Quellen bzgl. Muskelabbau bei Korsett

Alles zur Korsett-Therapie für Jugendliche und Erwachsene bei Skoliose, Morbus Scheuermann, Kyphose ...
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Kypho60
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Quellen bzgl. Muskelabbau bei Korsett

Beitrag von Kypho60 »

Hallo,
mehrfach wurde hier schon über Muskelabbau im Korsett diskutiert.
[equote="in einem Atikel über TKO schrieb z.B. Toni"]
Es ist längst erwiesen, daß man auch in einer starren Rumpforthese KEINEN Muskelabbau hat. Es ist keinesfalls so wie in einem Gipsverband.
Im Gegenteil, ein Korsett, das zur aktiven Aufrichtung animiert verursacht Anfangs und nach jeder "Verschärfung" der Korrektur Muskelkater.
Man ist ja nicht passiv im Korsett sondern verwendet das Korsett ständig als isometrischen Gegenhalt für die gesamte Rumpf- und Rückenmuskulatur.
Selbst Dr. Weiß schreibt in fast allen seinen Büchern, daß Korsett-Tragen der Rumpfmuskulatur NICHT schadet.
Wichtig ist nur daß man nicht schlaff und passiv im Korsett "hängt".
Dafür sind aber weder die TüKO noch eine RahKO bequem und passiv genug.[/equote] (Fette Stellen von mir herforgehoben, nicht Bestandteil von Originalzitat)
Besonders würde mich mal eine konkrete Quellenangabe z.B. wie für Dr. Weiß interessiere.. Auch andere allgemein einsehbare Quellen bzgl. dieses Themas wären sehr hilfreich.
Leider findet man in der einschlägigen Literatur eher Aussagen, die einem Korsett eher Muskelabbau attestieren.

Auch würde ich gerne mal etwas darüber erfahren, warum Muskelabbau bei Jugendlichen kaum, bei Erwachsenen aber häufig thematisiert wird.

Vielleicht hat jemand ja mal ein paar Tips oder links diesbezüglich

VDiV (Vielen Dank im Voraus)

Kypho 60
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Beitrag von Mel-LeaJane »

Hallo kypho 60,

schön, dass du das ansprichst.

Ich wollte nämlich gern ein Nachtkorsett für meine Tochter (18°, 4 Jahre) aber ihr Papa stellt sich quer.

Er meint, der Muskelabbau wäre zu groß, und würde sich gegenteilig auswirken. Nur ich möchte natürlich auch nichts ohne seine Zustimmung tun. Deswegen muss ich ihn irgendwie aufklären.

Ich hoffe wir bekommen aufschlussreiche Antworten :)

LG Mel
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

kypho 60 hat geschrieben:Besonders würde mich mal eine konkrete Quellenangabe z.B. wie für Dr. Weiß interessiere.
Die Quelle hierfür steht irgendwo in diesem Buch: wirbelsaeulendeformitaeten_konservative ... dde06cbacf
Mel-LeaJane hat geschrieben:Ich wollte nämlich gern ein Nachtkorsett für meine Tochter (18°, 4 Jahre) aber ihr Papa stellt sich quer.

Er meint, der Muskelabbau wäre zu groß, und würde sich gegenteilig auswirken. Nur ich möchte natürlich auch nichts ohne seine Zustimmung tun. Deswegen muss ich ihn irgendwie aufklären.

Ich hoffe wir bekommen aufschlussreiche Antworten :)
Aha, also ohne die Zustimmung von Leuten, die nicht besonders weit denken, würde ich jetzt ohne zögern was tun... ;)

Sie braucht auf alle Fälle ein Nachtkorsett, und das ganz gleich ob Muskelabbau stattfindet oder nicht, weil sie sonst nämlich mit nahezu 100%iger Wahrscheinlichkeit in spätestens ein paar Jahren ein ganztags zu tragendes Korsett braucht.

Das alternative Schroth kann sie ja nun mal nicht machen, dafür ist sie zu jung. Andernfalls müsstest du sie mehrere Stunden am Tag mit Vojta quälen (Vojta ist schmerzhaft, wenn es richtig gemacht wird; ganz zu schweigen von der Geduld und Disziplin, die sie dabei aufbringen muss).

