Ersttermin Dr.Hoffmann-Welche Vorgehensweise empfehlenswert?

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Achim28
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Ersttermin Dr.Hoffmann-Welche Vorgehensweise empfehlenswert?

Beitrag von Achim28 »

Hallo,

ich bin in der nächsten Woche erstmals bei Dr. Dieter Hoffmann in Leonberg. Meine Probleme habe ich hier beschrieben.

Würdet Ihr Eure aktuelle Diagnose (Arztbericht) + Röntgenbilder auf den Tisch legen und einfach um eine Zweitmeinung bitten?
Oder ist es besser ihn ersteinmal unbefangen untersuchen zu lassen und dann selbst die Diagnosen zu vergleichen?

Danke!
Achim
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Kypho60
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Beitrag von Kypho60 »

Hallo Achim,

ich würde bei Dr. Hoffmann ruhig alle Karten auf den Tisch legen und ihm um eine 2te Meinung bitten.
Soweit mir bekannt, ist er als Rückenspezialist ja meist sowiso nicht erste Anlaustelle un hat meistens Patienten, die mit anderen Orthopäden nicht immer klargekommen sind.
Gerade die alten Befunde und ärztl. Empfehlungen geben ihm ja auch einen weiteren Hinweis zu dem Bild, das er sich von dir machen kann.

Und ich würde mir unbedingt einen "Spickzettel" machen, damit du nicht wichtige Fragen während der Sprechstunde vegisst.

Viel Erfolg
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nadine22
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Beitrag von nadine22 »

kypho 60 hat geschrieben:Hallo Achim,

ich würde bei Dr. Hoffmann ruhig alle Karten auf den Tisch legen und ihm um eine 2te Meinung bitten.
Soweit mir bekannt, ist er als Rückenspezialist ja meist sowiso nicht erste Anlaustelle un hat meistens Patienten, die mit anderen Orthopäden nicht immer klargekommen sind.
Gerade die alten Befunde und ärztl. Empfehlungen geben ihm ja auch einen weiteren Hinweis zu dem Bild, das er sich von dir machen kann.

Und ich würde mir unbedingt einen "Spickzettel" machen, damit du nicht wichtige Fragen während der Sprechstunde vegisst.

Viel Erfolg

also ich würde eher "blind" hingehen und sehen was dabei rauskommt....
ich habe es auch so gemacht,und hab sachen erfahren die mir das erste mal ein arzt gesagt hatte....die ich vorher nie wußte,da ich in diesen gebieten bislang keine probleme habe....



spickzettel wäre eh nicht verkehrt,so ein "berühmter" arzt verschlägt einem ja sowieso fast die sprache :ja: :lach:
mit dem schmerz hab ich das gelernt,was ich ohne den schmerz nie hätte lernen können....
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Nadine hat geschrieben:spickzettel wäre eh nicht verkehrt,so ein "berühmter" arzt verschlägt einem ja sowieso fast die sprache
nadine hat geschrieben:also ich würde eher "blind" hingehen und sehen was dabei rauskommt....
Na ja, das widerspricht sich schon. :)
Es ist auf jeden Fall anzuraten, sich hier im Forum gut zu informieren, sich den möglichen eigenen Behandlungsweg zu überlegen und dann einen Zettel mit Fragen und Vorgehensweisen zu machen.
Dr. Hoffmann ist ein "normaler" niedergelassener Orthopäde, der nicht beliebig viel Zeit hat. Vom Patienten zielgerichteter ganz sachlicher Informationsaustausch ist mit Sicherheit das Optimale.

Gruss
Klaus
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Achim28
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Vergehensweise Erstbesuch Dr. Hoffmann

Beitrag von Achim28 »

Kypho, Nadine, Klaus,

danke an Euch alle für die guten Tipps!!! Ich werde mir einen Spickzettel schreiben und ihn in den nächsten Tagen hier einstellen.

Soweit ich gelesen habe wird Dr. Hoffmann WS-Ganzaufnahmen veranlassen. Da mein Orthopäde nur Teilaufnahmen (unten) von der Wirbelsäule gemacht hat, lohnt es sich meines Erachtens nicht diese extra abzuholen. Dieses Vorgehen würde mir auch ermöglichen den Besuch von Dr. Hoffmann bei meinem Orthopäden in Ulm nicht an die große Glocke zu hängen.

Wird mir Dr. Hoffmann einen schriftlichen Befund mitgeben, den ich ggf. mit meinem Hausorthopäden besprechen kann? Oder soll ich ggf. einfach planen immer die 110 km zu Dr. Hoffmann zu fahren und somit meinen Hausorthopäden einfach vergessen?

Danke!
Achim
Maestro
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Beitrag von Maestro »

Solang Ich keine Ganz WS Aufnahme Seitlich im stehn und von hinten erhalten hab würd Ich nur den Befund/Diagnose mit bringen und Mir notieren was Ich fragen möchte.
Nicht das man weit weg ist wieder und dann geht die "Glühbirne" an und man hat was vergessen ;)
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Du solltest um einen schriftllichen Befund mit Empfehlung weiterer Behandlungsmaßnahmen bitten, weil fast alle weiteren Verschreibungen auch ein Hausarzt durchführen kann (KG, Reha). Das ist auch im Interesse von Dr. Hoffmann, denn der kann nicht so viele Leute mit KG Rezepten versorgen.

