Therapie mit 30 möglich ?

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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kendall78

Therapie mit 30 möglich ?

Beitrag von kendall78 »

Hallo
bin jetzt 30 Jahre und habe seit ca 4 Jahren berufsbedingt Rückenprobleme. Beim Röntgenbild vor 2 Jahren bin ich dann sehr erschrocken meine Wirbelsäule macht von hinten betrachtet fast einen 90 Grad knick.

Auch von der Seite betrachtet macht meine Wirbelsäule alles andere als einen guten Eindruck. Die einzige Aussage des Artzes war, ja da hätte man schon vor Jahren was machen müssen, jetzt geht da nichts mehr.

Bei anderen Ärzten hieß es nur, "ach krumme Wirbelsäule". Therapie oder sonstiges wurde nicht in Erwägung gezogen. Ich sollte doch evtl. Krankengymnastik machen. Nur was bringt 2 Std Gymnastik die Woche wenn ich jeden Tag 8 Std entgegen der Genesung auf der Arbeit meinen Rücken belaste ?

Inzwischen mache ich auch Rückentraining mit Gewichten im Fitnesstudio, was zwar meine Skoliose nicht besser macht, aber die Rückenschmerzen doch einiges gelindert hat.

Meine Frage ist jetzt kann mir ein Korsett helfen, inbesondere bei der noch nicht so weit fortgschrittenen Defomierung seitlich betrachtet

Gruß
Matthias
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Toni
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Beitrag von Toni »

Hallo Matthias
Klar kann und MUSS eine Skoliose oder Kyphose auch mit 30 noch oder erst recht behandelt werden. Die wirst nicht tatenlos zuschauen können, wenn sich Deine WS eventuell noch weiter verkrümmt und die Schmerzen immer mehr werden.

Als erstes brauchst Du eine sorgfältige Diagnose!

Wenn Du eine 90° "Knick"-Skoliose hättest, dann würdest Du damit schon sehr zu den großen Fällen gehören!
Du brauchst Dringend ein Ganz-Wirbelsäulen-Röntgenbild im Stehen.
Wenn Kyphose und Lordose auch normabweichend groß sind das Ganze auch nochmals seitlich.
Einzelbildchhen von Wirbelsäulenabschnitte sind nutzlos und sinnlose Strahlenbelastung! Geh grundsätzlich zu KEINEM Arzt, der keine Ganz-WS-Aufnahmen macht oder dich nicht dorthin überweist wo Ganz-WS-Aufnahmen gemacht werden können!

Du wirst als sinnvollste Physiotherapie eine SCHROTH-Reha brauchen.
Es müsste also ein Arzt sein der eine solche REHA befürwortet , sie beantragt und für Dich durchsetzt.
Wenn Du tatsächlich 90° Krümmungswinkel haben solltest, dann währest Du schon sehr weit in der OP-Indikation.
Auch darüber solltest Du informiert und beraten werden. Eine OP ist ein sehr großer Schritt nicht ohne Risiko. Aber auch Etwas was auch schon sehr vielen geholfen hat.
Wenn Du die OP nicht oder noch nicht machen lassen willst, dann könnte ein Erwachsenenkorsett durchaus sinnvoll sein zur Schmerzbefreiung und um die weitere Verschlechterung/Krümmungszunahme aufzuhalten.

Leider gibt es extrem wenig Ärzte, die sich kompetent um erwachsene Skoliosen/Kyphosen kümmern und helfen einen Weg in eine der möglichen Therapien zu finden.
Ich kann Dir aus eigener und vieler Anderer Erfahrungen Dr. Hoffmann in Leonberg als ersten Schritt empfehlen.
Lieber einen weiten Weg als eine frustierende Dr.-hopping-Ärzte-Odysse im Nahbereich.
Gruß Toni
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eine neue

Beitrag von nadi213 »

hallo,

ich heiße nadja und bin neu hier. ich bin 31.
vor ca. einem jahr fing es bei mir mit starken rückenschmerzen an, irgendwann hat mein damaliger hausarzt mir an den kopf geworfen, ich hätte skoloise, ich solle mir diesen rückenbuch von dr. grönemeyer kaufen - das wars.

ich plage mich noch immer mit starken schmerzen rum und möchte eine fundierte meinung einholen ohne gleich als hypochonter abgetan zu werden.