Und ob sie ein Ganztags-Korsett dann trägt, steht in den Sternen. Und falls sie es nicht trägt, wird es auch mit fast 100%iger Wahrscheinlichkeit zu einer Operation kommen...

Der Muskeltonus ist im Liegen so weit herabgesetzt, dass es überhaupt gar keinen Unterschied mehr macht, bezüglich des Trainings der Muskulatur.
kypho 60 hat geschrieben:Auch würde ich gerne mal etwas darüber erfahren, warum Muskelabbau bei Jugendlichen kaum, bei Erwachsenen aber häufig thematisiert wird.
Zum einen weil es bei Kindern und Jugendlichen keine Wahl gibt (Korsett oder Operation, da ist eventueller Muskelabbau in jedem Fall zweitrangig), zum anderen weil man bei Korsetten im Erwachsenenalter in erster Linie an Stützkorsette denkt.
Zuletzt geändert von BZebra am Fr, 04.07.2008 - 00:21, insgesamt 3-mal geändert.
Mel-LeaJane
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Beitrag von Mel-LeaJane »

BZebra hat geschrieben:Die Quelle hierfür steht irgendwo in diesem Buch: wirbelsaeulendeformitaeten_konservative ... dde06cbacf
Mel-LeaJane hat geschrieben:Ich wollte nämlich gern ein Nachtkorsett für meine Tochter (18°, 4 Jahre) aber ihr Papa stellt sich quer.

Er meint, der Muskelabbau wäre zu groß, und würde sich gegenteilig auswirken. Nur ich möchte natürlich auch nichts ohne seine Zustimmung tun. Deswegen muss ich ihn irgendwie aufklären.

Ich hoffe wir bekommen aufschlussreiche Antworten :)
Aha, also ohne die Zustimmung von Leuten, die nicht besonders weit denken, würde ich jetzt ohne zögern was tun... ;)

Sie braucht auf alle Fälle ein Nachtkorsett, und das ganz gleich ob Muskelabbau stattfindet oder nicht, weil sie sonst nämlich mit nahezu 100%iger Wahrscheinlichkeit in spätestens ein paar Jahren ein ganztags zu tragendes Korsett braucht.

Das alternative Schroth kann sie ja nun mal nicht machen, dafür ist sie zu Jung. Andernfalls müsstest du sie mehrere Stunden am Tag mit Vojta quälen (Vojta ist schmerzhaft, wenn es richtig gemcht wird; ganz zu schweigen von der Geduld und Disziplin die sie dabei aufbringen muss).

Und ob sie ein Ganztags-Korsett dann trägt, steht in den Sternen. Und falls sie es nicht trägt, wird es auch mit fast 100%iger Wahrscheinlichkeit zu einer Operation kommen...

Der Muskeltonus ist im Liegen so weit herabgesetzt, dass es überhaupt gar keinen Unterschied mehr macht, bezüglich des Trainings der Muskulatur.
Hey BZebra,

ich grübel nun schon seit Tagen darüber.
Und auch bin ich absolut der Meinung, dass beim Nachtkorsett, selbst wenn ein Korsett zum Muskelabbau beitragen würde, nichts mit Muskelabbau ist.

Deswegen werde ich nun alles selbst in die Hand nehmen und entscheiden (müssen).

Ich ruf Anfang nächste Woche mal bei K. Nahr an.
Mal sehen, was er sagt.

Ich hoffe ich gehe den richtigen Weg!

LG Mel
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

BZebra hat geschrieben:
kypho60 hat geschrieben:Auch würde ich gerne mal etwas darüber erfahren, warum Muskelabbau bei Jugendlichen kaum, bei Erwachsenen aber häufig thematisiert wird.
Zum einen weil es bei Kindern und Jugendlichen keine Wahl gibt (Korsett oder Operation, da ist eventueller Muskelabbau in jedem Fall zweitrangig), zum anderen weil man bei Korsetten im Erwachsenenalter in erster Linie an Stützkorsette denkt.
Ich könnte mir vorstellen, dass auch der Muskelaufbau selber eine Rolle spielt.
Bei Kindern und Jugendlichen erreicht man das sicherlich schneller, als bei Erwachsenen, bei denen die Gesamtstruktur viele Hemmnisse bietet.

