wurde jd. in Olgahospital oder in langensteinbach operiert?

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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BZebra
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Re: Nur noch ein offener Punkt

Beitrag von BZebra »

Rainer hat geschrieben:Hallo BZebra,

danke für Deine erwartungsgemäße und ausführliche Antwort. Strittig ist vor allem noch folgender Punkt:
BZebra hat geschrieben:Empfehlenswerte OP Klinik für diese Art von Operation wäre in Neustadt in Holstein.
……
Von den verwendeten Implantaten und der Stabilität her würde ich am ehesten zu Halm-Zielke tendieren.
……
Derzeit als die am besten geltende Anlaufstelle im Süden dürfte aber wohl Niemeyer in Tübingen sein.
Hast Du das geschrieben obwohl niemand nach Neustadt oder Tübingen gefragt hatte – JA oder NEIN?

Grüße Rainer
Gut, da hast du zugegebenermaßen Recht, ich hätte hier vielleicht noch mal betonen sollen, dass es sich hierbei um meine Einschätzung (basierend auf den Aussagen von drei konservativen Ärzten) handelt.

Aber wie gesagt, wenn man eine OP in Erwägung zieht, dann sollte man sich meiner Meinung nach ohnehin bei jedem dieser dreien eine individuelle und aktuelle OP-Klinik-Empfehlung abholen. Qualität ist ja bei solchen Dingen stark Personal abhängig.

Ich persönlich würde wie gesagt für die Auswahl einer OP-Klinik diese drei Adressen für am sinnvollsten erachten, mitunter auch weil ich glaube sie in ihrer Unabhängigkeit und Neutralität relativ gut einschätzen zu können, und diverse Schwächen sind mir auch bekannt. Die Alternativen (nämlich bei den Chirurgen selbst nachzufragen) halte ich für die noch weit schlechtere Vorgehensweise.

Was jetzt bei balajda's Beratung rausgekommen ist und anhand was sie die Beratungsqualität festmacht, weiß ich nicht; ich weiß nicht wo ihre anderen Beiträge stehen, weil sie hier nicht angemeldet ist.

Falls sich die Beratungsleistung von Prof. Harms hier aber darauf beschräkt hat, sich selbst zu empfehlen, dann ist sie in Sachen Unabhängigkeit natürlich bescheiden wenig Wert. Dann kann es sich hierbei genausogut um gar keine Beratung sondern nur um ein reines Werbegespräch gehandelt haben.
Auch Dr. Weiß ist nicht unabhängig, Prof. Halm schreibt in seinem Buch mit, eine Hand wäscht die andere.
Dr. Weiß ist der Herausgeber eines Buches, zu dem mehrere Skoliose Spezialisten Beiträge zugesteuert haben.

Er wird die Autoren wohl angesprochen haben, ob sie sich beteiligen wollen. Insofern weiß ich nicht, weshalb dies seiner tatsächlichen Qualitätseinschätzung widersprechen oder auf eine Abhängigkeit hinweisen sollte. Ich würde mal davon ausgehen, dass er niemanden um einen Fachbeitrag bittet, den er für einen Pfuscher hält.
gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Rainer hat geschrieben:Wenn ich Dich richtig verstanden habe, wollte Dr. Hoffmann Deinem 18 Monate alten Sohn mit einem ausgebildeten TH11-Keilwirbel ein Rahmouni-Korsett verordnen ????
Kann in bestimmten Fällen doch funktionieren?
Wenn das Kind das KOrsett verträgt und der Keilwirbel noch nicht so stark ausgeprägt ist, so dass es durch die veränderte Belastung und den veränderten Muskelzug im Korsett zu einer gewissen Regeneration kommt.
Allerdings, 18 Monate ist schon arg jung für so ein KOrsett.

Mit operationen von Keilwirbeln kenne ich mich nicht aus. Kann durchaus sein dass sich da viel getan hat und gute Ergebnisse erreicht werden, aber wie gesagt, keine Ahnung.

