Chance auf Kur?

Fragen und Antworten zu den SCHROTH-Rehabilitationszentren für Wirbelsäulendeformitäten
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Lopi
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Chance auf Kur?

Beitrag von Lopi »

Wir haben soeben den Befund meiner Tochter vom Arzt der Skoliose-Sprechstunde der Uniklinik Kiel erhalten. Darin steht neben der ausführlichen Beschreibung der Skoliose-Winkel sowie der Ergebnisse der Untersuchung am Ende unter Beurteilung und Procedere:

Gegen die Initiirung eines Kuraufenthaltes in Bad Sobernheim zur intensiven Skoliose-Therapie haben wir keine Einwände.
Mir gegenüber hatte er diese Therapie ausdrücklich befürwortet. Der obige Satz kommt mir jedoch wenig förderlich vor. Wer hat mit solchen Formulierungen Erfahrung? Haben wir damit überhaupt eine Chance auf Bewilligung?
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Lopi hat geschrieben:Haben wir damit überhaupt eine Chance auf Bewilligung?
Wenn ich das richtig sehe, muss der REHA Antrag sowieso von einem anderen Arzt gestellt werden. Die Kliniken machen das offenbar grundsätzlich nicht.
Es würde allerdings bei den meistens inkompetenten Orthopäden besser ankommen, wenn da stehen würde wir raten dringend zu einer REHA in Bad Sobernheim.
Oder gibt es da eine entsprechende Vorgeschichte?

Gruss
Klaus
Lopi
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Beitrag von Lopi »

Nett, dass doch noch jemand antwortet. Ja, es ist wohl so, dass die behandelnde Ärztin - in unserem Fall wurden wir ja an die Skoliose-Sprechstunde der Uni weitergereicht und der Befund geht folglich zurück an die Ärztin- den Antrag mit stellen muss. Das weiß ich allerdings auch erst seit eben, denn ich habe mir gerade den Kurantrag von der Krankenkasse abgeholt und muss ihn dann ausgefüllt bei der BfA einreichen. Teil dieses Antrags ist ein Vordruck für den vom Arzt auszustellenden Befundbericht. Insofern weiß ich nun auch nicht mehr, welchen Wert oder welche Bedeutung der Befund von der Uni-Klinik überhaupt haben wird.

Mir ging es eben nur so, dass mir die Formulierung zur Kurbefürwortung zu vage und lasch war. Damit stehe ich offensichtlich nicht alleine. Es gab keine Vorgeschichte, außer dass der Uni-Arzt der Kur gegenüber sehr aufgeschlossen wirkte. Deshalb hat mich die Formulierung enttäuscht. Ich befürchte jetzt einfach, dass die schlappe 17°/15°-Skoliose meiner Tochter nicht ernstgenommen wird und ein Kurantrag entsprechend abgelehnt wird, weil es ja in der Tat schlimmere Fälle gibt und die Plätze knapp sind.

Ich bezweifle nach unserem ersten Besuch bei unserer Kieler Ärztin, dass sie soviel Erfahrung mit Skoliose-Patienten und Schroth-Kuren hat, sonst hätte sie meine Tochter wohl kaum weiterüberwiesen. Deshalb überlege ich, ob wir nicht lieber den Termin bei Frau Dr. Ekkernkamp in Lübeck Anfang Januar als Zweitgutachten wahrnehmen und von ihr den Kurantrag stellen lassen sollten, falls das möglich ist. Sie wurde hier im Forum mehrfach als die Skoliose-Koryphäe des Nordens beschrieben. Wahrscheinlich hat sie auch die beste Erfahrung, wie eine Kur begründet werden muss, damit sie bewilligt wird. Ich denke einfach, dass es Schlüsselformulierungen gibt, die für einen positiven Bescheid wichtig sind. Leider kenne ich die nicht.
LG
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Lopi hat geschrieben:Deshalb überlege ich, ob wir nicht lieber den Termin bei Frau Dr. Ekkernkamp in Lübeck Anfang Januar als Zweitgutachten wahrnehmen und von ihr den Kurantrag stellen lassen sollten
Es stellt sich hier immer wieder heraus, dass es besser ist, eine Rundum-Erstversorgung zu machen und nicht den längeren Weg des "Leistungs-Baukastenprinzips" zu gehen.
Hat man endlich Ganz-Aufnahmen und irgendwann auch mal die richtige Diagnose dazu, folgt dann vielleicht auch ein REHA Antrag, der dann aber möglichereise nicht bewilligt wird, abgesehen von falschen Kliniken, wo man plötzlich auch noch unerwarteten Aufwand betreiben muss, um endlich die richtige Behandlung anzufangen.

Bei Kindern ist eben Dr. Ekkernkamp die Anlaufstelle.

Gruss
Klaus
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chilli-pepper
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Beitrag von chilli-pepper »

Hallo Lopi,

über diesen Satz:
Gegen die Initiirung eines Kuraufenthaltes in Bad Sobernheim zur intensiven Skoliose-Therapie haben wir keine Einwände.
würde ich mich auch total ärgern, ich würde dierekt noch mal mit dem Arzt sprechen und ihn fragen warum er das so formuliert hat und ihm sagen , dass ich mich darüber sehr ärgere. Ich habe mir angewöhnt Leuten sachlich zu sagen , wann sie mich ärgern- das bekommt mir sehr gut.