Hallo Mel,

Ich denke auch, dass die Vorteile eine Nachtkorsetts für ein Kind in gar keinem Verhältnis zu den Nachteilen eines Muskelabbaus stehen.
Ein Ganztagskorsett oder sogar eine OP kann doch nun wirklich keine Alternative sein! Oder was schlägt denn der papa vor?

Gruss
Klaus
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Beitrag von Mel-LeaJane »

Klaus hat geschrieben:
Hallo Mel,

Ich denke auch, dass die Vorteile eine Nachtkorsetts für ein Kind in gar keinem Verhältnis zu den Nachteilen eines Muskelabbaus stehen.
Ein Ganztagskorsett oder sogar eine OP kann doch nun wirklich keine Alternative sein! Oder was schlägt denn der papa vor?

Gruss
Klaus
Naja,
der liebe Herr Papa. Was soll ich sagen.

Er meint, ich übertreibe, steigere mich rein. Er fragte, ob wir nicht erstmal abwarten wollen, ob es sich verschlechtert :boese:

Nein, dass wollen wir nicht, also ich zumindest nicht. Ich rufe Montag bei K. Nahr mal an, und frage ihn, was er mir rät.

Ich habe jetzt auch gelesen, dass das, was meine Tochter hat, wohl eher einer skoliotischen Fehlhaltung gleich käme, weil sie eben keine Wirbelrotationen hat.
Macht das einen wirklichen Unterschied in dieser Situation?

Ich denke auch, dass selbst eventuell entstehendem Muskelabbau bei Kindern durch die tägliche Bewegung entgegengewirkt wird (obwohl meine Tochter nicht gerade so der Spring-ins-Feld ist) und sie ja auch weiterhin physiotherapiert werden soll (meiner Meinung nach).

Wenn k. Nahr sagt, dass ein Nachtkorsett sinnvoll oder gar von Nöten ist, muss ich das nur noch meiner Orthopädin beibringen, immerhin muss sie das Rezept ausstellen.

LG
Mel
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Mel hat geschrieben:Wenn k. Nahr sagt, dass ein Nachtkorsett sinnvoll oder gar von Nöten ist, muss ich das nur noch meiner Orthopädin beibringen, immerhin muss sie das Rezept ausstellen.
Also bei einem Kind sollte das kein Problem sein, ein Korsett belastet sowieso nicht das Budget des Orthopäden.
Und Klaus Nahr kann Dir auch eine Orthopädin in Berlin "vermitteln", den aktuellen Stand kenne ich allerdings nicht. Sie ist Kinderorthopädin!

Und wieso nicht gleich einen Termin in der Skoliosesprechstunde nach der Klärung mit Klaus Nahr?

Gruss
Klaus
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Beitrag von Mel-LeaJane »

Klaus hat geschrieben:
Mel hat geschrieben:Wenn k. Nahr sagt, dass ein Nachtkorsett sinnvoll oder gar von Nöten ist, muss ich das nur noch meiner Orthopädin beibringen, immerhin muss sie das Rezept ausstellen.
Also bei einem Kind sollte das kein Problem sein, ein Korsett belastet sowieso nicht das Budget des Orthopäden.
Und Klaus Nahr kann Dir auch eine Orthopädin in Berlin "vermitteln", den aktuellen Stand kenne ich allerdings nicht. Sie ist Kinderorthopädin!

Und wieso nicht gleich einen Termin in der Skoliosesprechstunde nach der Klärung mit Klaus Nahr?

Gruss
Klaus
Naja,

der Punkt ist, dass ich mich ja schon sehr belesen habe.
Und bei dem Punkt bin, dass KG und Nachtkorsett im jetzigen Moment das einzige (?) sind, was wir tun können.

Deswegen dachte ich jetzt nicht unbedingt an eine Orthopädin oder Sprechstunde in Berlin.

Naja, wie sag ich es jetzt, ohne das auf mir rumgehackt wird. Also ich hab einfach nicht das Geld "jede Woche" nach Berlin zu fahren.

Ich weiss auch nicht.