Gruss und P.S ich finde eure Diskussion gut da sie überwiegend inhaltlich ist und sich auf ein schwieriges Problem bezieht (Nämlich wie beurteilt man eine Klinik?)
balajda

......

Beitrag von balajda »

Lieber Rainer,

danke fur deine ermutigvollen Worten, mir sind beinahe die Tranen jetzt gekommen - es war wirklich nicht leicht, aber ich bin uberfroh, das mein Sohn eine Diagnose hat, bei der durch Genievollen Menschen, Hilfe uberhaupt da ist.
Ich habe so viele Kinder in dieser Zeit gesehen, deren mann nicht mehr, oder sehr wenig, helfen kann.

Ja, Langensteinbach mit Oberartzt prof. dr. Harms und das ganze Team dort, ist sehr kompetent!!!!!!!!!

Grusse und du machst dir wirklich grosse Muhe, um erlichkeit her zu schaffen - von der Kompetenz solcher Forumen hangt viel ab - ich habe zur prof. Harms (und auch zur dr. Hoffmann) durch solche Forumen gefunden.

Erika @co.
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Rainer
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Kommentare zu den letzten Beiträgen

Beitrag von Rainer »

Hallo,

will noch ein paar Bemerkungen zu den letzten Beiträgen loswerden…
BZebra hat geschrieben:Falls sich die Beratungsleistung von Prof. Harms hier aber darauf beschränkt hat, sich selbst zu empfehlen, dann ist sie in Sachen Unabhängigkeit natürlich bescheiden wenig Wert. Dann kann es sich hierbei genauso gut um gar keine Beratung sondern nur um ein reines Werbegespräch gehandelt haben.
Verstehe ich nicht: Natürlich kann ein Arzt nur eine Therapie empfehlen, die erst selbst auch erfolgreich durchführen kann. Das ist zumindest mein Anspruch. Wenn Prof. Dr. Halm bei Dr. Hoffmann Patienten berät, dann geht er auch davon aus eine OP ggf. selbst durchführen zu können. Er kann doch nicht für Kollegen anderer Kliniken sprechen. Der Ausdruck „Werbegespräch“ ist hier meines Erachtens fehl am Platze und zeugt von einem tiefen Misstrauen in die guten und ehrlichen Absichten von Ärzten.

Dr. Steffan ist sogar Mitglied dieses Forum. Warum? Weil er nur billige „Werbung“ für seine REHA-Einrichtung machen will? NEIN – ich gehe davon aus, dass Ärzte zunächst einmal den Patienten im Auge haben und nur in zweiter Linie ans Geld denken. Ausnahmen gibt es aber immer und ein waches Auge ist da angesagt ;) . Wenn man erkennt, dass eine Hand die andere zu waschen scheint, ist sogar extreme Vorsicht angesagt! Erkenne ich andererseits, dass ein Wirbelsäulenspezialist locker doppelt so viele OPs durchführen könnte, als seine Klinik an Kapazität anbieten kann, habe ich weniger Angst vor irreführender "Werbung".
gauklerdavid hat geschrieben:Mit Operationen von Keilwirbeln kenne ich mich nicht aus. Kann durchaus sein dass sich da viel getan hat und gute Ergebnisse erreicht werden, aber wie gesagt, keine Ahnung.
Hey Gaulerdavid! Du bist ja eine ehrliche Haut: Endlich mal einer der zugibt, dass er von einer Sache keine Ahnung hat! Schlimm ist nur, wenn einer der keine Ahnung hat, so tut als ob er Ahnung hätte! So wie Du das gemacht hast, ist es ehrlich und fair!!! Super Beispiel - danke!