deswegen interessiert mich sehr dieser dr. hofmann. ist das das leonberg bei stuttgart?

was kann man sonst noch tun, damit die schmerzen gelindert werden. ich habe jetzt einen rückenfit kurs im sportstudio angefangen.

bin für jeden ratschlag dankbar

:ja:

nadja
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Beitrag von Schnecke007 »

Hi Nadja,

genau - Leonberg bei Stuttgart. Mit einem Rückenbuch :eek: und allgemeiner Rückengymnastik ist es nicht getan. Um die richtige Behandlung einzuleiten, brauchst Du eine genaue Diagnose, die Du in Leonberg bekommen kannst.

Übrigens herzlich willkommen im Forum!
Viele Grüße,
Schnecke
nadi213
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Beitrag von nadi213 »

hallo schnecke,

vielen lieben dank für die schnelle antwort.
ich wohne bei heilbronn, da ist leonberg dann nicht ganz so weit weg.

ist es eigentlich normal, dass man so grausame schmerzen davon bekommt?
ich sitze 8 stunden tgl. im büro und es ist zur zeit kaum auszuhalten :eek:

grüßle

nadja
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Beitrag von Schnecke007 »

Hi Nadja,

das mit den Schmerzen ist von Person zu Person sehr unterschiedlich. Manche haben trotz starker Skoliose kaum Schmerzen, andere haben nur wenig Verkrümmung und trotzdem häufig bzw. starke Schmerzen. Vielleicht hast Du außer Skoliose noch einen Rund- oder Flachrücken, was ebenfalls Schmerzen verursachen kann. Das sollte wohl abgeklärt werden.

Viele Grüße,
Schnecke
kummerkasten
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Beitrag von kummerkasten »

Hallo Ihr Lieben,
auch ich bin Neu hier. Ich stelle mich mal kurz vor. Bin 42 Jahre alt, verheiratet, leider keine Kinder. Ich habe seit meiner Kindheit das Klippel-Feil-Syndrom. Erst als ich durch Zufall auf das Forum gestoßen bin, habe ich meine Arztberichte unterm Bettkasten rausgeholt um überhaupt mal nachzulesen ob ich auch Hier richtig bin. Diagnose laut meinem letzten Arztbericht vom 1985: Thorakal rechts- und lumbal linkskonvexe mißbildungsskoliose bei Klippel-Feil-Syndrom. Die im Jahre 1983 angefertigten Rö-aufnahmen der LWS zeigte eine lumbale Verbiegung von 22° nach Cobb. Ich habe zuerst einige Monate das Milwaukee-Korsett getragen. 6 Jahre habe ich dann Stagnara-Korsett getragen. Im Alter von 18 Jahren musste ich mich wieder vom Korsett abgewöhnen, da ich Ausgewachsen war. Einige Jahre habe ich dann weiter Krankengymnastik gemacht.
Ich habe aber in den letzten 20 Jahren nichts mehr gemacht. Aber ich merke jetzt, das ich leichte Beschwerden habe. Ich möchte jetzt wieder etwas machen, damit die Beschwerden nicht mehr werden,aber ich weis nicht wo ich anfangen soll. Ich wüde mich über Vorschläge freuen. Dank im Voraus.
Kummerkasten.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo kummerkasten,

bitte nicht die gleiche Frage in verschiedenen Threads stellen.
Passt hier auch überhaupt nicht zum Thema.

Gruss
Klaus
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benipat
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Beitrag von benipat »

Klar kann man mit über 30 noch was machen.

habe auch jahrelang nie Probleme gehabt und seit 2 Jahren Dauerschmerz im oberen Rücken. Hatte auch viele Therapieansätze hinter mir, aber alles brachte nur kurzzeitig Linderung. Seit einigen Monaten versuche ich es auch mit Schroth und siehe da - ich habe das erste Mal das Gefühl, dass es sich dauerhaft bessert. Mittlerweile gibt es Tage, an denen ich nicht mal ein Schmerzmittel oder Wärme im Rücken brauche. Ich bin mittlerweile schon 38 und geht doch !

Vielleicht kannst du auch zu Dr. Hoffmann fahren oder hast einen ähnlich kompetenten Arzt in deiner Nähe.

Gute Besserung !

Grüßle

Benipat
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