LG Mel
gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Hallo Mel,

Hier wird sicher niemand auf dir rumhacken wenn du sparen musst, da bist du sicher nicht die einzige.
Vielleicht währe es eine Idee die Orthopädin direkt zu fragen ob sie bei der Korsetttherapie mitmacht (es müssen ja auch Folgerezepte ausgestellt werden für eventuelle änderungen) Wenn sie rumzickt oder du den Eindruck hast dass du sie immer Stundenlang überrenden musst, dann währe es vielleicht einfacher zu einem von K. Nahr empfohlenen Othopäden/die Skoliosesprechstunden zu gehen. Vielleicht kann man das so einrichten, dass es am selben Tag ist wie ein Besuch bei Klaus Nahr?
Zum Thema Muskelabbau.
Zitat Rigo & Weiss:

Es ist durch elektromyographische Studien belegt, dass auch im Korsett während der Alltagsaktivität die Rumpfmuskulatur aktiv bleibt. Im Gegensatz zur Muskulatur an Armen und Beinen , welche bei Gibsimmobilisation schnell atrophiert, wird sich die Rumpfmuskulatur während der Korsettbehandlung nicht substantiell veränderen, da auch im Korsett Stell- und Haltungsreaktionen ausgelöst werden. Ein Übungsprogramm kann jedoch auf jedenFall dafür sorgen, dass ungünstige Konsequenzen der Korsettversorgung auf die Rumpfmuskulatur ausbleiben. (in Wirbelsäulendeformitäten, Konservatises Management, Kapitel 14, Seite 273)
Gruss
David
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Beitrag von Mel-LeaJane »

Hallo David,
ja, so könnte ich es machen.
Erst hier versuchen, wie weit ich bei der Orthopädin komme, und wenn das garnichts wird, dann werde ich natürlich wechseln müssen.

Es ist auch nicht so, dass ich kein Geld für die Gesundheit meiner Tochter ausgeben möchte, ich würde alles tun, aber was nicht geht, geht eben nicht.

Wenn es soweit kommt, dass es mit der Orthopädin hier nicht klappt, werde ich nach Berlin gehen, und werde die Termin bei K. Nahr und der Orthopädin in Berlin definitiv auf einen Tag legen müssen. Anders ist es garnicht möglich.

Danke für den Tipp und den Zuspruch, das tut recht gut :)

LG Mel
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Beitrag von Sabi »

Hallo Mel-LeaJane,

bei einem kompetenten Orthopädietechniker und das ist K.Nahr ja, ist der Ortopäde in erster Line für das Ausstellen der Rezepte da. Aus diesem Grund würde ich, wie du es jetzt ja auch vor hast, wirklich zunächst die Orthopädin vor Ort fragen, ob sie die nötigen Rezepte ausstellt.

Ich wünsche dir alles Gute für den weiteren Weg mit deiner Tochter. Vielleicht kannst du deinen Mann ja doch auch noch dazubringen, dass er hinter der Therapie steht.

Gruß,
Sabi
In der Idee leben heißt,
das Unmögliche behandeln,
als wenn es möglich wäre.
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Beitrag von Mel-LeaJane »

Hey Sabi,

ich hab viel vor in nächster Zeit. Der nächste Termin beim Ortho ist erst Oktober, das ist zu spät. Also versuche ich seit gestern (bisher vergeblich) jemanden an die Strippe zu bekommen, weil ich einen zeitnahen Termin bei meiner Orthopädin brauche. Sie muss ja weder mich noch meine Tochter erneut untersuchen, ich muss aber mit ihr sprechen wegen Korsett und Kur. Und ich brauch ja die Aufnahmen. Also, da bin ich dran.

Desweiteren werd ich für die Kur nun Bad Elster anstreben.

Und Montag natürlich mal bei K. Nahr durchbimmeln.

Er ist nicht mehr mein Freund ;) Aber ehrlich gesagt, es ist mir egal, was er denkt. Er muss (im Gegensatz zu mir) nicht mit einer schweren und operierten Skoliose klar kommen, und weiss überhaupt nicht, wie das ist. Das möchte ich um jeden Preis meiner Tochter ersparen.
Ich erzähle ihm davon, und entscheide (soweit möglich - da gemeinsames Sorgerecht) auch ohne seine Zustimmung. Er hat einfach keine Ahnung und keine Zeit und Lust sich damit überhaupt auseinander zu setzen.

