeit kein Problem, da ich im Fitness-Studio andauernd meine Muskulatur kräftige. Jetzt habe ich jedoch seit diesem Frühjahr ein Problem, nämlich dauernde Atemnot. Kann das von der Skoliose kommen? Kann man da irgendewelche Übungen machen, dass es besser wird? Rauchen tu ich schon lang net mehr.

Freu mich auf Antwort. Sinchen.
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Toni
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Beitrag von Toni »

Hallo Sinchen
könntest Du bitte den Begriff Atemnot etwas präziser beschreiben? Bekommst Du keine Luft rein oder bekommst Du sie nicht mehr raus?
Warst Du schon bei einem Pneumologen? Wurde eine Spirometrie gemacht?
Wie sind Deine Eisen- und Blutgaswerte?
Blockaden der Rippen-WS-Gelenke haben auch bei mir zu Atemnot-Smptomen geführt.
Machst Du Schroth?
Viele Fragen- aber nur so könnten wir das Problem vieleicht einkreisen.
Gruß Toni
sinchen

Beitrag von sinchen »

Nein, ich war noch nie bei einem Pneumologen. Was eine Spirometrie ist weiß ich net. Die Schroth-Gymnastik kenn ich nicht. Ich war wegen der Atemnot bei meinem Hausarzt und der hat mir eine Atemtherapie verschrieben. Ich werde die Physiotherapeutin mal nach dieser Schrothgym fragen. Meine Eisenwerte sind ok. Meine Blutgaswerte kenn ich nicht.
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Toni
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Beitrag von Toni »

Hallo Sinchen
ich kann Dir nur den dringenden Tip geben auch und gerade als operierte Skoliose eine Reha in Bad Salzungen oder Bad Sobernheim zu beantragen.
SCHROTH ist die absolut einzige und ideale Form der Atemorthopädischen KG. Es verbindet statisch-isometrisches Muskeltraining zur Haltungsoptimierung mit intensiver Atemtherapie. Bei den allermeisten Patienten und besonders bei den Operierten verbessern sich nicht nur Haltung und inneres Muskelkorsett enorm, sondern auch die Spirometrie-Werte (Atemvolumen) wird besser- bei manchen um 25 -35 %!!!!

Aber es sollte eindeutig geklärt werden daß Deine Hämoglobin-Werte und Eisen usw... alles was in unserem roten Lebessaft für den Sauerstofftransport lebensnotwendig ist, auch wirklich in Ordnung ist!
Ich würde Dir in Deinem Fall Bad Salzungen empfehlen, weil die Nachbarklinik ein sehr gute pneumologische Fachabteilung hat, mit der die Seeklinik im Bedarfsfall eng zusammenarbeitet.
Erkundige Dich nach Schroth-Therapeuten in Deiner Nähe und mach das als Atemtherapie! Auch und gerade Operierte können Blockaden der Rippen-WS-verbindungen bekommen, die Atemnotähnliche Symptome auslösen. Auch dagegen hilft am Besten das Muskelkorsett zu verstärken- und das geht absolut am Besten mit schroth!
Ich bin heute der Meinung, daß eine Skoliose oder Kyphose, ganz besonders eine Operierte ZUERST SCHROTH wirklich gut können sollte, bevor man sich in eine Kraftmaschine hineinsetzt! Sonst kann man sooo unglaublich viel falsch machen und sich selber enorm schaden, das hab ich nun an mir selber gemerkt.
Gruß Toni
Ulrike
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Beitrag von Ulrike »

Hallo Sinchen,

ich rate dir undbedingt zu einem Pneumologen zu gehen und dein Atemproblem abzuklären. Laß unbedingt eine Blutgasanalyse machen.
Atemtherapie und Training der Lunge kann im schlimmsten Fall total falsch sein. Aus meiner Erfahrung haben Allgemeinärzte zu wenig Erfahrung damit. WAr jedenfalls bei mir so. Training der Lunge und abwarten - dabei war genau das Gegenteil notwendig, nämlich Entlastung der Lunge. Kann ja bei dir auch ein anderes Problem sein, aber gehe unbedingt zum Pneumolgen, notfalls mußt du länger suchen , um einen Guten zu finden.

Picasso
Sinchen

Beitrag von Sinchen »

Danke für Eure Tipps. Soweit ich informiert bin, werden heute die Skoliosen ganz anders operiert. Bei mir wurde damals (87)ein Harrington-Stab angebracht (ca. 40 cm lang) und damit die gesamte Brustwirbelsäule versteift. Von daher glaube ich nicht, dass ich an meiner Rippen und WS-Stellung noch groß etwas verbessern kann. Ich werde Eure Tipps aber auf jeden Fall beherzigen.