Für euch weiterhin viel Erfolg
LG chilli-pepper
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Beitrag von Lopi (nicht eingeloggt) »

Klaus hat geschrieben: Es stellt sich hier immer wieder heraus, dass es besser ist, eine Rundum-Erstversorgung zu machen und nicht den längeren Weg des "Leistungs-Baukastenprinzips" zu gehen.
Klaus, da hast du zweifellos recht, nur gibt es leider so wenig Anlaufstellen für die "Rundumversorgung", dass sich dieser Weg aufgrund des Andrangs häufig zunächst als der längere darstellt. Aber wir werden ihn nun auch gehen, da wir zum Glück von Anfang an zweigleisig geplant haben und uns trotz langer Vorlaufzeit einen Termin besorgt haben.

@chilli-pepper: Eigentlich müsste man sich mit dem Uni-Arzt deswegen auseinandersetzen. Aber ich gebe zu, da wir dieses Gutachten nur intern weiterreichen werden (letzten Endes wird wohl das von Frau Ekkernkamp zählen), werde ich diesen Konflikt nicht weiter austragen. Aber vielleicht hilft es anderen Mitlesern, von vorne herein gleich auf eine akzeptable Formulierung zu dringen. Man ahnt ja vorher meist nie, wie dumm es kommen kann.

Ein Problem habe ich im Moment mit dem Ausfüllen des Kurantrages. So muss ich für meine Tochter sozusagen die Einwilligung dazu geben, dass ihre medizinischen Daten an andere Soziallleistungsträger wie Krankenkasse, Agentur für Arbeit, Versorgungsamt, Rentenversicherungsträger und an "Dritte!?" weitergegeben werden dürfen. Ich finde das ziemlich bedenklich in Bezug auf den Datenschutz.

Wie sieht das aus, wenn sie später in eine private Krankenversicherung will? Wird sie denn mit einer Skoliose nicht gleich höher eingestuft? Nur so als Beispiel. Hätte es negative Folgen, wenn ich diese Einwilligung nicht gebe und wenn ja, welche? Wie sieht das aus, wenn der Antrag abgelehnt wird: Werden die Daten dann trotzdem gespeichert? Vielleicht hat sich jemand von euch auch schon mit dieser Frage auseinandergesetzt und kann mich eventuell beruhigen.

LG
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Lopi hat geschrieben:Klaus, da hast du zweifellos recht, nur gibt es leider so wenig Anlaufstellen für die "Rundumversorgung", dass sich dieser Weg aufgrund des Andrangs häufig zunächst als der längere darstellt.
Seltsamerweise bekommt man bei Dr. Hoffmann in Stuttgart relativ schnell einen Termin, meistens wesentlich schneller, als bei inkompetenten Orthopäden vor Ort.
Da hatte ich auch vor langer Zeit grosse Hoffnungen in Hannover, als ich 2 Monate auf einen Termin warten musste, nachdem vorher sogar ein Patientenstopp war. Hat sich hinterher aber nicht als Kompetenzmerkmal herausgestellt. :)
Dr. Steffan in Bad Salzungen mit 3 Monaten Wartezeit war dann allerdings der Durchbruch. Heutzutage muss man sicherlich noch länger warten.

Ich denke aber mit Dr. Ekkernkamp seid ihr sicherlich gut bedient, es wird aber nichts schaden, wenn Du Dir einen Merkzettel machst und Dich noch weiter im Forum informierst.

Gruss
Klaus
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Beitrag von Lady S »

Wie sieht das aus, wenn sie später in eine private Krankenversicherung will? Wird sie denn mit einer Skoliose nicht gleich höher eingestuft?
Wahrscheinlich wird sie das. Es wäre aber höchst unklug, dort die Skoliose zu verschweigen. Daraus wird Dir im Krankheitsfall blitzschnell ein Strick gedreht und zwar zu Recht: die Tarife in der PKV beruhen auf dem persönlichen Risiko jedes Einzelnen.
Grüsse, Lady S
Lopi (nicht eingeloggt)

Beitrag von Lopi (nicht eingeloggt) »

Lady S hat geschrieben: Wahrscheinlich wird sie das. Es wäre aber höchst unklug, dort die Skoliose zu verschweigen. Daraus wird Dir im Krankheitsfall blitzschnell ein Strick gedreht und zwar zu Recht: die Tarife in der PKV beruhen auf dem persönlichen Risiko jedes Einzelnen.
Grüsse, Lady S
Ja nur, kann die PKV das Risiko tatsächlich richtig einschätzen, wenn selbst Fachärzte Probleme mit dieser Krankheit haben und sich fast immer als inkompetent erweisen? Ich tue mich schwer damit, mein Kind quasi auf eine schwarze Liste setzen zu lassen, wo es noch nicht einmal den Schritt ins Erwachsenenleben getan hat.

Darüber hinaus finde ich die Formulierung auf dem Antrag: Zur eigenen Aufgabenerfüllung dürfen wir diese medizinischen Daten auch an sonstige Dritte (z.B. zu beauftragende Gutachter) übermitteln, sofern dies erforderlich ist. Das ist meiner Meinung nach ein Freibrief für Datenmissbrauch aller Art.

LG Lopi
Lopi
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Beitrag von Lopi »

Kann mir jemand sagen, warum ich immer wieder ausgeloggt werde?
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

OFF TOPIC
Lopi hat geschrieben:Kann mir jemand sagen, warum ich immer wieder ausgeloggt werde?
Das kommt durchaus öfters auch bei anderen Usern vor. Der Grund dafür konnte leider noch nicht gefunden werden.

Ein Mittel dagegen ist, immer mal wieder die Cookies auf Deinem PC zu löschen!

Gruß Thomas
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