Ich hingegen möchte sagen können, ich habe ALLES möglich gemacht, für die Gesundheit meiner Tochter. Ich möchte nicht sagen müssen "mist, schon wieder hab ich mich auf ihn verlassen/auf ihn gehört und es kam nur schlechtes dabei raus". Denn rückgängig ist, wenns zu spät ist, ja nichts mehr zu machen.

Uuups, das war jetzt aber viel, was ich geschrieben habe.
Sorry, aber das musste raus :-)

Ich danke dir sehr für deinen Zuspruch, das tut wirklich gut!
Mel :)
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Beitrag von Kypho60 »

Vielen Dank für die Antworten.

Besonder das von Gauklerdavid eingestellte Zitat gibt die Richtung vor, in der ich mir noch weitere Infos wünsche - Wäre schön, wenn noch ähnliche Veröffentlichungen greifbar wären.

Da ich an das erwähnte buch von Dr. Weiss momentan nicht ran komme, würde mich gerade noch interessieren, ob das Zitat im Zusammenhang mit adulter, juveniler oder allgemeiner Korsettversorgung steht.

LG
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Beitrag von Klaus »

Kypho60 hat geschrieben:Besonder das von Gauklerdavid eingestellte Zitat gibt die Richtung vor, in der ich mir noch weitere Infos wünsche - Wäre schön, wenn noch ähnliche Veröffentlichungen greifbar wären.
Ich denke, dass das "Märchen" vom Muskelabbau im korrigierenden Korsett schon längst widerlegt ist, man muss bloss deutlich sagen, dass durch die Korrektur unbedingt eine aktive Muskelpflege notwendig ist, um die notwendige Stabilisation zu erreichen.
Nimmt man das Korsett ohne diese Maßnahmen weg, so kann durchaus alles "in sich zusammensacken", so, als ob ein Muskelabbau stattgefunden hat.

Diese praktischen Erfahrungen hier im Forum dazu könnten genauso gut in einer entsprechenden wissenschaftlichen Veröffentlichung stehen. Wahrscheinlich aber mit der Problematik, nicht alles exakt nachweisen zu können, sondern vorwiegend nur Fallstudien mit entsprechender Wahrscheinlichkeit aufzulisten.

Und bei Erwachsenen ist es so, dass es hier einen besonderen Focus gibt, weil das Korsett bezüglich tatsächlicher Korrektur nach meiner Meinung weiterhin ein Experiment ist. Die Studie von Dr. Hoffmann habe ich bislang nicht gesehen und wer sonst sollte sich wissenschaftlich damit beschäftigen, man braucht ja auch viele Patienten.

Deshalb ist der Muskelabbau bei Erwachsenen auch im besonderen Interesse, weil der Muskelaufbau eine wesentlich grössere Rolle spielt, als bei den Kindern und Jugendlichen.
Es gibt keine völlige Korrektur mehr, Korsett und/oder Schroth müssen als ständige Hilfsmittel fungieren, ansonsten kommt es zu einer instabilen Lage, die durchaus als Muskelabbau empfunden werden kann.

Zugegeben eine nicht wissenschaftliche Erklärung :).

Gruss
Klaus
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Muskelabbau bei adulter Korsettversorgung

Beitrag von Kypho60 »

Hallo,

meine Interesse, halbwegs abgesicherte Untersuchungen zu finden, begründet sich auf Aussagen von Dr. Steffan aus BaSa., die in einem Gespräch bei mir den Eindruck hinterließen, dass er Korsetts für Erwachsene ablehnt - allgemein und auch bei mir und meinem Korsett.
Ich habe als Erwachsener eine korregierende Orthese zur Schmerzbekämpfung und nicht eine in BaSa. mehrfach für noch nicht korsettversorgte Erwqachsene empfohlene/verordnete Kubin-Orthese.
Im Gespräch entdeckte ich auch keine plausieble Logik, warum ich mein Korsett möglichst nicht tragen soll. Andere Patienten berichten mir nämlich, dass sie ihre neu verordnete Kubin-Orthese, die meines Wissens eher stützend als korregierend ist, schon mehrere Stunden pro Tag zur Entlastung tragen sollen.