Jetzt zur dem Thema Deiner Ahnungslosigkeit:
In der Tat hat sich in der Wirbelsäulenchirurgie in den letzten 30 Jahren geradezu eine revolutionäre Entwicklung vollzogen. Diese Entwicklung ist besonders in Hinblick auf die Weiterentwicklung der Operationsverfahren und der Anwendung modernster technischer Mittel noch in vollem Gange, also keineswegs abgeschlossen. Wenn also so jemand wie Erika zu einem Orthopäden kommt, muss dieser die Chancen und Risken einer Korsettversorgung und eines operativen Eingriffs kennen, um eine ausgewogene Beratung bieten zu können. Dazu muss man sich ständig weiterbilden, sonst ist man da schnell mit seinem Wissen veraltet. Ein EDV-Fachmann, der z.B. heute nur noch das kann, was er vor 20 Jahren im Studium gelernt hat, kann einpacken. Ein Orthopäde bei dem so ein Zustand vorliegt, könnte weiterhin eine Praxis betreiben – da müssen Patienten einfach mündig sein und die Spreu vom Weizen trennen lernen. Sonst ist „Beratung“ schnell eine veraltete und überholte Sicht und verkennt zeitgemäße medizinische Möglichkeiten.
Erika - (balajda) hat geschrieben:Ja, Langensteinbach mit Oberarzt Prof. Dr. Harms und das ganze Team dort, ist sehr kompetent!!!!!!!!!
Erika, erlaube mir das ein wenig einzuschränken. Mir war es in dieser Diskussion wichtig, dass nicht nur bestimmte Kliniken als kompetent empfohlen werden. Neustadt mit Prof. Dr. Halm ist auch kompetent und die WWK nicht weniger. Ich hatte weiter oben noch mehr Namen ausdrücklich genannt. Für den schwierigen Fall bei Deinem kleinen 1 ½ Jahre alten Sohn hast Du intensiv nach einem der besten Spezialisten für genau diese Keilwirkel-OP gesucht. Wenn Du in der von mir bereits weiter oben empfohlenen Ärzteliste nachliest, dann findest Du als Spezialgebiet von Prof. Dr. Harms unter anderem: "Korrektureingriffe im Kleinstkindalter (auch nach Unfällen)". So etwas ist ein direkter Hinweis für jemanden wie Dich eine bestimmt Klinik aufzusuchen. Wenn Du diesen Hinweis aus einem anderen Forum bekommen hast, hat Dir jemand der das wusste einen guten Rat gegeben. Und genau dazu sind diese Foren ja da!

Es gibt eben nicht nur eine Klinik, die alles super gut kann! Das war und ist mir in dieser Diskussion wichtig. Letztlich muss sich jeder seine eigene Meinung bilden und auch Chemie zwischen Arzt und Patient muss stimmen und ist letztlich subjektiv. Ich akzeptiere in dieser komplexen Diskussion aber weiterhin nicht, wenn Dr. Hoffman, Dr. Steffan und Dr. Weiß als konservativ behandelnde WS-Spezialisten pauschale Klinikempfehlungen ohne Rücksicht auf den Einzelfall abgeben! Wenn diese Ärzte eine offizielle Studie/Statistik über Ihre Erfahrungen mit OP-Ergebnissen veröffentlichen würden, bin ich der erste, der sich dafür interessiert. Aber solange das alles nur mündliche Aussagen ohne dokumentierte Methodik sind, ignoriere ich so etwas als ungesicherte und undifferenzierte persönliche Ansichten, deren Motivation mir fragwürdig bleibt.

Es kommt mir nicht darauf an, mich mit jedem bezüglich aller Aspekte dieser Diskussion zu einigen. Wichtig ist mir aber, dass interessierte Besucher dieses Forums erkennen können, dass eine wichtige Entscheidung wie die Auswahl einer Klinik für eine schwere und immer individuelle Operation nicht einfach ist und deshalb eine hohe Eigeninitiative erfordert. Diese Vorgehensweise erfordert die Studie der genannten Informationsmöglichkeiten und ggf. mehrere Klinikbesuche. So wird man allmählich erkennen, welche Klinik engagierte medizinische Beratungsleitung erbringt und für vergleichbare Fälle hervorragende OP-Ergebnisse nachweisen kann.

Herzliche Grüße
Rainer
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