Die größte deutschsprachige Online-Selbsthilfegruppe von und für Patienten mit Wirbelsäulendeformitäten wie Skoliose, Morbus Scheuermann und Kyphose (Hyperkyphose). Hier können sich Patienten informieren und Erfahrungen austauschen.
Skolinale – Skoliose Selbsthilfegruppe Berlin-Brandenburg
lädt herzlich Skoliosebetroffene und Angehörige zum Februar-Treffen ein.
WANN? & WO?
Mittwoch, 13.02.2008, 17.30 Uhr, (Vortrag um 20.00 Uhr)
D.o.m.i.c.i.l. Hotel ( 7. OG ) Eingang links neben McDonalds
Direkt am U-Bhf. Wilmersdorfer Str. (U7)
Kantstr. 111a, 10627 Berlin Charlottenburg
Im Rahmen des Skolinale Februar-Treffs findet ein Vortrag über osteopathiesche Behandlung bei Skoliose statt.
Referentin: Olivia Schwarz
Physiotherapeutin
Treffen findet, wie immer ab 17.00 Uhr statt,
der Vortrag mit anschließender Fragerunde ist um 20.00 Uhr geplant.
Olivia Schwarz ist Physiotherapeutin (Schroththerapeutin seit 1989) und befasst sich seit 1992 mit Cranio-Sacrale Osteopathie, Abschluss der 5jährigen Ausbildung 2005.
Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen gebeten,
TEL./SMS: 01577 1759168 oder MAIL: skolinale(ät)web(punkt)de[/color]
Habe gestern von Barbara den Bericht vom 13. Februar bekommen und kopiere ihn hiermit rein:
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"Anläßlich des Februar – Treffens unserer Selbsthilfegruppe sind wir in den Genuß gekommen, einen Vortrag zu dem Thema „ Osteopathie“ zu hören. Einblicke in diese interessante Materie hat uns die Physiotherapeutin, Osteopathin und Heilpraktikerin Olivia Schwarz, gewährt. Durch ihre langjährigen Erfahrungen in diesen Bereichen, mit dem Schwerpunkt der Behandlung von Skoliosepatienten und deren Therapie nach Katharina Schroth, war sie uns eine kompetente Ansprechpartnerin für diese Materie.
Die Ursprünge:
„ Osteo“ kommt aus dem griechischen und bedeutet „Knochen“, „ Patos“ das Leiden. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Dr. A.T.Still in den USA eine Behandlungsmethode, in der es ursprünglich um die Erkrankung der Knochen ging. Eine seiner Feststellungen war, das für eine Erkrankung nicht nur ein Erreger, sondern auch deren Umstände maßgeblich sind.
In seinen intensiven Studien spielten daher der Mensch und die Konstitutionslehre eine wichtige Rolle.
Im Laufe der Jahre, in der die Osteopathie ihre Verbreitung von den USA, über Großbritannien nach Europa fand, entwickelten sich zwei Ansätze:
- der Europäische: hierbei handelt es sich um einen ganzheitlichen Ansatz, der außer den Knochen auch Organe umfaßt
- der amerikanische: dieser beinhaltet einen strukturelleren Weg, der sich auf die Knochen konzentriert
Was ist das also nun?
Die Osteopathie ist eine ganzheitliche, manuelle Therapie. Ganzheitlich, da sie sich mit dem spezifischen Menschen als Ganzes auseinandersetzt, und ihn nicht in „kranke“ und „gesunde“ Einzelteile zerlegt.
Sie ist für viele Krankheitsbilder geeignet, unter anderem Ischialgie, Hexenschuß, Blockierungen nach dem Bücken, sowie für Verdauungsstörungen, Spannungskopfschmerz und Tinitus, um nur einige zu nennen.
Leider ist die Osteopathie in Deutschland noch keine Kassenleistung und muß aus eigener Tasche bezahlt werden.
Und wie geht das?
Zu Beginn steht eine individuelle Anamnese des Patienten, wobei der Therapeut versucht, zunächst ein primäres Problem zu lokalisieren um sich über dieses Schritt für Schritt an die eigentliche Ursache, im wahrsten Sinne des Wortes, heranzutasten.
Jeder Knochen, jedes Organ, jedes noch so kleine Teilchen des menschlichen Körpers ist durch Bindegewebe und Körperflüssigkeiten miteinander verbunden. Eine noch so feine Veränderung an der einen Stelle im Körpers zieht immer eine Reaktion an einer anderen Stelle nach sich. Man stelle sich das wie ein Tischtuch vor, an dem an einem Zipfel gezogen wird, das ganze Tuch verändert dadurch seine Lage.
Jahrelange Erfahrungen und eine fundierte Ausbildung ermöglichen es dem Therapeuten,
Störungen zu ertasten und den Körper in seinen Selbstheilungskräften zu unterstützen.
Und wie hilft das meiner Skoliose?
Gerade Skoliosepatienten kennen sich bestens mit Lageveränderungen z.B. von Lunge, Darm und Co. aus, die durch die Krümmung der Wirbelsäule hervorgerufen werden.
Zum Beispiel beeinflussen Dysfunktionen im Darm die Spannung im Rücken. Es können auch Gifte aus diesem in den Muskel diffundieren. Umgekehrt beeinflussen Spannungen im Rücken die Verdauungstätigkeit.
Die Osteopathie ist kein Allheilmittel, erziehlt aber besonders im Bereich der Schmerzlinderung gute Erfolge. Sie kann nicht reparieren, was durch Verschleiß zerstört ist, aber sie kann die Umstände für den Patienten optimieren. Sie kann die Mobilität verbessern, sowie die Selbstheilungskräfte unterstützen, z.B. durch die Anregung der Durchblutung und des Stoffwechsels.
Zu guter letzt:
Am Ende möchte ich noch meine eigenen Erfahrungen mit dieser Behandlungsmethode anmerken: die sind nämlich prima. Obwohl ich regelmäßig „schrothe“ und zur medizinischen Trainingstherapie gehe, meldet sich alle paar Monate mal eine Körperregion zu Worte, mal gute alte Bekannte, wie die Paketschulter, mal Neulinge wie mein rechtes Kiefergelenk. Aus Erfahrung weiß ich nun, daß mir häufig 2-3 Behandlungen bei oben genannter ( kompenter und sympathischer ) Physiopathin einen mühseligen und häufig frustigen Arztbesuch ersparen. Bis auf ein Mal, da war ergänzend Akupunktur das Mittel zum Erfolg.
Ich hoffe, ich habe Ihre Neugier für diese Behandlungsmöglichkeit geweckt und wünsche, daß viele von Ihnen ähnlich gute Erfahrungen damit machen!
Barbara
SKOLINALE - Skoliose SHG Berlin-Brandenburg"