Da Dr. Steffan als dortiger Chefarzt (verständlichcherweise) nur wenig Zeit für seine Ausführungen aufbrachte, versuchte ich beim Klinikpersonal die Problematik zu thematisieren.
Ich hatte den Eindruck, dass die Argumentation relativ viele Stereotypen bzgl. der positiven Wirkungen von Schroth aufwies und ein Korsett generell nur als "Notnagel", nicht aber als Säule einer (Schmerz-)Therapie bei WS-Deformitäten angesehen wird.

Da auch viele niedergelassene Orthopäden (Adut-) Korsetts ablehnen, fände ich es sinnvoll ( wenn ein Korsett denn wirklich gut sein sollte ), nachvollziehbare, seriöse Argumente zu finden, die so publiziert wurden/werden, dass sie nicht gleich als laienhaft oder als persönliche Ausnahme abgetan werden können.
Klaus hat geschrieben:Diese praktischen Erfahrungen hier im Forum dazu könnten genauso gut in einer entsprechenden wissenschaftlichen Veröffentlichung stehen. Wahrscheinlich aber mit der Problematik, nicht alles exakt nachweisen zu können, sondern vorwiegend nur Fallstudien mit entsprechender Wahrscheinlichkeit aufzulisten
Hier sehe ich auch eine Problematik. Es sind viele Bereiche der Medizin mit Sicherheit nicht der EXAKTEN Wissenschaft zuzuordnen. Dadurch ist eine stringente Argumentation unmöglich. Auch die sonst übliche Falzifikationsmethode greift nicht, da ja kein Patient dem anderen gleicht. - So (be-)handelt jeder nach seiner Überzeugung, und ich werd' den Verdacht nicht los, dass die eigenen Anschauungen höher bewertet werden als die berichteten Erfahrungen Anderer.

Gruß
Kypho 60
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Rainer
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Kompliment!

Beitrag von Rainer »

Hallo Kypho 60,

Kompliment: Sehr guter Beitrag mit Höhepunkt im letzten Satz!
Es gibt offensichtlich einzelne Menschen, die eigenes intensives Wunschdenken als subjektive Wirklichkeit empfinden. ;)

VG Rainer
Zuletzt geändert von Rainer am Mi, 09.07.2008 - 08:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Klaus »

Kypho60 hat geschrieben:meine Interesse, halbwegs abgesicherte Untersuchungen zu finden, begründet sich auf Aussagen von Dr. Steffan aus BaSa., die in einem Gespräch bei mir den Eindruck hinterließen, dass er Korsetts für Erwachsene ablehnt - allgemein und auch bei mir und meinem Korsett.
Dr. Steffan lehnt definitiv grundsätzlich korrigierende Erwachsenen Korsette ab, wenn nicht der Patient dies ausdrücklich wünscht und sich über die möglichen Folgen bewusst ist. Er verordnet dann durchaus auch Rahmouni Korsette.
Eine Kubin Orthese ist nicht korrigierend, sondern wirkt über Extension als schmerzlindernde Maßnahme!

Das muss man erst mal grundsätzlich feststellen, weil bei einer Kubin Orthese deswegen sicherlich nicht über eine ständige erforderliche Stabilisation der Muskulatur nachgedacht werden muss.

Insofern ist im Umkehrschluss schon zu bedenken, dass bei einem korrigierenden Korsett bei fehlender Muskelstabilisierung Probleme bei Nicht-Tragen des Korsett (aus welchem Grund auch immer) auftreten können, die man nicht so ohne weiteres in den Griff bekommt--> Destabilsierung!
Das ist eine bekannte Befürchtung von Dr. Steffan.
So (be-)handelt jeder nach seiner Überzeugung, und ich werd' den Verdacht nicht los, dass die eigenen Anschauungen höher bewertet werden als die berichteten Erfahrungen Anderer.
Na ja, allein die Tatsache, das hier noch keiner von einer wirklich erfolgreichen Erwachsenen-Korsett Therapie berichten konnte, zeigt doch, dass die Anschauung zumindest von Dr. Steffan in diesem Punkt doch momentan richtig ist!
Und die begründet sich auch auf seine Erfahrungen mit den Patienten, von denen er reichlich hat.