Gruß Sinchen.
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Toni
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Beitrag von Toni »

Hallo Sinchen
Ich schließe mich Picasso an und rate Dir dringend die Atemnot unbedingt von einem Lungenfacharzt auf sonstige Ursachen abklären zu lassen.

Wir hatten in Bad Salzungen rel. viele Operierte auch "alte Harringtons" mit langen Fusionsstrecken. Es scheint so zu sein, daß gerade Operierte dringend etwas für ihr "Rest-Muskelkorsett" TUN MÜSSEN, da sonst die Probleme eher mehr werden. Es geht dabei nicht mehr um Korrektur sondern um Kräftigung und Aufrichtung der unversteiften Anteile. Das hilft auch gegen Bandscheibenverschleiß, BSV und Früharthrose, wenn man lernt die aufrichtende Muskulatur zu stärken. Falls die Atemnot-Symptome durch Verspannungen und Blockaden ausgelöst werden, dann ist Schroth das wirksamste und sinnvollste Mittel dagegen!
Gruß Toni
Sinchen
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Beitrag von Sinchen »

Hallo Leute,

heute war ich beim Lungenfacharzt und habe mich röntgen, spirometrieren, blutgasbewerten und abhören lassen. Ergebnis: Weder ist mein Lungenvolumen durch die Skoliose eingeschränkt, noch habe ich tatsächlich Atemnot. Der Dok meint, meine Lunge sei astrein, kerngesund und funktioniere ganz normal. Er meint, es sei einfach psychisch bedingt. D.h. mein Kopf signalisiert mir, dass ich Atemnot habe. Das glaube ich sogar, da ich arbeitslos bin.

Also sollte ich wohl besser nicht nach Bad Salzungen fahren sondern eher zum nächstgelegenen Psychiater.

Ich grüße Euch mit einer gewissen Erleichterung und mit dem aufkeimenden Gedanken, dass ich wohl langsam verrückt werde.

Eure Sina.
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Beitrag von netkitty »

Hallo Sinchen,
Sinchen hat geschrieben: Also sollte ich wohl besser nicht nach Bad Salzungen fahren sondern eher zum nächstgelegenen Psychiater.
Eine Kur in Bad Salzungen ist in jedem Fall sinnvoll :ja: :ja: :ja:, und Psychiater gibt es da auch.
Sinchen hat geschrieben: Ich grüße Euch mit einer gewissen Erleichterung und mit dem aufkeimenden Gedanken, dass ich wohl langsam verrückt werde.
Mit diesem ausgeprägten Sarkasmus kannst du hier eine menge Freunde finden ;D ......
......und außerdem......irre :irre: sind wir hier (fast) alle.

Liebe Grüsse
Nicole
[size=100][i]Ever tried. Ever failed.
No matter.
Try again. Fail again.
Fail better.[/i]
Samuel Becket[/size]
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Beitrag von Toni »

Hallo Sina
Ich hatte auch Atemnotsymptome, die eindeutig von meiner "bescheuerten" Wirbelsäule ausgingen und war auch beim Lungenfacharzt ohne Befund. (Einziger Befund aus dem Röntgenbild: M. Scheuermann.
Ich habe ein Fachbuch, das es als BWS-Syndrom bezeichnet. Atemnot, pseudocardiale Schmerzen, stechende Schmerzen hinter dem Brustbein, usw....
Komischerweise und fast wiedersprüchlicherweise verschwanden diese Symptome vollständig, als ich durch mein Rahmouni-Korsett engen Druck von außen auf den Brustkorb und das Brustbein (Rahmounis typische Sternalpelotte) bekam. Das Korsett nimmt mir Atemvolumen und trotzdem hab ich nicht mehr das Gefühl von Atemnot. Spielen uns da die Intercostal- Nerven im Zwischenrippenbereich einen Streich? Psychiater brauchst Du sicher keinen! Wie das speziell bei Operierten ist und ob sich die Implantate auch so ähnlich wie das BWS-Syndrome auswirken können, kann Dir vieleicht Dr. Steffan sagen.
In Bad Salzu bist DU auf jeden Fall besser aufgehoben als in der "Klappse"
Gruß Toni
cshotdog

Oh Gott oh Gott!

