Ich bin schon seit Wochen am Grübeln, ob ich mir ein Korsett machen lasse.
[Ich bin 24 und habe eine Scheuermann - Kyphose von ca 50 Grad und eine leichte Skoliose].
Ich mache schon seit einigen Monaten Schroth und gehe demnächst nach Bad - Sobernheim, falls meine Kasse es zahlt.
Gründe für das Korsett?
Die Hoffnung, dass langfristig meine Beschwerden weniger werden, die Tatsache, dass ich auf gar keine Fall irgendwann eine Progredienz möchte, mein verkrümmtes Spiegelbild, das ich gerne noch aufrechter hätte. Und natürlich, um Folgeerscheinungen wie Bandscheibenvorfälle etc zu vermeiden.
Aber dann lese ich immer wieder, dass Korsette auch eine Progredienz auslösen können, falls sie keine 16 Stunden am Tag getragen werden.
Das Problem ist ,dass ich mit 16 Stunden am Tag für den Rest meines Lebens ein Problem hätte. Das fängt schon damit an, dass ich irgendwann Kinder will und nicht nach der Schwangerschaft nochmal 10 Grad mehr haben möchte. 16 Stunden am Tag gingen auch deswegen nicht, weil Korsette die Knie stark belasten und bei uns Kniearthrose samt zahlreichen Beschwerden sowieso schon in der Familie liegt. Wenn ich mit dem Korsett mein Knie kaputtmachen würde, käme ich vom Regen in die Traufe
Hinzu kommt noch, dass jedem Menschen ja passieren kann, dass er sein Korsett nicht mehr tragen kann.
Also möchte ich nur dann ein Korsett wenn es auf lange Sicht genügt, es nachts zu tragen und wenn ich notfalls auch wieder los werde.
Wäre so etwas mit einem schwach korrigierenden Korsett möglich?
Auch ein schwach korrigierendes Korsett, nur nachts getragen, würde mir meiner Meinung nach schon Vorteile bringen. Wenn ich morgens aufwache, bin ich nämlich immer in dieser doofen (und soooo gemütlichen!) Embryohaltung zusammengekrümmt, ganz egal, wie ich abends eingeschlafen bin. Morgens ist mein Rücken dann total steif und unbeweglich und ich habe das Gefühl, dass die ganze Korrektur vom Vortag hopsgegangen ist und ich nochmal bei Null anfange.
Also falls Korsett, dann nur eines, was schwach korrigiert. Ich habe mir überlegt, ob es vielleicht möglich ist, mir eins machen zu lassen, was mich so korrigiert, dass ich etwa 5 Grad aufrechter bin als sonst, wenn ich mich maximal aufrichte?
Wäre ich bei Rahmouni da richtig oder macht der aus Prinzip nur Hammerkorsette mit Überkorrektur?
Und wie oft muss man für eine Korsettbehandlung geröngt werden? will mein Krebsrisiko nicht erhöhen...
Macht ein schwach korrigierendes Korsett in der Anfangsphase weniger Beschwerden als eines, was stark korrigiert? Müsste ja eigentlich logischerweise so sein.
Und noch eine ganz doofe Frage: Erhöht das Tragen eines Korsetts im Fall eines Autounfalls das Risiko einer Querschnittslähmung? Weil ja bei der Korrektur Bänder gedehnt werden, die im Zweifelsfall nicht mehr so gut stabilisieren? Weiß da jemand was drüber?
Es wäre schön, wenn mir der eine oder andere zu den Fragen etwas sagen könnte oder von eigenen Erfahrungen berichten könnte.....
Edit: Wer außer Rahmouni käme bei mir denn noch in Frage?
Also ich möchte in erster Linie meine Kyphose korrigiert haben und dann wenns geht noch eine leichte Korrektur der Skoliose...