Wenn es um reine Schmerzbekämpfung geht, dann wäre es sicherlich problematisch, einem Patienten auszureden, etwas nicht zu tun, was ihm aber gut tut. Falls das tatsächlich so rübergekommen sein sollte.
Aber ist eigentlich klar, was passieren könnte, wenn man das langfristig getragene korrigierende Korsett, z.Bsp. bei Krankheit im Alter, nicht mehr tragen kann, wenn vorher möglichweise nicht viel zur Stabilisation beigetragen wurde?
Mit meinen 64 (trainiere schon weit über 20 Jahre) bin ich fast schon eine Ausnahme im Fitness Studio.
Wenn es darum geht, noch voller Lust neu mit Muskel-Training oder Schroth KG anzufangen, sehe ich ein bischen schwarz.

Gruss
Klaus
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Klaus hat geschrieben:Aber ist eigentlich klar, was passieren könnte, wenn man das langfristig getragene korrigierende Korsett, z.Bsp. bei Krankheit im Alter, nicht mehr tragen kann, wenn vorher möglichweise nicht viel zur Stabilisation beigetragen wurde?
Das eine geht aber nicht so ganz ohne das andere, Klaus. Auch wenn du kein Schroth machen würdest und nur Korsett trägst, kommt es irgendwann zu einer Stabilisierung. (Rahmouni-)Korsett-Träger haben am Ende eine stärkere Rumpfmuskulatur als Nicht-Korsett-Träger!

Das kann ich dir auf alle Fälle aus eigener Erfahrung sagen. Ein (Rahmouni-)Korsett-Träger ist z.B. beim Schrothen viel leistungsfähiger als ein "Nur-Schrother". Man hat viel mehr Rumpfkraft.

Was passiert ist folgendes:

Es kommt zu einer Korrektur, die erst mal natürlich so nicht gehalten werden kann. Setzt man das ganze über einen längeren Zeitraum fort, stellt sich dann aber wieder ein muskuläres Gleichgewicht ein, angepasst an die Situation, wie sie dem größten Teil des Tages eben entspricht. Und das passiert auch ganz von alleine, Schroth ist unterstützend, führt dies schneller herbei und beschäftigt sich zum größten Maße damit, die skoliotischen Verhaltensmuster auszumerzen.

Ein tagsüber getragenes Rahmouni-Korsett ist definitiv besseres Muskeltraining als 1/2 Stunde Schroth am Tag!
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SchwarzeSchnecke
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Muskelabbau oder auch nicht

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Hallo,

Ich kann leider keine Quellen nennen, nur über meine eigene Erfahrung berichten und das von BZebra Geschriebene bestätigen:
BZebra hat geschrieben:Das kann ich dir auf alle Fälle aus eigener Erfahrung sagen. Ein (Rahmouni-)Korsett-Träger ist z.B. beim Schrothen viel leistungsfähiger als ein "Nur-Schrother". Man hat viel mehr Rumpfkraft.
Ein Rahmouni-Korsett ist normalerweise unbequem. Wenn man möchte, daß es nicht ganz so drückt, muß man sich zwangsläufig darin strecken und den Pelotten ausweichen. Das führt dann meinem Gefühl nach eher zu einem Muskelaufbau als -abbau. :-)
Daß die dadurch aufgebaute Muskulatur häufig nicht genügt, um die Korrektur zu halten, liegt wohl an den hohen Korrekturwerten – und daran, daß neben den Muskeln auch noch andere Dinge zum Halteapparat gehören, die ebenfalls geschwächt sein können (z.B. wie in meinem Fall das Bindegewebe, wogegen ich nicht wirklich etwas tun kann), was durch die Muskulatur nicht immer ausgeglichen werden kann.
Klaus hat geschrieben:Eine Kubin Orthese ist nicht korrigierend, sondern wirkt über Extension als schmerzlindernde Maßnahme!