Es ist oft einfacher du versorgst einen guten Allgemeinmediziner der von WS-Deformitäten keine Ahnung haben kann mit Informationen (und entsprechenden Befunden) anstelle einen Orthopäden ständig davon überzeugen zu müssen, dass er keine Ahnung hat, du dafür aber.
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nadine22
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Beitrag von nadine22 »

Klaus hat geschrieben:
Nadine hat geschrieben:spickzettel wäre eh nicht verkehrt,so ein "berühmter" arzt verschlägt einem ja sowieso fast die sprache
nadine hat geschrieben:also ich würde eher "blind" hingehen und sehen was dabei rauskommt....
Na ja, das widerspricht sich schon. :)

Gruss
Klaus

wieso?ich meinte damit dass man nicht gleich mit der tür ins haus fällt indem man die diagnose des "vorarztes" auf den tisch legt sondern sich jediglich notiert ,wann die schmerzen da sind wo sie sind was man gern wissen möchte ,behandlungsvorschläge etc.....
bitte nicht mißverstehen klaus :knuddel: :bussi:
mit dem schmerz hab ich das gelernt,was ich ohne den schmerz nie hätte lernen können....
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

BZebra hat geschrieben:Du solltest um einen schriftllichen Befund mit Empfehlung weiterer Behandlungsmaßnahmen bitten, weil fast alle weiteren Verschreibungen auch ein Hausarzt durchführen kann (KG, Reha). Das ist auch im Interesse von Dr. Hoffmann, denn der kann nicht so viele Leute mit KG Rezepten versorgen.
@Achim
Es ist ganz wichtig, einen Befund zu haben, der die richtige Diagnosegruppe nach der Heilmittelverordnung vorgibt, nämlich WS 2!
Der Hausarzt ist nach meiner Meinung aber nicht der optimale Ansprechpartner für KG Verordnungen, es sei denn, seine Frau hat eine Schroth Praxis. :)
Besser ein Orthopäde oder Facharzt für physikalische Therapie, die haben grundsätzlich höhere Budgets (Richtgrössen).

Und eine REHA würde ich schon durch Dr. Hoffmann verordnen lassen, er hat auf jeden Fall die besseren Argumente in einem entsprechenden Antrag.
Und nach einer REHA brauchst Du nur noch gelegentliche Verordnungen, um Deine Übungen zu überprüfen.

Gruss
Klaus
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Dalia
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Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Beitrag von Dalia »

Hallo Sokuthai,

ich habe deine Anfrage in einen eigenen Thread gestellt: viewtopic.php?t=10277
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Achim,

in dem abgespalteteten Thread habe ich eine Anfrage beantwortet, die sich mit der OP Empfehlung durch Dr. Hoffmann beschäftigt.

Das ist auch eine Ergänzung zum Thema Vorgehensweise bei Dr. Hoffmann, sozusagen als Vervollständigung.
So wie Du Deine Situation bislang geschildert hast, scheint das aber überhaupt keine Option für Dich zu sein.

Gruss
Klaus
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Achim28
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Spickzettel Erstbesuch Dr. Hoffmann

Beitrag von Achim28 »

Hallo,
Klaus hat geschrieben:Es ist auf jeden Fall anzuraten, sich hier im Forum gut zu informieren, sich den möglichen eigenen Behandlungsweg zu überlegen und dann einen Zettel mit Fragen und Vorgehensweisen zu machen.
Danke - ich vertraue auf Eure Erfahrung - hier ist mein vorläufiger Spickzettel:

Fragenliste Achim: Erstbesuch Besuch Dr. Hoffmann

1. Abgleich mit bisherigem Befund
-- Gradzahlen, Progredienz

2. Herkunft der Schmerzen nach Tennis und Sqash
-- Überlastung, Überdehnung, Überreizung....?

3. Wieviel Tennis/Sqash darf sein ohne die WS zu gefärden?

4. Mittel- / Lanfristige Prognose?

5. Notwendige Verhaltensmaßnahmen / Therapien zur Gesundheitsvorsorge WS?

6. Kurzfristig REHA erforderlich?

7. Entlastung durch Korsett sinnvoll? Wenn ja ab wann?
-- Wieviel Stunden muesste Korsett mindestens getragen werden?
-- Chancen vs. Risiken?

Habe ich etwas wichtiges vergessen?

Ich fahre selbst mit dem Auto, gibt es direkt vor der Praxis genügend Parkplätze? Der Parkpilot meines Navis rät zum Parken in einem wohl angrenzenden Einkaufszentrum...Werde das nur machen, wenn's kostenlos und vor der Haustür nichts gibt.

Danke!
Achim
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo achim,

1./2./3. sind sicherlich erst mal zusammenhängende Punkte, die anhand der Diagnose geklärt werden können, wenn es sich, was ich vermute, um reine Muskelschmerzen handelt.

Dann kommt eigentlich Punkt 6, die Schroth REHA!
Es macht in Deinem Fall kaum Sinn über ein Korsett nachzudenken, wenn man nicht die REHA anstrebt. Dann kann man bestenfalls noch verdeutlichen, was passiert, wenn man die nicht macht.--> Punkt 4 und 5 sind unmittelbar mit der REHA und dem daraus folgenden richtigen individuellen Körpergefühl verbunden!

Und Punkt 7, das Korsett ist sowieso ganz von den tatsächlichen Winkeln abhängig! Es sollte die REHA auf keinen Fall ersetzen, Schmerzen verschwinden oft schon durch die Schroth KG.

Gruss
Klaus
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