Beitrag von cshotdog »

:eek:
Hallo!
Ich bin neu hier und hab' mir mal so den einen oder anderen Beitrag hier durchgelesen. Ich bin ja jetzt ziemlich fertig. Ich hab' immer gedacht "Skoliose, das hat man halt oder man hat's halt nich'". Ich hab's seit ich 12 bin (Lenden- und Brustwirbel). Mein Orthopäde meinte damals, mach halt bissl Gymnastik. Ok, hab ich gemacht. Von 12 bis 14, dann hab' ich mal 2 Jahre nur zu Hause gemacht, dann habe ich mir wieder verschreiben lassen, weil ich Angst hatte, ohne Kontrolle mir irgendwelche falschen Übungen anzugewöhnen. Dann habe ich bis ich 18 war wieder Gymnastik verschrieben bekommen und dann war ich plötzlich kein "akuter" Fall mehr und musste meine Gymnastik wieder selbst bezahlen. Ok, macht man dann halt auch mal noch ein Weilchen. Mit 19 habe ich dann wieder aufgehört und nur zu Hause weiter gemacht. Und dann war's so, dass ich rückentechnisch keine wirklichen Probleme mehr hatte (leichte Schmerzen habe ich schon immer, von denen will ich also gar nicht anfangen). Nach meinem ABI habe ich dann eine Ausbildung als MEdiengestalterin begonnen - Super Job, schei** HAltung. Ich sitze den ganzen Tag am Schreibtisch bzw. vorm Rechner ok, ok ich weiß ist nicht gerade das sinnvollste bei Skoliose. Nach einem Jahr Ausbildung hat's dann doch etwas heftiger angefangen zu zwicken und jetzt (4 JAhre später) ist es so, dass ich im Abstand von ca. 6 Monaten dermaßen Sculterschmerzen (links) bekomme, dass mir mein Freund morgens aus dem Bett helfen muss (mit 25 Jahren!!!). Das hab ich dann zwei TAge und dann tut's wieder. Das passiert jedes MAl am Wochenende von daher war ich die letzten 4 Mal beim Notarzt oder im Krankenhaus (tolle Hilfe :boese: ). Da wurde ich gequaddelt, habe Halskrausen bekommen und einmal bin ich gefragt worden, was ich mit einem steifen Hals in der Notaufnahme suche!!! Ok, das motiviert. Zwei Tage später war's ja wieder ok, also warum sich Gedanken machen. So, jetzt hatte ich letztes Wochenende wieder so einen Anfall. Und jetzt wurd's mir doch etwas bammelig. Hab' jetzt 'ne Überweisung zur Orthopädie und muss jetzt mal 'nen Temrin ausmachen. Da dachte ich mir guckste mal im Internet, was es so zum Thema Skoliose gibt. Wenn ich mir aber jetzt so durchlese und sehe was mich da noch so erwarten kann, traue ich mich ja fast nicht zum Arzt zu gehen. Ich habe so im großen und ganzen den Eindruck, dass es eigentlich nix gibt, was wirklich Schmerz bekämpfend ist. Für die Haltung an sich und die Stärkung der Rückenmuskulatur mache ich jaGymnastik außerdem gönne ich mir für meine Verspannungen Massage. Aber diese immer wieder auftretenden "kurzzeitigen" Schmerzen, die würde ich gerne loswerden. Das Forum hat mir immerhin mal die Augen geöffnet. Aber mit Sicherheit nicht beruhigt :( Ich werde mich auf jeden Fall mal genauer mit dem Thema beschäftigen und nicht mehr alles auf die leichte Schulter nehmen (sonst kann ich in 10 Jahren vielleicht nicht mal mehr einen Beitrag hier eintippen :/ Vielen Dank für die "Schöpfer" dieses Forums und bis demnächst. Ich wünsche allen Skoliose-Leidenden viel Erfolg im Kampf gegen Schmerz und Schieflage.
cshotdog
imwie
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Beiträge: 11
Registriert: Di, 05.08.2003 - 01:15
Wohnort: Wien
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Beitrag von imwie »

Ich kann zu diesem Thema nur sagen, dass ich eher an Kurzatmigkeit leide. Gab immer dem Korsett die Schuld, das ich 2 Jahre getragen habe, weil es sich nachdem ich dieses weg hatte bemerkbar machte. Ich wusste nicht, dass dies mit der Skoliose zu tun haben könnte, bis ich vor einigen Tagen eine Seite mit Info`s fand, wo ich auch den Link zu diesem Forum gesehen habe.
Jetzt weiss ich wenigstens warum mir immer so bald die Luft ausgeht und ich keuche.
Liebe Grüsse von imwie :)
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