Das muss man erst mal grundsätzlich feststellen, weil bei einer Kubin Orthese deswegen sicherlich nicht über eine ständige erforderliche Stabilisation der Muskulatur nachgedacht werden muss.
Das sehe ich anders.
Ein Kubin-Korsett ist wesentlich bequemer als ein Rahmouni-Korsett, und es kann ganz erheblich entlasten, ohne daß man selber wirklich etwas dafür tun muß. Unter diesen Voraussetzungen ist doch die Gefahr eines Muskelabbaus viel eher gegeben. :!:
Insofern ist im Umkehrschluss schon zu bedenken, dass bei einem korrigierenden Korsett bei fehlender Muskelstabilisierung Probleme bei Nicht-Tragen des Korsett (aus welchem Grund auch immer) auftreten können, die man nicht so ohne weiteres in den Griff bekommt--> Destabilsierung!
Aber nur, wenn das Korsett auch tatsächlich zu der Destabilisierung geführt hat.
Na ja, allein die Tatsache, das hier noch keiner von einer wirklich erfolgreichen Erwachsenen-Korsett Therapie berichten konnte, zeigt doch, dass die Anschauung zumindest von Dr. Steffan in diesem Punkt doch momentan richtig ist!
Und die begründet sich auch auf seine Erfahrungen mit den Patienten, von denen er reichlich hat.
:?: Was verstehst Du unter "wirklich erfolgreich" – wenn die Korsettherapie nach ein paar Jahren beendet werden konnte und die Korrekturwerte gehalten wurden? Vielleicht setzt Du (und ein paar andere hier) da einfach den Maßstab zu hoch an??
Das Ergebnis einer "erfolgreichen Therapie" muß doch nicht unbedingt eine eine Heilung sein, sondern kann z.B. auch in einer deutlichen Verbesserung des Krankheitsbilds und der Lebensqualität bestehen.
Auch wenn ich – was ich annehme – immer ein Korsett brauchen werde, um meinen Zustand zu halten, würde ich meine bisherige Korsettherapie als "sehr erfolgreich" bezeichnen: Ich war Schmerzpatientin und bucklig und bin nun so gut wie schmerzfrei und außerdem wesentlich gerader. :-)
Und ich weiß, daß es noch weitere ausgewachsene Forumsmitglieder gibt, die ihre Korsettherapie ebenfalls als "erfolgreich" betrachten.
Aber ist eigentlich klar, was passieren könnte, wenn man das langfristig getragene korrigierende Korsett, z.Bsp. bei Krankheit im Alter, nicht mehr tragen kann, wenn vorher möglichweise nicht viel zur Stabilisation beigetragen wurde?
:arrow: Wer sagt denn, daß das korrigierende Korsett bis ins hohe Alter getragen werden muß. Wenn es irgendwann nicht mehr getragen werden kann, besteht ja immer noch die Möglichkeit, es gegen ein reines Stützkorsett oder gegen irgendwelche stützenden Bandagen einzutauschen.
Außerdem kommt es bei längerer Krankheit doch fast immer zu einem deutlichen Muskelabbau, ob man nun vorher trainiert hat oder nicht.

VG, Anne
Ausgewachsen und trotzdem korrigierendes Korsett? - Na klar!

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minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo,
auch ich kann keine Quellen nennen, sondern nur meine eigene Erfahrung. Und hierbei schließe ich mich Bzebra und Anne an. Ich hatte mit dem Rahmouni-Korsett am Anfang und nach Aufpelottierungen solchen Muskelkater, den ich noch nicht mal während der Reha hatte. Ich bin bereits nach 6 Monaten Rahmouni-Korsett wesentlich stabiler geworden, auch wenn ich das Korsett aus bestimmten Gründen einige Tage nicht anhabe.
Wie das natürlich bei Korsettträgern ist, die das Korsett nur 3-4 Stunden am Tag tragen, das weiß ich nicht, denn ich trage es ca. 18 Stunden am Tag.
Dr. Steffan lehnt definitiv grundsätzlich korrigierende Erwachsenen Korsette ab, wenn nicht der Patient dies ausdrücklich wünscht und sich über die möglichen Folgen bewusst ist.
Ist das wirklich so? Bei mir hat er zum korrigierenden Korsett geraten, ohne dass ich dies ausdrücklich gewünscht habe. Vielleicht sieht er es einfach nur differenzierter?

LG
Minimine
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Minimine

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